Blaulicht-Blog

Neukölln: Polizei kontrolliert Lokale, Friseure und Verkehr

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Polizeiauto mit Blaulicht.

Polizeiauto mit Blaulicht.

Foto: dpa

In unserem Blog finden Sie aktuelle Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Freitag, 7. Januar 2022.

Neukölln: Polizei kontrolliert Lokale, Friseure und Verkehr - zahlreiche Verstöße

Die Polizei Berlin hat bei Lokalkontrollen in Neukölln am Freitag zahlreiche Verstöße festgestellt. Die Kontrollen begannen um 10 Uhr und sollten noch bis 1 Uhr fortgeführt werden. Einer Zwischenbilanz vom Nachmittag zufolge wurden bis dahin zehn Lokale und Friseure überprüft. Dabei seien insgesamt elf gewerberechtliche Straftaten und Ordnungswidrigkeiten festgestellt worden.

So seien am Britzer Damm und an der Silbersteinstraße gleich gegen 10 Uhr in zwei Barbershops unter anderem vier Strafermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen die Gewerbeordnung und wegen Schwarzarbeit eingeleitet worden. In der Flughafenstraße habe ein Barbershop wegen gewerberechtlicher Verstöße schließen müssen. Zehn weitere Verfahren leiteten die Beamten ein, weil Gäste in den Geschäften keine Masken bei sich hatten.

Daneben wurde auch der Verkehr an der Hermannstraße kontrolliert. Hier ahndeten die Ordnungskräfte 25 Ordnungswidrigkeiten und zwei Straftaten wegen Trunkenheit im Straßenverkehr und Fahrens ohne Fahrerlaubnis.

Damit nicht genug: In den U-Bahnlinien U7 und U8 wurden 33 Fahrgäste zur Rechenschaft gezogen, weil sie keine Masken bei sich hatten. Unterstützt werden die Einsatzkräfte von Mitarbeitenden des Finanzamtes Friedrichshain und der Senatsverwaltung für Wirtschaft Energie und Betriebe.

Brandenburg/Havel: Aus JVA geflohener Häftling in Berlin gefasst

Drei Tage nach seiner Flucht aus dem offenen Vollzug der Justizvollzugsanstalt Brandenburg/Havel hat die Polizei einen Strafgefangenen wieder gefasst. Der 40-Jährige sei am Donnerstagabend von der Bundespolizei in Berlin festgenommen worden, teilte das Brandenburger Justizministerium mit. Er wurde in ein Berliner Gefängnis gebracht.

Der 40-Jährige muss nach Angaben des Ministeriums bis Mai 2022 wegen Diebstahls zwei Ersatzfreiheitsstrafen mit einer Gesamtdauer von 150 Tagen verbüßen. Ersatzfreiheitsfreiheitsstrafen werden vollstreckt, wenn Geldstrafen nicht bezahlt werden. Im offenen Vollzug sollen Gefangene auf ein Leben in Freiheit vorbereitet werden. Dabei gibt es keine oder nur verminderte Maßnahmen gegen eine Flucht.

Spandau: Feuerwehr rettet sechs Personen aus brennendem Blumenladen

Bei einem Feuer im Spandauer Ortsteil Hakenfelde hat die Berliner Feuerwehr sechs Personen aus einem brennenden Blumenladen gerettet. Wie die Feuerwehr bei Twitter mitteilte, ereignete sich der Brand in der Streitstraße. Die sechs Personen wurden mit Fluchthauben in Sicherheit gebracht. Insgesamt wurden 11 Personen des Hauses in einem Bus der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) betreut. Verletzt wurde niemand. Die Feuerwehr war mit 30 Einsatzkräften vor Ort. Die Streitstraße war zwischenzeitlich vollgesperrt. Die Sperrung wurde gegen 8.45 Uhr aufgehoben.

Gesundbrunnen: Diebe stehlen acht Autos aus Geschäft

Dreiste Autodiebe haben bei einem Einbruch gleich acht Autos entwendet. Der Polizei zufolge waren die Täter in der Nacht zu Freitag in Autohandel an der Koloniestraße in Gesundbrunnen eingebrochen. Ein Mitarbeiter bemerkte laut Polizei am Morgen gegen 5 Uhr eine "ungewöhnlich leere Ausstellungsfläche" im benachbarten Gebäude und eine aufgebrochene Zugangstür. Es handelte sich um Gebrauchtwagen. Die Fahndung war teils erfolgreich. Vier der Fahrzeuge wurden an einer Straße in Gesundbrunnen gefunden, wo sie abgestellt worden waren.

