Blaulicht-Blog

Wegen Chat-Parolen und Foto: Durchsuchung bei Ex-Polizist

| Lesedauer: 7 Minuten
Ein Rettungswagen der Feuerwehr fährt auf einer Straße.

Ein Rettungswagen der Feuerwehr fährt auf einer Straße.

Foto: Fernando Gutierrez-Juarez/dpa/Symbolbild

In unserem Blaulicht-Blog finden Sie die Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg vom Donnerstag, 11. August 2022.

Berlin: Durchsuchung bei Ex-Polizist

Wegen rechtsradikaler Parolen und dem Foto eines Maschinengewehrs an einer Zimmerwand hat die Polizei Berlin die Wohnung eines ehemaligen Polizei-Auszubildenden durchsucht. Dabei wurden drei Schreckschusspistolen gefunden, das Maschinengewehr stellte sich als sogenannte Softair-Waffe heraus. Die Gegenstände wurden beschlagnahmt.

Bei Ermittlungen in anderer Sache war das LKA auf den 24-jährigen Mann und dessen Äußerungen in einer Chatgruppe gestoßen. Er sei als früherer Polizeischüler identifiziert worden und habe bis Juni 2020 seine Ausbildung bei der Polizei absolviert, hieß es. Die Veröffentlichung in dem Chat sei erfolgt, nachdem er aus der Polizei ausgeschieden war.

In den vergangenen Jahren sind nach vielen Ermittlungen knapp 100 Berliner Polizisten wegen möglicher rechtsradikaler Einstellungen aufgefallen.

Märkisches Viertel: Angreifer bei Auseinandersetzung schwer verletzt

Ein 44-Jähriger schlug am Donnerstagvormittag in einem Mehrfamilienhaus am Senftenberger Ring im Märkischen Viertel (Reinickendorf) zunächst die Eingangstür eines 33-Jährigen ein. Dann malträtierte er den Mieter mit einem Staubsaugerrohr und einer Rohrzange. Der wehrte sich und stach dem Angreifer mit einem Messer in die Schulter und den Bauch. Der eigentliche Angreifer verließ daraufhin die Wohnung und beschädigte ein Krad, das vor dem Haus stand. Außerdem demolierte er eine Durchgangstür. Polizisten nahmen den mutmaßlichen Messerstecher fest. Der Ältere wurde in ein Krankenhaus gebracht und dort notoperiert. Er soll in Lebensgefahr schweben.

Mitte: Bahnhof Alexanderplatz geräumt

Die Bundespolizei Berlin hatte den Bahnhof Alexanderplatz gerräumt. Der S-Bahn- und Regionalbahn-Verkehr war unterbrochen. Grund war ein herrenloser Koffer.

Neukölln: Mann fällt aus Fenster

In Neukölln ist in der Nacht zu Donnerstag ein Mann aus einem Fenster gestürzt und dabei verletzt worden. Der Mann sei noch ansprechbar gewesen und von Rettungskräften ins Krankenhaus gebracht worden, teilte die Polizei mit. Wie es zu dem Sturz kam, sei derzeit noch unklar - ein Suizidversuch sei es nach ersten Erkenntnissen nicht gewesen. Das Fenster, aus dem der Mann fiel, gehört zu einer Wohnung im ersten Stock des Hauses.

Wedding: 18-Jähriger von Gruppe angegriffen

Ein 18-jähriger Mann ist in Wedding von einer größeren Männergruppe angegriffen und schwer verletzt worden. Die Polizei fasste zwei mutmaßliche Täter am Mittwochabend kurz nach der Tat, wie am Donnerstag mitgeteilt wurde. Das Opfer kam mit zwei Stichverletzungen und Blutergüssen am Oberkörper in ein Krankenhaus. Der Überfall auf der Kreuzung Prinz-Eugen-Straße und Schulstraße soll plötzlich geschehen sein. Die alarmierten Polizisten griffen ein und verhinderten noch Schlimmeres, wie es weiter hieß.

Gesundbrunnen: Autodieb festgenommen

Polizisten nahmen in der vergangenen Nacht in Gesundbrunnen einen 24-jährigen Mann wegen des Verdachts des Autodiebstahls fest. Gegen 0.25 Uhr bemerkte der Besitzer des Wagens auf dem Fahrersitz seines am Brunnenplatz abgestellten Transporters den ihm unbekannten Mann. Der 33-jährige Autobesitzer rief daraufhin lautstark nach der Polizei, woraufhin der Tatverdächtige das Fahrzeug verließ und flüchtete. Der Besitzer des Wagens nahm gemeinsam mit weiteren Passanten die Verfolgung des Flüchtenden auf. Als dieser versuchte, ein Tor zu überklettern, konnte er ergriffen und bis zum Eintreffen von Einsatzkräften festgehalten und schließlich festgenommen werden. Die Beamtinnen und Beamten fanden in der Nähe des angegriffenen Fahrzeugs mutmaßliches Tatwerkzeug, das der Festgenommene auf seiner Flucht zurückgelassen hatte. Da der Mann nach seiner Festnahme über gesundheitliche Probleme klagte, wurde er von Rettungskräften in ein Krankenhaus gebracht. Im Anschluss an die ärztliche Untersuchung wurde der 24-Jährige der Kriminalpolizei überstellt.

