Blaulicht-Blog

Leiche in der Spree am Treptower Park entdeckt

| Lesedauer: 15 Minuten

Foto: Carsten Rehder / dpa

In unserem Blog finden Sie aktuelle Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Montag, 27. Juni 2022.

Leiche in der Spree am Treptower Park entdeckt

Zwei Tage nach einer groß angelegten Suche nach einem untergegangenen Schwimmer in der Spree in Berlin ist am Montag im Wasser eine Leiche entdeckt worden. Die Feuerwehr barg den toten Mann am Vormittag am Treptower Park von einem Boot aus, wie ein Sprecher sagte. Gegen 10 Uhr sei der Alarm eingegangen. Die Leiche wurde zur Untersuchung an die Kriminalpolizei übergeben. Eine Schwimmerin soll den Toten entdeckt haben.

Ob der gefundene Tote der untergegangene Schwimmer war, stand auch am Dienstagmorgen noch nicht fest. Die Polizei teilte der Berliner Morgenpost auf Nachfrage mit, dass es sich um einen Mann handelt. Dieser habe keine Dokumente bei sich gehabt. Dem Anschein nach sehe es nicht so aus, dass es sich um den untergegangenen Schwimmer handelt. Jedoch sei die Identifizierung noch nicht abgeschlossen.

Am Samstagabend war ein Schwimmer in der Spree untergegangen und als vermisst gemeldet worden. Die Feuerwehr suchte in einem großen Einsatz nach dem Mann, allerdings ohne Erfolg. Insgesamt waren 40 Feuerwehrleute, sechs Tauchtrupps, drei Rettungsboote, Polizisten und ein Polizeihubschrauber dabei.

Mitte: Ukrainer bei Angriff am Bahnhof Friedrichstraße schwer verletzt

Sechs Männer haben nach Angaben der Bundespolizei am Bahnhof Friedrichstraße in Mitte einen 34-Jährigen angegriffen und schwer verletzt. Die Männer seien in der Nacht auf Sonntag mit dem Ukrainer in einer S-Bahn der Linie S7 in Streit geraten, teilte die Bundespolizei am Montag mit. Beim Ausstieg am Bahnhof Friedrichstraße hätten sie ihn mit Faustschlägen, Tritten und einer Glasflasche attackiert. Dann seien die Täter geflüchtet. Die Bundespolizei sucht nach Zeugen.

Einsatzkräfte hätten erfolglos nach den Angreifern gesucht, hieß es weiter. Rettungskräfte versorgten den verletzten 34-Jährigen. Er wurde dann in ein Krankenhaus gebracht. Die Bundespolizei leitete Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung ein.

Neukölln: Mann bei Schlägerei mit Messer verletzt

Am Montagabend ist es gegen 20.30 Uhr an der Weserstraße in Neukölln zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen gekommen. Dabei wurde einer der Beteiligten mit einem Schlagstock verprügelt. Wie ein Polizeibeamter vor Ort weiter mitteilte, erlitt der Mann auch eine Stichverletzung. Er wurde in ein Krankenhaus transportiert. Trotz einer sofort eingeleiteten Absuche des Tatorts konnten die Täter unerkannt entkommen. Die Ermittlungen dauern an

Tumult im Freibad: 250 Badegäste bedrängen Polizisten

In einem Freibad ist es am Sonntag erneut zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen: Das Columbiabad in Neukölln wurde am Sonntagnachmittag geschlossen, nachdem mehrere Kinder einen Badegast mit Wasserpistolen bespritzt hatten. Mehr über den Vorfall lesen Sie hier.

Reinickendorf: Mann aus Flughafensee gerettet und wiederbelebt

Die Feuerwehr hat einen Mann aus dem Flughafensee in Reinickendorf gerettet. Er war nach einem Sprung von einer Brücke in den See nicht mehr aufgetaucht. Die Feuerwehr reanimierte den Mann und brachte ihn in eine Klinik.

Königs Wusterhausen : 56-jähriger Schwimmer im Krüpelsee vermisst

Die Suche nach einem seit Sonntag vermissten 56 Jahre alten Schwimmer in Königs Wusterhausen ist bis zum Montagnachmittag erfolglos geblieben. Der Mann wollte den Krüpelsee vom Stadtteil Senzig in Richtung Zernsdorf durchschwimmen, wie die Polizei am Montag mitteilte. Nachdem Angehörige den 56-Jährigen aus den Augen verloren hatten, begannen sie ihn zu suchen und verständigten dann die Polizei. Der Einsatz auch eines Hubschraubers der Bundeswehr und die Suche mit Hilfe von Tauchern blieb erfolglos. Nach Angaben der Polizei wurde die Suche wegen schlechter Sichtverhältnisse am Sonntagabend gegen 22 Uhr abgebrochen. Am Montagmorgen hat die Wasserschutzpolizei mit Hilfe von Echolottechnik die Suche fortgeführt.

