Blaulicht-Blog

Marzahn: SEK stürmt nach Schüssen Wohnung

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Festnahme in Marzahn

Festnahme in Marzahn

Foto: Morris Pudwell

In unserem Blog finden Sie aktuelle Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Sonnabend, 9. Juli 2022.

Marzahn: SEK stürmt nach Schüssen Wohnung


Schüsse vom Balkon einer Wohnung haben zu einem Polizeieinsatz mit Spezialkräften in Marzahn geführt. Niemand wurde verletzt. Anwohner alarmierten die Beamten am Freitagabend zu dem Mehrfamilienhaus in der Wittenberger Straße, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Die Sicherheitskräfte sahen vor Ort zwei Männer und eine Frau auf dem Balkon, während weitere Schüsse fielen. Spezialkräfte drangen daraufhin in die Wohnung ein.

Sie überwältigten den 47-jährigen Mieter, seinen 38-jährigen Bekannten, und dessen Freundin, 28 Jahre alt. Die Männer waren laut Polizei erheblich betrunken. Eine Atemalkoholkontrolle ergab beim Mieter 3,7 Promille, bei seinem Bekannten 4,2. Eine Notärztin kümmerte sich um den 47-Jährigen, weil er kurzzeitig nicht ansprechbar war. Beide kamen in ein Krankenhaus. Nach Nachforschungen vermutet die Polizei, dass der 38-Jährige der Schütze war. Zwei Schreckschusswaffen wurden den Angaben zufolge in der Wohnung beschlagnahmt. Warum geschossen wurde, war zunächst unklar.

Spandau: Feuerwehr bekämpft Brand

Am Sonnabendabend ist in Spandau am Brunsbütteler Damm ein Feuer ausgebrochen. Dort brannten ersten Informationen von vor Ort zufolge auf dem Gelände wohl eines Baustoffgroßhandels 200 Kubikmeter Fliesenplatten. Die Feuerwehr ist mit rund 45 Einsatzkräften vor Ort.

Mitte: Schlägerei im James-Simon-Park: Mann wird schwer verletzt

Bei einem Streit im James-Simon-Park am Spreeufer in Mitte ist ein Mann schwer verletzt worden. Ein 28-Jähriger und ein Unbekannter gerieten dort am Samstagmorgen gegen 3.00 Uhr aneinander, wie ein Polizeisprecher mitteilte.

„Sie schlugen sich erst mit Händen und Fäusten, später gingen sie mit Flaschen aufeinander los“, sagte der Polizeisprecher. Der 28-jährige wurde dabei demnach am Hals verletzt und kam in ein Krankenhaus. Ein Zeuge sei dazwischen gegangen und habe die beiden Kontrahenten auseinander gehalten. Der Angreifer flüchtete den Angaben zufolge bevor die alarmierten Beamten eintrafen. Der Grund für den Streit war zunächst unklar.

Berichte über einen zweiten Verletzten am Spreeufer konnte die Polizei am Samstagmorgen zunächst nicht bestätigen. Im James-Simon-Park kam es bereits am vergangenen Wochenende zu mehreren gefährlichen Körperverletzungen.

Prenzlauer Berg: Frauen rassistisch beleidigt

In Prenzlauer Berg nahmen Polizeieinsatzkräfte am Freitagnachmittag einen Mann nach einer rassistischen Beleidigung fest. Bisherigen Erkenntnissen zufolge soll der 52-Jährige gegen 16.40 Uhr aus dem Fenster einer Wohnung in der Dunckerstraße zwei Frauen im Alter von 40 und 43 Jahren rassistisch beleidigt haben. Eine aufmerksame Zeugin rief daraufhin die Polizei. Während der Anzeigenaufnahme beleidigte der Tatverdächtige auch die eingesetzten Polizeieinsatzkräfte. Diese nahmen den Mann fest und brachten ihn aufgrund seines verhaltensauffälligen Zustands in ein Krankenhaus, das er kurz darauf wieder verlassen konnte. Die weiteren Ermittlungen führt der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin.

