Blaulicht-Blog

Plänterwald: Vermummte attackieren Polizeigebäude

| Lesedauer: 10 Minuten
Die Polizeidienststelle an der Bulgarischen Straße in Plänterwald nach dem Angriff durch Vermummte.

Die Polizeidienststelle an der Bulgarischen Straße in Plänterwald nach dem Angriff durch Vermummte.

Foto: Polizei Berlin

In unserem Blog finden Sie aktuelle Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Freitag, 17. Juni 2022.

Plänterwald: Vermummte attackieren Polizeigebäude

Berlin. Mehrere Vermummte haben in der Nacht zu Freitag eine Polizeidienststelle an der Bulgarischen Straße in Plänterwald angegriffen. Wie die Polizei mitteilte, näherten sich kurz nach 23 Uhr vier Vermummte dem Gebäude und warfen Steine sowie mit Farbe gefüllte Gläser gegen die Fassade. Die Fassade wurde dabei beschädigt, mehrere Fenster- und Türscheiben gingen zu Bruch. Zudem zündeten die Unbekannten einen Nebeltopf vor dem Eingang. Anschließend flüchtete das Quartett in den gegenüberliegenden Treptower Park. Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Friedrichshagen: 16-Jähriger bewirft Personen mit Schottersteinen

Ein 16-Jähriger hat laut Bundespolizei am Donnerstagabend am S-Bahnhof Friedrichshagen eine Gruppe mit Schottersteinen beworfen. Offenbar war er vorher von einem Mitglied der Gruppe geschlagen worden. Demnach soll ein 36-Jähriger dem Jugendlichen gegen 21 Uhr aus noch unbekanntem Grund gegen den Hinterkopf geschlagen haben. Der 16-Jährige entfernte sich offenbar zuerst vom Bahnhof, kehrte aber kurz darauf mit Schottersteinen zurück, mit denen er die Gruppe bewarf. Ein 23-Jähriger wurde getroffen und am rechten Handrücken sowie am Fuß verletzt. Bundespolizisten nahmen den 16-Jährigen kurz darauf fest und übergaben ihn dem Notdienst. Gegen den 36-Jährigen und gegen den polizeibekannten Jugendlichen wurden Verfahren eingeleitet.

Berlinerin stirbt bei Unfall in Österreich

Eine 36-Jährige, die ursprünglich aus Berlin kommt, ist bei einem Unfall auf der Autobahn 14 in Österreich ums Leben gekommen. Der Wagen der im österreichischen Feldkirch wohnhaften Frau geriet nach dem Zusammenstoß mit einem Lkw in Brand, wie ein Sprecher der Polizei am Freitag mitteilte. Der Sattelzug-Fahrer habe die Fahrerin nicht aus dem brennenden Wagen retten können. Sie konnte erst geborgen werden, als der Brand gelöscht wurde. Weshalb sie am Donnerstagabend auf dem Weg nach Deutschland vor einer Ausfahrt in Lauterach auf den Lkw auffuhr, war zunächst nicht bekannt.

Treuenbrietzen: Waldbrand bei Treuenbrietzen - Munition auf Gelände vermutet

Bei Frohnsdorf nahe Treuenbrietzen (Potsdam-Mittelmark) ist ein Waldbrand ausgebrochen. Das Ausmaß des Feuers war am Freitagnachmittag noch unklar, wie der Waldbrandschutzbeauftragte Raimund Engel berichtete. Einheiten der Feuerwehr wurden aus den Landkreisen Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming nachgefordert. Eine massive Rauchwolke sei bis in den Süden Brandenburgs zu sehen, sagte Engel. Es könne sich um einen größeren Brand handeln. Der Einsatz der Feuerwehrleute könnte schwierig werden, weil es sich auch um eine Fläche im Kampfmittelverdachtsgebiet handele. Der Katastrophenschutz warnte die Bevölkerung im Gebiet um Treuenbrietzen, Linthe und Niemegk, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Im Jahr 2018 wurden bei einem Waldbrand in Treuenbrietzen rund 400 Hektar Wald zerstört. Mehrere Tage lang wüteten Flammen in dem Waldstück südwestlich von Berlin. Aufgrund des Großbrandes mussten mehr als 500 Menschen die Dörfer Frohnsdorf, Klausdorf und Tiefenbrunnen verlassen.

