Blaulicht-Blog

Mitte: Bewaffneter Raubüberfall auf zwei Jugendliche

| Lesedauer: 10 Minuten

Foto: Christoph Soeder/dpa/Symbolbild

In unserem Blaulicht-Blog finden Sie die Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg vom Montag, 8. August 2022.

Zwei Jugendliche im Alter von 14 und 15 Jahren sind Opfer eines bewaffneten Raubüberfalls in Mitte geworden. Sie blieben körperlich unverletzt, wie die Polizei am Montag mitteilte. Die beiden Jugendlichen waren am Sonntagabend auf der Rathausstraße von einer fünfköpfigen Gruppe junger Männer angesprochen worden. Zwei von ihnen nahmen den 14-Jährigen in den Schwitzkasten. Nachdem die Angreifer sein Portemonnaie und andere Wertsachen an sich gerissen hatten, zückten sie ein Messer und forderten ihn auf, die Geheimzahl seiner Geldkarte zu nennen.

Dem 15 Jahre alten Begleiter des Angegriffen gelang währenddessen die Flucht und er konnte mithilfe von Passanten die Polizei alarmieren. Dies bemerkten die mutmaßlichen Täter und flüchteten daraufhin zu Fuß mit der Umhängetasche ihres Opfers in Richtung Grunerstraße. Wenige Zeit später nahm die Polizei vier der fünf Verdächtigen fest. Nach Angaben der Polizei handelt es sich bei den Angreifern um Jugendliche im Alter von 15 und 17 Jahren sowie um zwei junge Männer im Alter von 18 und 24 Jahren. Der 17- und der 24-Jährige wurden einem Haftrichter vorgeführt.

Prenzlauer Berg: 27 Jahre alte Frau tot aufgefunden

Die Polizei hat die Leiche einer 27 Jahre alten Frau in einem Haus an der Schneeglöckchenstraße in Prenzlauer Berg (Pankow) gefunden. Mehr darüber lesen Sie hier.

Britz: Polizist von Balkon aus beschossen - Festnahme

Schüsse vom Balkon einer Wohnung haben in der vergangenen Nacht einen Polizeieinsatz in Britz (Neukölln) ausgelöst. Mehr darüber lesen Sie hier.

Friedrichsfelde: Angegriffener Mann kehrt mit Messern zum Tatort zurück

Ein Mann, der am Sonntag in Friedrichsfelde (Lichtenberg) von Jugendlichen attackiert worden ist, hat die Polizei verständigt und angekündigt, zum Tatort mit Messern zurückzukehren.

Wie die Behörde am Montag mitteilte, war der 36-Jährige gegen 18.30 Uhr auf der Dathepromenade mit mehreren Jugendlichen in Streit geraten. Als der Mann seinen Weg fortsetzte, sollen ihm mehrere Jugendliche gefolgt sein und ihn mit Tritten und Schlägen attackiert haben. Anschließend sollen alle Verdächtigen in unbekannte Richtung geflüchtet sein.

Als die Polizisten an der Dathepromenade eintrafen, wurden sie auf den 36-Jährigen aufmerksam, der mit zwei Messern in den Händen gerade zum Ort zurückkehrte. Die Beamten forderten den Mann auf, sich auf den Boden zu legen und die Messer herauszugeben. Dem kam der 36-Jährige nach. Ihm wurden Handfesseln angelegt. Die Messer wurden sichergestellt. Eine Atemalkoholkontrolle bei dem Mann ergab einen Wert von 1 Promille. Eine Behandlung seiner leichten Verletzungen, die er durch die Jugendlichen erlitten haben soll, lehnte der 36-Jährige ab.

Gegen den Mann wurde ein Ermittlungserfahren wegen des Verdachts der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten eingeleitet. Die Ermittlungen hierzu und zu der angezeigten gefährlichen Körperverletzung durch mehrere Jugendliche hat die Kriminalpolizei der Direktion 3 (Ost) übernommen.

