Blaulicht-Blog

Großeinsatz nach Pfefferspray-Attacke in einem Club

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Foto: Pudwell

In unserem Blog finden Sie aktuelle Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Sonnabend, 21. Mai 2022.

Mitte: Großeinsatz nach Pfefferspray-Attacke in einem Club

Eine Auseinandersetzung zwischen Gästen sorgte am Sonnabendmorgen für das jähe Ende eines Events im Bricks Club unter dem Hilton Hotel am Gendarmenmarkt in Mitte. Eine 20-jährige Besucherin war mit einer weiteren Gästin in Streit geraten. Die warf ihr irgendwann eine Flasche an den Kopf. Dann sprühte sie mit Pfefferspray um sich, bevor sie flüchtete. Viele andere Gäste mussten wegen des Pfeffersprays den Club verlassen. Die Berliner Feuerwehr rückte mit mehreren Rettungswagen, einer Notärztin und einem Organisatorischen Leiter Rettungsdienst an. Die Polizei kam zur Beruhigung der angespannten Situation mit einer Einsatzhundertschaft und mehreren Einsatzwagen der umliegenden Polizeiabschnitte.

Auf dem Gehweg gegenüber des Clubs gab es später eine körperliche Auseinandersetzung zwischen zwei Männern. Sie sollen einander mit Fäusten ins Gesicht geschlagen haben. Die Polizei trennte die beiden. Die Beamten des Polizeiabschnitts ermitteln nun zu einer gefährlichen Körperverletzung in mehreren Fällen.

Prenzlauer Berg: Polizisten angefahren

Ein Unbekannter hat am Freitagabend in Prenzlauer Berg zwei Polizisten angefahren. Die Zivilbeamten hatten gegen 21 Uhr in der Buchholzer Straße einen Mercedes bemerkt, aus dem offenbar Drogen verkauft wurden. Sie folgten dem Auto in ihrem Dienstwagen und forderten Verstärkung an. Weitere Beamte versperrten kurz darauf dem Wagen auf dem mittleren Streifen der Schönhauser Allee den Weg und zwangen ihn so zum Anhalten. Als die Polizisten ausstiegen und auf den Mercedes zugingen, gab der Fahrer plötzlich Gas und streifte einen der Beamten am Arm. Anschließend fuhr er auch noch den zweiten Polizisten an, der auf die Motorhaube prallte und auf den Radweg geschleudert wurde. Der Beamte erlitt Verletzungen an Knie und Arm, der erste wurde leicht an der Schulter verletzt. Der Fahrer oknnte entkommen. Beide Beamten mussten ambulant in einem Krankenhaus behandelt werden.

Mitte: Betrunkener beleidigt und bespuckt Vater und Sohn

Ein betrunkener 34-Jähriger hat im U-Bahnhof Alexanderplatz in Mitte in der Nacht zum Sonnabend einen Vater beleidigt, der seinen geistig beeinträchtigten Sohn an der Hand hatte. Er beschimpfte ihn homophob und soll ihm ins Gesicht gespuckt haben. Sicherheitspersonal der BVG hielt den Mann fest, bis die Polizei kam. Gegen den Mann wird nun wegen Beleidigung und Körperverletzung ermittelt.

Neukölln: 70-Jähriger wird vermisst

Uwe Klaus Hans Witt aus Buckow (Neukölln) war am Donnerstag gegen 13.30 Uhr mit Freunden im Schlosspark Britz. Seit den Nachmittagsstunden wurde der 70-Jährige jedoch nicht mehr gesehen. Mehr darüber lesen Sie hier.

Mitte: E-Scooter-Fahrer angefahren - Autofahrer flüchtet

In der Nacht zu Sonnabend fuhr ein Mann mit einem E-Scooter auf der Schwedter Straße (Mitte) in Richtung Mauerpark. An der Kreuzung Kremmener Straße missachtete ein Mazda-Fahrer die Vorfahrt und fuhr gegen den Scooter. Dessen Fahrer prallte daraufhin gegen ein geparktes Fahrzeug. Zeugen halfen dem verletzten Mann. Rettungskräfte brachten ihn mit Kopfverletzungen ins krankenkhaus. Der Autofahrer flüchtete.

Spandau: Gedenktafel beschmiert

In Spandau wurde eine Gedenktafel für Arthur Löwenstamm an der Feldstraße mit Farbe besprüht. Das zeigten Mitarbeiter des Ordnungsamtes am Freitagnachmittag per Internetwache an. Die Farbe konnte nicht beseitigt werden. Jetzt wird wegen Sachbeschädigung ermittelt.

Pankow: Unbekannter fährt bei Flucht Polizisten an

Zivilpolizisten bemerkten am Freitagabend, dass aus einem schwarzen Mercedes in der Buchholzer Straße in Prenzlauer Berg Drogen verkauft wurden. Sie folgten ihm und forderten Verstärkung an. Die versperrte dem Fahrer später an der Schönhauser Allee den Weg. Als zwei Polizisten ausstiegen und auf den Wagen zugingen, raste der Fahrer auf sie zu. Er streifte mit seinem Auto einen Polizisten am Warm. Danach fuhr er auch den anderen Polizisten an, der gegen die Motorhaube prallte und auf den Radweg geschleudert wurde. Der Fahrer entkam unerkannt. Die beiden Polizisten mussten im Krankenhaus ambulant behandelt werden.

