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Feuer in Kreuzberg: Feuerwehr im Großeinsatz

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Ein Feuerwehrmann im Einsatz. (Symbolbild)

Ein Feuerwehrmann im Einsatz. (Symbolbild)

Foto: Eibner-Pressefoto / picture alliance / Eibner-Pressefoto

In unserem Blog finden Sie aktuelle Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Mittwoch, 19. Januar 2022.

Feuer in Kreuzberg: Feuerwehr im Großeinsatz

An der Reichenberger Straße in Kreuzberg ist am Mittwochnachmittag im ersten Stock eines fünfgeschossigen Gebäudes ein Feuer ausgebrochen. Bei dem Gebäude handelt es sich laut Angaben eines Feuerwehrsprechers um eine Pflegeeinrichtung, in der auch mobilitätseingeschränkte Personen untergebracht sind. Das Feuer konnte von den Einsatzkräften gelöscht werden. Am Nachmittag sichteten die Rettungskräfte die Bewohner der Einrichtung. Ob es Verletzte gibt, war zunächst unklar. 110 Feuerwehrleute seien im Einsatz gewesen, wie ein weiterer Sprecher sagte. Die Alarmierung erfolgte demnach um 13.41 Uhr. Hinweise zur Brandursache lagen zunächst nicht vor.

Friedrichshain: Explosion zerstört Fensterscheiben - SEK überwältigt polizeibekannten Täter

Ein Streit unter Nachbarn ist in der Nacht zu Mittwoch in Friedrichshain eskaliert. Einer der beiden Männer legte dem anderen einen illegalen Feuerwerkskörper auf das Fensterbrett seiner Wohnung an der Kochhannstraße und zündete den Böller. Bei der Explosion barsten die Fensterscheiben, Splitter flogen in die Wohnung, in der sich der Nachbar aufhielt, sowie auf den Gehweg. Anwohner wählten daraufhin den Notruf.

Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an und riegelte die Straße ab, da unklar war, ob der Täter noch weiteren Sprengstoff dabei hatte. Nach Informationen der Morgenpost soll der Täter bei der Polizei kein Unbekannter sein. Aus diesem Grund wurde ein Spezialeinsatzkommando (SEK) alarmiert. Die Beamten stürmten die Wohnung des Tatverdächtigen und überwältigten den Mann. Er wurde festgenommen. Verletzt wurde niemand.

Ob noch weitere Sprengkörper bzw. "Polenböller" sichergestellt wurden, ist nicht bekannt. Ein Fachkommissariat der Polizei ermittelt. Dem Tatverdächtigen erwarten nun mehrere Anzeigen, unter anderem herbeiführen einer Sprengstoffexplosion und versuchte schwere Körperverletzung.

Oranienburg: Falscher Polizist erwischt

Polizeibeamte haben einem falschen Kollegen in Oranienburg Uniform und „Dienstwaffe“ abgenommen. Der Zwanzigjährige sei am späten Dienstagabend in einer Polizeiuniform ohne Hoheitszeichen über den Schloßplatz gelaufen, teilte die Polizei mit. Kurz zuvor soll er sich an einem Imbiss als Polizist aus dem Landkreis Oberhavel ausgegeben haben. Die Beamten beschlagnahmten die Montur sowie eine Schreckschusswaffe, die sie in seinem Rucksack gefunden hatten, inklusive Munition und kleinem Waffenschein. Nach den Angaben vom Mittwoch wird nun wegen Amtsanmaßung gegen ihn ermittelt.

Berlin: Mehrere Festnahmen nach "Enkeltrick"-Betrug


Eine polnische Betrügerbande soll in mindestens 17 Fällen alte Menschen in Deutschland mit dem sogenannten Enkeltrick um erspartes Geld gebracht haben. Am Dienstag schlug ein Spezialeinsatzkommando der Polizei in Polen zu und verhaftete drei Verdächtige in der Stadt Lodz, wie die Staatsanwaltschaft Berlin am Mittwoch mitteilte.

Die beiden Männer und eine Frau wurden auf frischer Tat ertappt. Die Polizei drang in ihre Wohnung ein, während sie mit einem 90-jährigen Mann in Garbsen in Niedersachsen telefonierten und ihm vorlogen, sein Sohn sei lebensgefährlich an Corona erkrankt und er müsse 27.500 Euro für ein Medikament aus der Schweiz bezahlen.

In der Wohnung fand die Polizei umfangreiches Beweismaterial, darunter Laptops, Handys, Schmuck und viel Bargeld. Gleichzeitig verhaftete die Polizei Konstanz zwei weitere Verdächtige im Alter von 21 und 71 Jahren an einem Grenzübergang von Baden-Württemberg zur Schweiz.

