Blaulicht-Blog

Jugendlicher durch Messerstiche lebensgefährlich verletzt

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Blaulichter leuchten auf dem Dach eines Polizeifahrzeugs.

Blaulichter leuchten auf dem Dach eines Polizeifahrzeugs.

Foto: dpa

In unserem Blog finden Sie aktuelle Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Freitag, 27. Mai 2022.

Grunewald: Jugendlicher durch Messerstiche lebensgefährlich verletzt

Ein Jugendlicher ist in der vergangenen Nacht bei einer Auseinandersetzung in Grunewald (Charlottenburg-Wilmersdorf) lebensgefährlich verletzt worden. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, gerieten zwei Gruppen gegen 23.40 Uhr an der Teufelsseechaussee verbal in Streit. Eine Gruppe von etwa sechs bis sieben Jugendlichen und Heranwachsenden soll hierbei auf die andere Gruppe eingeschlagen haben. Ein 16-Jähriger erlitt bei der Auseinandersetzung zwei lebensgefährliche Messerstiche im Oberkörper. Die Gruppe entfernte sich anschließend unerkannt. Ein Notarzt kümmerte sich um den Jugendlichen, bevor er in ein Krankenhaus gebracht wurde. Die Ermittlungen zu den Verdächtigen und Hintergründen der Tat führt ein Fachkommissariat der Polizeidirektion 4 (Süd).

Mitte: Mann im Monbijoupark niedergestochen

Ein Mann ist am Donnerstag in Mitte niedergestochen worden. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, geriet gegen 18 Uhr eine Herrentagsgruppe im Monbijoupark mit einer anderen Gruppe zunächst verbal in Streit. Im weiteren Verlauf soll nach Aussagen von mehreren Zeugen ein 29-Jähriger einem 37-Jährigen aus der Herrentagsgruppe mehrere Stichverletzungen zugefügt haben. Während der Verletzte sich auf die Oranienburger Straße rettete und von Passanten erstversorgt wurde, flüchtete die Gruppe um den mutmaßlichen Messerstecher in unbekannte Richtung. Der stark blutende 37-Jährige wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Gegen 20.20 Uhr wurden Polizisten zur Tucholskystraße verständigt. Dort sollen zwei Männer im Hof eines Mehrfamilienhauses randaliert und dabei ein Fahrrad sowie einen Stuhl beschädigt haben. Wegen der zuvor von mehreren Zeugen abgegebenen Beschreibung der Verdächtigen zur gefährlichen Körperverletzung im Monbijoupark konnten die Einsatzkräfte die beiden Männer als Komplizen des mutmaßlichen Messerstechers identifizieren und festnehmen.

Im Zuge der Ermittlungen konnte die Identität und der Aufenthaltsort des mutmaßlichen Messerstechers festgestellt werden. Ein Spezialeinsatzkommando des Landeskriminalamtes drang gegen 4.25 Uhr in eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus an der Uhlandstraße in Niederschönhausen ein und nahm ihn fest. Das Trio wurde dem Fachkommissariat der Polizeidirektion 5 (City) überstellt. Die Ermittlungen dauern an.

Lichtenrade: Gruppe greift Mann an - Notoperation

In Lichtenrade (Tempelhof-Schöneberg) ist ein Mann am Donnerstag durch Unbekannte schwer verletzt worden. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, soll der 29-Jährige gegen 20.30 Uhr auf der Groß-Ziethener-Straße zunächst von vier Männern umringt worden sein. Zwei schlugen ihm dann ins Gesicht. Nachdem der 29-Jährige zu Boden gegangen sei, sollen die beiden Angreifer den Mann weiter getreten haben - auch gegen den Kopf. Ein Zeuge, der zuvor vergeblich versucht hatte, die Verdächtigen durch Brüllen zu vertreiben, eilte zu dem Opfer. Die vier Verdächtigen ergriffen schließlich die Flucht in unbekannte Richtung.

Der 29-Jährige habe sich kurz nach dem Angriff in seine Wohnung begeben, in der er von der Feuerwehr zunächst bewusstlos aufgefunden wurde. Nach einer Erstversorgung wurde er mit einem Schädelbasisbruch, einem Hämatom am Kopf und diversen Schürfwunden ins Krankenhaus gebracht. Dort musste er notoperiert werden. Lebensgefahr besteht dem Vernehmen nach nicht, hieß es von der Polizei. Die Kriminalpolizei der Direktion 4 (Süd) leitet die Ermittlungen.

