Blaulicht-Blog

Schwangere fährt bei Rot und wird von Rettungswagen erfasst

| Lesedauer: 7 Minuten
Ein Krankenwagen fährt mit Blaulicht auf einer Straße.

Ein Krankenwagen fährt mit Blaulicht auf einer Straße.

Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild

In unserem Blog finden Sie aktuelle Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Dienstag, 2. August 2022.

Tempelhof: Schwangere fährt bei Rot und wird von Rettungswagen erfasst

Bei einem Unfall in Tempelhof ist am Montag eine schwangere Radfahrerin schwer verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, fuhr ein Rettungswagen eines freien Trägers während einer Sonder- und Wegerechtsfahrt gegen 8.30 Uhr auf die Kreuzung Tempelhofer Damms/Albrechtstraße und kollidierte dort mit Radfahrerin. Laut Zeugen soll sie bei Rot auf den Tempelhofer Damm abgebogen und dabei von dem Außenspiegel des Rettungswagens erfasst worden sein. Die 33-Jährige erlitt schwere Verletzungen an Kopf und Schulter. Rettungskräfte der Feuerwehr brachten sie fin ein Krankenhaus. Dort wurde auch das ungeborene Kind untersucht. Die weiteren Ermittlungen dauern an.

Reinickendorf: Polizei stoppt rasenden Motorradfahrer

Die Polizei hat in der Nacht zu Dienstag einen Motorradfahrer in Reinickendorf gestoppt, der viel zu schnell gewesen sein soll. Der 24-Jährige war den Beamten auf dem Kurt-Schumacher-Damm aufgefallen, weil er unter anderem mehrere "Schlenker" mit dem Motorrad gemacht habe. Kurz darauf sei der Mann auf die A111 Richtung Hamburg gefahren, wo er hörbar beschleunigt und viel zu schnell gefahren sein soll. Die Beamten stoppten den Motorradfahrer und beschlagnahmten den Führerschein sowie das Motorrad des 24-Jährigen wegen des Verdachts eines sogenannten Alleinrennens. Eine Atemalkoholkontrolle verlief negativ.

Friedrichshain: Stolpersteine beschmiert

Unbekannte haben in Friedrichshain entweder in der Nacht zu Dienstag oder am frühen Dienstagmorgen Stolpersteine beschmiert. Die Gedenktafeln seien laut Polizei gezielt mit einer "schnell bindenden Substanz" übergossen worden. Diese sei bei Entdeckung bereits ausgehärtet gewesen, sodass sie bislang nicht ohne größeren Aufwand von den Stolpersteinen in der Waldeyerstraße habe entfernt werden können. Der Polizeiliche Staatsschutz ermittelt.

Wilmersdorf: Frau in Bus geschlagen und beleidigt

Ein 20-Jähriger soll am Montagmittag in einem BVG-Bus der Linie 186 in Wilmdersdorf eine 27-Jährige geschlagen und beleidigt haben. Der Polizei zufolge sagte die Frau aus, dass sie im Oberdeck des Busses gesessen und in arabischer Sprache telefoniert habe, als der vor ihr sitzende 20-Jährige begonnen haben soll, sie rassistisch zu beleidigen und ihr den Mittelfinger gezeigt habe. Als der junge Mann damit nicht aufhörte, sei die Frau nach unten gegangen. Der 20-Jährige sei ihr jedoch gefolgt, habe sie weiter beleidigt und ihr ins Gesicht gespuckt. Dann soll er die Frau in den Eingangsbereich des Busses gedrängt, ihren Kopf festgehalten, gegen ihre Schulter geschlagen, ihr das Knie in den Bauch gerammt und mehrfach versucht haben, ihr das Kopftuch herunter zu reißen. Erst als Zeugen eingriffen, ließ der Mann ab.

Der Busfahrer rief die Polizei und verschloss den Bus an der Ecke Wiesbadener Straße / Laubacher Straße und Südwestkorso, damit der Tatverdächtige nicht fliehen konnte. Die Beamten fanden bei dem 20-Jährigen Drogen, er wurd in die psychiatrische Abteilung eines Krankenhauses gebracht. Da die 27-Jährige sagte, sie sei im dritten Monat schwanger, wurde sie ebenfalls vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizei sicherte Videoaufnahmen aus dem Bus.

