Blaulicht-Blog

Brandstiftung: In Berlin brennen in der Nacht mehrere Autos

| Lesedauer: 8 Minuten
In Kreuzberg brennen Autos.

In Kreuzberg brennen Autos.

Foto: Morris Pudwell

In unserem Blog finden Sie aktuelle Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Montag, 2. Mail 2022.

Nach den Demonstrationen zum 1. Mai haben im gesamten Berliner Stadtgebiet Autos gebrannt. Insgesamt standen mindestens 17 Fahrzeuge und ein Anhänger in Flammen, wie ein Polizeisprecher am Montagmorgen sagte. Die Polizei geht in allen Fällen von vorsätzlicher Brandstiftung aus, die Ermittlungen laufen beim Brandkommissariat des Landeskriminalamtes (LKA). Es werde geprüft, ob es einen Zusammenhang zu den 1. Mai-Demonstrationen gebe, so der Sprecher.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei wurden sieben Autos angezündet, die weiteren Fahrzeuge - darunter ein Anhänger und ein Wohnmobil - gerieten infolgedessen in Brand. Verletzt wurde niemand.

Das erste Feuer gab es demnach gegen 22.15 Uhr an der Hausburgstraße in Friedrichshain. Dort habe ein Zeuge das Feuer löschen können, hieß es. Kurz nach 23 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem weiteren Brand an der Dieselstraße in Neukölln gerufen. stand ein Mercedes in Vollbrand. Ein davor geparkter Oldtimer wurde in Mitleidenschaft gezogen, ein hinter dem brennenden Auto stehender Hänger ebenfalls. Wegen der 1. Mai-Demonstrationen hinzugezogene Polizeikräfte aus Nordrhein-Westfalen, die sich in der Nähe befanden, sicherten den Brandort. Auch an der Neuköllner Oderstraße brannte ein Auto.

Gegen Mitternacht brannten dann Autos in Spandau, Neukölln und Kreuzberg. Dort standen an der Fontanepromenade drei Autos in Flammen. Augenzeugen berichteten, dass die Feuerwehr die Einsatzstelle wegen aufgestellter Poller nur schwer erreichen konnten. Später folgte gegen 1.15 Uhr ein Feuer in Reinickendorf. Im Märkischen Viertel stand dort gegen 1.15 Uhr an der Wesendorfer Straße ein weiteres Auto in Flammen. An der Otto-Suhr-Allee Ecke Marie-Elisabeth-Lüders-Straße in Charlottenburg brannten gegen 1.20 Uhr drei Fahrzeuge auf einem Parkplatz. An der Staakener Straße in Spandau brannte ein Transporter aus. Ob die Brände in Zusammenhang mit den 1. Mai-Demonstrationen zusammenhängen, wird geprüft. Die Polizei ermittelt.

Neukölln: Ohne Führerschein auf gestohlenem Roller unterwegs

In Buckow und Rudow war am Montagmorgen ein 18-Jähriger ohne Führerschein auf einem gestohlenen Motorroller unterwegs. Gegen 4.50 Uhr fiel Polizeikräften der Motorroller in der Johannisthaler Chaussee/Rudower Straße auf, weil dieser, besetzt mit dem 18-Jährigen und dessen bisher unbekanntem Sozius, entgegen der Fahrtrichtung unterwegs war. Als die Polizeikräfte den Fahrer ansprachen, soll dieser stark beschleunigt haben und über den Rad- und Gehweg der Rudower Straße gefahren sein, um sich der Polizeikontrolle zu entziehen.

Die Einsatzkräfte stellten sich daraufhin im Bereich der Zadekstraße quer zum Gehweg auf. Der Rollerfahrer fuhr über den Gehweg wieder auf die Fahrbahn, war aber so schnell unterwegs, dass er mit dem Einsatzfahrzeug zusammenstieß und stürzte. Sein Sozius ergriff sofort zu Fuß die Flucht., der 18-Jährige zog sich bei dem Sturz leichte Verletzungen zu. Nach einer ambulanten Behandlung in einem Krankenhaus, in dem ihm auch Blut abgenommen wurde, da der Verdacht bestand, dass er Betäubungsmittel konsumiert haben könnte, konnte er seinen Weg zu Fuß fortsetzen. An Roller und Polizeifahrzeug entstand Sachschaden. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts des besonders schweren Diebstahls sowie des Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Der Besitzer des Motorrollers wurde informiert.

Gesundbrunnen: Wettbüro überfallen, Mitarbeiter gewürgt

Am Montagvormittag hat ein Mann nach Polizeiangaben ein Wettbüro in Gesundbrunnen überfallen. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde gegen 9.30 Uhr ein 30 Jahre alter Mitarbeiter beim Öffnen eines Wettbüros in der Brunnenstraße durch Schläge auf den Oberkörper von hinten angegriffen und mit einer Schusswaffe bedroht. Der Tatverdächtige soll Bargeld gefordert und den Mitarbeiter in den „Schwitzkasten“ genommen haben. Nachdem der Angestellte der Forderung nachgekommen war, flüchtete der Kriminelle. Der 30-jährige Mann erlitt leichte Verletzungen und wurde nach ambulanter Behandlung aus dem Krankenhaus entlassen.

