Blaulicht-Blog

Karow: Streit führt Polizisten zu Cannabisplantage

| Lesedauer: 13 Minuten
Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens.

Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens.

Foto: dpa

In unserem Blog finden Sie aktuelle Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Sonntag, 10. April 2022.

Karow: Beziehungskrach führt Polizisten zu Cannabisplantage

Ein Beziehungskrach hat Polizisten in der Nacht zu Sonntag in Karow direkt zu einer Cannabisplantage geführt. Zunächst hatten Anwohner der Pfannschmidtstraße gegen 23.50 Uhr die Polizei gerufen, weil aus einer Wohnung im Erdgeschoss immer wieder laute Schreie eines Mannes zu hören waren, wie die Polizei mitteilte. Die Beamten trafen auf den 24 Jahre alten Mieter und seine 18 Jahre alte Freundin, die sagten, sie hätten sich nur etwas lauter gestritten.

Allerdings rochen die Polizisten auch deutlich Cannabis und sprachen den Mieter darauf an. Der meinte, dass er nur ein wenig für den Eigenbedarf habe. Der Mann ließ die Beamten auch erst in die Wohnung. Als sie dort jedoch mehrere Tüten mit Cannabis sowie Verpackungsmaterial entdeckten, belehrten sie ihn rechtlich, woraufhin er seine Zustimmung zurückzog. Die Beamten erwirkten daraufhin telefonisch einen staatsanwaltschaftlichen Durchsuchungsbeschluss. Der 24-Jährige sei daraufhin aggressiv gewesen, worauf die Beamten ihn fesselten.

Die Polizei fand mehrere Drogen, Verpackungsmaterial und eine professionell angelegte Plantage mit 73 Cannabispflanzen. Die Beweise wurden beschlagnahmt, der 24-Jährige musste sich einer erkennungsdienstlichen Behandlung unterziehen.

Charlottenburg: Einbruch in Modegeschäft

Unbekannte sind in der Nacht zu Sonntag in eine Modeboutique in Charlottenburg eingebrochen. Ein 32-Jähriger beobachtete die Tat in der Schlüterstraße und rief die Polizei. Der 51 Jahre alte Ladeninhaber bestätigte, dass viele wertvolle Kleidungsstücke und Handtaschen fehlen würden. Die Polizei sicherte Spuren und befragte Zeugen.

Potsdam: Radfahrer stößt mit Kleintransporter zusammen und stirbt

Ein Radfahrer ist in der Potsdamer Innenstadt bei einem Unfall mit einem Kleintransporter gestorben. Der Mann sei am Sonntag mit seinem Fahrrad an einer Kreuzung am Luisenplatz mit dem Wagen zusammengestoßen, berichtete ein Sprecher der Leitstelle der Brandenburger Polizei. Weitere Einzelheiten waren zunächst nicht bekannt. Zu den Ermittlungen zu dem Unfall sei ein Sachverständiger hinzugezogen worden, sagte der Sprecher.

Gesundbrunnen: 13-Jährige beim Fußballspielen ausgeraubt

In Gesundbrunnen sind am Sonnabend zwei Kinder von anderen Kindern und Jugendlichen attackiert und ausgeraubt worden. Wie die Polizei mitteilte, sollen die beiden 13-Jährigen gegen 19.40 Uhr auf einem Fußballplatz an der Stralsunder Straße gespielt haben, als plötzlich drei weitere Jungen hinzukamen. Zunächst hätten die Jungen gemeinsam gespielt, dann sei es jedoch plötzlich zu einer körperlichen Auseinandersetzung gekommen.

Hierbei soll ein 14-Jähriger mit einem Messer gedroht und Wertsachen gefordert haben. Die beiden 13 Jahre alten Begleiter des 14-Jährigen sollen auf die anderen 13-Jährigen eingeschlagen, eingetreten und sie mit Reizgas besprüht haben. Weitere Kinder und Jugendliche sollen zugesehen und über die Situation gelacht haben. Den beiden Beraubten gelang schließlich die Flucht und sie verständigten die Polizei. Polizisten entdeckten die drei Haupttäter und zwei weitere Beteiligte. Bei der Festnahme leistete der 14-Jährige erheblichen Widerstand und versuchte, die Polizeibeamten zu attackieren. Zudem versuchte er immer wieder, Umstehende gegen die Polizeikräfte aufzuwiegeln.