Spremberg: „Reichsdeutscher“ ohne Kennzeichen unterwegs

Bei einer Verkehrskontrolle in Spremberg (Landkreis Spree-Neiße) haben Polizisten einen Mann mit Gewalt aus seinem Auto geholt, der sich selbst als „Reichsdeutscher“ bezeichnet und jede Kooperation verweigert haben soll. Die Beamten seien auf den Mann aufmerksam geworden, weil an seinem Auto die erforderlichen Kennzeichen gefehlt hätten, teilte die Polizei am Freitag mit. Bei der Verkehrskontrolle am Donnerstagvormittag habe der Mann sich im Auto eingeschlossen, Scheindokumente eines „Deutschen Reiches“ vorgezeigt und die weitere Kommunikation verweigert.

Die Polizisten hätten daraufhin den Mann aus dem Auto gezerrt und dabei auch Pfefferspray eingesetzt, hieß es am Freitag. Rettungskräfte brachten ihn demnach zur Behandlung seiner Augenreizung in ein Krankenhaus. Gegen den 42-Jährigen wird nun wegen Fahrens ohne Haftpflichtversicherung, des Verstoßes gegen die Abgabenordnung sowie wegen Widerstands gegen Polizeibeamte ermittelt.

Für beispielsweise die Rückfrage, ob der Mann der „Reichsbürger“-Szene zuzuordnen sei, war die Polizei zunächst nicht zu erreichen. Sogenannte Reichsbürger leugnen die Existenz der Bundesrepublik Deutschland und lehnen ihr Rechtssystem ab. Das Bundesamt für Verfassungsschutz stuft die Szene als waffenaffin sowie in Teilen als rechtsextrem ein und geht bundesweit von rund 20.000 Anhängern aus.

Neukölln: Mann an Waschstraße heftig attackiert

Bei einem Überfall an einer Waschstraße am Donnerstagnachmittag in Neukölln wurde ein Mann schwer verletzt. Nach den bisherigen Erkenntnissen befand sich ein 33-Jähriger gegen 17.30 Uhr im Wagen eines Begleiters auf dem Gelände einer Tankstelle in der Karl-Marx-Straße. Plötzlich traten drei Unbekannte an das Fahrzeug und forderten die Insassen zum Aussteigen und zur Herausgabe von Geld auf. Da die beiden dies verweigerten, schlug das Trio mit einer Waschbürste gegen das Auto und riss die Kennzeichen ab.

Die zwei Männer im Auto fuhren durch die Waschstraße und wurden am Ende erneut erwartet. Als der 33 Jahre alte Beifahrer ausstieg, wurde er attackiert, geschlagen, getreten und mutmaßlich mit einem Messer verletzt. Erneut wurde Geld gefordert, bevor sich der Attackierte losreißen konnte und bei einem anderen Autofahrer um Hilfe bat. Dieser alarmierte Polizei und Feuerwehr. Der Verletzte kam mit Blessuren am Kopf, einem Armbruch sowie Stichverletzungen am Bein zur stationären Versorgung in eine Klinik. Wegen der Behandlung konnte er zunächst nicht weiter befragt werden. Die Angreifer flüchteten unerkannt, auch der Begleiter des 33-Jährigen entfernte sich mit seinem Auto. Die Kriminalpolizei ermittelt, insbesondere zu den Hintergründen der Tat.

Spandau: Infostele am Mahnmal für die Opfer der Shoah beschädigt

Vermutlich durch Steinwürfe oder Hammerschläge wurden die Scheiben der Infostele des Mahnmals für die zerstörte Spandauer Synagoge und die Spandauer Opfer der Shoah an der Sternbergpromenade in Spandau schwer beschädigt. „Offensichtlich sollten die Scheiben zerstört werden. Der Gedanke an eine antisemitisch motivierte Tat liegt nahe“, so Gudrun O’Daniel-Elmen, Beauftragte für Erinnerungskultur im Evangelischen Kirchenkreis Spandau. Sie entdeckte die Beschädigung am Mittwochmittag und hat Strafanzeige gestellt. Das Bezirksamt Spandau ist informiert und wird versuchen, den Schaden möglichst schnell zu beseitigen. Das Mahnmal an der Sternbergpromenade (bis 2016 Lindenufer) wurde 1989 errichtet und erinnert an die Spandauer Synagoge. Sie stand am Lindenufer / Ecke Kammerstraße und wurde in der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 durch Brandstiftung zerstört.