Lankwitz: Zwölfjährige von Auto erfasst

In Lankwitz ist am Donnerstag ein Kind von einem Auto erfasst und schwer verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, befuhr ein 72-jähriger Mann mit seinem Auto gegen 19 Uhr die Birkbuschstraße. Dort fuhr er mit seinem Auto die Zwölfjährige an, die hinter einem an einer Bushaltestelle stehenden Bus von rechts auf die Fahrbahn gerannt sein soll, um die Straßenseite zu wechseln. Das Mädchen erlitt durch die Kollision schwere Kopf- und Beinverletzungen und wurde durch Rettungskräfte in ein Krankenhaus gebracht. Der Mann erlitt keine Verletzungen.

Nauen: Niesreiz am Steuer - Unfall mit 70 000 Euro Schaden

Weil er nach eigenen Angaben niesen musste, ist ein Autofahrer bei Nauen (Havelland) mit seinem Wagen von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum gefahren. Dabei sei ein Sachschaden von über 70.000 Euro entstanden, teilte die Polizei am Freitag mit. Der Mann musste zudem am Donnerstagabend verletzt ins Krankenhaus gebracht werden. Das hochwertige Auto wurde stark beschädigt.

Kreuzberg: Klimaaktivisten besetzen Balkon der SPD-Parteizentrale

Klimaaktivisten der Gruppe "Sand im Getriebe" haben am Freitagvormittag den Balkon der SPD-Parteizentrale an der Wilhelmstraße in Kreuzberg besetzt. Fotos, die die Aktivisten bei Twitter veröffentlichten, zeigen mehrere Personen auf dem Balkon. Sie entrollten ein Banner mit der Aufschrift "Klimakanzler? Wir sind schwarz gekleidet und machen deinen Job". Alle Details zu der Aktion der Klimaaktivisten in Kreuzberg lesen Sie hier.

Lichtenberg: Fußgänger von Auto erfasst und schwer verletzt

Ein Fußgänger ist am Donnerstag bei einem Unfall in Lichtenberg schwer verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, soll der 23-Jährige gegen 17.45 Uhr die Frankfurter Allee überquert haben, als er von einem 79 Jahre alten Autofahrer angefahren wurde. Durch die Kollision soll der Fußgänger durch die Luft geschleudert worden sein. Der 23-Jährige erlitt schwere Kopf- und Beinverletzungen und wurde von Rettungskräften zur intensivmedizinischen Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Der Autofahrer blieb unverletzt. Die Ermittlungen dauern an.

Neukölln: Cannabisplantage entdeckt - Zwei Männer festgenommen

Polizisten haben am Donnerstag in Neukölln zwei Männer festgenommen. Wie die Polizei mitteilte, bemerkten Beamte gegen 17.40 Uhr Marihuana-Geruch im Treppenhaus eines Wohnhauses an der Karl-Marx-Straße und lokalisierten eine Wohnung in der vierten Etage. Auf staatsanwaltschaftliche Anordnung wurde die Wohnung durchsucht. In den Räumen entdeckten die Polizisten eine abgeerntete Cannabisplantage sowie Behältnisse mit mutmaßlichem Kokain. Der 32 Jahre alte Mieter wurde festgenommen. Kurz darauf klingelte es an der Tür und es erschien ein weiterer 32-Jähriger. Ermittlungen ergaben, dass der Mieter diesem Mann die Wohnung für seine Drogengeschäfte zur Verfügung gestellt hat. Somit erfolgte die zweite Festnahme. Bei der Durchsuchung des Festgenommenen, seines Fahrzeugs sowie seiner Wohnung an der Silbersteinstraße wurden weitere Betäubungsmittel, mehrere tausend Euro, eine Geldzählmaschine und das Auto selbst beschlagnahmt. Der Mieter konnte nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung und einer Vernehmung bei der Kriminalpolizei die Dienststelle wieder verlassen. Sein Komplize wurde einem Fachkommissariat überstellt. Die Ermittlungen dauern an.

Charlottenburg: Kind überrascht mutmaßlichen Dieb

Ein achtjähriges Mädchen hat am Donnerstag einen mutmaßlichen Dieb in Charlottenburg in die Flucht geschlagen. Wie die Polizei mitteilte, wartete das Kind kurz vor 17 Uhr im Wagen seiner Eltern, den sie an der Tauentzienstraße geparkt hatten. Plötzlich trat ein Mann an das Auto heran, entriegelte über die vorsorglich heruntergelassene Fensterscheibe der Fahrertür den Schließmechanismus und setzte sich auf den Fahrersitz. Anschließend durchsuchte der Mann die Mittelkonsole sowie das Handschuhfach und nahm zwei Sonnenbrillen an sich. Beim Umdrehen erblickte er plötzlich das Mädchen und entriss ihm ein in der Hand gehaltenes Telefon. Danach flüchtete der Unbekannte in Richtung Breitscheidplatz. Das Mädchen kam mit dem Schrecken davon. Ein Raubkommissariat ermittelt.