Feuerwehrmann von Auto erfasst und schwer verletzt

Ein Feuerwehrmann ist am Montag bei Löscharbeiten auf der B101 in Marienfelde (Tempelhof-Schöneberg) von einem Auto erfasst und schwer verletzt worden. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, erlitt der Mann schwere Verletzungen - unter anderem ein Schädelhirntrauma. Der 42-Jährige wurde an der Einsatzstelle zunächst notärztlich versorgt, bevor er in eine Klinik gebracht wurde. Dort wird er intensivmedizinisch behandelt. Dem Vernehmen nach besteht keine Lebensgefahr, hieß es am Dienstag von der Polizei.

Nach den bisherigen Erkenntnissen war der 42-Jährige der Feuerwehr Großbeeren mit weiteren Helfern zu einem Böschungsbrand an der Stadtgrenze ausgerückt. Nach den Löscharbeiten wollte er gegen 10.30 Uhr die Marienfelder Allee an einer für ihn rot anzeigenden Ampel überqueren. Ein unbekannt gebliebener Lastwagenfahrer, der auf dem rechten Fahrstreifen stadtauswärts unterwegs war, hielt trotz der für ihn grünen Ampel an und gewährte dem Feuerwehrmann den Übergang. Zeitgleich war auf der linken Fahrspur ein 24-Jähriger mit seinem Wagen unterwegs und erfasste den Feuerwehrmann. Durch den Aufprall wurde der 42-Jährige mehrere Meter durch die Luft geschleudert und kam auf der Fahrbahn zum Liegen.

Der Lkw-Fahrer setzte seine Fahrt fort. Bei der Überprüfung des Autofahrers stellte sich heraus, dass er einen moldawischen Führerschein hatte. Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis ein. Die Polizisten beschlagnahmten den Führerschein sowie sein Fahrzeug. Eine Atemalkoholmessung ergab null Promille.

Während der Unfallaufnahme war die B101 zwischen Nahmitzer Damm und Neue Osdorfer Straße mehrere Stunden voll gesperrt. Vor Ort gab es eine Vermessung, auch ein Gutachter kam zum Einsatz. Die weiteren Ermittlungen hat das Fachkommissariat für Verkehrsdelikte der Polizeidirektion 4 (Süd) übernommen.

Potsdam: Amok-Alarm an Schule erneut Fehlalarm

Die Befürchtungen eines drohenden Amoklaufs an der Leonardo-da-Vinci-Gesamtschule in Potsdam bestätigten sich am Montag nicht. „Die Durchsuchungen durch Erstinterventionskräfte und Spezialeinsatzkräfte ergaben keine Hinweise auf eine tatsächliche Gefährdung“, teilte der Sprecher der Brandenburger Polizei, Mario Heinemann, am Montagnachmittag mit. Die Schulleiterin hatte gegen 12.30 Uhr einen entsprechenden Notruf abgesetzt. Die Polizei rückte daraufhin mit einem Großaufgebot an der Schule im Stadtteil Bornstedt an. Insgesamt waren 50 Kräfte im Einsatz, darunter Spezialkräfte. Die Gegend um die Schule an der Straße Esplanade im Potsdamer Norden wurde großräumig abgesperrt.

Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art an der Leonardo-da-Vinci-Gesamtschule. Am 10. Mai wurde durch einen technischen Defekt ein Amok-Alarm ausgelöst. Rund 650 Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte verbarrikadierten sich über Stunden in den Klassenräumen. Die Polizei fuhr dabei allerdings zu einer anderen Schule in der Teltower Vorstadt. Dieses Mal sei der erste Einsatzwagen nach sechs Minuten am Einsatzort gewesen, so Sprecher Heinemann weiter.

Lichtenberg: LSBTIQ+-feindliche Schmiererei vor dem Rathaus

Ein Fall von Vandalismus in Lichtenberg beschäftigt seit Freitag den für politisch motivierte Straftaten zuständigen Staatsschutz des Berliner Landeskriminalamts. Dort wurde am Freitag auf einer in Regenbogenfarben angestrichenen Sitzbank vor dem Bezirksrathaus der Schriftzug „Fuck LSBTIQ+“ entdeckt. „Es ist nicht das erste Mal, dass diese Bank bespuckt oder beschädigt wurde“, sagte die Sabine Pöhl, Diverstity- und Queerbeauftragte des Bezirksamts, der Berliner Morgenpost. „LSBTIQ“ steht für „lesbisch, schwul, bisexuell, transgender, intersexuell, queer“ und das „+“ für alle weiteren sexuellen Identitäten.