Siemensstadt: Jugendlicher handelt mit Drogen - Festnahme

Polizisten haben am Montagnachmittag in Siemensstadt einen Jugendliche wegen des Verdachts des Drogenhandels festgenommen. Zuvor hatten Fahnder den 16-Jährigen an der Ecke Mäckeritzstraße und Popitzweg beobachtet, als er mehreren Leuten etwas übergab und dafür Geld kassierte. Die Beamten fanden bei dem Jugendlichen mehrere Behältnisse mit Cannabis und Bargeld. Zudem wurde ein Autoschlüssel gefunden. In der Umgebung fanden die Beamten einen Kleinwagen, von dem ein starker Marihuana-Geruch ausging. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft durchsuchten die Polizisten den Wagen und stellten weitere Drogen sicher. Der 16-Jährige wurde zur Polizei gebracht und schließlich von seiner Mutter abgeholt.

Messerattacke vor Berliner Imbiss - ein Schwerverletzter

Bei einem Messerangriff in Kreuzberg ist ein Mann schwer verletzt worden. Er war am Montagmittag vor einem Imbiss mit einem anderen in Streit geraten, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Als der zunächst verbale Streit handgreiflich wurde, habe der Tatverdächtige ein Messer gezückt und sein Opfer verletzt. Zeugen beobachteten den Angriff und riefen die Polizei, die den mutmaßlichen Angreifer vor Ort festnahm. Er leistete den Angaben zufolge keinen Widerstand. In welchem Verhältnis die beiden Männer, die laut Polizeiangaben mutmaßlich 46 und 47 Jahre alt sind, zueinander stehen ist, ist bislang unklar. Die Polizei ermittelt wegen schwerer Körperverletzung.

Mann überfällt Spielhalle in Ahrensfelde

Ein Mann hat am späten Montagabend eine Spielothek in Ahrensfelde (Landkreis Barnim) ausgeraubt. Er war nach Angaben einer Angestellten am Montag bereits als Gast in der Spielhalle gewesen und kehrte kurz vor Mitternacht mit einem „pistolenähnlichen Gegenstand“ zurück, wie ein Polizeisprecher am Dienstagmorgen sagte. Demnach erbeutete er Bargeld aus der Kasse und floh anschließend auf einem Fahrrad. Verletzt wurde niemand. Die Polizei leitete Fahndungsmaßnahmen ein. Da Videoaufnahmen des Täters existierten, sei es nur eine Frage der Zeit, bis der Mann gefasst werde, so der Sprecher. Die Polizei machte keine Angaben dazu, wie viel Geld der Mann stahl.

Lichtenberg: Firmenfahrzeug in Flammen

In Lichtenberg hat am Dienstagmorgen ein Mercedes-Benz Sprinter gebrannt. Wie die Polizei mitteilte, bemerkten Anwohnerinnen das in Flammen stehende Fahrzeug an der Plonzstraße gegen 3.20 Uhr und alarmierten die Feuerwehr. Die Brandbekämpfer konnten das Feuer löschen. An dem Firmenfahrzeug entstand erheblicher Sachschaden, der Innenraum brannte komplett aus. Ein Brandkommissariat ermittelt.

1500 Quadratmeter Waldfläche in Flammen

In Großräschen (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) hat am Montagabend ein 1500 Quadratmeter großes Waldstück gebrannt. Wie ein Sprecher der Feuerwehr am Dienstag mitteilte, konnten die Einsatzkräfte den Brand innerhalb kürzester Zeit unter Kontrolle bringen, sodass die Löscharbeiten nach zwei Stunden beendet waren. Auch eine Brandwache sei nicht mehr nötig gewesen, so der Sprecher. Warum das Feuer ausgebrochen war, war zunächst unklar.

Wohnmobil-Wendemanöver missglückt: Vier Verletzte und Ermittlungen

Nach einem Unfall mit vier Verletzten ermittelt die Polizei in der Prignitz gegen einen Wohnmobilfahrer aus dem mecklenburgischen Landkreis Ludwigslust-Parchim. Wie eine Polizeisprecherin am Dienstag sagte, war das Wohnmobil des Mannes am Sonntag auf der Bundesstraße 189 bei Perleberg mit einem Auto zusammengestoßen. Nach ersten Ermittlungen hatte der 48-Jährige das Wohnmobil für andere Fahrzeuge unerwartet gewendet, vermutlich weil er eine andere Richtung einschlagen wollte. Die entgegenkommende 34-jährige Autofahrerin habe nicht mehr ausweichen können. Bei dem Zusammenstoß wurden der 48-Jährige und die 34-Jährige sowie ein 10 Jahre altes Kind im Auto und ein 14 Jahre altes Kind im Wohnmobil verletzt. Sie kamen in Krankenhäuser. Der Sachschaden wurde auf rund 100.000 Euro geschätzt, die Straße war etwa drei Stunden gesperrt. Prüfungen ergaben dann, dass der 48-Jährige aus einem Ort zwischen Schwerin und Parchim gar nicht die nötige Fahrerlaubnis für das 4,5 Tonnen schwere Wohnmobil hatte.

( dpa )