Brandstiftung

Sechs Autos brennen in Prenzlauer Berg

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Sechs Autos wurden an der Hanns-Eisler-Straße beschädigt. 

Sechs Autos wurden an der Hanns-Eisler-Straße beschädigt. 

Foto: Thomas Peise

Nicht nur in Prenzlauer Berg, auch in Moabit wurden Fahrzeuge angezündet. Meist stecken unpolitische „Feuerteufel“ dahinter.

Berlin. In Prenzlauer Berg hat ein Feuer in der Nacht zu Sonnabend insgesamt sechs Autos beschädigt. Ersten Erkenntnissen zufolge handelte es sich bei dem Feuer auf einem Parkplatz an der Hanns-Eisler-Straße vermutlich um Brandstiftung. Laut Polizei brannten zwei Autos komplett aus. Vier nebenstehende Fahrzeuge seien durch die Flammen erheblich beschädigt worden.

Die genaue Höhe des entstandenen Sachschadens war zunächst noch unbekannt. Ein Brandkommissariat des polizeilichen Landeskriminalamtes nahm die Ermittlungen auf.

Fahrzeuge brannten auch im Ortsteil Moabit. Wie die Polizei mitteilte, bemerkten Einsatzkräfte am Freitag um kurz vor vier Uhr nachmittags in der Siemensstraße Flammen im Innenraum eines Mercedes-Kleintransporters. Die Beamten verständigten unmittelbar die Feuerwehr.

Autos brennen in Prenzlauer Berg: Das Feuer konnte schnell gelöscht werden

Der Brand wurde durch die Brandbekämpfer rechtzeitig gelöscht, sodass die Flammen nicht auf weitere Autos übergreifen konnten. Wegen der Löscharbeiten war die Siemensstraße zwischen der Waldstraße und Emdener Straße für knapp eine Stunde gesperrt.

Angezündete Fahrzeuge halten die Polizei bereits seit vielen Jahren in Atem. Erst vor wenigen Tagen hatte die Behörde brennende Autos in Neukölln und Marzahn-Hellersdorf registriert.

Am Wochenende zum neuen Jahr kam es in der Hauptstadt zu einer regelrechten Brandserie. Mehrere Fahrzeuge brannten etwa in Spandau, Tempelhof-Schöneberg, Mitte, Reinickendorf und Neukölln. Allein in der Silvesternacht wurden 13 Autos in Brand gesteckt. In allen Fällen wurde niemand verletzt.

Rund 400 Brandstiftungen an Autos im vergangen Jahr

Im gesamten Jahr 2021 registrierte die Polizei rund 400 Fälle von Brandstiftungen an Autos. Weil dabei mitunter mehrere Autos angezündet wurden und umherstehende Wagen in Mitleidenschaft gezogen wurden, lag die Zahl der in Folge von Brandstiftungen beschädigten oder zerstörten Fahrzeugen mit rund 680 sogar noch deutlich höher.

76 Brandstiftungen wurden von der Polizei als politisch motiviert kategorisiert, etwa weil die Art der Tatbegehung oder ein Bekennerschreiben im Internet auf eine politische Motivation schließen ließen. Die übrigen Brandstiftungen wurden zum Beispiel von Versicherungsbetrügern begangen oder es handelte sich um persönliche Racheakte.

Die meisten Taten gehen nach Erkenntnissen der Polizei allerdings auf das Konto sogenannter „Feuerteufel“, also von unpolitischen Einzeltätern mit psychischen Auffälligkeiten, die sich ihre Ziele eher willkürlich aussuchen. Ermittler berichten, dass die Zahl der Brandstiftungen in Folge der Corona-Pandemie gestiegen sei. Für manche der Täter fungiere eine Brandstiftung offenbar „wie ein Ventil“.