Auch Bezirksbürgermeister Michael Grunst verurteilte die Schmiererei. Lichtenberg sei vielfältig. „Eine solche Tat zeigt, dass es offenbar noch nicht in allen Köpfen angekommen ist“, sagte der Linkenpolitiker. Am 8. Juli um 13 Uhr will das Bezirksamt vor dem Rathaus die Regenbogenflagge hissen, um ein deutliches Zeichen gegen Homo-, Bi-, Trans- und Interphobie“ zu setzen, so Grunst weiter. Die Bank, die aus Lichtenbergs Wiener Partnerbezirk Margareten stammt und 2021 aufgestellt wurde, ist nach Angaben des Bezirks inzwischen wieder so gut es geht gereinigt worden.

Lichtenrade: Feuer in Seniorenwohnheim - Anwohner gerettet

Bei einem Wohnungsbrand in einem Seniorenwohnheim in Lichtenrade (Tempelhof-Schöneberg) ist ein Anwohner gerettet worden. Wie ein Sprecher der Feuerwehr am Montagmorgen mitteilte, gerieten in der Nacht Möbel in einer Wohnung im dritten Obergeschoss des Gebäudes in der Bahnhofstraße in Brand. Ein Mann wurde aus der Wohnung gerettet und in ein Krankenhaus gebracht. Die Feuerwehr konnte das Feuer unter Kontrolle bringen, bevor es auf weitere Teile des Gebäudes übergriff.

Charlottenburg: Feuerwehreinsatz im U-Bahnhof Wilmersdorfer Straße

Die Berliner Feuerwehr ist am Montagmittag mit einem Großaufgebot ausgerückt, weil es im U-Bahnhof Wilmersdorfer Straße in Charlottenburg brannte. Insgesamt wurden um 12.11 Uhr 75 Kräfte angefordert. Vor Ort stellte sich die Lage jedoch weniger dramatisch dar als angenommen. Durch die Flammen seien lediglich Elektromaterialen in Mitleidenschaft gezogen worden, sagte ein Feuerwehrsprecher der Berliner Morgenpost. Personen seien nicht verletzt worden. Von den 45 Kräften, die zu diesem Zeitpunkt bereits am Einsatzort eingetroffen waren, konnten 25 wieder abziehen, sodass die Feuerwehr mit 20 vor Ort blieb.

Geldscheine und Drogen-Tütchen im Auto - Dealer gefasst

Etwa 2500 Euro und ein ganzes Sortiment von Drogen hatte ein Autofahrer in Berlin dabei, als er von der Polizei gestoppt wurde. Der 41 Jahre alte Verdächtige sei schon früher erwischt worden, als er unter Rauschgifteinfluss am Steuer gesessen sei, teilte die Polizei bei Twitter zusammen mit einem Foto vieler Geldscheine und Tütchen mutmaßlich mit Marihuana, LSD und Tabletten mit. Nach dem Vorfall vom Sonnabend stehe er nun unter dem Verdacht des Drogenhandels.

Mitte: Klimaschützer blockieren Finanzministerium

Mit Blick auf den G7-Gipfel wichtiger Industrienationen haben Klimaschützer die Eingänge des Bundesfinanzministeriums in Mitte blockiert. Seit Montagmorgen besetzen nach Angaben der Polizei rund 40 Aktivistinnen und Aktivisten den Vordereingang des Gebäudes. Eine Toreinfahrt wurde ebenfalls von rund fünf bis zehn Personen blockiert.

Ein Teil der Aktivisten klebte sich demnach auch an dem Gebäude fest. Zudem blockieren laut Polizei rund 35 Personen die Niederkirchnerstraße vor dem Ministerium, dabei klebten sich auch acht Personen an der Fahrbahn fest. Die Polizei sperrte die Straße daraufhin ab. Einen ausführlichen Artikel lesen Sie hier.

