Blaulicht-Blog

Neukölln: Auto überschlägt sich - widersprüchliche Angaben

| Lesedauer: 9 Minuten

Foto: Pudwell

In unserem Blog finden Sie aktuelle Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Sonnabend, 29. Januar 2022.

Neukölln: Auto überschlägt sich mit Fahrer und Fahrgast

Am frühen Morgen verlor der Fahrer eines Renault auf der Karl-Marx-Straße in Neukölln die Kontrolle über sein Fahrzeug. Er fuhr damit gegen mehrere massive Poller und landete anschließend auf dem Dach. Der Mann soll als Uber-Fahrer unterwegs gewesen sein, gab dies gegenüber der Polizei aber nicht zu.

Zeugen hatten berichtet, dass unmittelbar nach dem Unfall eine Frau aus dem Wagen gestiegen und weggegangen sei, so die Polizei. Der 42 Jahre alte Fahrer sagte aus, ihm sei ein unbekanntes Fahrzeug entgegen gekommen, dem er habe ausweichen müssen. Andere Zeugen hätten das jedoch nicht bestätigen können. Der Fahrer habe laut Polizei zudem gesagt, die Frau sei seine Freundin, er könne nicht sagen, warum sie weggelaufen sei.

Die Frau kam wenig später. Sie stand unter Schock und musste behandelt werden. Den Beamten sagte sie, es habe sich um eine gewerbliche Fahrt gehandelt, die sie über eine App gebucht habe. Der Fahrer bestritt das jedoch. Ein Alkohol- und ein Drogentest verliefen negativ.

Kreuzberg: Polizei nimmt mutmaßliche Drogendealer fest

Zivile Einsatzkräfte der Polizei haben am Freitagabend in Kreuzberg zwei mutmaßliche Drogendealer auffliegen lassen. Der Polizei zufolge hatten die beiden Beamten kurz nach 21 Uhr in der Kohlfurter Straße zwei Männer bei einem mutmaßlichen Drogenverkauf beobachtet. Einer von ihnen saß in einem Auto, der zweite war zu Fuß unterwegs.

Weitere Einsatzkräfte überprüften den Fußgänger wenig später in der Adalbertstraße und fanden bei ihm Tütchen mit vermutetem Marihuana und eine dreistellige Bargeldsumme. Die Gegenstände wurden beschlagnahmt, der 23-Jährige nach einer Überprüfung wieder entlassen.

Der Autofahrer wurde in der Bergfriedstraße gestoppt. Er versuchte die Flucht zu Fuß, wurde aber festgenommen. Die Beamten fanden in dem Wagen Drogen, zwei Handys und eine vierstellige Bargeldsumme. Der Mittzwanziger hatte keinen Führerschein und offenbar seine eigene Ware konsumiert. Ein Bereitschaftsstaatsanwalt ordnete eine Durchsuchung der Wohnung des Mannes an.

Dort fanden die Beamtgen eine hohe fünfstellige Bargeldsumme, eine Feinwaage mit Kokainspuren, Händlernotizen sowie Verpackungmaterialien. Der 24-Jährige wurde festgenommen und sollte noch am Sonnabend einem Haftrichter vorgerführt werden.

Neukölln: Großeinsatz gegen Kriminalität

Mit fast 20 Fahrzeugen rückten Mitarbeiter verschiedener Behörden am Freitagabend in Neukölln an. Mehr als 80 Vetreter von Landeskriminalamt, Zoll, Ordnungsamt und Polizei waren im Einsatz. In einem Lokal am Britzer Damm bediente eine positiv auf Corona getestete Person und brach damit die Quarantänebestimmungen. Andere festgestellte Delikte der nächtlichen Aktion waren:

  • Steuerhehlerei
  • drei Verstöße gegen das Tabaksteuergesetz
  • Schwarzarbeit
  • mehrere Verstöße gegen die Spielverordnung
  • ein Verstoß gegen den Glücksspielstaatsvertrag
  • drei Verstöße bei der Kassenführung
  • ein Verstoß gegen die Abgabenordnung
  • etwa 20 Verstöße gegen die Infektionsschutzverordnung (u.a. Maskenverordnung, Testpflicht, Anwesenheitsdokumentation)

Ein Wettbüro wurde geschlossen, weil kein Verantwortlicher anwesend war.

