Blaulicht-Blog

A100: Raser entpuppt sich als mutmaßlicher Drogenhändler

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Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens.

Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens.

Foto: dpa

In unserem Blog finden Sie aktuelle Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Freitag, 10. Juni 2022.

A100: Raser entpuppt sich als mutmaßlicher Drogenhändler

Gleich mehrere Vergehen werden einem Mann zur Last gelegt, den Polizisten in der Nacht zu Freitag in Reinickendorf auf der A100 Richtung Wedding stoppten. Der 29 Jahre alte Audi-Fahrer fiel den Einsatzkräften gegen 23.40 Uhr wegen Raserei und rücksichtsloser Fahrweise auf. Nachdem der Wagen die Autobahn an der Ausfahrt Eichborndamm verlassen hatte, kontrollierten ihn die Polizeikräfte.

Der Fahrer zeigte einen Ausweis und einen Führerschein, bei denen es sich nach jetzigem Stand um Fälschungen handelt, so die Polizei Berlin. Zudem fanden die Einsatzkräfte bei einer Durchsuchung des Mannes und seiner Sachen mehrere szenetypische Gefäße mit Betäubungsmitteln sowie Geld. Auch bestand der Verdacht, dass der 29-Jährige unter dem Einfluss von Rauschmitteln stehen könnte.

Die Ermittlungen, unter anderem wegen des Verdachts des unerlaubten Betäubungsmittelhandels, der Urkundenfälschung, eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens sowie des Fahrens ohne Fahrerlaubnis und unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln, dauern an.

Birkenwerder: Mutter betrunken mit Kindern gefahren - Corona-Infektion verschwiegen?

Bei einer Verkehrskontrolle in Birkenwerder im Landkreis Oberhavel hat die Polizei eine betrunkene Autofahrerin angehalten, die wohl eine Corona-Infektion hatte. Nach Angaben der Beamten ergab ein Alkoholtest 2,05 Promille bei der 44-Jährigen, die im Auto mit ihren Kindern unterwegs war. Während der Kontrolle gab die Autofahrerin an, dass ihre 9 und 14 Jahre alten Kinder sowie sie selbst mit dem Coronavirus infiziert seien. Da die Kinder gesagt hätten, aufgrund der Erkrankung am nächsten Tag nicht in die Schule zu müssen, gehe die Polizei von einer tatsächlichen Infektion aus.

Die Polizei fuhr die Kinder unter Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen auf Kosten der Frau nach Hause und informierte das Gesundheits- und Jugendamt. Die Beamten zogen die Fahrerlaubnis der Frau ein. Gegen sie wird wegen versuchter Körperverletzung ermittelt, da sie vorsätzlich die Corona-Infektion verschwiegen und keine Maske getragen haben soll.

Friedrichshain: Autos angezündet - Tatverdächtiger festgenommen

Wegen des Verdachts der Brandstiftung soll am Freitag ein 33 Jahre alter Mann einem Ermittlungsrichter zum Erlass eines Haftbefehls vorgeführt werden. Wie die Polizei mitteilte, soll der Mann am Donnerstag gegen 4.25 Uhr an der Ebertystraße in Friedrichshain einen BMW angezündet haben. Anwohner alarmierten die Berliner Feuerwehr, sodass die Flammen nicht auf das Fahrzeug übergreifen konnten. Wenig später, gegen 5.15 Uhr, brannten an der Hausburgstraße ein Skoda und ein Toyota vollständig aus, ein Renault wurde durch das Feuer ebenfalls beschädigt. An beiden Brandorten fiel Zeugen ein Mann auf, der sich verdächtig verhielt und der sich im Rahmen der Befragungen in Widersprüche verwickelte. Bei einer Wohnungsdurchsuchung fanden die Beamten weitere Beweismittel. Hinweise auf ein politisches Motiv liegen derzeit nicht vor.

