Blaulicht-Blog

Tankbetrüger liefert sich Verfolgungsfahrt mit der Polizei

| Lesedauer: 7 Minuten

Foto: Bundespolizei Berlin

In unserem Blog finden Sie aktuelle Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Mittwoch, 4. Mai 2022.

Friedrichshain-Kreuzberg: Tankbetrüger liefert sich Verfolgungsfahrt mit der Polizei

Ein Tankbetrüger hat sich am Dienstag in Friedrichshain-Kreuzberg eine Verfolgungsfahrt mit der Bundespolizei geliefert. Zuvor hatten die Zivilbeamten beobachtet, wie der 35-Jährige an einer Tankstelle an der Holzmarktstraße diverse Kanister mit Kraftstoff befüllte und ohne zu bezahlen losfuhr.

Die Zivilbeamten, die ihr Auto zuvor selbst getankt hatten, versperrten dem 35-Jährigen den Weg, um ihn zu kontrollieren. Der Autofahrer habe versucht, rückwärts aus der Einfahrt der Tankstelle zu flüchten. Er habe dabei das zivile Einsatzfahrzeug gerammt und beinahe einen der Beamten erfasst, der sich nur durch einen Sprung zur Seite retten konnte. Die Einsatzkräfte nahmen die Verfolgung in Richtung Kreuzberg auf. Während seiner Flucht sei der 35-Jährige mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit gefahren. Er habe mehrere rote Ampeln ignoriert und wiederholt das Fahrzeug der Bundespolizei gerammt.

An einer Baustelle überfuhr der Mann ein Verkehrsschild sowie einen Stromkasten und touchierte einen Baum. Den Beamten gelang es dann, den 35-Jährigen zu stoppen und ihn vorläufig festzunehmen. In dem Auto fanden die Beamten zehn teilweise mit Kraftstoff befüllte Kanister. Die Polizei Berlin übernahm den Sachverhalt zuständigkeitshalber und leitete entsprechende Ermittlungsverfahren gegen den bereits polizeibekannten 35-Jährigen ein. Das Einsatzfahrzeug der Bundespolizei wurde stark beschädigt und nicht mehr fahrbereit. Verletzt wurde niemand.

Neukölln: Motorradfahrer stirbt nach Zusammenstoß mit Auto

Ein Motorradfahrer ist in der vergangenen Nacht bei einem Unfall in Neukölln ums Leben gekommen. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, hatte ein Geländewagen-Fahrer beim Linksabbiegen von der Hermannstraße auf die Boddinstraße einen Motorradfahrer erfasst. Der 39 Jahre alte Motorradfahrer erlitt lebensgefährliche Verletzungen, an denen er später in einem Krankenhaus verstarb. Der 58 Jahre alte Autofahrer blieb unverletzt. Während der Unfallaufnahme und der Rettungsarbeiten war die Hermannstraße in der Zeit von 1.35 Uhr bis 8.20 Uhr zwischen Herrfurthstraße und Flughafenstraße in beide Richtungen voll gesperrt. Die Ermittlungen hat das Fachkommissariat für Verkehrsdelikte der Polizeidirektion 1 (Nord) übernommen.

Mitte: Vier Verletzte nach Unfall auf Kreuzung

Beim Zusammenstoß zweier Autos an einer Kreuzung in Wedding sind vier Menschen schwer verletzt worden - darunter ein vier Jahre alter Junge. Die Wagen eines 36-Jährigen und eines 41-Jährigen stießen am Dienstagabend auf der Kreuzung Seestraße/Osloer Straße zusammen, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Der Wagen des 41-Jährigen sei auf die Mittelinsel und gegen einen Ampelmast geschleudert worden, der dadurch abbrach.

Die beiden Fahrer erlitten laut Polizei schwere Rumpfverletzungen, der Vierjährige und eine 28-Jährige, die in dem Auto des 36-Jährigen saßen, schwere Rumpf- und Kopfverletzungen. Alle vier wurden in eine Klinik gebracht. Der abgebrochene Ampelmast beeinträchtigte vorübergehend den Tram-Verkehr der Linien M13 und 50. Die Kreuzung wurde teilweise gesperrt. Die Unfallursache war noch unklar.

