Blaulicht-Blog

Razzia wegen Menschenhandels in Asia-Einkaufszentrum

| Lesedauer: 8 Minuten
Razzia in einem Asia-Einkaufszentrum in Lichtenberg

Razzia in einem Asia-Einkaufszentrum in Lichtenberg

Foto: Thomas Peise

In unserem Blog finden Sie aktuelle Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Donnerstag, 16. Juni 2022.

Lichtenberg: Razzia wegen Menschenhandels in Asia-Einkaufszentrum

Berlin. Wegen des Verdachts des Menschenhandels und der Ausbeutung von Arbeitskräften ist ein Asia-Einkaufszentrum im Bezirk Lichtenberg durchsucht worden. Rund 300 Beamte von Polizei, Hauptzollamt sowie Bezirks- und Ordnungsamt waren am Donnerstagmorgen im Einsatz, wie die Polizei auf Anfrage mitteilte. Dabei seien zwölf Menschen vietnamesischer Staatsangehörigkeit angetroffen worden, die sich illegal im Land aufhielten. In der Vergangenheit habe es bereits vergleichbare Ermittlungen in dem Zentrum gegeben, sagte ein Polizeisprecher.

Treptow: Laster erfasst Radfahrer

In Treptow ist ein Radfahrer bei einem Unfall schwer verletzt worden. Gegen 17 Uhr erfasste ein Lkw mit Anhänger beim Rechtsabbiegen auf der Schnellerstraße Richtung Minna-Todenhagen-Brücke den Radfahrer. Die Person wurde mehrere Meter mitgeschleift. Nach ersten Erkenntnissen wurde dass Unfallopfer in ein Krankenhaus gebracht. Die Brücke war Richtung Osten vollständig gesperrt. Der Verkehr stadteinwärts staute sich, da nur eine Fahrspur zur Verfügung stand.

Friedrichshain: Wohnmobil geht in Flammen auf

In Friedrichshain ist in der Nacht zum Donnerstag ein Wohnmobil in Brand geraten und vollständig ausgebrannt. Wie ein Sprecher der Feuerwehr am Donnerstagmorgen mitteilte, wurden die Einsatzkräfte gegen 3.00 Uhr zu dem Brand in der Weidenstraße gerufen. Wegen der starken Feuerausbreitung sperrte die Polizei während des Einsatzes neben dem Brandort auch Bereiche der Mühsamstraße, des Richard-Sorge-Wegs und der Außerstraße ab.

Durch die Hitzeeinwirkung wurden zwei weitere Autos beschädigt. Eine Gasflasche in dem Wohnmobil konnte dem Feuerwehrsprecher zufolge bei dem Einsatz noch in Sicherheit gebracht werden. Nach Angaben der Polizei wird als Brandursache derzeit von einem technischen Defekt ausgegangen.

Neukölln: Polizisten nehmen vier Drogenhändler fest

Polizisten haben Mittwochmittag in Neukölln vier mutmaßliche Drogenhändler festgenommen. Gegen 13.45 Uhr wurde eine Zivilstreife auf zwei Männer aufmerksam, die mit einem Auto das Kiehlufer in Fahrtrichtung Treptower Straße befuhren. Sie verließen das Auto, um in der Treptower Straße/Kiehlufer zwei weitere Männer zu begrüßen, von denen sie einem eine Plastiktüte übergaben. Gemeinsam mit der Tüte entfernte sich der Mann in ein Wohnhaus in der Teupitzer Straße, wo er wenig später beim Verlassen des Hauses festgenommen wurde. Dabei leistete der 18-Jährige Widerstand, so dass zwei Einsatzkräfte leicht verletzt wurden. Beide lehnten eine ärztliche Behandlung ab und verblieben im Dienst.

Die drei anderen Männer setzten nach der Übergabe ihre Fahrt in Richtung Sonnenallee fort. Beamte nahmen in der Treptower Straße/Sonnenallee einen der Tatverdächtigen im Alter von 21 Jahren fest, nachdem er kurz zuvor das Auto verlassen hatte. In einem Imbiss in der Sonnenallee konnten bei den beiden anderen mutmaßlichen Drogenhändlern im Alter von 28 und 39 Jahren die Handfesseln angelegt werden. Das Auto und weitere von den Personen mitgeführte Beweismittel wurden beschlagnahmt. Nach richterlicher Anordnung erfolgten die Durchsuchungen zweier Wohnungen, die zum Auffinden von Betäubungsmitteln, Händlerutensilien, Geld, sowie Handys führten. Insgesamt wurden 1,7 Kilogramm Kokain, 50 Gramm Amphetamine, 4000 Pillen sowie über ein Kilogramm kristalline Substanzen, die derzeit noch von der Kriminaltechnik untersucht werden, beschlagnahmt. Die Festgenommenen wurden zu erkennungsdienstlichen Behandlungen in einen Polizeigewahrsam gebracht. Während der 18-Jährige noch am Donnerstag einem Richter zum Erlass eines Haftbefehls überstellt werden soll, wurden die anderen drei Männer entlassen.

