Blaulicht-Blog

Jugendlicher fällt von S-Bahn-Dach und wird überrollt

| Lesedauer: 7 Minuten

Foto: Maurizio Gambarini / FUNKE Foto Services

In unserem Blog finden Sie aktuelle Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Sonnabend, 14. Mai 2022.

Schöneberg: Jugendlicher fällt von S-Bahn-Dach und wird überrollt

Ein 16-Jähriger ist in Berlin vom Dach einer fahrenden S-Bahn gefallen und dabei schwer verletzt worden. Der Jugendliche sei zusammen mit mindestens vier anderen Menschen am Freitagabend auf dem Dach der S1 mitgefahren, berichtete die Polizei. Beim Herunterspringen am S-Bahnhof Julius-Leber-Brücke in Schöneberg sei er zwischen zwei Waggons auf die Gleise gefallen. Wie die Sprecherin der Polizei am Sonnabend mitteilte, rollte die Bahn in dem Moment in den Bahnhof ein und fuhr über den im Gleisbett liegenden Jugendlichen. Dabei erlitt der 16-Jährige schwere Verletzungen an den Beinen. Die Polizei ermittelt und befragt Zeugen. Die Zeitung „B.Z.“ hatte zuvor berichtet.

Marzahn: Jugendlicher hantiert mit Waffe - SEK im Einsatz

Ein 17-Jähriger hat in Marzahn mit einer mutmaßlichen Waffe hantiert und damit einen SEK-Einsatz ausgelöst. Später wurden bei dem Jugendlichen insgesamt acht Softair-Waffen sichergestellt, wie die Polizei am Sonnabend mitteilte.

Zuvor soll am späten Freitagabend ein 24-Jähriger an der Golliner Straße ein Geräusch gehört haben, das wie das Durchladen einer Waffe klang. Kurz darauf habe der Mann den 17-Jährigen gesehen, der mit einem mutmaßlichen Gewehr ein Wohnhaus betrat.

Daraufhin kamen die Einsatzkräfte mit einem Durchsuchungsbeschluss der Staatsanwaltschaft in die Wohnung des Jugendlichen. Dort fanden sie dann die Waffen. Nach Feststellung seiner Personalien durfte der Junge in der Wohnung bleiben. Er muss sich nun wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz verantworten.

Rüdersdorf: 27-Jähriger tot in Waldstück gefunden

In einem Waldstück in Rüdersdorf in Märkisch-Oderland ist ein Toter gefunden worden. Nach dem Fund der Leiche des 27-Jährigen am späten Freitagabend habe die Mordkommission die Ermittlungen zu einem Tötungsdelikt aufgenommen, teilte die Polizeidirektion Ost am Sonnabend mit. Die Ermittler suchen nun nach Zeugen, die zwischen Mittwoch- und Freitagabend in der Nähe des Fundorts an der Woltersdorfer Straße Beobachtungen gemacht haben. Weitere Einzelheiten zu dem mutmaßlichen Tötungsdelikt teilte die Polizei zunächst nicht mit.

Mitte: Vereinzelt Angriffe auf Polizisten auf kurdischer Demonstration

Am Rande einer pro-kurdischen Demonstration am Sonnabend in Mitte hat es nach Angaben einer Polizeisprecherin vereinzelt körperliche Angriffe auf Einsatzkräfte gegeben. Einen ausführlichen Artikel lesen Sie hier.

Friedrichsfelde: 30-Jähriger bei Streit vor Bar schwer verletzt

Ein Mann ist am Sonnabendmorgen bei einer Auseinandersetzung in Friedrichsfelde (Lichtenberg) schwer verletzt worden. Wie die Polizei am Vormittag mitteilte, waren gegen 4.15 Uhr zwei Männer vor einer Bar an der Seddiner Straße in Streit geraten. Nach der zunächst verbalen Auseinandersetzung schlug der Kontrahent dem 30-Jährigen mit der Faust gegen den Kopf. Der Mann ging zu Boden. Dem hinzukommenden 15 Jahre alten Neffen des Opfers versetzte der unbekannt gebliebene Verdächtige ebenfalls einen Fausthieb ins Gesicht. Anschließend flüchtete der Angreifer mit dem Handy des 30-Jährigen in Richtung Gensinger Straße. Während der leicht verletzte Jugendliche nicht versorgt werden musste, kam sein Onkel mit Verdacht eines Schädelsbruchs in eine Klinik. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen.

