Blaulicht-Blog

Rauchsäule über Berlin: Bauschutt brannte

| Lesedauer: 11 Minuten
Eine Rauchsäule war über Berlin sichtbar.

Eine Rauchsäule war über Berlin sichtbar.

Foto: BM

In unserem Blog finden Sie aktuelle Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Donnerstag, 12. Mai 2022.

Rauchsäule über Berlin: Bauschutt brannte

Eine weithin sichtbare Rauchsäule im Westen der Stadt hat am Donnerstag gegen 15 Uhr zu sehr vielen Anrufen bei der Berliner Feuerwehr geführt. Laut Augenzeugen war der Rauch bis zur Landsberger Allee sichtbar. Nach Angaben eines Sprechers der Feuerwehr fuhr ein Löschfahrzeug zum Grunewald. Dort brannten kleine Mengen Bauschutt im schwer zugänglichen Gebiet zwischen den Bahngleisen nahe der Cordesstraße. Die Einsatzstelle befand sich zwischen Jafféstraße und Avus zwischen den Bahngleisen. 20 Einsatzkräfte löschten den Brand.

Raser mit 263 km/h auf der A111 geblitzt

Ein Blitzer der Brandenburger Polizei hat am Mittwoch sechs Autofahrer aus Schweden beim Rasen auf der A111 erwischt. Wie die Polizei bei Twitter mitteilte, wurden bei erlaubten 100 km/h Geschwindigkeiten von 263, 214, 211, 197, 192 und 176 km/h gemessen. "Nach Zahlung mehrerer tausend Euro durfte die Gruppe ihre Reise fortsetzen - mit gemäßigter Geschwindigkeit", heißt es in dem Tweet weiter.

Schmargendorf: Reifen geplatzt - Motorradfahrer bei Unfall auf der A100 schwer verletzt

Ein Motorradfahrer hat sich am Donnerstagmorgen bei einem Unfall auf der Berliner Stadtautobahn in Schmargendorf schwer verletzt. Wie die Polizei mitteilte, war der 46-Jährige gegen 7.45 auf der A100 Richtung Süden unterwegs, als das Hinterrad seines Motorrads kurz vor der Abfahrt Hohenzollerndamm aus bislang ungeklärter Ursache platze, er die Kontrolle über seine Yamaha verlor und stürzte. Dabei verletzte sich der Mann so schwer, dass er notoperiert werden musste. Für den Zeitraum der Erstversorgung und Unfallaufnahme blieb die südliche Richtung der Autobahn für etwa eine halbe Stunde gesperrt. Die Ermittlungen dauern an.

Prenzlauer Berg: Mindestens ein Schwerverletzter bei Schlägerei

In der Nacht zu Donnerstag wurden Einsatzkräfte in Prenzlauer Berg zu einem schwer verletzten Mann in der Stubbenkammerstraße alarmiert. Zeugen hatten gegen 0.15 Uhr vor einer Bar an der Prenzlauer Allee Ecke Stubbenkammerstraße eine körperliche Auseinandersetzung zwischen einer Gruppe von bis zu zehn Personen und einem 25-Jährigen beobachtet. Der 25-Jährige wurde dabei am Oberkörper verletzt und flüchtete in ein Wohnhaus. Er kam zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Lebensgefahr soll nicht bestehen. Die anderen Personen entkamen unerkannt. Die Kriminalpolizei befragte am Tatort Zeuginnen und Zeugen und nahm Spuren auf. Die weiteren Ermittlungen dauern an und werden von der Kriminalpolizei des örtlichen Polizeiabschnitts geführt.

Pankow: Weil sie auf Maskenpflicht hinwies - Mann bedroht Frau in der S-Bahn

Ein Mann hat am Mittwochabend in einer S-Bahn in Pankow eine Frau bedroht. Wie die Bundespolizei am Donnerstag mitteilte, wies die unbekannt gebliebene Frau zwischen den Bahnhöfen Schönhauser Allee und Greifswalder Straße den 34-Jährigen auf die Maskenpflicht hin. Der Mann habe daraufhin mit einer Fingergeste in ihre Richtung gezeigt, die den Anschein erweckte sollte, er würde auf sie zielen und schießen. Ein Zeuge hatte das Geschehen beobachtet und die Bundespolizei verständigt. Einsatzkräfte nahmen den 34-Jährigen vorläufig fest. Bei der Durchsuchung fanden sie eine Schreckschusspistole sowie ein befülltes Magazin, zwei selbstgebaute Zwillen, einen selbstgebauten Bogen mit Pfeilen und ein Cuttermesser.

