Blaulicht-Blog

Moabit: Autofahrer schleift Polizisten mit

| Lesedauer: 10 Minuten
Blaulichter leuchten auf dem Dach eines Polizeifahrzeugs.

Blaulichter leuchten auf dem Dach eines Polizeifahrzeugs.

Foto: dpa

In unserem Blog finden Sie aktuelle Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Donnerstag, 20. Januar 2022.

Moabit: Autofahrer schleift Polizisten mit

Ein Polizist ist am Mittwoch in Moabit (Mitte) von einem Auto einige Meter mitgeschleift worden. Wie die Behörde am Donnerstag mitteilte, wurde der Beamte leicht an der Hand verletzt. Zuvor hatten die zivilen Einsatzkräfte einen Renault-Fahrer gegen 16.30 Uhr an der Kreuzung Alt-Moabit / Gotzkowskystraße angehalten, weil er während der Fahrt telefoniert hatte.

Nachdem der 32-Jährige seinen Personalausweis und Führerschein ausgehändigt habe, seien er und sein Beifahrer nervös geworden. Plötzlich habe der Fahrer den Renault gestartet, während der Beifahrer hektisch versucht habe, die Beifahrertür zu schließen. Dabei sei der Polizist an der Hand verletzt worden. Noch mit geöffneter Beifahrertür sei der Wagen losgefahren. Der Polizist sei dabei mitgeschleift worden.

Die Polizisten nahmen die Verfolgung auf, verloren den rasenden Renault-Fahrer jedoch aus den Augen. Das Fluchtauto wurde wenig später verlassen in der Gotzkowskystraße entdeckt. Noch während Polizisten das Fahrzeug untersuchten, erschien der 29 Jahre alte Beifahrer, da er seine Geldbörse im Wagen liegengelassen hatte. Der Mann wurde vorläufig festgenommen und in einen Polizeigewahrsam gebracht. Nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung wurde er wieder entlassen. Gegen ihn wird nun wegen tätlichen Angriffs ermittelt. Der 32 Jahre alte Fahrer, gegen den ein Haftbefehl wegen eines Betäubungsmitteldeliktes vorliegt, konnte bisher nicht gefunden werden. Die Suche nach ihm und die Ermittlungen dauern an.

Prenzlauer Berg: Person unter Straßenbahn eingeklemmt

Bei einem Verkehrsunfall in Prenzlauer Berg ist ein Mensch unter eine Straßenbahn geraten und schwer verletzt worden. Das sagte ein Sprecher der Berliner Feuerwehr. Die Person sei am frühen Abend an der Landsberger Allee Ecke Storkower Straße unter der Straßenbahn eingeklemmt worden und später mit lebensbedrohlichen Verletzungen ins Krankenhaus gekommen, teilte die Feuerwehr auf Twitter mit. Zwei weitere Personen seien leicht verletzt worden. Einen ausführlichen Artikel lesen Sie hier.

Prenzlauer Berg: Altar einer Kirche brennt

In Prenzlauer Berg brannte der Altar einer Kirche in der Wisbyer Straße. Die Feuerwehr löschte das Feuer. 30 Einsatzkräfte waren vor Ort. Einen ausführlichen Artikel lesen Sie hier.

Friedrichshain: Polizisten stoppen Koks-Taxi

Die Polizei hat in Friedrichshain ein sogenanntes Koks-Taxi aus dem Verkehr gezogen und eine kleinere Menge Drogen beschlagnahmt. Streifenkräfte schöpften am Mittwochabend in der Richard-Sorge-Straße Verdacht, dass in dem Auto mit Drogen gehandelt wurde, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Zivilfahnder kontrollierten den 40 Jahre alten mutmaßlichen Käufer, nachdem dieser aus dem Wagen gestiegen war, und fanden bei ihm zwei Reagenzgefäße mit vermutlich Kokain darin.

Anschließend überprüften die Polizisten den Angaben zufolge den 48 Jahre alten Fahrer und sein Auto. Die Ermittler stellten rund 20 mit weißem Pulver gefüllte Laborgefäße, Bargeld in einem unteren vierstelligen Betrag, ein verbotenes Messer, Mobiltelefone, einen Wohnungsschlüssel sowie einen Schlüssel zu einem weiteren Auto sicher. In dem zweiten Wagen wurden rund zehn mit weißem Pulver gefüllte Reagenzgefäße entdeckt.