Erst nachdem ihm die Handfesseln angelegt wurden, beruhigte er sich. Die Personalien der vier 13 Jahre alten Jungen und des 14-Jährigen wurden aufgenommen und mehrere bei ihnen gefundene Messer und mutmaßliches Raubgut sichergestellt. Die Kinder wurden anschließend ihren Erziehungsberechtigten übergeben. Die beiden überfallenen 13-Jährigen mussten aufgrund erlittener Verletzungen beide ambulant in einem Krankenhaus behandelt werden. Die Ermittlungen wegen schweren Raubes sowie Widerstands dauern an.

Seelow: Zehnjährige finden Panzergranate im Wald

Zwei zehnjährige Jungen haben in einem Wald in der Nähe von Seelow (Märkisch-Oderland) eine Panzergranate gefunden. Die beiden Kinder hätten das Fundstück glücklicherweise nicht angerührt, sondern ihren Eltern am Freitag von dem Fund erzählt, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Die Eltern alarmierten die Polizei. Daraufhin sei der Fundort von Beamten markiert und die Granate am Samstag vom Kampfmittelbeseitigungsdienst fachgerecht entsorgt worden, so die Polizei.

An den Seelower Höhen fand 1945 die Entscheidungsschlacht zwischen der Roten Armee und der Wehrmacht im Kampf um Berlin statt. Nach Angaben der Gedenkstätte Seelower Höhen standen sich im Oderbruch und auf dem Höhenzug Hunderttausende Soldaten gegenüber.

Kreuzberg: Flucht vor Kontrolle - Polizeiauto gerammt

Ein 19-Jähriger ist in der Nacht zu Sonntag in Kreuzberg vor einer Verkehrskontrolle geflohen. Dabei rammte er auch ein Polizieauto. Wie die Polizei mitteilte, wollte eine Zivilstreife das Auto des 19-Jährigen am Oranienplatz kontrollieren. Noch vor der Ansprache durch den Polizisten gab der Fahrer Gas. Nur durch einen Sprung zur Seite konnte der Beamte verhindern, von dem Wagen erfasst zu werden. Der 19-Jährige rammte bei seiner Flucht die geöffnete Beifahrertür des Einsatzwagens. Dadurch entstand erheblicher Sachschaden. Die Zivilkräfte konnten den 19-Jährigen wenige hundert Meter weiter am Leuschnerdamm festsetzen, wo das Auto verkehrsbedingt nicht weiterkam. Dort legten sie sowohl dem 19-Jährigen als auch seinem ebenso mutmaßlich unter Drogeneinfluss stehenden 30-jährigen Beifahrer Handschellen an. Der Beifahrer wurde kurz davor noch dabei beobachtet, wie er ein Tütchen mit potentiellem Betäubungsmittel aus der geöffneten Beifahrertür warf. Beide Männer kamen daraufhin in einen Polizeigewahrsam, den sie anschließend zu Fuß verlassen durften. Der Mitsubishi wurde beschlagnahmt. Die Ermittlungen dauern an. Der 19-Jährige ist polizeibekannt. Er war erst am vergangenen Mittwoch ohne gültigen Führerschein kontrolliert worden.

Frankfurt (Oder): 68 Jahre alter Motorradfahrer stirbt bei Verkehrsunfall

Bei einem Verkehrsunfall auf einer Landstraße zwischen den Frankfurter Ortsteilen Rosengarten und Booßen ist ein Motorradfahrer ums Leben gekommen. Der 68-Jährige sei am Samstag mit einer Gruppe von Fahrern unterwegs gewesen und aus noch ungeklärter Ursache in einer Linkskurve nach rechts von der Fahrbahn abgekommen, berichtete die Polizei am Sonntag. Der Mann sei dann mit dem Motorrad gegen eine Leitplanke geprallt und trotz Reanimationsversuchen des Rettungsdienstes am Unfallort gestorben. Zur Ermittlung der Unfallursache wurde ein Sachverständiger hinzugezogen.