Kreuzberg: Autofahrer fährt auf Polizist zu

Bei einer Verkehrskontrolle in Kreuzberg ist am Donnerstag ein Polizei leicht verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, war der Beamte gegen 11.20 Uhr an der Schöneberger Straße als Anhalteposten eingesetzt und gab einem Autofahrer Anhaltezeichen. Zunächst wurde das Fahrzeug langsamer, beschleunigte dann jedoch kurz vor dem Polizisten und fuhr auf ihn zu. Mit einem Sprung zur Seite konnte der Beamte verhindern, dass er erfasst wurde. Dabei verletzte er sich am Bein sowie am Arm. Er musste seinen Dienst beenden. Nach dem Vorfall fuhr der Wagen weiter und wurde von anderen Einsatzkräften verfolgt. Dabei missachtete der VW Touran rote Ampeln und fuhr über einen Radweg. Hierbei kam es fast zum Zusammenstoß mit einem Radfahrer. Im weiteren Verlauf entkam das Fluchtfahrzeug, konnte aber wenig später ohne Insassen an der Wartenburgstraße aufgefunden werden. Die Ermittlungen dauern an.

Charlottenburg: Fahrzeug beim Verriegeln geöffnet

Das Verschließen eines Fahrzeuges mit einer Funkfernbedienung nutzten am Donnerstag zwei mutmaßliche Diebe in Charlottenburg. Wie die Polizei mitteilte, verließ eine 46-Jährige gegen 16.40 Uhr ihr an der Knesebeckstraße geparktes Auto und verriegelte über ein Funksignal die Türen. Dabei bemerkte sie jedoch nicht, dass ein Mann noch rasch die hintere Beifahrertür geöffnet hatte und in das Wageninnere gelangt war. Sein Komplize folgte und beobachtete währenddessen die ahnungslose Autofahrerin. Zivilfahnder, welche den Vorgang beobachtet hatten, nahmen die beiden 31 und 28 Jahre alten Männer fest. Sie wurden der Kriminalpolizei überstellt.

Märkisches Viertel: Unbekannte bespucken spielende Kinder

Zwei Unbekannte haben am Donnerstag spielende Kinder im Märkischen Viertel beleidigt und bespuckt. Wie die Polizei mitteilte, hielten sich die vier Kinder gegen 17 Uhr im Freien am Senftenberger Ring auf, als sich eine Frau und ein Mann, die beide ein Fahrrad schoben, näherten. Die Erwachsenen äußerten dann gegenüber den Zwölf- und 13-Jährigen ausländerfeindliche Beleidigungen. Die Frau spuckte anschließend nach den Kindern und traf zwei von ihnen. Noch vor dem Eintreffen der Polizei entkam das Duo unerkannt. Die weiteren Ermittlungen führt der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes.

Lichterfelde: Motorrad in Flammen

In der Nacht zu Freitag stand ein Motorrad in Lichterfelde in Flammen. Wie die Polizei mitteilte, bemerkte ein Zeuge gegen 2.30 Uhr das brennende Motorrad an einer Hauswand am Hindenburgdamm. Durch die Hitzestrahlung wurde ein Fenster des Hauses beschädigt, das Motorrad brannte vollständig aus. Einsatzkräfte der Feuerwehr löschten die Flammen. Ein Brandkommissariat ermittelt.

Motorradfahrer stirbt nach Zusammenstoß mit Auto in Uckermark

Ein Motorradfahrer ist mit einem Auto in Milmersdorf (Landkreis Uckermark) zusammengestoßen und an seinen Verletzungen gestorben. Wie ein Sprecher der Polizei am Freitagmorgen mitteilte, missachtete der Autofahrer beim Abbiegen in der Betonstraße die Vorfahrt. Der 39 Jahre alte Motorradfahrer fuhr trotz Vollbremsung in das Fahrzeug und erlag nach dem Unfall am Donnerstagabend seinen Verletzungen.

( BM/dpa )