Die Polizei ordnete der Bande bisher 17 Taten mit einem Schaden von etwa 120.000 Euro in Berlin, Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Niedersachsen zu. Die Auswertung der sichergestellten Beweise könnten zur Aufklärung zahlreicher weiterer Enkeltricktaten in Deutschland und anderen europäischen Ländern führen.

An den Ermittlungen waren neben dem Berliner LKA auch die Polizei in Lodz, Neuss, Hannover, Konstanz, Zürich, die Staatsanwaltschaft Düsseldorf sowie Europol beteiligt.

Marzahn: Zivilfahnder nehmen Räuber fest

Gestern Abend haben Zivilfahnder einen mutmaßlichen Räuber in Marzahn festgenommen. Das teilte die Polizei mit. Gegen 20.20 Uhr wurde der 19-jährige in der Ahrensfelder Chaussee aufgespürt. Vorangegangen waren Ermittlungen eines Raubkommissariats mit der Staatsanwaltschaft Berlin, die seit Anfang Januar 2022 zu einer Serie von mehreren Raubtaten auf eine Tankstelle in Marzahn liefen.

Mit einem durch die Staatsanwaltschaft Berlin erwirkten Durchsuchungsbeschluss suchten die Beamten die Wohnung des Festgenommen auf. Sie beschlagnahmten Beweismittel, deren Auswertung noch andauert. Anschließend wurde der Festgenommene dem Raubkommissariat überstellt. Die Staatsanwaltschaft Berlin bereitet aktuell die Vorstellung des Mannes bei einem Ermittlungsrichter vor. Zwei Raubtaten in einer Tankstelle, bei dem der nun Festgenommene mit einem Messer drohend Geld erbeutet haben soll, werden ihm zur Last gelegt. Die Staatsanwaltschaft Berlin hat Haftbefehl wegen schweren Raubes beantragt.

Charlottenburg: Mann brüllt Nazi-Parolen

Die Bundespolizei hat nach eigenen Angaben am Dienstagabend einen Mann vorläufig festgenommen, der verfassungswidrige Gesten gezeigt und Parolen gegrölt hatte. Die Staatsanwaltschaft Berlin suchte ihn schon wegen eines ähnlichen Delikts per Haftbefehl.


Gegen 18 Uhr sprachen Mitarbeiter der DB-Sicherheit den Mann im Bahnhof Zoologischer Garten an, weil er sich ohne Mund-Nasen-Schutz im Bahnhof aufhielt. Daraufhin streckte der Mann seinen rechten Arm zum sogenannten "Deutschen Gruß" aus und rief verschiedene verfassungsfeindliche Parolen. Bundespolizisten nahmen den 57-jährigen stark alkoholisierten Mann
(2,3 Promille Atemalkoholgehalt) vorläufig fest und leiteten Strafverfahren wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ein.

Sie ermittelten auch, dass die Staatsanwaltschaft Berlin seit November vergangenen Jahres in zwei Fällen nach ihm suchte. Im Mai und Juni 2020 verurteilte ihn das Amtsgericht Tiergarten wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger
Organisationen sowie Diebstahls zu1.600 Euro Geldstrafe oder
ersatzweise 190 Tagen Freiheitsstrafe. Dem Mann war es
nicht möglich, die geforderten Geldstrafen zu zahlen. Nach Rücksprache mit der zuständigen Stelle blieb der 57-Jährige aufgrund der aktuellen Bestimmungen hinsichtlich der derzeitigen Coronalage auf freiem Fuß.

Lichtenberg: Brandserie steht vor der Aufklärung

Eine Brandserie in Lichtenberg von insgesamt elf Taten steht nach Angaben der Polizei unmittelbar vor der Aufklärung. In der Zeit zwischen dem 5. und 7. Januar 2022 wurden im Bereich nördlich der Frankfurter Allee elf Brände angezeigt, bei denen in den Nacht- und Morgenstunden unter anderem fünf Müllcontainer, zwei Abdeckplanen von Motorrollern und der Inhalt eines Bauschuttcontainers in Brand gesetzt wurden.

Ermittlungen eines Brandkommissariats des Landeskriminalamtes führten auf die Spur eines wegen mehrerer Brandtaten bekannten Jugendlichen im Alter von 16 Jahren. Der Tatverdächtige befindet sich bereits seit dem 7. Januar 2022 wegen einer am 18. Mai 2021 an einem Gebäude begangenen Brandstiftung in einer Jugendstrafanstalt, wo er von den Ermittlerinnen und Ermittlern aufgesucht wurde und der Tatverdacht sich gegen ihn erhärtete. Die Ermittlungen zum Tatkomplex dauern an.