Die Beamten beschlagnahmten die Gegenstände und leiteten Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Bedrohung sowie des Verstoßes gegen das Waffengesetz gegen den einschlägig polizeibekannten Mann ein. Da unter anderem die Staatsanwaltschaft Bamberg mit einem Haftbefehl nach dem Mann suchte, verhafteten die Beamten ihn und übergaben ihn an ein Transportkommando der Berliner Polizei.

Marzahn-Hellersdorf: 16-Jähriger in U-Bahn mit Flasche angegriffen

In Biesdorf wurde am Mittwochabend ein Jugendlicher mit einer Flasche angegriffen. Nach ersten Ermittlungen und Zeugenaussagen beschuldigte ein 39 Jahre alter Mann gegen 21.10 Uhr in einer U-Bahn am U-Bahnhof Biesdorf drei Jugendliche, zu laut gewesen zu sein. Daraus soll sich eine Schubserei entwickelt haben, in deren Verlauf der Mann dem 16-Jährigen mit einer Bierflasche gegen den Kopf geschlagen haben soll. Den 17 Jahre alten Begleiter soll der Mann gegen ein Bein getreten haben. Nachdem der Zug durch eine Notbremsung zum Stehen kam, nahmen alarmierte Polizeikräfte den Tatverdächtigen am U-Bahnhof Wuhletal vorläufig fest und brachten ihn in einen Polizeigewahrsam. Eine Atemalkoholkontrolle ergab einen Wert von rund 2,2 Promille. Der 16-Jährige wurde leicht verletzt und ließ sich von einem Arzt behandeln.

Corona-Kredite in Höhe von 9,5 Millionen Euro zweckentfremdet - Razzia in Berlin

Mit einer Razzia ist die Berliner Polizei gegen eine mutmaßliche Betrügerbande im Zusammenhang mit Corona-Hilfen in Millionenhöhe vorgegangen. 30 Fahnder durchsuchten am Donnerstagmorgen 10 Wohnungen und Büros in den Berliner Bezirken Charlottenburg-Wilmersdorf und Tempelhof-Schöneberg sowie in Brandenburg, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Die Polizei beschlagnahmte Beweise wie Geschäftsunterlagen und Speichermedien und außerdem rund 7,5 Millionen Euro.

Die fünf verdächtigen Männer im Alter von 37 bis 75 Jahren sollen zwischen Februar und September 2021 in ganz Deutschland Schnellkredite zur Überbrückung von Finanzproblemen durch die Corona-Pandemie beantragt haben (Corona-Sonderprogramme der Förderbank Kreditanstalt für Wiederaufbau). Das geschah demnach von Berlin aus mit mindestens acht Firmen. 9,5 Millionen Euro sollen die Männer erhalten und zum Teil in betrügerische sogenannte Umsatzsteuer-Karussellgeschäfte investiert haben. Diese Steuerstraftaten sind Teil eines Ermittlungskomplexes der Europäischen Staatsanwaltschaft, mit der die Berliner Fahnder zusammenarbeiteten.

Lankwitz: Rassistische Beleidigung wegen Busverspätung

In Lankwitz soll es am Mittwoch zu einer rassistischen Beleidigung gegenüber einem Busfahrer gekommen sein. Nach Angaben des 62 Jahre alten Fahrers des S-Bahn-Ersatzverkehrs sei er um 12.26 Uhr verspätet am S-Bahnhof Lankwitz eingetroffen. Eine 28-Jährige, die sich über die Verspätung aufregte, soll den Mann daraufhin rassistisch beleidigt haben. Der Busfahrer zeigte die Beleidigung im Nachgang an. Die Frau erstattete ihrerseits Anzeige wegen einer Nötigung, da sie angab, von dem Mann zunächst nicht aus dem Bus gelassen worden zu sein. Videoaufnahmen wurden gesichert, wie die Polizei Berlin berichtet. Die Ermittlungen dauern an.

Mahlsdorf: Auto auf Privatgrundstück in Flammen

Zeugen haben in der Nacht zu Donnerstag die Feuerwehr und die Polizei zu einem brennenden Auto nach Mahlsdorf alarmiert. Gegen 0.10 Uhr hörten Anwohner des Brachetwegs einen lauten Knall und bemerkten daraufhin auf einem Privatgrundstück einen brennenden Audi. Zunächst weckten sie die Grundstückseigentümer und alarmierten anschließend die Brandbekämpfer der Feuerwehr, die den Brand schließlich löschten. Durch die Flammen wurde ein weiteres Auto beschädigt. Das Wohnhaus war nicht betroffen. Ein Brandkommissariat ermittelt wegen des Verdachts der Brandstiftung.