Barnim: Polizei beendet Herrentagsfeier am Wandlitzsee wegen Schlägereien

Aufgrund mehrerer Schlägereien hat die Polizei eine Herrentagsfeier am Strandbad Wandlitz im Landkreis Barnim beendet. Am Donnerstagnachmittag kam es zum Streit und schließlich zu Übergriffen zwischen einigen der etwa 100 Feiernden, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Die alarmierte Polizei setzte Pfefferspray ein. Ein Mann warf eine Bierflasche auf die Polizisten und beschimpfte sie. Er wurde festgenommen. Am späten Abend wurde die Polizei erneut gerufen, weil sich einige stark betrunkene junge Männer schlugen. Insgesamt wurden neun Feiernde am Nachmittag und am Abend leicht verletzt. Es wurden neun Anzeigen gestellt, sechs davon wegen Körperverletzung.

Neukölln: Zwei Polizisten werden rassistisch beleidigt

In der vergangenen Nacht sind zwei Polizisten in Neukölln rassistisch beleidigt und angegriffen worden. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, waren die Beamten gegen 23.50 Uhr wegen Lärms zu einem Mehrfamilienhaus an die Emser Straße verständigt worden.

Nachdem die Polizisten das Trio zur Ruhe ermahnt hatte, beleidigte ein 20-Jähriger die Beamten unter anderem rassistisch. Als diese dessen Identität feststellen wollten, leistete der 20-Jährige Widerstand und attackierte die Einsatzkräfte mit Faustschlägen. Als sie den Angreifer zu Boden gebracht hatten und fesseln wollten, griff ein weiterer Mann die beiden Polizisten an. Einer der Beamten setzte Reizgas gegen den 18-Jährigen ein. Erst mit dem Eintreffen weiterer Einsatzkräfte konnte die Situation beruhigt werden.

Rettungskräfte behandelten den leicht verletzten 18-Jährigen. Auch die beiden Polizisten erlitten leichte Verletzungen. In einem Polizeigewahrsam wurden dem 20-Jährigen und 18-Jährigen Blut abgenommen. Die beiden Verdächtigen müssen sich nun wegen des Verdachts des Widerstandes gegen und des tätlichen Angriffes auf Vollstreckungsbeamte verantworten.

Pankow: Mann attackiert 26-Jährigen mit Baseballschläger

Ein 28-Jähriger hat am Donnerstag am S-Bahnhof Buch in Pankow einen anderen Mann mit einem Baseballschläger geschlagen. Wie die Bundespolizei am Freitag mitteilte, erlitt der 26-Jährige eine Platzwunde am Kopf. Nach der Attacke sei er ins Gleisbett geflüchtet. Dabei sei er gestürzt. Alarmierte Rettungskräfte brachten den verletzten 26-Jährigen in ein Krankenhaus.

Gegen den 28-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Bei der Durchsuchung wurde in seinem Rucksack ein Küchenmesser gefunden, welches wie der Baseballschläger beschlagnahmt wurde. "Zu seinem Motiv wollte er sich nicht äußern. Polizeilich war er bisher noch nicht in Erscheinung getreten - im Gegensatz zum 26-Jährigen, der bereits einschlägig polizeibekannt ist", teilte die Bundespolizei mit.

Mitte: Bundespolizei nimmt Dieb am Hauptbahnhof fest

Ein Dieb ist am Donnerstag im Hauptbahnhof in Mitte festgenommen worden. Wie die Bundespolizei am Freitag mitteilte, hatte der 21-Jährige währen der ICE-Fahrt von Köln nach Berlin das Gepäck von anderen Reisenden durchwühlt. Hierbei habe er auch verschiedene Kleidungsstücke auf umliegende Sitze verteilt. Schließlich habe er einen fremden Rucksack in einen zuvor entleerten Koffer gesteckt. Damit wollte er den Zug verlassen. Fahrgäste konnten ihn aber daran hindern. Bundespolizisten nahmen den Mann anschließend fest.