A113: Smart-Fahrer überlebt Horror-Unfall schwer verletzt

Am Dienstag gegen 22.20 Uhr verlor der 21 Jahre alte Fahrer eines Smart auf der A113 in Baumschulenweg (Treptow-Köpenick) aus bisher ungeklärter Ursache zwischen Anschlussstelle Späthstraße und Abfahrt Johannisthaler Chaussee die Kontrolle über seinen Kleinwagen. Er krachte in beide Leitplanken und überschlug sich mehrfach. Das Trümmerfeld erstreckte sich auf über 200 Meter. Der Fahrer konnte aus dem Wrack befreit werden und wurde durch alarmierte Rettungssanitäter und einen Notarzt erstversorgt. Nach rund 30 Minuten war der Fahrer stabilisiert und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Die Unfallstelle wurde dokumentiert und vermessen. Für diesen Zeitraum blieb die A113 Höhe Johannisthaler Chaussee gesperrt. Der Verkehr wurde abgeleitet.

Lichtenberg: Jugendliche brechen in Backshop ein

Zwei Jugendliche im Alter von 14 und 16 Jahren wurden in der Nacht zu Mittwoch in Lichtenberg festgenommen. Zwei Zeugen hatten die beiden und einen weiteren unbekannt gebliebenen Tatverdächtigen gegen 22.20 Uhr im U-Bahnhof Frankfurter Allee gesehen. Dort sollen sie in einen Backshop eingebrochen sein und Getränke aus den Auslagen entwendet haben. Die Zeugen sprachen die drei an, daraufhin flüchteten diese. Die Zeugen konnten den jungen Männern jedoch einen Rucksack und eine Tüte samt der Beute entreißen, wie die Polizei mitteilte. Daraufhin konnten alarmierte Einsatzkräfte zwei der Jugendlichen wenig später im Bahnhof festnehmen. Nach Feststellung Ihrer Identitäten wurden die beiden in Absprache mit ihren Erziehungsberechtigten entlassen.

Mitte: Transporter brennt aus

Feuerwehr und Polizei wurden in der Nacht zu Mittwoch zu einem brennenden Fahrzeug in Mitte alarmiert. Dies teilte die Polizei am Morgen mit. Demnach bemerkte ein Anwohner der Rochstraße gegen 2.30 Uhr den in Flammen stehenden Opel-Transporter, der auf einem Parkplatz geparkt war. Die Einsatzkräfte löschten das Fahrzeug, jedoch wurden zwei weitere Fahrzeuge, ein Opel und ein Hyundai, durch die Flammen beschädigt. Es besteht der Verdacht der Brandstiftung.

Baumschulenweg: Kleintransporter brennt lichterloh

Gegen 20.40 Uhr stand am Dienstagabend auch auf der Südostalleebrücke in Baumschulenweg (Treptow-Köpenick) ein Kleintransporter lichterloh in Flammen. Die Berliner Feuerwehr konnte trotz ihres raschen Eintreffens ein Ausbrennen nicht mehr verhindern. Laut Informationen von vor Ort wird gegenwärtig von Brandstiftung ausgegangen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen.

Müggelheim: 18-Jähriger beim Autoreparieren unter Wagen eingeklemmt

Ein 18-Jähriger ist in Müggelheim (Treptow-Köpenick) beim Reparieren eines Autos unter dem Fahrzeug eingeklemmt und verletzt worden. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Die Feuerwehr habe den jungen Mann am Dienstagabend befreit, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Nach ersten Erkenntnissen sei der Wagenheber in der Garage weggerutscht. Weitere Details zum dem Vorfall im Bezirk Treptow-Köpenick lagen zunächst nicht vor.

Hellersdorf: Jugendliche festgenommen - Verdacht der Brandstiftung

Wegen des Verdachts der Brandstiftung nahmen Zivilkräfte der Polizei in der Nacht zu Mittwoch eine 17-Jährige und einen 18-Jährigen in Hellersdorf fest. Ersten Informationen zufolge hatte erst gegen 1.10 Uhr ein Müllcontainer in der Alten Hellersdorfer Straße und dann gegen 1.15 Uhr ein weiterer am Cottbusser Platz gebrannt. Brandbekämpfer der Feuerwehr löschten die Brände. Die Fahnderin und der Fahnder konnten die Tatverdächtigen in unmittelbarer Nähe zu den Bränden festnehmen, teilte die Polizei Berlin mit. Beide seien nach erkennungsdienstlichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Die weiteren Ermittlungen führe ein Brandkommissariat beim Landeskriminalamt.

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( BM/dpa )