Blaulicht-Blog

Mehrere Chanukka-Leuchter in Berlin beschädigt

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Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts antisemitisch motivierter Sachbeschädigungen.

Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts antisemitisch motivierter Sachbeschädigungen.

In unserem Blog finden Sie aktuelle Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Donnerstag, 9. Dezember 2021.

Mehrere Chanukka-Leuchter in Berlin beschädigt

Insgesamt drei Chanukka-Leichter sind in den vergangenen Tagen in Berlin beschädigt worden. Wie die Polizei mitteilte, ermittelt in den Fällen der Polizeiliche Staatsschutz wegen des Verdachts antisemitisch motivierter Sachbeschädigungen. Ein Zusammenhang zwischen den Taten werde geprüft.

Am Mittwochnachmittag stellten Polizisten gegen 15 Uhr nach Hinweisen aus der Bevölkerung einen beschädigten Chanukka-Leuchter vor dem Roten Rathaus in Mitte fest. Unbekannte hatten dort den mittleren Ständer des Leuchters demoliert, außerdem fehlten die Leuchtmittel. Ein Diebstahl dieser konnte bislang nicht ausgeschlossen werden.

Am Mittwoch gegen 12 Uhr nahmen Polizisten, ebenfalls nach Hinweisen aus der Bevölkerung, eine Sachbeschädigung an einem Chanukka-Leuchter vor dem Rathaus Lichtenberg in der Möllendorffstraße auf. Nach bisherigem Ermittlungsstand hatten Unbekannte dort bereits vor dem 5. Dezember ein an dem Leuchter befestigtes Begrüßungsschild zerstört. Ein Rest des Schildes hing noch am Leuchter.

Die dritte Sachbeschädigung wurde über die Internetwache angezeigt. Am Bayerischen Platz in Schöneberg stellten Beamte an einem dort aufgestellten Chanukka-Leuchter ein in mehrere Teile zerbrochenes Begrüßungsschild fest.

Friedrichshain: Angriff nach Hinweis auf Maskenpflicht in Straßenbahn

Ein 50-Jähriger wies in der Nacht zum Donnerstag in der Straßenbahn der Linie M 13 in Richtung Virchow-Klinikum drei Fahrgäste - zwei Männer und eine Frau - auf deren fehlende Mund-Nase-Bedeckung hin Daraufhin schlug ihm einer der Angesprochenen mehrmals mit der Faust ins Gesicht. Als die Straßenbahn an der Haltestelle Holteistraße hielt, soll sich die Attacke nach draußen verlagert haben, wo der Angreifer den 50-Jährigen zu Boden geschlagen und dort auf ihn eingetreten haben soll. Erst als sein Begleiter und seine Begleiterin auf ihn einwirkten, ließ der aggressive Mann von dem Fahrgast ab. Das Trio flüchtete und ließ den Verletzten zurück. Rettungskräfte brachten ihn in ein Krankenhaus.

Oranienburg: Autofahrer fährt gegen Baum und stirbt

Ein 53-Jähriger ist bei Oranienburg (Oberhavel) mit seinem Auto gegen einen Baum gefahren und an seinen Verletzungen gestorben. Der Wagen sei vorher aus ungeklärter Ursache links von der Straße abgekommen, sagte ein Sprecher der Polizei in der Nacht zum Donnerstag. Es werde noch überprüft, ob ein medizinischer Notfall die Ursache für den Unfall war, hieß es weiter. Der Mann starb noch am Unfallort.

Lichtenberg: Fremdenfeindliche Beleidigung im Supermarkt

In Neu-Hohenschönhausen zeigte am Mittwoch ein Mann eine Beleidigung durch einen Angestellten eines Supermarktes an. Nach bisherigen Ermittlungen und Zeugenaussagen soll der 20 Jahre alte Kassierer eines Lebensmittelgeschäftes in der Falkenberger Chaussee den 37 Jahre alten Kunden gegen 16.30 Uhr nach Streitigkeiten während des Kassiervorganges fremdenfeindlich beleidigt haben. Der Polizeiliche Staatsschutz hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Westend: Unbekannter raubt Spätverkauf aus

Ein Unbekannter hat in Westend (Charlottenburg-Wilmersdorf) einen Spätkauf ausgeraubt. Menschen wurden nicht verletzt. Der Mann hatte demnach den Laden an der Königin-Elisabeth-Straße um Mitternacht betreten, den Verkäufer mit einem Messer bedroht und von ihm Geld aus der Kasse gefordert. Mit seiner Beute flüchtete er danach in unbekannte Richtung.

Marzahn: Holzhütte bei Weihnachtsbaumverkauf abgebrannt

Bei einem Weihnachtsbaumverkauf in Marzahn ist eine Holzhütte abgebrannt. Menschen wurden nicht verletzt, wie die Feuerwehr mitteilte. Der Brand war aus noch unbekannter Ursache am frühen Donnerstagmorgen ausgebrochen. Weihnachtsbäume seien durch das Feuer nicht beschädigt worden.

Zahl der antisemitischen Vorfälle in Berlin erneut gestiegen

In Berlin gab es im ersten Halbjahr des laufenden Jahres erneut deutlich mehr judenfeindliche Vorfälle als im Vorjahreszeitraum, jedoch weniger als in den sechs Monaten zuvor. Insgesamt 522 Vorfälle hat die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) für den Zeitraum von Januar und Juni 2021 registriert, wie aus ihrem am Donnerstag veröffentlichten Bericht hervorgeht. Zahl der antisemitischen Vorfälle in Berlin erneut gestiegen - Hier geht es zum vollständigen Artikel.