Bahnhof Südkreuz: Bundespolizei nimmt 50-Jährigen nach gewaltsamen Streit fest

Nach einem gewaltsamen Streit zwischen zwei Männern am Bahnhof Südkreuz in Tempelhof ist das Opfer des Angriffs festgenommen worden. Wie die Bundespolizei mitteilte, war es am Donnerstag gegen 16.30 Uhr auf dem Bahnsteig von Gleis 8 zu dem Vorfall gekommen. Dabei soll der Angreifer den 50-Jährigen niedergeschlagen und mehrfach auf Körper und Gesicht des am Boden liegendes Mannes eingetreten haben. Ein Zeuge verständigte die Polizei und leistete Erste Hilfe. Der Angreifer flüchtete in Richtung des Ringbahnsteiges.

Bundespolizisten trafen den verletzten 50-Jährigen in einer abfahrbereiten S-Bahn an. Zunächst dementierte er seine Beteiligung. Allerdings gab er es kurz darauf zu, weil ihn Zeugen eindeutig als Beteiligten benannten. Bei der Überprüfung seiner Personalien stellte sich heraus, dass die Staatsanwaltschaft mit drei Haftbefehlen nach dem Kreuzberger suchte.

Da der 50-Jährige über Schmerzen klagte, brachten Rettungskräfte den Mann zunächst in ein Krankenhaus. Im Anschluss übergaben Bundespolizisten den 50-Jährigen an den Zentralen Polizeigewahrsam.

Die Bundespolizei ermittelt aufgrund des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung und ist nun auf der Suche nach dem Angreifer. Zeugen, die sachdienliche Angaben zur Identität des Mannes, der sich mit einer S-Bahn der Linie S42 in Richtung Berlin-Tempelhof entfernt haben soll, machen können, werden gebeten, sich bei der Bundespolizei zu melden. Hinweise nimmt die Bundespolizei rund um die Uhr unter der Rufnummer 030/297779 0 sowie der kostenlosen Servicenummer 0800/6 888 000 entgegen. Darüber hinaus kann auch jede andere Polizeidienststelle kontaktiert werden.

Elbe-Elster: Eine Tote und ein Verletzter bei schwerem Unfall

Eine junge Autofahrerin ist bei einem schweren Verkehrsunfall bei Hartmannsdorf im Landkreis Elbe-Elster ums Leben gekommen. Nach Polizeiangaben war die 18-Jährige am Freitagmorgen auf der Bundesstraße 101 unterwegs und kollidierte an einer Kreuzung mit einem anderen Auto. Sie erlag noch am Unfallort ihren schweren Verletzungen. Der 19 Jahre alte Fahrer des anderen Wagens wurde verletzt durch Rettungskräfte vor Ort behandelt. Die Polizei und ein Sachverständiger ermitteln zum Unfallhergang. Auf Grund von Bergungs- und Rettungsarbeiten wurde die Bundesstraße über mehrere Stunden voll gesperrt.

Marzahn: Aldi-Mitarbeiter von Räubern mit Pfefferspray besprüht

Drei Mitarbeiter einer Aldi-Filiale an der Havemannstraße in Marzahn sind von drei Räubern mit Pfefferspray besprüht worden. Zwei Frauen und ein Mann im Alter von 30 bis 35 Jahren trugen bei der Attacke am Donnerstagabend leichte Reizungen im Gesicht davon, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Die Räuber flohen ohne Beute. Die Polizei nahm in der Nähe drei Verdächtige im Alter von 17 und 18 Jahren fest. Der Verdacht gegen sie konnte jedoch nicht erhärtet werden, hieß es.

Laut Polizei sollen die Männer nach dem Bezahlen das Spray und eine Schreckschusswaffe gezogen und Geld aus der Kasse gefordert haben. Als die Kassiererin der Forderung nicht nachkam, soll einer der Täter die Schreckschusswaffe betätigt haben. Die Waffe soll laut Polizei aber nicht ausgelöst haben, es soll nur ein lautes Klicken zu vernehmen gewesen sein. Ein weiterer Täter sprühte das Pfefferspray gegen die Kassiererin und ihre Kollegin. Der Filialleiter wurde attackiert, als er die Täter verfolgte.