Charlottenburg: Brand in Zellentrakt der JVA

Die Berliner Feuerwehr ist seit 14.34 in der Justizvollzugsanstalt am Saatwinkler Damm in Charlottenburg Nord im Einsatz. Dort brannte es im Zellentrakt. Mehrere Personen wurden von den Einsatzkräften medizinisch betreut. Es sind ungefähr 60 Feuerwehrleute im Einsatz.

Nach Angaben eines Sprechers der Berliner Feuerwehr war das Feuer in einer Zelle im zweiten Obergeschoss ausgebrochen. Mitarbeiter der Jugendstrafanstalt Plötzensee brachten den Gefangenen in Sicherheit. Gemeinsam mit der Feuerwehr wurden 15 weitere Gefangene in Sicherheit gebracht. Neben den insgesamt 16 Gefangenen wurden auch sechs Angestellte der JVA verletzt. Laut Feuerwehr werden alle 22 Personen von Rettungskräften und Notärzten vor Ort medizinisch betreut. Mit hoher Wahrscheinlichkeit müssen einige der Patienten in Krankenhäuser gebracht werden. Eine genaue Zahl steht noch nicht fest. Die 22 Personen erlitten alle Rauchgasvergiftungen, so die Feuerwehr. Das Feuer in der Zelle konnte schnell gelöscht werden.

Wedding: Razzia in Shisha-Bars - zwei Lokale geschlossen

Bei einer Razzia haben Polizisten fünf Shisha-Bars in Wedding kontrolliert und als Folge zwei der Lokale geschlossen. Wie eine Sprecherin der Polizei am Donnerstagmorgen mitteilte, waren zwischen Mittwochnachmittag und Mitternacht rund 30 Polizeibeamte zusammen mit dem Ordnungsamt, dem Zoll, der Steuerfahndung und dem Finanzamt im Einsatz. Bei zwei Bars in der Torfstraße wurden sieben illegal aufgestellte Spielautomaten sichergestellt und zudem Verstöße gegen das Spielhallengesetz und die Gewerbeverordnung festgestellt. Die beiden Bars wurden anschließend geschlossen.

Daneben wurden Shisha-Bars in der Seestraße, Föhrer Straße und in der Müllerstraße durchsucht. Dabei wurden unter anderem Verstöße gegen die Jugendschutzverordnung und die Datenschutzverordnung festgestellt. Der Zoll ermittelt wegen des Verdachts der Schwarzarbeit.

Razzia wegen Drogenhandels in Thüringen - Einsatz auch in Berlin

Im Zusammenhang mit Durchsuchungen in Thüringen wegen Drogenhandels hat die Polizei auch in Berlin Räume durchsucht. Das teilte das Thüringer Landeskriminalamt am Donnerstagmorgen mit. Es gehe neben dem umfangreichen Drogenhandel auch um Geldwäsche und Verstöße gegen das Waffengesetz. Wo die Durchsuchung in Berlin war, wurde zunächst nicht mitgeteilt. Haftbefehle gibt es für insgesamt sieben Menschen. Ermittelt wird in fünf Verfahren gegen insgesamt zehn Beschuldigte.

Nach Informationen des Senders MDR gibt es Verbindungen in die Thüringer Neonazi-Szene. Dies wollte das LKA mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht bestätigen. Mehr als 500 Polizisten waren insgesamt im Einsatz, darunter auch Spezialeinheiten aus anderen Bundesländern. Ziel der Razzia war die Suche nach Beweisen sowie Vermögen wie etwa teuren Autos, die beschlagnahmt werden können.

Adlershof: Mann stürzt mit Kleinkraftrad - schwer verletzt

Am Mittwochnachmittag erlitt ein Mann bei einem Verkehrsunfall in Adlershof schwere Verletzungen. Bisherigen Erkenntnissen zufolge soll der 52-Jährige gegen 15.10 Uhr mit seinem Kleinkraftrad auf der Dörpfeldstraße in Richtung S-Bahnhof Adlershof unterwegs gewesen sein, als er aus bisher unbekannten Gründen die Kontrolle über sein Krad verloren haben soll und zu Boden stürzte. Er erlitt schwere Kopfverletzungen. Rettungskräfte brachten den Mann zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Die Unfallstelle war etwa eine halbe Stunde lang gesperrt, wovon auch die Tramlinie 61S betroffen war.

Lichtenberg: Motorradfahrer bei Unfall verletzt

In Lichtenberg ist am Mittwochabend ein Motorradfahrer bei einem Unfall verletzt worden. Laut Informationen von vor Ort ereignete sich der Unfall gegen 20.40 Uhr auf der Kreuzung Rusche-/Bornitzstraße. Demnach befuhr ein Mercedes-Fahrer die Bornitzstraße und stieß an der Kreuzung mit dem Motorradfahrer zusammen. Der Fahrer flog von der Maschine und verletzte sich. Er wurde von einer Notärztin versorgt und anschließend in ein Krankenhaus transportiert. Die Ermittlungen zum Unfallhergang dauern an.

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( BM/dpa )