Britz und Mitte: Mutmaßliche Räuber gefasst

Bei zwei Raubüberfallen in der vergangenen Nacht in Mitte und Britz wurden fünf mutmaßliche Räuber festgenommen. Im Park am Buschkrug wurde ein 41-jähriger Mann gegen 23.20 Uhr von zwei Jugendlichen angesprochen und nach einer Zigarette gefragt. Als der Mann dies verneinte, soll sich einer der mutmaßlichen Räuber ihm in den Weg gestellt und sein Komplize ihn in den Schwitzkasten genommen haben. Nun soll das Duo den Mann aufgefordert haben, seine Wertsache auszuhändigen, wobei es ihm dabei mehrmals mit den Fäusten ins Gesicht schlug. Im weiteren Verlauf des Angriffs sollen alle drei gestürzt sein, wobei die mutmaßlichen Räuber als erstes auf den Beinen standen und auf den 41-Jährigen nun eintraten. Letztlich raubten sie eine Umhängetasche sowie ein Handy von dem Mann und flüchteten mit der Beute. Bereits während der Tat wurde ein 36-jähriger Passant auf das Geschehen aufmerksam, alarmierte die Polizei und verfolgte teilweise das flüchtende Duo. Einsatzkräfte der Polizeiabschnitte 44 und 48 nahmen wenig später zwei Tatverdächtige im Alter von 14 sowie 17 Jahren fest und fanden bei einem der mutmaßlichen Räuber das geraubte Handy. Beide Festgenommenen wurden im Anschluss der Kriminalpolizei überstellt. Der Überfallene erlitt leichte Gesichtsverletzungen und eine Armverletzung, die zunächst nicht behandelt werden mussten.

Aus einer vierköpfigen Gruppe heraus wurde gegen 23.45 Uhr ein 16-Jähriger in der Bernauer Straße von seiner Begleiterin getrennt. Als ihm mit Schlägen und Stichen gedroht wurde, soll der Jugendliche seine Kopfhörer den mutmaßlichen Räubern übergeben haben. Diese sollen kurz darauf dessen Bauchtasche geöffnet und daraus Geld geraubt haben. Alarmierte Einsatzkräfte des Polizeiabschnitts 15 nahmen wenig später drei Tatverdächtige im Alter von 17, 20 und 23 Jahren fest und überstellten sie nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung der Kriminalpolizei.

Neukölln: Zwei Verletzte bei Auffahrunfall

Bei einem Verkehrsunfall sind am Freitagabend in Neukölln eine Frau schwer und ein Mann leicht verletzt worden. Gegen 19.30 Uhr befuhr eine 37-jährige Autofahrerin die Karl-Marx-Straße vom Herrnhuter Weg aus kommend in Richtung Ganghoferstraße. Als drei vorausfahrende Fahrzeugführende verkehrsbedingt zum Stehen kamen, fuhr die Frau auf den hintersten der drei wartenden Wagen auf. Durch die Wucht des Aufpralls wurden die Kraftfahrzeuge aufeinandergeschoben und beschädigt.

Die auffahrende Fahrzeugführerin erlitt schwere Verletzungen am gesamten Körper und wurde durch Rettungskräfte zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Ein 44 Jahre alter Mann, der sich im dritten Fahrzeug befand, klagte über Kopfschmerzen, lehnte eine ärztliche Behandlung aber ab. Die beiden weiteren Fahrzeugführerinnen, 22 und 33 Jahre alt, blieben unverletzt. Für die Dauer der Verkehrsunfallaufnahme war die Karl-Marx-Straße zwischen Herrnhuter Weg und Werbellinstraße in beiden Richtungen bis etwa 20.40 Uhr gesperrt.

So verhält man sich nach einem Auto-Unfall richtig
So verhält man sich nach einem Auto-Unfall richtig

Weißensee: Frau mit Kopftuch rassistisch beleidigt und geschlagen

Wegen des Verdachts der rassistischen Beleidigung und Körperverletzung muss sich eine Frau verantworten, die in der vergangenen Nacht eine kopftuchtragende Frau in Weißensee attackiert haben soll. Kurz nach Mitternacht soll die 37-jährige Tatverdächtige in einer Gaststätte in der Langhansstraße die 39-jährige Frau zunächst beleidigt haben. Anschließend soll sie der Frau das Kopftuch weggerissen und auf den Boden geschmissen haben. Im weiteren Verlauf soll sie der 39-Jährigen mehrfach gegen den Kopf und Oberkörper geschlagen haben. Einsatzkräfte trennten die beiden Frauen und ermittelten wenig später bei der 37-Jährigen einen Atemalkoholwert von etwa 2,2 Promille. Bei ihr wurde von einem Richter eine Blutentnahme angeordnet, die in einem Polizeigewahrsam durchgeführt wurde. Anschließend kam sie wieder auf freien Fuß. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt führt die weiteren Ermittlungen.