Neukölln: Mini-Fahrerin stößt mit Motorradfahrer zusammen

In der Nacht zu Freitag stieß gegen 22.50 Uhr die Fahrerin eines Mini auf der Flughafenstraße Ecke Reuterstraße in Neukölln mit dem Fahrer einer Cross-Maschine zusammen. Der 55 Jahre alte Motorradfahrer stürzte bei dem Zusammenprall von der Maschine und blieb verletzt liegen. Wie die Polizei mitteilte, sei die 26 Jahre alte Autofahrerin in Richtung Karl-Marx-Straße unterwegs gewesen. An der Kreuzung zur Reuterstraße habe sie zunächst links geblinkt. Der Motorradfahrer, der hinter ihr fuhr, wollte sie daraufhin rechts überholen. Die Mini-Fahrerin habe sich jedoch plötzlich umentschieden und habe das Lenkrad nach rechts eingeschlagen, wodurch es zu der Kollision kam.

Zeugen alarmierten die Berliner Feuerwehr, die Feuerwehr die Berliner Polizei zur Unterstützung. Der 55-Jährige klagte über Rückenschmerzen und wurde deshalb vorsichtshalber in ein Krankenhaus gebracht.

Die Polizei bemerkte bei der Unfallaufnahme Alkoholgeruch im Atem der Autofahrerin. Die Atemalkoholkontrolle ergab 1 Promille. Die Ermittlungen dauern an.

Friedrichshain: VW-Caddy geht in Flammen auf

Am frühen Freitagmorgen gegen 0.40 Uhr stand ein VW-Caddy an der Helsingforser Straße / Helsingforser Platz in Friedrichshain in Flammen. Die Feuerwehr löschte das Fahrzeug und konnte ein Übergreifen auf einen weiteren Pkw verhindern. Der gesamte Bereich um den Pkw roch stark nach Benzin. Ein Fachkommissariat der Berliner Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Brandstiftung. An dem VW entstand erheblicher Schaden.

Friedrichshain: Motorroller brennt

Auch in der Holteistraße in Friedrichshain brannte ein Fahrzeug. Gegen 2 Uhr löschten Beamte einer Einsatzhundertschaft die brennende Plane und Teile eines Motorrollers. Die Feuerwehr musste nicht mehr eingreifen. Es wird von Brandstiftung ausgegangen. Ein Fachkommissariat der Berliner Polizei ermittelt.

Reinickendorf: Vermisste 15-Jährige wohlbehalten aufgefunden

Die Berliner Polizei hat die als vermisst gemeldete 15-Jährige aus Sachsen-Anhalt aufgefunden. Die Vermisste konnte nach einem telefonischen Hinweis in den frühen Morgenstunden wohlbehalten in einer Reinickendorfer Wohnung angetroffen werden, teilte die Polizei Berlin am Freitagmorgen mit. Sie befinde sich zurzeit in polizeilicher Obhut.

Die Jugendliche galt seit Juni 2021 als vermisst. Die Familie des Mädchens hatte die Polizei bereits vor einiger Zeit verständigt, aber war erst jetzt für eine Öffentlichkeitsfahndung. Am Mittwoch hatten die Berliner Ermittler Bilder der jungen Frau veröffentlicht und die Bevölkerung um Hilfe bei der Suche nach der Vermissten gebeten. Vermisste 15-Jährige aufgefunden - Hier geht es zum Artikel.

Frankfurt (Oder): In Berlin und Görlitz gesuchter Dieb gefasst

Bundespolizisten nahmen am Donnerstagnachmittag einen mit zwei Haftbefehlen gesuchten Mann an der Stadtbrücke in Frankfurt (Oder) fest. Gegen 16.30 Uhr kontrollierten Beamte der Bundespolizei einen 35 Jahre alten Insassen eines Pkw am ehemaligen Grenzübergang Stadtbrücke. Die Überprüfung ergab, dass die Staatsanwaltschaften Berlin und Görlitz per Haftbefehl nach ihm suchten. Wegen Diebstahls mit Waffen, Banden- und Wohnungseinbruchdiebstahl hatte ihn das Amtsgericht Tiergarten im Oktober 2018 zu sieben Monaten und ein Jahr später das Amtsgericht Görlitz zu acht Monaten Haft verurteilt. Zum Antritt seiner Restfreiheitsstrafe von insgesamt neun Monaten brachten die Beamten den Mann in eine Brandenburger Justizvollzugsanstalt.

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( BM/dpa )