Blaulicht-Blog

Mann wollte auf Lok-Puffer nach Berlin fahren

| Lesedauer: 11 Minuten

Foto: Carsten Rehder / dpa

In unserem Blog finden Sie aktuelle Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Mittwoch, 6. Juli 2022.

Werder/H.: Mann will auf Lok-Puffer mit Regionalzug nach Berlin fahren

Auf dem Puffer einer Regionalbahn-Lok wollte ein Mann vom brandenburgischen Werder (Havel) nach Berlin reisen. Etwa 600 Reisende mussten wegen des Vorfalls ihre Fahrt mit nachfolgenden Zügen fortsetzen, wie die Bundespolizei Berlin am Mittwochabend per Twitter mitteilte. Der 54-Jährige, der sich demnach gegen 17.15 Uhr auf dem Puffer der RE1-Lok befand, sei in Gewahrsam genommen worden. Von Werder nach Berlin ist der Regionalzug rund eine halbe Stunde unterwegs. Was den Mann zu der lebensgefährlichen Aktion bewogen hat, wurde zunächst nicht mitgeteilt.

Charlottenburg-Wilmersdorf und Mitte: Autofahrer liefert sich wilde Verfolungsfahrt mit der Polizei

Unfall gebaut, über Gehweg gefahren und Reifen verloren: Ein Autofahrer hat sich am Dienstagvormittag in Charlottenburg-Wilmersdorf und Mitte eine wilde Verfolgungsfahrt mit der Polizei geliefert. Zuvor war der Audi mit spanischem Kennzeichen den Beamten auf der A100 in Höhe Messe Nord aufgefallen, weil er mit 120 statt der erlaubten 60 km/h fuhr. Nach Polizeiangaben habe der Fahrer ohne zu blinken, mehrfach sprunghaft den Fahrstreifen gewechselt.

Die Einsatzkräfte forderten den Fahrer kurz vor der Anschlussstelle Spandauer Damm auf, von der A100 abzufahren. Zunächst erweckte der Fahrer auch den Anschein, dass er die Autobahn verlassen würde, zog aber dann jedoch wieder nach links, um weiterzufahren. Hierbei kam es zu einem Zusammenstoß mit einem Fahrzeug, bei dem Sachschaden entstand. Der Audi-Fahrer setzte seine Flucht fort.

Die Polizisten konnten den Wagen schließlich an der Beusselstraße einholen, als der Audi gerade an einer Kreuzung hielt. In dem Moment, als der Fahrer die Polizei bemerkte, fuhr er mit hoher Geschwindigkeit auf der Busspur bei Rot in Richtung Seestraße davon. Die Busspur war jedoch blockiert, weil andere Beamte gerade einen Lkw-Fahrer kontrollierten. Der Audi-Fahrer wich nach rechts auf den Gehweg aus und fuhr auf die kontrollierenden Beamten zu. Die Einsatzkräfte konnten noch zur Seite springen und blieben unverletzt.

Die Flucht des Audi-Fahrers ging weiter. Dabei überfuhr er mehrere rote Ampeln. Auf der Torfstraße/Sprengelstraße verlor der Mann die Kontrolle über seinen Audi, wodurch es auf der Sprengelstraße beinahe zu einem Zusammenstoß mit einem entgegenkommenden Fahrzeug kam. Trotz diverser Bremsschwellen im weiteren Streckenverlauf verringerte der Audi-Fahrer seine Geschwindigkeit nicht. Bei einer ungebremsten Wendung auf der Müllerstraße verlor der Audi-Fahrer schließlich einen Reifen, wodurch der Wagen nicht mehr weiterfahren konnte.

Der Fahrer und dessen Beifahrer flüchteten zu Fuß und sprangen am S-Bahnhof Wedding in eine gerade abfahrende Bahn, wodurch ihnen die Flucht gelang. Bei der näheren Überprüfung des Tatfahrzeugs wurde festgestellt, dass zu diesem keine gültige Haftpflichtversicherung besteht. Der Audi wurde beschlagnahmt, Videoaufzeichnungen aus der Bahn und von Bahnhof wurden gesichert. Die Ermittlungen dauern an.