Prenzlauer Berg: 37-Jähriger sprüht das Wort "Held" an Thälmann-Denkmal

Polizisten haben in der Nacht zu Sonntag einen 49-Jährigen festgenommen, der das Wort "Held" an das Ernst-Thälmann-Denkmal in Prenzlauer Berg gesprüht haben soll. Wie die Polizei mitteilte, bemerkte ein 37-Jähriger gegen 0.30 Uhr, wie der Mann den Schriftzug sprühte. Als Polizisten eintrafen, versuchte der 49-Jährige zu fliehen. Er konnte allerdings rasch gestellt werden. Er bestritt laut Polizei die Tat und leistete bei seiner Festnahme erheblichen Widerstand. Dabei wurden die beiden Beamten leicht verletzt, verblieben aber im Dienst. Sie stellten Farbspraydosen sowie weitere Arbeitsutensilien des Sprayers sicher. Der Mann wurde schließlich in einem Polizeigewahrsam erkennungsdienstlich behandelt und anschließend entlassen. Die weiteren Ermittlungen wegen des Verdachts der Sachbeschädigung durch den Polizeilichen Staatsschutz dauern an.

Reinickendorf: Fahrer kracht mit drei Promille ungebremst in Bus

In Reinickendorf ist am Sonnabend ein betrunkener Fahrer laut Zeugen ungebremst in einen stehenden BVG-Bus gefahren. Wie die Polizeimitteilte, hielt der Bus der Linie 122 gegen 22 Uhr an der Teichstraße, um Personen aussteigen zu lassen. Laut Zeugen soll der Bus bereits einige Zeit gestanden haben, als ein Mercedes, der in der Teichstraße in Richtung Lindauer Allee unterwegs war, von hinten ungebremst auffuhr. In dem Mercedes lösten alle Airbags aus. Der 33-jährige Fahrer blieb unverletzt, konnte jedoch kaum auf seinen Beinen stehen und war deutlich alkoholisiert. Eine freiwillig durchgeführte Atemkontrolle ergab bei ihm einen Wert von drei Promille. Polizeikräfte brachten ihn für eine Blutentnahme in einen Polizeigewahrsam. Bei dem Unfall war eine 26-Jährige, die sich im Bus befand, gestürzt und hatte sich leichte Verletzungen zugezogen. Auf eine Behandlung verzichtete die Frau. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit. Die Ermittlungen dauern an.

Reinickendorf: Frau verliert Kontrolle über Fahrzeug

Bei einem Unfall in Reinickendorf sind in der Nacht zu Sonntag eine 24-Jährige schwer und zwei weitere Personen leicht verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, verlor die betrunkene 24-Jährige gegen 1.30 Uhr am Dannenwalder Weg im Ortsteil Märkisches Viertel die Kontrolle über ihren Ford und prallte gegen ein geparktes Fahrzeug, wodurch wiederum insgesamt drei geparkte Fahrzeuge zusammengeschoben und beschädigt wurden. Die 24-Jährige erlitt bei dem Unfall Beinverletzungen und wurde von Rettungskräften in ein Krankenhaus gebracht, dort wurde ihr auch Blut abgenommen. Die beiden ebenfalls alkoholisierten Mitfahrer der Frau wurden leicht verletzt, verzichteten jedoch auf Behandlungen. Die Ermittlungen dauern an.

Hellersdorf: Holzschuppen vollständig niedergebrannt

An der Alten Hellersdorfer Straße in Hellersdorf ist am späten Sonnabendabend ein Holzschuppen vollständig niedergebrant. Laut ersten Angaben wurde die Feuerwehr gegen 22.47 Uhr alarmiert. Die Einsatzkräfte konnten die Brand schnell löschen, das Ausbrennen jedoch nicht verhindern. Die Feuerwehr rückte mit rund 20 Einsatzkräften aus. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an.