Schmargendorf: Diebe scheitern an Geldautomaten

Unbekannte haben in der vergangenen Nacht versucht, einen Geldautomaten in einer Postbankfiliale an der Kissinger Straße in Schmargendorf (Charlottenburg-Wilmersdorf) zu öffnen. Wie die Polizei am Montag mitteilte, hatten die Unbekannten um kurz nach drei Uhr die Verkleidung des Geräts gewaltsam entfernt. Ein weiteres Öffnen gelang ihnen hingegen nicht. Ohne Beute entkamen sie anschließend in unbekannte Richtung. Ein Kriminalkommissariat der Polizeidirektion 2 (West) hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Hellersdorf: Autobrand verhindert

Zwei Männer haben in der vergangenen Nacht an der Maxie-Wander-Straße in Hellersdorf einen Autobrand verhindert. Wie die Polizei am Montag mitteilte, hatten ein Anwohner und ein Radfahrer einen Feuerschein unter einem geparkten Auto gesehen. Während der Anwohner die Feuerwehr verständigte, zog der Radfahrer eine unter dem Auto liegende Flasche mit einer brennenden Flüssigkeit hervor. Es wurden Ermittlungen wegen versuchter Brandstiftung eingeleitet, die das Landeskriminalamt übernommen hat.

Wilhelmstadt: Auto brennt auf Parkplatz

Ein Auto hat am Sonntag auf einem Parkplatz in Wilhelmstadt (Spandau) gebrannt. Ein Anwohner hatte gegen 14.20 Uhr die Flammen an dem Fahrzeug an der Gruberzeile bemerkt. Einsatzkräfte der Feuerwehr löschten den Brand und konnten ein Übergreifen auf weitere Fahrzeuge verhindern. Menschen wurden nicht verletzt, teilte die Polizei am Montag mit. Nach den ersten Erkenntnissen wird von einer vorsätzlichen Brandstiftung ausgegangen. Ein Brandkommissariat des Landeskriminalamtes hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Wittenau: Frau fällt von Motorrad - schwer verletzt

Eine Frau ist am Sonntag bei einem Unfall in Wittenau (Reinickendorf) schwer verletzt worden. Wie die Polizei am Montag mitteilte, soll ein Motorrad-Fahrer mit überhöhter Geschwindigkeit auf der Roedernallee gefahren sein. Während der Fahrt soll die Sozia ihre Arme in die Luft gerissen haben. Sie sei dann nach hinten vom Motorrad auf die Straße gefallen. Sie erlitt schwere Verletzungen am gesamten Körper. Der Motorrad-Fahrer sei in Richtung Oranienburger Straße weitergefahren.

Ein Atemalkoholtest bei der 45-jährigen Frau ergab einen Wert von rund 3,3 Promille. Rettungskräfte brachten sie in ein Krankenhaus. Die Ermittlungen zum Unfallhergang und dem unbekannten Kradfahrer führt ein Fachkommissariat für Verkehrsdelikte der Polizeidirektion 1 (Nord).

A12: 19-Jähriger mit Einkaufswagen auf Autobahn unterwegs

Bei Frankfurt (Oder) ist ein 19-Jähriger zu Fuß mit einem Einkaufwagen voller Leergut auf dem linken Seitenstreifen der Autobahn 12 unterwegs gewesen. Autofahrer mussten abbremsen und ausweichen, bis es der Bundespolizei schließlich gelang den jungen Mann aus dem Verkehr zu ziehen, wie ein Sprecher der Polizei mitteilte. Der 19-Jährige, der bereits polizeilich bekannt ist, wurde demnach am späten Sonntagabend auf der A12 aufgegriffen.

Zwar handelt es sich beim Betreten einer Autobahn lediglich um eine Ordnungswidrigkeit, allerdings kam es nach Angaben der Polizei mehrmals zu gefährlichen Situationen mit Autofahrern. Deshalb muss sich der junge Mann wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr verantworten.

Jüterbog: Waldbrand auf ehemaligem Truppenübungsplatz

Auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Jüterbog im Landkreis Teltow-Fläming ist ein Waldbrand ausgebrochen. Das Feuer habe sich innerhalb von zwei Stunden auf 10 Hektar ausgebreitet, berichtete der Waldbrandschutzbeauftragte Raimund Engel am Montag. Etliche Feuerwehrkräfte seien vor Ort. Zunächst hatte der rbb berichtet. Im Juni 2019 brannten dort beim größten Waldbrand seit Jahrzehnten rund 800 Hektar.

Erkner: Verschwundene Zaunfelder in Erkner doch nicht gestohlen

Die Polizei hat nach Dieben von 28 Zaun-Teilen für den Friedhof in Erkner gesucht - am Ende steckte jedoch gar keine Straftat dahinter. Am Montagvormittag teilte die Polizei mit, der Stadt sei ein Schaden von rund 10 000 Euro entstanden. Kurze Zeit später kam die Aufklärung die Falls: Die Stadtverwaltung teilte der Polizei mit, dass die vermeintlich gestohlenen Zaunfelder im Auftrag der Stadt abgebaut worden waren - durch eine berechtigte Firma zu Restaurationszwecken. In drei Wochen sollen die überarbeiteten Zaunfelder dann wieder aufgestellt werden.

( BM/dpa )