Gropiusstadt: Polizisten nehmen Tankstellenräuber fest

In Gropiusstadt haben Polizisten am Mittwochnachmittag zwei mutmaßliche Tankstellenräuber festgenommen. Nach Polizeiangaben betraten zwei Jugendliche gegen 15.40 Uhr den Verkaufsraum einer Tankstelle in der Fritz-Erler-Allee, besprühten den 48 Jahre alten Verkäufer mit Reizgas und sollen ihm zudem auch noch in das Gesicht geschlagen haben. Anschließend entnahmen sie Geld aus der Kasse und flüchteten aus dem Verkaufsraum. Noch ganz in der Nähe klickten bei den 15- und 17-jährigen Tatverdächtigen die Handschellen. Sie wurden der Kriminalpolizei überstellt, die die weiteren Ermittlungen übernommen hat. Der Mitarbeiter der Tankstelle wurde leicht verletzt, wollte sich jedoch zunächst nicht ärztlich behandeln lassen.

Rummelsburg: Mann nach Einbruch in City-Toilette festgenommen

In Rummelsburg ist am Mittwochabend ein 25 Jahre alter Mann vorläufig festgenommen worden. Er soll laut Polizei kurz zuvor eine City-Toilette in der Lückstraße aufgebrochen und daraus Bargeld entwendet haben. Gegen 20.20 Uhr hörte ein außer Dienst befindlicher Polizist einen lauten Knall und sah, wie der Tatverdächtige durch eine geöffnete Abdeckung in den Münzkasten der Toilette griff, danach die Abdeckung wieder schloss und in Richtung des S-Bahnhofs Nöldnerplatz lief. Auf der Treppe zum Bahnsteig konnte er den flüchtenden Mann festhalten und ihn gemeinsam mit hinzualarmierten Einsatzkräften festnehmen. Bei dem 25-Jährigen stellten die Beamten Bargeld sicher, das der Tatverdächtige mutmaßlich aus dem Toiletten-Häuschen entwendet hatte. Der Mann wurde nach Feststellung seiner Identität auf einem Polizeiabschnitt entlassen.

Oranienburg: 23.000 Euro Schaden nach Feuer auf Schulgelände

Bei einem Feuer auf einem Schulgelände ist am Mittwochabend ein Schaden in Höhe von etwa 23.000 Euro entstanden. Wie ein Sprecher der Polizei am Donnerstag mitteilte, finden aktuell Bauarbeiten in dem Schulgebäude in Oranienburg statt. Aus bisher ungeklärter Ursache soll Styropor auf dem Gelände Feuer gefangen haben. Daraufhin seien die Flammen auf nahestehende Bäume übergegangen. Durch die Hitze wurden mehrere Fenster von nebenstehenden Wohnhäusern beschädigt. Es gab keine Verletzten, da während des Feuers keine Personen in der Schule waren. Die Polizei ermittelt - auch zu Brandstiftung.

Brandenburg: Polizei ermittelte wieder mehr Raser

Nach einem vorübergehenden Rückgang infolge der Corona-Pandemie hat die Polizei 2021 wieder mehr Raser im Straßenverkehr ermittelt. Wie das Innenministerium in Potsdam auf eine Anfrage aus der AfD-Landtagsfraktion mitteilte, ermittelten die Beamten auf den Brandenburger Straßen im Vorjahr 1,48 Millionen Geschwindigkeitsüberschreitungen, rund 130 400 mehr als 2020. Im Jahr 2018 waren es noch 1,83 Millionen und 2019 rund 1,70 Millionen dieser Verkehrsverstöße.

Aus den Landkreisen, Städten und Gemeinden Brandenburgs lagen dem Innenministerium zum Zeitpunkt der Antwort auf die AfD-Anfrage noch keine Zahlen für das vergangene Jahr vor. In den Kommunen hatte es ebenfalls erstmals seit langer Zeit im Jahr 2019 einen Rückgang der Geschwindigkeitsüberschreitungen gegeben, der sich im Folgejahr fortsetzte.

Den Angaben zufolge meldete die Polizei zwischen Januar 2020 und Februar dieses Jahres insgesamt 3,12 Millionen Geschwindigkeitsüberschreitungen. Der Landeskasse verhalfen die Raser damit zu Einnahmen aus Buß- und Verwarngeldern in Höhe von rund 97 Millionen Euro. Angaben über die Einnahmen der Landkreise, Städte und Gemeinden lagen der Landesregierung nicht vor.

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( dpa/BM )