Friedrichshain: Obdachloser angegriffen und schwer verletzt

Am Dienstagnachmittag hat ein Obdachloser bei einem Angriff in Friedrichshain schwere Verletzungen im Gesicht davongetragen. Nach derzeitigem Kenntnisstand befand sich der 38-Jährige gegen 15.30 Uhr auf dem Oberdeck eines Parkhauses am Ostbahnhof, als er aus einer vierköpfigen ebenfalls obdachlosen Gruppe heraus nach verbalen Streitigkeiten zunächst geschlagen und anschließend in den Bauch getreten worden sein soll. Als er am Boden lag, soll er durch die Gruppe weiter geschlagen und getreten worden sein. Einer aus der Gruppe soll den 38-Jährigen dann mit einem Messer mehrere Schnittwunden im Gesicht zugefügt haben. Der Verletzte musste in einem Krankenhaus operiert werden. Alle vier mutmaßlichen Täter wurden festgenommen. Während einer im Alter von 26 Jahren, der das Messer eingesetzt und sich dabei auch selbst verletzt haben soll, zunächst zur Behandlung in eine Klinik kam und anschließend der Kriminalpolizei überstellt wurde, kamen die drei weiteren Männer im Alter von 20, 31 und 35 Jahren nach erkennungsdienstlichen Behandlungen wieder auf freien Fuß.

Spandau: Auto rammt geparktes Fahrzeug und kippt um

In der vergangenen Nacht ist ein Autofahrer in Wilhelmstadt von der Straße abgekommen. Sein Fahrzeug krachte gegen ein geparktes Auto und kippte in der Folge auf die Seite. Nach eigenen Angaben soll der 29-jährige Autofahrer gegen 2.40 Uhr mit seinem gleichaltrigen Beifahrer zu schnell auf der Havelchaussee in Fahrtrichtung Teltower Straße unterwegs gewesen sein, als er in der Kurve auf Höhe des Elbgrabenwegs von der Fahrbahn abkam. Dabei kollidierte er mit einem am rechten Fahrbahnrand geparkten Auto, bevor er mit seinem Fahrzeug auf der Seite zum Liegen kam. Auf Grund der Wucht des Zusammenstoßes wurden insgesamt sechs geparkte Autos ineinandergeschoben. Rettungskräfte brachten den Fahrer mit Kopfverletzungen zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Eine freiwillige Atemalkoholkontrolle ergab einen Wert von rund 1,2 Promille. Der Führerschein des alkoholisierten Mannes wurde beschlagnahmt. Sein Beifahrer erlitt Verletzungen am Bein und wurde ambulant behandelt. Hinweise, dass andere Verkehrsteilnehmer in den Unfall involviert gewesen sein könnten, liegen nicht vor.

Kreuzberg: Jugendlicher mit Messer verletzt

In der vergangenen Nacht hat ein Jugendlicher in Kreuzberg eine Stichverletzung erlitten. Gegen 1.40 Uhr rief eine Anwohnerin der Reichenberger Straße die Polizei in die Nähe des Kottbusser Tores. Sie gab an, Hilferufe gehört zu haben und bei einem Blick aus dem Fenster drei Jugendliche und einen Mann in einer körperlichen Auseinandersetzung, bei der einer der Jugendlichen zu Boden ging, gesehen zu haben. Kurz danach soll der ältere Mann geflüchtet sein. Beim Eintreffen der Polizisten fanden diese den 17 Jahre alten Verletzten sowie seine beiden 15 Jahre alten Begleiter am Ort vor. Rettungskräfte brachten den Älteren der drei in ein Krankenhaus, wo eine Stichverletzung im Oberkörper medizinisch versorgt und der Jugendliche stationär aufgenommen wurde. Lebensgefahr bestand für den 17-Jährigen nicht.

Charlottenburg: Frauenschreie vertreiben Räuber

Zwei Frauen haben bei Raubüberfällen in Charlottenburg ihren Mut gezeigt und den Täter mit lauten Schreien in die Flucht geschlagen. Es habe sich mutmaßlich in beiden Fällen um den gleichen Täter gehandelt, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Die Frauen blieben unverletzt. Ein Raubkommissariat der Polizei ermittelt.

In einem Zeitungskiosk auf dem Spandauer Damm zog der Täter am Dienstagnachmittag ein Messer und verlangte Geld von einer 58-Jährigen, die dort arbeitete, wie es hieß. Die Frau habe einen Hocker in die Hand genommen, den Räuber damit auf Abstand gehalten und laut geschrien.

Wenig später betrat bedrohte ein Mann in einem Friseursalon in der Kaiserin-Augusta-Straße eine 38 Jahre alte Angestellte mit einem Messer und forderte Geld. Dieses bekam er. Als der Mann mehr wollte, begann die Frau zu schreien. Der Täter flüchtete mit seiner Beute.

( dpa/BM )