Tempelhof: Person kommt bei Feuer ums Leben

Bei Wohnungsbränden in Berlin sind an diesem Wochenende zwei Menschen ums Leben gekommen und sechs weitere verletzt worden. Eine Person wurde am frühen Sonntagmorgen bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Tempelhof leblos aufgefunden. Im Zuge der Löscharbeiten fanden Einsatzkräfte sie in der Wohnung im zweiten Stock des Hauses vor, wie ein Sprecher der Feuerwehr sagte. Sie wurde aus dem Gebäude gerettet, jedoch allerdings erfolglos reanimiert. Sie starb noch am Einsatzort. Alle Details zu den Hausbränden in Berlin lesen Sie hier.

Friedrichshain: Feuer in Wohnung, ein Schwerverletzter

Bei einem Feuer in einem Mehrfamilienhaus an der Samariterstraße in Friedrichshain ist ein 42-Jähriger schwer verletzt worden. Vor Ort hieß es, das Feuer sei gegen 21 Uhr in einer Wohnung ausgebrochen. Bei Eintreffen der Feuerwehr sei das Feuer schon erloschen gewesen. Der Bewohner der Wohnung wurde von einem Notarzt erstversorgt und anschließend. Gegen 21 Uhr kam es zu einem Brand in einer Wohnung, in der Samariterstraße in Berlin-Friedrichshain in eine Spezialklinik für Verbrennungsopfer transportiert. Die Brandursache war zunächst unklar, die Berliner Polizei ermittelt.

Heftiger Unfall in Treptow: Rennwagen rammt mehrere Autos

Bei einem heftigen Unfall im Treptower Ortsteil Baumschulenweg sind mehrere Fahrzeuge zerstört worden. Der Fahrer des Unfallwagens erlitt bei dem Crash nach ersten Angaben nur leichte Verletzungen, weitere Verletzte wurden zunächst nicht gemeldet. Bilder aus der Nacht zeigen ein Trümmerfeld entlang der Kiefholzstraße. Alle Details zu dem Unfall in Baumschulenweg lesen Sie hier.

Wittenberge: 1500 Meter Kupferkabel gestohlen - mehr als 100 000 Euro Schaden

Unbekannte Einbrecher haben in einem Bahnunternehmen in Wittenberge (Prignitz) 1500 Meter Kupferkabel und zwei Fahrzeuge gestohlen. Der Einbruch müsse sich am vergangenen Donnerstag oder Freitag ereignet haben, berichtete die Polizei am Sonntag. Der Schaden werde auf weit über 100 000 Euro geschätzt. Kriminaltechniker sicherten zahlreiche Spuren am Tatort. Die Ermittler riefen mögliche Zeugen auf, verdächtige Beobachtungen der Polizei zu melden.

Brandenburg/Havel: Zwei Mädchen bei Löschversuchen durch Rauchgas verletzt

Bei einem Brand auf einem Gartengrundstück in Brandenburg/Havel sind zwei Mädchen im Alter von 12 und 13 Jahren verletzt worden. Die beiden seien nach dem Brand am späten Samstagabend mit Rauchgasvergiftungen ins Krankenhaus gebracht worden, teilte die Polizei am Sonntag mit. Die Mädchen hätten zuvor versucht, ein Sofa vor einer leerstehenden Laube zu löschen, das aus noch ungeklärter Ursache in Brand geraten war.

Nach Angaben der Polizei wurde die Laube von Jugendlichen als Treffpunkt genutzt. Dort angetroffene Kinder hätten angegeben, dass sie das brennende Sofa vorgefunden und Löschversuche gestartet hätten. Das Feuer griff jedoch auf die Laube über, die vollständig niederbrannte. Durch die Hitze sei auch ein Schuppen auf einem Nachbargelände leicht beschädigt worden. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

( BM/dpa )