Cottbus: Nach Messerangriff auf Mann - 23-Jährige in Fachklinik

Nach einem Messerangriff auf einen 29-Jährigen im Cottbuser Puschkinpark ist die Beschuldigte auf Antrag der Staatsanwaltschaft in einer medizinischen Facheinrichtung untergebracht worden. Das teilte die Polizei am Montag mit. Die 23 Jahre alte Frau war am Samstagvormittag nach dem Angriff in der Cottbuser Innenstadt als mutmaßliche Täterin festgenommen worden. Der Mann wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Er ist nach Angaben der Polizei unterdessen außer Lebensgefahr.

Ostprignitz-Ruppin: Motorradfahrer stirbt bei Verkehrsunfall

Ein Motorradfahrer ist bei einem Zusammenprall mit einem Auto nahe Wusterhausen in Ostprignitz-Ruppin ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei übersah ein 73-jähriger Autofahrer auf der Bundesstraße 5 am Abzweig Segeletz offenbar das entgegenkommende Motorrad und stieß mit dem Gefährt zusammen. Der 60-Jährige, der ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge mit hoher Geschwindigkeit unterwegs war, stürzte und blieb leblos an einem Baum liegen. Rettungskräfte vor Ort konnten nur seinen Tod feststellen. Die Beifahrerin des Autos wurde verletzt in ein Krankenhaus gebracht, wie die Polizei am Montag weiter mitteilte. Ein Gutachter wurde zur Klärung der Hintergründe des Unfalls hinzugezogen.

Fahrer weicht Katze aus: Beifahrer verletzt, Auto stark beschädigt

Weil er einer Katze ausgewichen ist, hat ein 80 Jahre alter Berliner auf der Insel Usedom sein Auto demoliert und dabei auch seinen Beifahrer verletzt. Wie ein Polizeisprecher am Montag sagte, fuhr der Kurgast im Ostseebad Heringsdorf am Samstag weit nach rechts gegen den Betonmast einer Straßenlampe. Der 50 Jahre alte Beifahrer aus dem Kreis Uelzen (Niedersachsen) wurde dabei verletzt, der Wagen war schwer beschädigt und musste geborgen werden. Der Unfall sorgte für Behinderungen auf der Landesstraße 266, der Hauptstraße von Heringsdorf in den Inselnorden. Was aus der Katze wurde, sei nicht bekannt, sagte ein Beamter – sie sei vermutlich geflohen.

A24: Auto fährt auf Wagen auf - Autobahn Richtung Berlin gesperrt

Ein Auffahrunfall mit zwei Verletzten hat zu größeren Verkehrsbehinderungen auf der Autobahn A24 Hamburg-Berlin geführt. Wie ein Polizeisprecher am Montag sagte, musste die A24 zwischen Hagenow (Ludwigslust-Parchim) und Wöbbelin im Rückreiseverkehr Richtung Berlin am Sonntag zweieinhalb Stunden gesperrt werden, was zu Staus führte.

Ein 55 Jahre alter Fahrer war nach Polizeiangaben mit seinem Fahrzeug und hoher Geschwindigkeit auf den Wagen eines 44 Jahre alten Mannes aufgefahren. Beide Autos prallten anschließend gegen die Mittel- und seitlichen Leitplanken. Die Fahrer kamen in Krankenhäuser, der Sachschaden wurde auf mehr als 20.000 Euro geschätzt. Warum der 55-Jährige nicht rechtzeitig gebremst habe, werde noch ermittelt.

Mitte: Mann stiehlt Koffer - Untersuchungshaft

Die Bundespolizei hat bereits am vergangenen Donnerstag einen Dieb im Hauptbahnhof in Mitte festgenommen. Ein Richter ordnete am Freitag Untersuchungshaft an, teilte die Bundespolizei am Montag mit. Der Mann hatte am vergangenen Montag einem 86-Jährigen den Koffer gestohlen. Die Bundespolizei sicherte daraufhin Videoaufnahmen. Wenige Tage später erkannte dann eine Beamtin den Dieb wieder und nahm ihn fest. Der 39-Jährige hatte auch den gestohlenen Koffer bei sich. In seiner Jacke befand sich zudem ein Teppichmesser, das der Mann nach eigenen Angaben auch während des Diebstahls bei sich getragen hatte. Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Diebstahls mit Waffen gegen den Mann ein, der ohne Wohnsitz in Deutschland ist.

Mehr Polizeimeldungen aus Berlin:

( BM/dpa )