Pankow: Feuerwehr befreit eingeklemmten Autofahrer

Aus bislang ungeklärter Ursache ereignete sich am Mittwochmorgen in Pankow ein sogenannter Alleinunfall. Gegen 5 Uhr beobachtete ein Zeuge, wie ein Autofahrer, der zu diesem Zeitpunkt die Granitzstraße in Richtung Berliner Straße befuhr, die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor und erst mit einem auf dem Gehweg stehenden Verkehrsschild und wenig später mit einem Ampelmast kollidierte. Dort kam der Wagen dann zum Stehen. Durch die Zusammenstöße wurde der später als 27-Jähriger Identifizierte so schwer verletzt, dass er in einem Krankenhaus notoperiert werden musste. Für den Zeitraum der Unfallaufnahme blieb die Granitzstraße in Fahrtrichtung Elsa-Brändström-Straße sowie in Richtung Breite Straße für rund drei Stunden gesperrt.

Neukölln: Feuer in Schule

Die Feuerwehr ist am Dienstagabend zu einem Einsatz nach Neukölln ausgerückt. Es brannte ein Bücherregal in der Otto-Hahn-Schule an der Buschkrugallee. Die Brandbekämpfer hatten das Feuer schnell unter Kontrolle. Informationen von vor Ort zufolge wurden keine Personen verletzt. Die Polizei ermittelt zur Brandursache.

Hellersdorf: Verdächtiger nach mehreren Brandstiftungen festgenommen

Zivilkräfte haben in der vergangenen Nacht einen Mann in Hellersdorf festgenommen, der im Verdacht steht, mehrere Brände in Wohnhäusern gelegt zu haben. Einen ausführlichen Artikel lesen Sie hier.

Friedrichshain: Junge stürzt auf Schulhof in sechs Meter tiefen Schacht

Beim Sturz in einen etwa sechs Meter tiefen Schacht auf einem Schulhof in Friedrichshain ist ein Dreizehnjähriger schwer verletzt worden. Mehr dazu lesen Sie hier.

Hohenschönhausen: Brand in einem Mehrfamilienhaus

Die Berliner Feuerwehr löschte den Brand in einem Mehrfamilienhaus an der Barther Straße in Neu-Hohenschönhausen. Dort war im dritten Stock ein Feuer ausgebrochen. Ein Mensch wurde dabei verletzt. Sie wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Mitte: Junger Mann mit Stichverletzung im Krankenhaus

Mit einer Stichverletzung wurde in der Nacht zu Mittwoch ein junger Mann in einer Klinik stationär aufgenommen. Bisherigen Erkenntnissen und Zeugenaussagen zufolge soll der 18-Jährige mit einem bisher unbekannten Mann gegen 1.30 Uhr am Leipziger Platz in Mitte in einen Streit geraten sein. Dabei soll der Unbekannte den jungen Mann mit einem Messer angegriffen haben. Mit Schnittverletzungen am Unterkiefer brachten alarmierte Rettungskräfte den 18-Jährigen zur medizinischen Behandlung. Der Tatverdächtige soll mit seiner weiblichen Begleitung über die Leipziger Straße in Richtung Voßstraße geflüchtet sein.

Fürstenwalde: Überfall auf Blumenladen - SEK nimmt Verdächtigen in Wohnung fest

Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei hat in Fürstenwalde (Landkreis Oder-Spree) einen mutmaßlichen Räuber festgenommen. Der 18-Jährige soll am Dienstagabend in einem Blumenladen eine Waffe gezogen und Geld gefordert haben, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Die bedrohte Angestellte konnte demnach flüchten und machte lautstark auf sich aufmerksam. Der Mann verließ den Laden ohne Beute.

Ein Zeuge verfolgte ihn und konnte der Polizei Hinweise dazu geben, wie er aussah und wohin er geflüchtet war. Die Polizei durchsuchte die Wohnung des Verdächtigen und konnte zahlreiche Beweismittel sicherstellen. Es werde geprüft, ob er für weitere Straftaten verantwortlich ist, hieß es.

Niederfinow: Hakenkreuz in Feld gemäht - Polizei ermittelt

Auf einem Feld in Niederfinow (Landkreis Barnim) ist am Dienstagabend ein rund 360 Quadratmeter großes Hakenkreuz entdeckt worden. Wie die Polizeidirektion Ost am Mittwoch mitteilte, ist das verbotene Symbol in das Feld gemäht worden und nur aus der Luft erkennbar. Die Polizei sei über Luftaufnahmen in Sozialen Medien auf das Hakenkreuz aufmerksam geworden. Daraufhin kam es zu einem Hubschraubereinsatz der Polizei über das Gebiet. Zuerst hatte die „Bild“- Zeitung (online) berichtet.

