Brandenburg

Fahrer nackt am Steuer: Polizei stoppt Wagen mit Nagelsperre

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Das Auto des Nackten konnte  mit einem sogenannten Stop-Stick, mit dem die Luft aus den Reifen entweicht, im brandenburgischen Schönborn zum Halten gebracht werden.

Das Auto des Nackten konnte mit einem sogenannten Stop-Stick, mit dem die Luft aus den Reifen entweicht, im brandenburgischen Schönborn zum Halten gebracht werden.

Foto: dpa

Weil er nackt und betrunken Auto fuhr, musste die Polizei zu rabiaten Mitteln greifen. Ärger mit Nackten gibt es immer wieder.

Doberlug-Kirchhain. Die Brandenburger Polizei hat in der Nacht zu Dienstag einen betrunkenen Autofahrer mit einer Nagelsperre stoppen müssen. Der 65-Jährige war den Beamten in Doberlug-Kirchhain (Landkreis Elbe-Elster) aufgefallen, weil er Schlangenlinien fuhr und außerdem zu schnell unterwegs war. Zudem ignorierte er die Haltesignale der Einsatzräfte.

Das Auto konnte dann mit einem sogenannten Stop-Stick, mit dem die Luft aus den Reifen entweicht, in Schönborn zum Halten gebracht werden. Die Polizisten stellten fest, dass der 65-Jährige nackt am Steuer saß. Die Polizei habe die Kleidung des Fahrers im Kofferraum gefunden und 1,62 Promille Alkohol in seinem Blut. Der Führerschein wurde sichergestellt, hieß es.

Nackter Rollerfahrer in Brandenburg sorgte für Schlagzeilen

Der Fall des nackten und betrunkenen Autofahrer erinnert an einen Fall, der sich im Frühsommer 2019 im Brandenburger Landkreis Märkisch-Oderland ereignete. Damals war ein Rollerfahrer nackt auf seinem Gefährt unterwegs, allerdings nüchtern - und immerhin mit Helm. „Et is halt warm, wa?“, sagte der Rollerfahrer damals laut Polizei den Einsatzkräften. Der Mann habe alle Papiere bei sich geführt und konnte die Fahrt fortsetzen. Nur bat ihn die Polizei, seine Hose wieder anzuziehen.

Die Beamten erklärten außerdem: "Grundsätzlich ist das Nacktsein oder Nacktfahren nicht verboten… ABER: wenn sich andere Personen dadurch gestört fühlen, kann es zu einer Ordnungswidrigkeitenanzeige kommen (§118 OwiG)."

Frau oben ohne auf Berliner Wasserspielplatz - Ärger mit dem Wachschutz

Für Diskussionen sorgten zudem im vergangenen Jahr die entblößten Brüste einer Frau auf dem Wasserspielplatz "Plansche" im Plänterwald. Dies sei nicht erlaubt gewesen, hieß es. Ein Schild an der "Plansche" habe laut Bezirksamt darauf hingewiesen, dass FKK nicht gestattet sei. Wie die Bezirkssprecherin sagte, forderte ein Sicherheitsdienst die Besucherin mehrmals auf, sich zu bekleiden.

Die Frau akzeptierte die Aufforderungen nicht, wie die Sprecherin weiter erklärte. Daher habe der Wachschutz die Polizei alarmiert. Einsatzkräfte hätten sehr lange mit der Frau gesprochen, sagte eine Polizeisprecherin. Sie sei unmissverständlich darüber informiert worden, dass sie die Wahl habe, sich zu bekleiden oder den Ort zu verlassen. Daraufhin sei sie freiwillig gegangen. Die Polizei sei in Amtshilfe vor Ort gewesen. Hausrecht habe der Sicherheitsdienst gehabt.

( BM )