Schmargendorf: Fußgängerin bei Unfall lebensgefährlich verletzt

Eine Fußgängerin ist am Mittwoch gegen 11 Uhr bei einem Unfall in Schmargendorf (Charlottenburg-Wilmersdorf) lebensgefährlich verletzt worden. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, wurde die 86-Jährige von einem Auto erfasst, als sie von einer Fußgängerinsel auf den Hohenzollerndamm trat. Die Autofahrerin war von der Eger Straße auf dem Hohenzollerndamm gefahren und wollte Richtung Teplitzer Straße weiter.

Die schwer verletzte Seniorin wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo sie notoperiert wurde. Die 40 Jahre alte Autofahrerin blieb unverletzt. Für die Dauer der Unfallaufnahme war die Unfallstelle rund vier Stunden gesperrt. Ein Fachkommissariat für Verkehrsdelikte der Polizeidirektion 2 (West) hat die Ermittlungen übernommen.

Lichtenberg: Feuerwehr löscht brennendes Auto

Ein Auto hat in der vergangenen Nacht in Lichtenberg gebrannt. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, hatte um kurz vor Mitternacht ein Autofahrer einen Feuerschein an einem geparkten Pkw an der Plonzstraße bemerkt und die Feuerwehr verständigt. Die Einsatzkräfte löschten den Brand, der erheblichen Schaden im vorderen Bereich des Fahrzeugs verursacht hatte. Es wurden keine Personen verletzt. Die Polizei ermittelt.

Schöneweide: 62-Jähriger stirbt bei Unfall mit Mopedauto

Am Mittwochvormittag erlitt ein Mann bei einem Verkehrsunfall in Niederschöneweide lebensgefährliche Verletzungen, denen er noch am Unfallort erlag. Nach bisherigen Erkenntnissen befuhr der 62-Jährige gegen 10.20 Uhr den rechten Fahrstreifen der Schnellerstraße in Richtung Köpenicker Landstraße. Neben ihm, in seinem Mopedauto, saß seine 84-jährige Begleiterin. Kurz hinter der Einmündung zur Brückenstraße soll ein Pkw, gelenkt von einem 24-Jährigen, vom mittleren in den rechten Fahrstreifen gezogen sein. Hierbei soll es zur Berührung beider Fahrzeuge gekommen sein, in deren Folge das kleine Gefährt gegen einen Ampelmast prallte.

Durch die massive Wucht des Aufpralls wurden beide Fahrzeuginsassen verletzt, der Fahrer verstarb wenig später. Die 84-Jährige sowie ein Ehepaar im Alter von 69 und 70 Jahren, das während des Wartens an der Ampel vom Mopedauto touchiert wurde, kamen zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser. Der 24-jährige Autofahrer, der ebenfalls leichte Verletzungen erlitt, lehnte eine ärztliche Behandlung hingegen ab. Beide Fahrzeuge wurden zwecks Gutachtens beschlagnahmt.

Erkner: Anhänger eines Lastwagens auf A10 bei Berlin brennt

Auf der A10 bei Berlin hat am Donnerstagmorgen ein brennender Anhänger eines Lastwagens den Verkehr blockiert. Die Fahrbahn wurde zwischen den Anschlussstellen Erkner und Freienbrink Richtung Spreeau aufgrund der Löscharbeiten voll gesperrt, wie die Polizei mitteilte. Mittlerweile sei der linke Fahrstreifen wieder zu befahren, die Aufräumarbeiten dauern an. Eine Brandursache war noch nicht bekannt. Der Schaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf 20.000 Euro.

Lübben: Feuerwehr rettet Stute „Cherry“ aus sumpfigem Graben

Die Feuerwehr hat im Landkreis Dahme-Spreewald ein Pferd aus einem sumpfigen Graben gerettet. Die Stute namens „Cherry“ war bei ihrer Besitzerin ausgebrochen und im Morast eingesunken, wie eine Sprecherin des Landkreises mitteilte. Die Feuerwehr versuchte zunächst, das Tier mit Händen und Schaufeln aus dem Morast zu befreien. „Cherry“ war zu diesem Zeitpunkt schon völlig entkräftet und wurde tierärztlich versorgt.

Gegen 2 Uhr in der Nacht zum Dienstag gelang es den Einsatzkräften, die Stute mithilfe eines Minibaggers zu befreien. Der zuvor noch lebensbedrohliche Zustand des Tieres verbesserte sich daraufhin deutlich. „Cherry“ wurde zur Behandlung in die Pferdeklinik der Freien Universität Berlin gebracht. Die Tierärzte hätten am Mittwoch die erfolgreiche Behandlung der Stute mitgeteilt.

( BM/dpa )