Friedrichsfelde: Betrunkener schießt mit Schreckschusswaffe auf Autos

Ein Hundebesitzer schoss beim Gassigehen in der Gensinger Straße in Friedrichsfelde (Lichtenberg) mit einer Schreckschusspistole auf parkende Autos. Ein Zeuge meldete dies der Polizei und verfolgte den Mann. Der verschwand, begleitet von einem weiteren Mann, in einem Wohnhaus. Als die Polizei dort eintraf, hörte sie aus einer Wohnung einen weiteren Schuss. Noch ehe Einsatzkräfte vom SEK an Ort und Stelle waren, wollten die beiden Männer erneut losgehen. Dabei wurden sie im Hausflur vorläufig festgenommen. Der Schütze war alkoholisiert, verhielt sich jedoch gegenüber der Polizei kooperativ. Zwei PTB-Waffen in Koffern, 300 Patronen und zwei verbotene Messer wurden beschlagnahmt. Die Schüsse auf die Autos erklärte der Mann als ein Versehen beim Entladen. Mit dem Schuss aus dem Fenster der Wohnung wollte er seinen Kumpel beeindrucken. Der Mann wurde vor Ort aus den polizeilichen Maßnahmen entlassen.

Neukölln: Feuerwehr löscht brennendes Dämmmaterial

Kurz nach Mitternacht in der Nacht zum Sonnabend wurde die Berliner Feuerwehr in die Fritz-Erler-Allee 190 in Neukölln gerufen. Dort brannte Dämmmaterial genau an einer Fassade. Das Gebäude ist eingerüstet. Die Dämmstoffe wurden unmittelbar am Hochaus gelagert. Es bildeten sich giftige Rauchgase. Brandstiftung wird vermutet.

Mariendorf: Jugendliche überfallen Mobilfunkshop

Bei dem Raub mehrerer Mobiltelefone wurden ein Kunde und der Mitarbeiter verletzt. Zwei Jugendliche hatten das Geschäft am Mariendorfer Damm (Tempelhof) betreten und, während Verkäufer und Kunde miteinander redeten, zwei hochwertige Smartphones aus der Ausstellungswand gerissen. Als sie flüchten wollten, stellten sich der Verkäufer und der Kunde ihnen in den Weg. Die beiden Kriminellen griffen sie daraufhin an, unterstützt von vier Komplizen, die vor der Tür gewartet hatten. Alle sechs entkamen in Richtung Eisenacher Straße. Aber: Zeugen haben die Flucht gefilmt. Die Videoaufnahmen werden noch ausgewertet. Der Angestellte wurde leicht an der Lippe verletzt. Der Kunde kam mit Verletzungen am Arm und Rippen sowie wegen eines Schocks ins Krankenhaus.

Neukölln: Kinderwagen in Brand gesetzt

Am Sonnabendmorgen alarmierten Anwohner an der Karl-Marx-Straße in Neukölln die Feuerwehr. Aus dem Eingang eines Wohnhauses trat grauschwarzer Rauch aus. Die Feuerwehr brachte fünf Personen aus dem Haus, eine davon über eine Drehleiter. Der Brandherd - nach ersten Erkenntnissen ein im Flur abgestellter Kinderwagen - wurde gelöscht.

Köpenick: Fahrerin eines Elektro-Dreirads stößt mit Fahrradfahrer zusammen

Am Freitagnachmittag fuhr eine 84-Jährige mit einem Elektro-Dreirad auf der rechten Fahrbahn der Alten Kaulsdorfer Straße in Köpenick einen Fahrradfahrer um, der plötzlich vor ihr aufgetaucht war - weil er kurz davor vom Gehweg auf die Fahrbahn gefahren war. Der Fahrradfahrer stürzte und verletzte sich schwer. Er kam zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Die Seniorin blieb unverletzt.