Sowohl der Besitzer des Feldes als auch der zuständige Mäharbeiter sei in der Zwischenzeit ausfindig gemacht worden, so die Polizei. Das Symbol wurde mit Mäharbeiten umgehend aus dem Feld entfernt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und eine Anzeige wegen der Verwendung verfassungswidriger Symbole gestellt.

Lieberoser Heide: Mehr als 250 Feuerwehrleute gegen Waldbrand im Einsatz

Die Löscharbeiten in der Lieberoser Heide werden durch zunehmenden Wind erschwert. Das Feuer hat sich nach Angaben des Landkreises Dahme-Spree vom Mittwochabend auf inzwischen 86 Hektar ausgeweitet, was etwa der Hälfte der Insel Helgoland entspricht. „Grund ist, neben der anhaltenden Trockenheit, der aufziehende und drehende Wind“, hieß es. „Die Lage entwickelt sich weiterhin stark dynamisch. In der kommenden Nacht wird erwartet, dass der Wind nicht nachlässt“, wird Kreisbrandmeister Christian Liebe zitiert.

Eine große Herausforderung für die Einsatzkräfte sei weiterhin der schlechte Zustand der Wege. Deswegen sei es schwer, an die Brandherde heranzufahren. Zudem erschwere die munitionsbelastete Fläche die Arbeiten. Der Brand könne nur von freigegebenen Wegen aus gelöscht werden.

Löschhubschrauber der Bundespolizei unterstützen weiterhin aus der Luft. Dafür wird Wasser aus dem Großen Ziestesee, Teerofensee und Byhlener See entnommen. Dabei wird der Wasserstand der Seen kontrolliert. Einige der Seen seien munitionsbelastet und dürften nicht zu viel Wasser verlieren.

267 Feuerwehrkräfte mit insgesamt 66 Fahrzeugen waren am Mittwoch bei den Löscharbeiten im Einsatz.

Das Feuer in der Lieberoser Heide war am Montag ausgebrochen. Die Einsatzkräfte können das Gebiet nicht betreten, da es mit Munition belastet ist. Schon in den Jahren zuvor hatten große Waldbrände in dem Naturschutzgebiet und ehemaligen Truppenübungsplatz gewütet.

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Wandlitz: 69-Jähriger nach Verkehrsunfall gestorben

Nach einem Verkehrsunfall auf der L100 bei Wandlitz ist ein 69 Jahre alter Autofahrer am Dienstagabend gestorben. Der Mann sei mit seinem Wagen aus bislang ungeklärter Ursache von der linken Fahrbahn abgekommen und mit einem Baum kollidiert, teile die Polizei am Mittwoch mit. Demanch waren keine weiteren Personen in den Unfall involviert. Der Autofahrer wurde mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Dort starb er am Abend.

Fusion-Festival: Polizei meldet etliche Drogendelikte

Eine Reihe von Drogendelikten gab es auf dem ersten alternativen Fusion-Festival seit der Corona-Pandemie. Wie eine Polizeisprecherin am Mittwoch sagte, waren vom 29. Juni bis 4. Juli insgesamt 75.000 Menschen zu dem Musik- und Theaterfestival des Vereins Kulturkosmos (Lärz/Berlin) auf den Ex-Militärflugplatz Lärz (Mecklenburgische Seenplatte) gekommen. Rund 500 Polizisten waren im Einsatz.

Bei Kontrollen wurden 56 Autofahrerinnen und -fahrer festgestellt, die wohl unter Drogeneinfluss Fahrzeuge führten, dazu wurden 80 Strafanzeigen wegen illegalen Drogenbesitzes etlicher Substanzen gestellt. Als „herausragend“ nannte die Sprecherin den Aufgriff zweier mutmaßlicher Drogendealer, bei denen eine Vielzahl von Rauschgiftarten, darunter 8200 sogenannte LSD-Trips, beschlagnahmt wurden. Die 31- und 32-jährigen Tatverdächtigen kamen in Untersuchungshaft. Der Straßenverkaufswert dieser Drogen liege bei einer sechsstelligen Summe.

Bei der Polizeiwache unmittelbar am Festivalgelände wurden vier Diebstähle, eine gefährliche Körperverletzung und eine Sachbeschädigung angezeigt. Die Polizei ermittelt auch wegen des Verdachts der Verletzung des Intimbereichs durch Bildaufnahmen. Einen ähnlichen Fall von illegalen Bildaufnahmen in einer Dusche hatte es schon einmal in Lärz gegeben. Das Festival mit 40 Bühnen auf dem ehemals sowjetischen Militärflugplatz Lärz gilt als eines der größten Musik- und Theaterfeste Europas.

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( BM/dpa )