Zeugen gesucht

S-Bahn: Frau reizende Flüssigkeit ins Gesicht gespritzt

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Foto: Maurizio Gambarini / FUNKE Foto Services

Ein Jugendlicher spritzte einer Frau in einer S-Bahn eine reizende Flüssigkeit ins Gesicht. Die 21-Jährige wurde leicht verletzt.

Berlin. Nachdem einer Frau eine reizende Flüssigkeit ins Gesicht gespritzt worden ist, sucht die Bundespolizei nach Zeugen. Wie die Behörde mitteilte, ereignete sich der Vorfall am S-Bahnhof Lichterfelde West in der Nacht zu Sonntag (16. Januar). Als die 21-Jährige gegen 0.45 Uhr in die S1 stieg, seien ihr zwei Jugendliche entgegengekommen. Vollkommen unvermittelt habe einer der beiden ihr im Vorbeigehen aus einer hellen Spielzeugpistole eine Flüssigkeit ins Gesicht gespritzt. Danach stieg das Duo aus der S-Bahn aus.

In der S-Bahn verspürte die junge Frau ein starkes Brennen in den Augen und im Gesicht. Im S-Bahnhof Schöneberg sprach sie Bahn-Mitarbeiter auf den Vorfall an und bat um Hilfe. Rettungskräfte versorgten die 21-Jährige. Die Rötungen und Schwellungen im Gesicht der jungen Frau deuteten nach Einschätzung der Sanitäter auf den Einsatz eines Pfeffersprays hin, hieß es von der Bundespolizei.

Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung

Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung gegen Unbekannt ein. Laut Angaben der 21-Jährigen hatte der augenscheinlich jugendliche Angreifer blonde Haare und trug eine schwarze Jacke der Marke "The North Face".

Zeugen, die sachdienliche Angaben zur Tat oder den beobachteten Jugendlichen machen können, werden gebeten, sich bei der Bundespolizei zu melden. Hinweise nimmt die Bundespolizei rund um die Uhr unter der Rufnummer 030/2977790 sowie der kostenlosen Servicenummer 0800/6 888 000 entgegen. Darüber hinaus kann auch jede andere Polizeidienststelle kontaktiert werden.

Vorfall erinnert an Taten aus den vergangenen Jahren

Der Vorfall vom Wochenende am S-Bahnhof Lichterfelde West erinnert an Taten aus vorangegangen Jahren. Im Dezember 2016 begann eine mysteriöse Serie, als in einer Nacht mehrere junge Frauen von einem vorbeifahrenden Radfahrer mit einer Flüssigkeit aus einer Wasserpistole bespritzt und im Gesicht getroffen wurden. Weitere Fälle ereigneten sich Anfang 2017. Alle Frauen mussten sich nach der Attacke in Behandlung begeben. Möglicherweise könnte es sich um Schwefel- oder Batteriesäure gehandelt haben, hieß es von der Feuerwehr. Die Berliner Polizei veröffentlichte damals eine Personenbeschreibung eines Mannes. Doch die Fahndung blieb ohne Erfolg.

( BM/JP )