Lichtenrade: Lieferfahrer erfasst Passanten beim Rückwärtsfahren

Am Freitagmittag erfasste ein 30-Jähriger beim Rückwärtsfahren mit seinem Lieferwagen auf dem Mariendorfer Damm in Lichtenrade (Tempelhof) einen Fußgänger. Der 80-Jährige stürzte und zog sich Verletzungen an Kopf und Bein zu. Rettungskräfte brachten ihn ins Krankenhaus.

Hellersdorf: Frau bei Verkehrsunfall schwer verletzt

Gegen 19 Uhr kam es am Freitag auf der Kreuzung Zossener Straße / Alte Hellersdorfer Straße zu einem Verkehrsunfall. dabei wurde eine Fußgängerin schwer verletzt. Ersten Angaben zufolge befuhr ein VW-Fahrer die Zossener Straße in Richtung Michendorfer Straße, als dieser mit einer Fußgängerin zusammenstieß. Nach Informationen der Polizei musste die Frau von einem Notarzt erstversorgt und anschließend in ein Krankenhaus transportiert werden. Am PKW entstand ein Schaden an der Windschutzscheibe. Die Polizei hat vor Ort die Ermittlungen aufgenommen.

Mitte: Radfahrer bei Unfall schwer verletzt

Ein Radfahrer in Moabit (Mitte) ist bei einem Unfall schwer verletzt worden. Wie die Polizei am Freitagmorgen mitteilte, fuhr der 33 Jahre alte Radfahrer am Donnerstagabend nach Zeugenaussagen ohne Licht auf einem Fahrradstreifen der Siemensstraße, als ein 26 Jahre alter Fahrer aus seinem Lastwagen aussteigen wollte, den Radfahrer übersah und ihn mit seiner Tür traf. Der Mann wich nach links auf die Straße aus und wurde dabei von einem 42 Jahre alten Autofahrer erfasst. Der Radfahrer erlitt Kopfverletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Die Ermittlungen hat das Fachkommissariat für Verkehrsdelikte der Polizeidirektion 2 (West) übernommen.

Pankow, Mitte und Reinickendorf: Menschen blockieren Straße

Aktivisten haben in Berlin zum dritten Mal in dieser Woche Straßen blockiert. Am Freitagvormittag gab es Protest-Aktionen in Pankow, Mitte und Reinickendorf. Autofahrer standen im Stau. Einen ausführlichen Artikel lesen Sie hier.

Potsdam: Handys im ICE gestohlen - Festnahme

Ein Mann hat am Freitag schlafende Reisende in einem ICE bestohlen. Wie die Bundespolizei am Nachmittag mitteilte, hatte ein Fahrgast gegen fünf Uhr zwischen den Bahnhöfen Brandenburg und Potsdam bemerkt, dass sein Smartphone entwendet worden war. Er habe daraufhin Reisende angesprochen, ob sie etwas bemerkt hätten. Gemeinsam mit einem weiteren Fahrgast, der zuvor einen jungen Mann in der Nähe des Sitzplatzes gesehen hatte, begab sich der 32-Jährige auf die Suche nach dem Tatverdächtigen.

Die Männer entdeckten den mutmaßlichen Dieb in einem anderen Wagen und stellten ihn zur Rede. Währenddessen wurde eine Frau wach, die feststellte, dass ihr Handy weg war. Die Reisenden fanden die Handys in unmittelbarer Nähe des Mannes innerhalb einer zusammengefalteten Zeitung. Sie hielten den 22-Jährigen daraufhin bis zum Halt des ICE am Potsdamer Hauptbahnhof fest und übergaben ihn der Bundespolizei. Es wurde ein Ermittlungsverfahren aufgrund des Verdachts des besonders schweren Diebstahls gegen den einschlägig polizeibekannten Mann eingeleitet.

( BM/dpa )