Marzahn: Einbrüche in mehrere Büros - Festnahme

Einen mutmaßlichen Einbrecher stellten Einsatzkräfte am Donnerstagabend in Marzahn. Der Mieter eines Büros in einem mehrstöckigen Gebäude in der Rhinstraße hörte gegen 18.15 Uhr verdächtige Geräusche aus einem benachbarten Geschäftsraum. Als er nachsah und feststellte, dass die Tür des Büros vermutlich aufgehebelt war, alarmierte er die Polizei. Die Beamten nahmen den 44 Jahre alten Tatverdächtigen beim Verlassen des Gebäudes fest. Bei einer Begehung des Gebäudes stellten sie Einbrüche in die Geschäftsräume von drei weiteren Firmen fest.

In einer Tasche des Mannes fanden die Polizisten Computerzubehör, das der Tatverdächtige bei einem der Einbrüche aus den Beständen einer Softwareentwicklungsfirma entwendet haben könnte. Außerdem beschlagnahmten sie mutmaßliches Einbruchswerkzeug, meldet die Polizei Berlin.

Tempelhof: Autodiebe an Tat gehindert - Tatverdächtiger festgenommen

Ein Mann wollte am Donnerstagnachmittag auf einem Autohof an der Ullsteinstraße (Tempelhof) ein Auto kaufen. Im Gespräch mit dem Händler bemerkte er, dass sich inzwischen potenzielle Autodiebe auf der Straße an seinem Transporter zuschaffen machten. Als er mit lauten Rufen auf sie zulief, flüchteten zwei Männer zu Fuß und ohne Beute. Ein weiterer unbekannter Mann sammelte einen von ihnen mit einem Fluchtfahrzeug ein. Der zweite wurde von Augenzeugen am Einsteigen gehindert und festgehalten. Dabei soll er sich mit einem Messer gewehrt haben. Er wurde aber auch leicht verletzt. Die Polizei stellte später fest, dass es sich um einen 39-Jährigen ohne festen Wohnsitz handelte. Der Tatverdächtige wurde in einem Krankenhaus ambulant behandelt und kam danach in einen Polizeigewahrsam.

Barnim: Brand auf Firmengelände - Wohnmobil und vier Autos brennen

Nach einem Brand auf einem Firmengelände in Bernau im Landkreis Barnim ermittelt die Polizei wegen des Verdachts der Brandstiftung. Das Feuer war bereits in der Nacht zu Donnerstag aus bisher ungeklärter Ursache auf dem Gelände in der Zepernicker Chaussee ausgebrochen. Ein Wohnmobil und ein Luxus-Auto brannten. Durch die Explosion des Tanks im Wohnmobil wurden weitere drei Fahrzeuge beschädigt, wie eine Polizeisprecherin am Freitag weiter mitteilte. Verletzt wurde bei dem Brand niemand. Zunächst hatte die „Märkische Oderzeitung“ berichtet. Während der Löscharbeiten mussten die Straße und eine Bahnstrecke gesperrt werden. Der Sachschaden wird auf 100.000 Euro geschätzt.

Frankfurt (Oder): Unerlaubte Einreise von 16 Afghanen

Am Donnerstagmorgen kontrollierten Bundespolizisten drei Fußgänger auf der Autobahn A12 am Anschluss Frankfurt (Oder)-Mitte. In einem Waldstück in der Nähe wurden sieben weitere Personen entdeckt. Von einem Polizeihubschrauber aus wurden vier Personen an einer alten Kiesgrube gefunden. Zwei Stunden später schließlich fielen einer Streife im Stadtgebiet von Frankfurt (Oder) zwei weitere junge Männer auf. Alle 16 afghanischen Staatsangehörigen hatten keine Aufenthaltsgenehmigung. Einige gaben an, dass sie in einem Kleintransporter über die Grenze gebracht worden seien. Gegen fünf von ihnen gab es bereits Einreiseverweigerungen von der Republik Polen.

Die Männer im Alter von 19 bis 34 Jahren wurden der Ausländerbehörde übergeben. Außerdem leitete die Bundespolizei ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Einschleusens von Ausländern ein.

( BM/dpa )