Charlottenburg: Radfahrer bei Unfall schwer verletzt

Ein Radfahrer ist am Donnerstag bei einem sogenannten Alleinunfall in Charlottenburg verletzt worden. Der 36-Jährige war gegen 12.40 Uhr auf der Bismarckstraße gestürzt und gegen ein geparktes Auto eines 50-Jährigen gefallen.

Gegenüber der Polizei gab der 36-Jährige an, dass er kurz zuvor mit seinem Rad aus der Wilmersdorfer Straße nach rechts auf die Bismarckstraße abgebogen war, dort die Kontrolle über sein Fahrrad verloren hatte und gegen einen Bauzaun geprallt war. Nachdem ihm Passanten aufgeholfen hätten, habe er seine Fahrt für wenige Meter fortgesetzt, bevor ihm schwindlig geworden und er gegen den Pkw gefallen sei.

Der Mann wurde mit einer Platzwunde am Kopf und mehreren Prellungen ins Krankenhaus gebracht. Die Ermittlungen leitet das zuständige Fachkommissariat der Direktion 2 (West).

Staaken: Fahrzeug in Brand gesetzt

Ein Auto auf einem Mieterparkplatz am Blasewitzer Ring in Staaken (Spandau) ist am Donnerstag angezündet worden. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, hatte eine 44 Jahre alte Anwohnerin gegen 14.20 Uhr die Polizei verständigt, nachdem sie Feuer unterhalb ihres Mercedes sah. Einsatzkräfte entdeckten einen brennenden Kanister unter dem Pkw. "Das Gefäß platzte letztlich, sodass der ganze Pkw in Flammen aufging", hieß es von der Polizei. Das Feuer habe auf einen danebenstehenden VW übergegriffen. Dieser sei zu Hälfte ausgebrannt.

Ebenfalls beschädigt wurde ein Citroen. Da der Halter den Brand früh bemerkt hatte, konnte der Wagen rechtzeitig weggefahren werden. Ein größerer Schaden konnte so verhindert werden. Ein Brandkommissariat des Landeskriminalamtes führt die Ermittlungen.

Teltow-Fläming: Motorradfahrerin stirbt nach Überholmanöver

Eine 21 Jahre alte Motorradfahrerin ist bei einem Verkehrsunfall bei Dobbrikow im Landkreis Teltow-Fläming gestorben. Sie stieß bei einem Überholmanöver am Donnerstagabend mit einem Auto zusammen und prallte dann gegen einen Baum, wie die Polizei in der Nacht zu Freitag mitteilte. Als sie und das Auto auf gleicher Höhe waren, wollte die 23 Jahre alte Autofahrerin nach links abbiegen. Dabei kam es zur Kollision. Die Motorradfahrerin kam von der Straße ab und stieß gegen den Baum. Sie starb noch vor Ort.

Oberhavel: Männer bespuckt, geschlagen und rassistisch beleidigt

In Fürstenberg/Havel im Landkreis Oberhavel sind drei Männer nach Polizeiangaben bespuckt, geschlagen und rassistisch beleidigt worden. Sie saßen am Donnerstagabend an einem Gewässer, als sie von einer siebenköpfigen Gruppe unvermittelt beschimpft und aufgrund ihres Äußeren attackiert worden sein. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, flüchtete die Gruppe anschließend bis auf einen 13-Jährigen. Der Junge wurde seinen Eltern übergeben, er sei bei der Polizei wegen ähnlicher Delikte bekannt, sagte eine Sprecherin. Verletzt wurde niemand. Die Polizei ermittelt wegen Körperverletzung und Volksverhetzung.

Baum stürzt auf Oberleitung - Regionalbahn bei Cottbus evakuiert

Wegen einer Oberleitungsstörung ist am Freitagnachmittag im Süden Brandenburgs eine Regionalbahn auf offener Strecke evakuiert worden. Ein Baum stürzte am Nachmittag zwischen Cottbus und Calau auf eine Oberleitung, wie ein Bahnsprecher sagte. Der Zug der Linie 43 Richtung Herzberg konnte aufgrund der Störung nicht mehr weiterfahren. Etwa 20 Passagiere wurden mithilfe der Feuerwehr aus dem Zug zur Straße geleitet. Die Reparatur wird bis zum Abend dauern. Es komme zu Verspätungen, Umleitungen und Teilausfällen im Regionalverkehr, sagte der Sprecher. Wieso der Baum auf die Gleise stürzte, war zunächst unklar.

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( BM )