Moabit: Unfall mit Quad - zwei Männer schwer verletzt

Zwei junge Männer sind am Sonntag bei einem Unfall mit einem Quad in Moabit (Mitte) schwer verletzt worden. Wie die Polizei am Montag mitteilte, waren die Männer gegen 19.45 Uhr auf der Huttenstraße mit einem am rechten Fahrbahnrand geparkten Auto kollidiert. In Folge des Zusammenstoßes hoben der 18-Jährige und der 19-Jährige von der Maschine ab und kamen einige Meter weiter auf der Straße zum Liegen. Hinzueilende Zeugen – darunter auch eine Ärztin – leisteten bis zum Eintreffen der Rettungskräfte Erste Hilfe. Im Anschluss wurden die Schwerverletzten in Krankenhäuser gebracht. Der 18-Jährige wurde operiert.

Nach Angaben der Polizei konnten die Männer aufgrund der Schwere ihrer Verletzungen noch keine Aussagen machen, wer von ihnen das Quad gefahren ist und wie es zur Kollision mit dem Auto kam. Die Ermittlungen dauern an.

Schöneberg: Streit vor Erotik-Laden eskaliert

Ein Mann ist am Sonntag bei einem Streit vor einem Erotikgeschäft an der Kürfürstenstraße in Schöneberg verletzt worden. Der 42-Jährige hatte nach dem Verlassen des Geschäftes gegen 7.30 Uhr bemerkt, dass Geld aus seinem Rucksack fehlte. Daraufhin ging er zurück und traf im Eingangsbereich auf eine 48 Jahre alte Reinigungskraft, die er wegen des mutmaßlichen Diebstahls zur Rede stellte und die Herausgabe des Geldes forderte.

Der 48-Jährige habe dem Mann den Zutritt zum bereits geschlossen Geschäft verwehrt. Der Mann habe dann eine Schere hervorgeholt, mit der er den Mitarbeiter bedrohte. Dieser wiederum soll sich eine Schaufel aus dem Laden geholt und auf den 42-Jährigen eingeschlagen haben.

Polizisten trafen vor dem Geschäft auf den alkoholisierten 42-Jährigen. Rettungskräfte brachten ihn mit Kopf- und Armverletzungen in ein Krankenhaus. Die Reinigungskraft blieb unverletzt und wurde nach den polizeilichen Maßnahmen entlassen. Die Ermittlungen hat ein Fachkommissariat der Direktion 4 (Süd) übernommen.

Wedding: Mann rassistisch beleidigt

In Wedding haben Polizisten am Sonntagnachmittag einen Mann festgenommen, der einen anderen Mann beleidigt und ihn geschlagen sowie einen Zeugen bedroht haben soll. Gegen 13 Uhr alarmierte der Zeuge die Polizei in die Luxemburger Straße, nachdem er mitbekommen hatte, wie ein 43-Jähriger einen 26-Jährigen rassistisch beleidigte. Spätere Ermittlungen ergaben, dass der Aggressor den jüngeren Mann zunächst unvermittelt auf den Rücken geschlagen haben soll. Die Beleidigungen hatte der 26-Jährige aufgrund fehlender Deutschkenntnisse nicht verstanden. Der aggressive Mann soll seinem jüngeren Gegenüber zudem ins Gesicht geschlagen haben, der 26-Jährige erlitt eine Platzwunde am Mund. Dem Zeugen soll der Aggressor damit gedroht haben, ihn ebenfalls zu schlagen, wenn er sich nicht raushalten würde. Alarmierte Polizeikräfte nahmen den 43-Jährigen, der zwischenzeitlich geflüchtet war, in der Nähe fest. Eine Atemalkoholmessung bei ihm verlief negativ. Gegen den Mann wird wegen des Verdachts der Körperverletzung, Beleidigung und Bedrohung ermittelt. Die Ermittlungen werden beim Polizeilichen Staatsschutz beim Landeskriminalamt geführt. Der verletzte 26-Jährige wurde vor Ort von Rettungskräften der Feuerwehr behandelt.

Neukölln: Motorradfahrer verursacht Unfall auf Flucht

Ein Motorradfahrer hat am Sonntag in Neukölln auf der Flucht vor der Polizei einen Unfall verursacht. Zuvor waren Polizisten gegen 20.30 Uhr auf der Treptower Straße auf das Motorrad aufmerksam geworden, weil es keine Kennzeichen hatte.

Als sie den Fahrer zum Anhalten aufforderten, gab dieser Gas. Er fuhr mit überhöhter Geschwindigkeit weiter, bog auf die Harzer Straße ein und setzte seine Fahrt auf dem Gehweg fort. Dort verlor er die Kontrolle über die Maschine und prallte gegen ein Haltestellenhäuschen der BVG. Der Motorradfahrer stürzte, das Motorrad schleuderte auf die Fahrbahn zurück und stieß gegen den Streifenwagen.