Brandenburg: Feuer in Lieberoser Heide gelöscht

Rund eine Woche nach dem Ausbruch des Waldbrandes in der Lieberoser Heide in Brandenburg ist das Feuer aus. Glutnester glimmen aber weiter im Boden des Moorgebietes. Der Landkreis Dahme-Spreewald hob am Samstag die Großschadenslage auf. Damit wird die übergeordnete Koordination beendet und die Zahl der Einsatzkräfte stark zurückgefahren.

Der Brand war am Montag auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz ausgebrochen. Alte Munition im Boden erschwerte den Einsatz der Feuerwehrleute, da sie das Gelände nicht betreten konnten.

Die Lage sei stabil, teilte der Landkreis am sechsten Einsatztag mit. Die Flammen seien aus. Die Zahl der Feuerwehrkräfte wurde stark zurückgefahren auf um die 20, wie die Sprecherin des Kreises sagte. Rund 1000 Kräfte waren nach Behördenangaben seit Ausbruch des Brandes im Einsatz. Eine Fläche von 90 Hektar war von dem Feuer betroffen - eine Größe von etwa 125 Fußballfeldern.

Lichtenberg: Mann reißt Außenspiegel ab und greift Passanten an

Polizisten haben am Freitagabend in Neu-Hohenschönhausen einen Mann festgenommen, der mehrere Fahrzeuge beschädigt und einen Mann angegriffen haben soll. Dem bisherigen Erkenntnisstand zufolge soll der 21-Jährige gegen 20.45 Uhr in der Wartinger Straße an fünf geparkten Fahrzeugen jeweils einen Außenspiegel beschädigt haben. Mehrere Passantinnen und Passanten, die den Vorfall beobachtet hatten, versuchten den jungen Mann zu ergreifen und riefen die Polizei. Der mutmaßliche Täter soll im weiteren Verlauf eine Holzlatte genommen und damit einen 57-jährigen Zeugen angegriffen und an einem Arm, an der Hand und am Kopf leicht verletzt haben. Zwei Passanten brachten den Mann daraufhin zu Boden und übergaben ihn kurz darauf eintreffenden Polizeieinsatzkräften, die den 21-Jährigen festnahmen und aufgrund seines verhaltensauffälligen Zustandes in ein Krankenhaus brachten. Der angegriffene Mann wurde am Einsatzort durch hinzugerufene Rettungskräfte behandelt. Die weiteren Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzungen und Sachbeschädigung dauern an.

Hellersdorf: Kind bei Verkehrsunfall schwer verletzt

Bei einem Verkehrsunfall in Hellersdorf ist am Freitagabend ein Kind schwer verletzt worden. Rettungskräfte wurden gegen 18.30 Uhr in die Louis-Lewin-Straße gerufen. Nach ersten Angaben hatte eine Autofahrerin eine Mutter mit Kind zu spät gesehen, die an der Hoyerswerdaer Straße Ecke Louis-Lewin-Straße die Fahrbahn kreuzen wollte. Das Auto erfasste das Kind und verletzte es schwer. Die Mutter des Kindes und die Autofahrerin erlitten einen Schock. Alle drei mussten in eine Klinik transportiert werden.

Reinickendorf: 83 Jahre alte Frau fährt Passantin an

Eine Frau hat Freitagmittag in Hermsdorf die Kontrolle über ihr Auto verloren. Dabei wurde eine an einer BVG-Haltestelle wartende Passantin schwer verletzt. Bisherigen Erkenntnissen zufolge fuhr die 83 Jahre alte Autofahrerin mit ihrem Fahrzeug auf dem Waldseeweg in Richtung Schloßstraße. Aus bislang ungeklärter Ursache verlor die Frau gegen 13.45 Uhr die Kontrolle über ihren Pkw und fuhr in den Bereich des Bahnhofsplatzes, auf dem sich eine BVG-Sammelhaltestelle befindet. Dort saßen zu diesem Zeitpunkt auf einer Sitzbank zwei 17 und 73 Jahre alte Frauen. Während die 17-Jährige zur Seite springen konnte, wurde die ältere Frau von dem Pkw erfasst und eingeklemmt. Sie kam schwer verletzt zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Ebenfalls eingeklemmt und verletzt wurde die Autofahrerin, auch sie kam zur stationären Behandlung in eine Klinik.

( BM/dpa )