Auch die Wohnung und ein Lokal wurden durchsucht. Gefunden wurde dort allerdings nichts. In dem Lokal war der mutmaßliche Drogendealer als Besitzer eingetragen. Die Wohnung gehörte jemand anderem. Die Ermittlungen dauern an.

Kreuzberg: Mutmaßlicher Taschendieb verletzt Polizisten

Ein mutmaßlicher Taschendieb hat am Dienstag in Kreuzberg einen Polizisten im Gesicht verletzt. Der Beamte musste im Krankenhaus behandelt werden und trat dann vom Dienst ab. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, waren Zivilkräfte zuvor auf einen Streit zwischen zwei Männern aufmerksam geworden. Dazu kam es, weil einer der beiden sich an dem Rucksack des anderen zu schaffen gemacht haben soll.

Als ein ziviler Beamter die streitenden Männer voneinander trennte und sich mehrfach als Polizist zu erkennen gab, habe ein 20-Jähriger sich massiv gegen die Festnahme gewehrt. Er habe den Polizisten geschlagen, ihn getreten und den Kopf ins Gesicht gerammt. Der Beamte habe aus der Nase geblutet. Seine Kollegin habe den Begleiter des 20-Jährigen davon abhalten müssen, sich einzumischen. Mit Unterstützungskräften hätten sie es geschafft, den 20-Jährigen zu Boden zu bringen und festzunehmen. Er erlitt eine Beinverletzung. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo ihm auch Blut abgenommen wurde.

Der andere Mann, an dessen Rucksack sich der Festgenommene zu schaffen gemacht hatte, war inzwischen davongerannt. Videoaufzeichnungen des U-Bahnhofs wurden gesichert, die Ermittlungen gegen den 20-Jährigen wegen des Verdachts des versuchten Taschendiebstahls, des tätlichen Angriffs und des Widerstands dauern an.

Blankenfelde-Mahlow und Jühnsdorf: Razzia wegen Untreue-Verdacht

Wegen des Verdachts der Untreue haben Einsatzkräfte des Landeskriminalamts Berlin am Mittwoch gemeinsam mit Polizisten aus Brandenburg eine Wohnung in Blankenfelde-Mahlow sowie einen Geschäftsraum in Jühnsdorf durchsucht. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, wurde ein Vermögensarrest vollstreckt.

Der 38 Jahre alten Inhaberin wird vorgeworfen, zwischen Anfang 2019 und August 2020 einen Vermögenswert in einem hohen sechsstelligen Bereich eines mittlerweile verstorbenen Mannes, beziehungsweise dessen Hausverwaltung, veruntreut zu haben, hieß es. Bei der Durchsuchung fanden die Einsatzkräfte Beweismaterial und beschlagnahmten unter anderem zwei Fahrzeuge. Die Auswertung des Beweismaterials sowie die weiteren Ermittlungen dauern an.

Schöneberg: Radfahrerin am Innsbrucker Platz schwer verletzt

Eine Autofahrerin hat nach Polizeiangaben zwei Frauen in Schöneberg angefahren und schwer verletzt. Das Auto stieß am Mittwochnachmittag beim Wenden auf dem Innsbrucker Platz mit einer 48-jährigen Fußgängerin und einer 58 Jahre alten Radfahrerin zusammen, wie die Polizei mitteilte. Rettungskräfte brachten die Fußgängerin mit einer Beckenfraktur und die Radfahrerin mit einer schweren Kopfverletzung ins Krankenhaus. Die 47 Jahre alte Autofahrerin blieb unverletzt.

Kreuzberg: Imbissräuber schießt in den Verkaufsraum

Zwei Räuber sind gestern Abend in Kreuzberg bei ihrem Raubversuch in einem Imbiss kläglich gescheitert, wie die Polizei am Morgen meldete. Nach Angaben der 53 Jahre alten Imbissbetreiberin betraten die beiden maskierten Männer gegen 17.30 Uhr den Imbiss am Mehringplatz. Einer der beiden lief direkt zum Verkaufstresen, schrie die Frau an und forderte Geld, der zweite Mann blieb in der Tür des Geschäfts stehen und drohte mit einer Schusswaffe. Die Frau nahm daraufhin ein Küchenmesser in die Hand, was die Räuber zur sofortigen Flucht veranlasste. Der bewaffnete Kriminelle gab auf der Flucht noch einen Schuss in das Geschäft ab. Die 53-Jährige blieb unverletzt. Die Polizei sichtet derzeit Videoaufzeichnungen. Die Ermittlungen wegen versuchten schweren Raubes dauern an.