Fichtenhöhe: Zwei Männer ersticken in Brunnenschacht

Zwei Männer sind bei einem Arbeitsunfall in einem Brunnenschacht in Fichtenhöhe (Märkisch-Oderland) erstickt. Wie ein Sprecher der Polizei sagte, hatte einer der Männer am Freitagnachmittag im Schacht in 20 Metern Tiefe gearbeitet. Wegen des Sauerstoffmangels in der Tiefe wurde er offenbar ohnmächtig. Der andere Mann (47) kletterte laut Polizei hinterher, um ihm zu helfen. Die verständigten Rettungskräfte bargen die Männer aus dem Schacht, konnten sie jedoch nicht mehr reanimieren.

Schöneberg: Erheblicher Schaden und Beeinträchtigungen nach Unfallflucht

Polizisten fiel am Freitagabend in der Kurfürstenstraße in Schöneberg ein Mercedes-Fahrer auf, den sie daraufhin kontrollieren wollten. Auf ihre Anhaltesignale reagierte er jedoch nicht. Vielmehr wendete er sein Auto schlagartig. Mit deutlich zu hoher Geschwindigkeit flüchtete er in Richtung An der Urania. Mehrere Menschen überquerten gerade die Straße. Sie mussten zur Seite springen, um nicht angefahren zu werden. An der Kreuzung Schillerstraße verlor der Raser die Kontrolle über sein Auto. So stieß er mit einem Linksabbieger zusammen. Das Auto wurde auf die Mittelinsel geschleudert. Dort beschädigte es eine Wasserleitung. Der Fahrer flüchtete unbekannt zu Fuß. Eine Beifahrerin im linksabbiegenden Auto wurde leicht verletzt. An beiden Autos entstand hoher Sachschaden. Die Kreuzung war für die Unfallaufnahme und für Aufräumarbeiten gesperrt. Davon waren auch drei Buslinien betroffen.

Neukölln: Streit mit Messer ausgetragen

Bei einem Streit um Geld wurden am Freitagabend zwei Männer in Neukölln mit Messerstichen verletzt. Die beiden gaben an, dass sie mit zwei ihnen nur flüchtig Bekannten um die Zahlung von Renovierungsarbeiten gestritten hätte, als einer ein Messer gezogen und zugestochen hätte. Angehörige brachten die beiden Männer ins Krankenhaus. Mitarbeiter informierten die Polizei. Einer der Männer konnte das Krankenhaus nach einer ambulanten Behandlung wieder verlassen, der andere wurde stationär aufgenommen.

Friedrichshain: Tram bleibt an Oberleitung hängen

An der Gürtelstraße in Friedrichshain ist eine Tram am Freitagnachmittag an einer Oberleitung hängen geblieben. Es kommt zu Verkehrsbehinderungen.

Westend: Hertha-Fan durch Faustschlag schwer verletzt

Bei einem Streit in Westend ist am Donnerstagabend gegen 23 Uhr ein Hertha-Fan schwer verletzt worden. Laut Polizeiangaben war der 55-Jährige gegen 23 Uhr im Kreuzungsbereich Rominter Allee/Olympische Straße mit dem Fahrer eines schwarzen BMW-Kombi mit Rostocker Kennzeichen in Streit geraten. Daraufhin stieg der Beifahrer, der ein Hansa-Rostock-Trikot getragen haben soll, aus und versetzte dem Hertha-Fan einen Faustschlag ins Gesicht. Der Mann stürzte und zog sich schwere Kopfverletzungen zu. Der mutmaßliche Täter soll zu Fuß in unbekannte Richtung geflüchtet sein. Der BMW-Fahrer soll über die Olympische Straße in Richtung Reichsstraße davongefahren sein.

Die Polizei fragt:

  • Wer hat die Tat am 19. Mai 2022 gegen 23 Uhr beobachtet und kann Angaben dazu machen?
  • Wer hat Fans des FC Hansa Rostock in Verbindung mit einem schwarzen BMW Kombi mit Rostocker Kennzeichen gesehen?
  • Wer hat Fotos oder Videoaufzeichnungen von der Tat vorliegen und sich bislang noch nicht bei der Polizei gemeldet?
  • Wer kann sonstige Angaben machen?

Hinweise richten Sie bitte an die Kriminalpolizei der Direktion 2 (West) in der Charlottenburger Chaussee 75 in 13597 Berlin-Spandau unter der Rufnummer 030 4664-271100 oder 030 4664-271010, per E-Mail an dir2k1dd@polizei.berlin.de, an die Internetwache der Polizei Berlin oder an jede andere Polizeidienststelle.

Hellersdorf: Mann sticht auf Ehefrau und Tochter ein

Rettungskräfte und Polizei sind am Freitagmorgen zu der Wohnung einer Familie in Hellersdorf alarmiert worden. Nach den bisherigen Ermittlungen soll gegen 8.30 Uhr der 42-jährige Mieter einer Wohnung in dem Mehrfamilienhaus in der Stendaler Straße während eines Streits mit einem Messer zunächst auf seine 19 Jahre alte Tochter und im weiteren Verlauf auf seine 38-jährige Ehefrau eingestochen haben. Eine auf die Auseinandersetzung aufmerksam gewordene Nachbarin traf im Hausflur auf das Ehepaar und konnte den 42-Jährigen von weiteren Attacken abhalten.

Mutter und Tochter erlitten Stich- und Schnittverletzungen und wurden durch Rettungskräfte in ein Krankenhaus gebracht, das die 19-Jährige nach ambulanter Behandlung wieder verlassen konnte. Ihre Mutter wurde stationär aufgenommen. Einsatzkräfte trafen den Tatverdächtigen in der Nähe des Wohnhauses an und nahmen ihn fest. Da auch er stark blutende Verletzungen aufwies, wurde er ebenfalls in ein Krankenhaus gebracht. Die weiteren Ermittlungen führt eine Mordkommission.

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( BM/dpa )