Drogenhandel

Kokstaxi-Razzia: Haftbefehl gegen fünf Tatverdächtige

Polizeiauto mit Blaulicht (Symbolbild).

Polizeiauto mit Blaulicht (Symbolbild).

Foto: dpa

Bei der Razzia hat Berliner die Polizei mehr als 80.000 Euro Bargeld beschlagnahmt. Organisiert wurde das Kokstaxi über einen Spätkauf.

Berlin. Fünf Personen, die einen Kokainlieferdienst betrieben haben sollen, sind am Dienstag bei einer Razzia in Berlin festgenommen worden. Gegen sie wurde Haftbefehl erlassen, alle Beschuldigten sind in Untersuchungshaft.

Die Berliner Polizei hatte im Auftrag der Staatsanwaltschaft Durchsuchungsbeschlüsse an insgesamt 15 Orten vollstreckt. Wie die Behörde mitteilte, wurde dabei mehr als 80.000 Euro Bargeld, etwa 300 Gramm Kokain, Schmuck und hochwertige Autos sichergestellt. 250 Beamte waren im Einsatz.

„Frisches Obst und Gemüse“: Kokshandel wurde über Spätkauf organisiert

Die Festgenommenen sollen spätestens seit Frühjahr 2021 unter dem Tarnangebot „Frisches Obst und Gemüse“ über einen Berliner Spätkauf ein Kokstaxi betrieben haben. Laut Polizeiangaben sollen sie im Stadtgebiet und im Berliner Umland gegen Bezahlung Kokain geliefert haben. Die Koordination lief überwiegend aus einem Spätkauf heraus. Der Bandenchef soll Weisungen erteilt und grundsätzliche Fragen des Kokainhandels abgesprochen, das Rauschgift verwahrt und portioniert haben.

Die Mittäter sollen die Bestellanrufe im Schichtbetrieb über ein „Koordinationshandy“ entgegengenommen und das Rauschgift wiederum unter Nutzung des „Koordinationshandys“ an die Kunden ausgeliefert haben. Die Bande soll im Tatzeitraum auf diesem Wege mehrere Tausend Kokainauslieferungen vorgenommen haben.

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( BM )