Weder der 36 Jahre alte Motorradfahrer noch die Besatzung des Einsatzwagens wurden verletzt. Das Motorrad wurde sichergestellt. Der 36-Jährige, der keinen Führerschein vorweisen konnte und vermutlich unter dem Einfluss berauschender Mittel stand, wurde festgenommen und einem Fachkommissariat der Direktion 5 (City) übergeben.

Staaken: Brennendes Auto an der Obstallee

An der Obstallee in Staaken (Spandau) hat in der Nacht von Sonntag auf Montag ein Auto gebrannt. Wie die Polizei am Montagmorgen mitteilte, brannte das Auto aus und beschädigte dabei ein weiteres Auto. Zuvor hatte ein Passant die Polizei und die Feuerwehr gerufen. Wie es zu dem Feuer kam, war zunächst unklar. Die Obstallee war circa eine Stunde gesperrt.

Spaziergängerin entdeckt Leiche auf Wiese in Schönefeld

Ein Leichenfund beschäftigt die Polizei in Schönfeld im Kreis Dahme-Spreewald. Den Angaben zufolge hatte eine Spaziergängerin am Freitag auf einer Wiese in der Waldstraße einen bereits stark verwesten Leichnam entdeckt und die Beamten informiert. Das teilte die Polizeidirektion Süd am Montag mit. Die Straße liegt in unmittelbarer Nähe des Schönefelder Sees. Bislang sind die Umstände des Todes der noch nicht identifizierten Person unklar. Die Polizei leitete, wie in solchen Fällen üblich, ein Todesermittlungsverfahren ein.

Mann bei Arbeitsunfall nahe Senftenberg tödlich verletzt

Ein 61-Jähriger ist im Senftenberger Ortsteil Großkoschen (Oberspreewald-Lausitz) bei einem Arbeitsunfall gestorben. Wie die Polizei am Montag mitteilte, war der Mann bei der Bergung eines festgefahrenen Lastwagens zwischen den LKW und einen Radlader geraten. Trotz sofort eingeleiteter Wiederbelebungsmaßnahmen verstarb er noch an der Unfallstelle am Freitagnachmittag. Die Ermittlungen zu den Unfallumständen übernahm das Amt für Arbeitsschutz.

Heckenbrand in Finsterwalde greift auf Häuser über

Durch die Ausbreitung eines Heckenbrandes in Finsterwalde (Elbe-Elster-Kreis) sind drei Feuerwehrleute verletzt worden. Vier Bewohner eines angrenzenden Wohnhauses mussten nach Polizeiangaben in Sicherheit gebracht worden. Ersten Erkenntnissen zufolge hatte ein Bewohner am frühen Sonntagmorgen eine in Brand stehende Hecke bemerkt und die Polizei gerufen. Das Feuer griff schnell auf zwei benachbarte Wohn- und Geschäftshäuser über, die teils erheblich beschädigt wurden und nicht mehr bewohnbar sind, wie die Polizei am Montag weiter mitteilte. Vier Anwohner mussten demnach evakuiert werden. Drei Feuerwehrleute wurden verletzt, einer von ihnen wurde mit einer Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Die Kriminalpolizei ermittelt zur Brandursache.

Unfall auf Berliner Bahnübergang im Juli: Mann gestorben

Ein Mann ist im Juli an einem Bahnübergang in Köpenick von einer S-Bahn angefahren worden - nun starb er im Krankenhaus an seinen schweren Verletzungen. Das bestätigte die Bundespolizei nach vorherigen Medienberichten am Montag.

Der 37-jährige Mann war in der Nacht zum 24. Juli gegen 1 Uhr an dem Bahnübergang Oberspreestraße von einer S-Bahn angefahren worden. Die Bundespolizei teilte damals mit, er sei bei einer roten Ampel unter einer geschlossenen Schranke hindurchgeklettert. Vor ihm habe seine Freundin mit einem Kind die Gleise noch bei offener Schranke überquert. Der Mann habe hinterher gewollt. Die Berliner Polizei ermittelt zu dem genauen Ablauf.

( BM/dpa )