Lebensgefährliche Aktion

Betrunkenes Paar tritt im U-Bahntunnel auf Stromschienen

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Ein Tunnel der U-Bahn-Linie 7 hinter dem Endbahnhof Rudow (Archivbild).

Ein Tunnel der U-Bahn-Linie 7 hinter dem Endbahnhof Rudow (Archivbild).

Foto: Soeren Stache / dpa

Mit 2,2 Promille sprang eine Frau ins Gleisbett und spazierte zum nächsten U-Bahnhof. Ihr Freund folgte ihr - mit fatalen Folgen.

Berlin. Die Schilderung eines ungewöhnlichen Einsatzes in einem U-Bahn-Tunnel hat der Berliner Polizei bei Facebook viel Aufmerksamkeit beschert. Der Beitrag, den die Behörde am Donnerstag veröffentlichte, beschreibt die lebensgefährliche Leichtfertigkeit eines Paares an einem U-Bahnhof in Steglitz-Zehlendorf.

Demnach sprang eine betrunkene Frau (2,2 Promille) unvermittelt ins Gleisbett und machte sich auf den Weg in Richtung des nächstgelegenen Bahnhofs. Ihr ebenfalls betrunkener Freund folgte der Frau in den U-Bahn-Tunnel und berührte bereits nach wenigen Metern eine Stromschiene. Er erlitt einen Stromschlag, konnte sich allerdings zurück zum Bahnhof retten und Passanten um Hilfe bitten. Polizisten leisteten bis zum Eintreffen der Rettungskräfte Erste Hilfe.

BVG: Auf Stromschienen getreten - Polizei unterbricht U-Bahnverkehr

Die Beamten folgten nach Versorgung des Mannes auch der Frau in den U-Bahn-Tunnel. Zu diesem Zweck musste der Strom abgeschaltet und der U-Bahnverkehr unterbrochen werden. Erst einen Bahnhof weiter wurde die Frau von Polizisten gefunden. Auch sie erlitt einen Stromschlag und musste medizinisch behandelt werden.

Der geschilderte Vorfall sorgte in der Kommentarspalten für absolutes Unverständnis: "Also bei aller Liebe, aber in diesem Fall Ist selbst Knäckebrot schlauer", hieß es von einem Nutzer. Ein weiterer User schrieb: "Als Triebfahrzeugführer bei der S-Bahn erlebe ich das fast täglich, dass Leute, die nichts in den Gleisen zu suchen haben, denken, sie können da spazieren gehen. Dadurch entstehen aber Chaos und Zugausfälle."

Eine andere Nutzerin schrieb: "Und du stehst auf dem Bahnsteig und kommst nit von der Arbeit heim, weil eine Dramaqueen ihr Drama ausleben möchte." Außerdem heißt es bei einer Kommentatorin: "Kapitale Dummheit, die dem Steuerzahler einen Haufen Geld kostet. Solche Leute sollte man zur Kasse bitten."

( BM )