Lankwitz: Auto stößt mit Bus zusammen - mehrere Verletzte

Mehrere Bus-Fahrgäste sind am Freitagabend bei einem Unfall in Lankwitz (Steglitz-Zehlendorf) verletzt worden. Wie die Polizei am Sonnabend mitteilte, war eine 34 Jahre alte Autofahrerin, die von der Leonorenstraße nach rechts auf die Corneliusstraße abbog, mit einem Bus zusammengestoßen. Während die Autofahrerin unverletzt blieb, erlitten der 62 Jahre alte Bus-Fahrer und eine 63-Jährige einen Schock. Sie wurden vor Ort behandelt. Zwei 13-jährige Mädchen stürzten und kamen mit Kopf- und Schulterverletzungen in ein Krankenhaus.

Der Unfallort war während der Rettungsarbeiten und der Unfallaufnahme für rund 30 Minuten gesperrt. Das Fachkommissariat für Verkehrsdelikte der Polizeidirektion 4 (Süd) hat die Ermittlungen übernommen.

Wilhelmstadt und Adlershof: Fahrzeuge in Flammen

Am Freitagabend und in der vergangenen Nacht haben in Wilhelmstadt (Spandau) und Adlershof (Treptow-Köpenick) zwei Fahrzeuge gebrannt. Es wurden keine Menschen verletzt, wie die Polizei am Sonnabend mitteilte.

Um kurz vor 20 Uhr hatte ein Passant an einem geparkten Transporter am Reclamweg Feuer bemerkt. Das Fahrzeug wurde am Heck erheblich beschädigt. Stunden später - gegen 23.45 Uhr - meldete ein Passant einen brennenden Lkw auf einem Parkplatz an der Florian-Geyer-Straße. Das Fahrzeug wurde nur leicht beschädigt, weil ein weiterer Zeuge die Flammen löschte. Die zuständigen Fachkommissariate des Landeskriminalamtes haben die Ermittlungen wegen Verdachts vorsätzlicher Brandstiftungen übernommen.

Charlottenburg: Jugendliche stiehlt E-Scooter - Festnahme

Eine Jugendliche, die einen E-Scooter in Charlottenburg gestohlen hat, ist am Freitag festgenommen worden. Wie die Polizei am Sonnabend mitteilte, war Polizisten die 16-Jährige auf der Wilmersdorfer Straße in Höhe des Stuttgarter Platzes aufgefallen, weil sie einen E-Scooter trug. Als die Jugendliche die Streife gesehen habe, habe sie den E-Roller abgelegt und sei geflüchtet. Ein Beamter konnte sie an der Gerviniusstraße einholen. Bei der Festnahme habe die 16-Jährige erheblichen Widerstand geleistet und den Polizisten leicht verletzt. Nach Polizeiangaben hätten unbeteiligte Passanten versucht, die Festnahme zu stören. Weitere Unterstützungskräfte hätten die Situation beruhigen können.

Die Jugendliche wurde zu einem Polizeiabschnitt gebracht, um ihre Identität zu klären. Vor Ort hatte sie falsche Angaben zu ihrer Person gemacht. Weitere Ermittlungen ergaben, dass der E-Scooter kurz vor der Festnahme an der Wilmersdorfer Straße als gestohlen gemeldet wurde. Nach den Maßnahmen wurde die Jugendliche entlassen. Die Ermittlungen wegen des Verdachts des schweren Diebstahls sowie des tätlichen Angriffs auf und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte dauern an.

Lychen: Nach Explosion - Gasleck von Spezialfirma entdeckt

Nach der Explosion in einer Bäckerei in Lychen in der Uckermark ist in der Nacht zum Samstag ein Gasleck am Ort des Unglücks entdeckt worden. Es seien aber keine weiteren Maßnahmen erforderlich, sagte ein Sprecher der Polizeiinspektion Uckermark am Samstag auf Anfrage. Weitere Auskünfte konnte der Polizeisprecher nicht geben. Der Unglücksort werde von einer Spezialfirma überwacht, die weiter Messungen der Gaskonzentration vornehme, sagte er. Am Freitagabend waren 24 Menschen, die nach der Explosion in Sicherheit gebracht worden waren, in ihre Häuser zurückgekehrt.

Bei der Explosion war am Freitagmorgen ein Doppelhaus am Markt in Lychen teilweise eingestürzt. Eine 55 Jahre alte Mitarbeiterin der Bäckerei wurde dabei schwer verletzt. Danach wurden die Bewohner der umliegenden Häuser zunächst in Sicherheit gebracht. Die Ermittlungen zur Ursache der Explosion dauerten an.

( BM/dpa )