Friedrichshain: Feuer unter der Elsenbrücke

In Friedrichshain brannte es Mittwochnachmittag unter der Elsenbrücke, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Gegen 15.50 Uhr hatten Passanten brennenden Unrat im Bereich der Fußgänger-Unterführung bemerkt und Feuerwehr und Polizei verständigt. Die Feuerwehr löschte den Brand, durch den eine Betonwand der Brücke oberflächlich beschädigt wurde. Ein hinzugerufener Statiker stellte fest, dass der Brandschaden zu keiner Beeinträchtigung der Statik der Elsenbrücke geführt hat.

Wedding: Tankstellenräuber misshandeln Angestellten schwer

In der Nacht zu Donnerstag verschafften sich nach Polizeiangaben etwa sechs maskierte Männer gegen 3.10 Uhr über die Hintertür Zugang zu einer Tankstelle an der Seestraße in Wedding (Mitte). Die Eindringlinge schlugen nach Polizeiangaben den 27 Jahre alten Angestellten zu Boden. Als dieser am Boden lag, traten die Angreifer ihm dann mehrfach gegen den Kopf. Die Bande erbeutete Geld aus der Kasse und einen kleinen Tresor, den sie komplett in ein hinter der Tankstelle bereitgestelltes Auto luden. Anschließend entkamen die Räuber mit dem Fluchtfahrzeug. Mit Kopfverletzungen wurde der Überfallene in einem Krankenhaus ambulant behandelt.

Strausberg: Polizisten nehmen S-Bahn-Randalierer fest

In der zurückliegenden Nacht haben Bundespolizisten einen 18-Jährigen am S-Bahnhof Strausberg Stadt (Märkisch-Oderland) vorläufig festgenommen. Der Heranwachsende hatte dort in einer S-Bahn und auf dem Bahnsteig randaliert. Bereits kurz zuvor hatte ihn die Polizei Brandenburg wegen Sachbeschädigung angezeigt.

Der 18-Jährige hatte gegen 1.30 Uhr einen Unterstand am S-Bahnhof Fredersdorf beschädigt. Einsatzkräfte der Polizei Brandenburg stoppten ihn wenig später am S-Bahnhof Hegermühle Die Beamten leiteten ein Strafverfahren ein und stellten ein Messer, ein Butterflymesser sowie einen Nothammer bei dem 18-Jährigen sicher.

Zivilkräfte der Bundespolizei folgten dem 18-Jährigen im Anschluss an die polizeilichen Maßnahmen mit einer S-Bahn in Richtung Strausberg Stadt. Während der Fahrt entleerte er einen Feuerlöscher in der Bahn. Den Rest des Löschmittels versprühte er bei Ankunft in Straußberg Stadt auf dem Bahnsteig. Bei der anschließenden Festnahme fanden die Beamten einen weiteren Nothammer, den der 18-Jährige in der S-Bahn gestohlen hatte. Das versprühte Löschmittel beschädigte die Belüftung der Bremselektronik so stark, dass der Zug ausgesetzt werden musste.


Die Bundespolizei leitete Ermittlungsverfahren wegen Störung öffentlicher Betriebe, Missbrauchs von Nothilfemitteln, Diebstahls und Sachbeschädigung gegen den bereits polizeibekannten und unter Alkoholeinfluss (1,8 Promille Atemalkoholwert) stehenden 18-Jährigen ein.

Rheinsberg: Auto fährt Fahrradfahrerin an - 76-Jährige stirbt im Krankenhaus

Nachdem sie von einem Auto angefahren wurde, ist eine 76 Jahre alte Radfahrerin in Rheinsberg (Ostprignitz-Ruppin) im Krankenhaus an ihren Verletzungen gestorben. Der 82 Jahre alte Autofahrer kam schwer verletzt ins Krankenhaus, wie das Lagezentrum der Polizei in Potsdam mitteilte. Er war demnach am Mittwoch mit seinem Wagen in eine Sackgasse gefahren, wo er aus noch ungeklärter Ursache die Radlerin frontal erfasste. Danach fuhr er anscheinend ungebremst gegen eine Hauswand. Der genaue Unfallhergang muss noch geklärt werden.

( BM/dpa )