Blaulicht-Blog

Maskenverweiger greift S-Bahnmitarbeiter an und verletzt sie

| Lesedauer: 6 Minuten

Foto: Imago

In unserem Blog finden Sie aktuelle Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Montag, 6. Dezember 2021.

Kreuzberg: Maskenverweigerer schlägt auf Bahnmitarbeiter ein

Die Bundespolizei nahm am Sonntagnachmittag einen Mann vorläufig fest, der zuvor zwei Mitarbeiter der DB-Sicherheit beleidigt und gewaltsam attackiert hatte. Trotz mehrfacher Aufforderung durch die Bahnsicherheitsmitarbeiter weigerte sich ein Fahrgast in einer S-Bahn der Linie S 1, eine vorgeschriebene Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Zudem konnte er den geforderten 3G-Nachweis nicht vorweisen. Weil er deshalb die S-Bahn verlassen sollte, beleidigte der 40-jährige Berliner die beiden Sicherheitskräfte, griff sie mit Faustschlägen an und trat ihnen gegen die Beine.

Alarmierte Bundespolizisten holten den deutschen Staatsangehörigen am S-Bahnhof Anhalter Bahnhof aus der S-Bahn und nahmen ihn vorläufig fest. Sie leiteten mehrere Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung und Körperverletzung sowie Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz gegen den deutschen Staatsangehörigen ein. Nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen wurde der bereits wegen ähnlicher
Delikte polizeibekannte Mann auf freien Fuß gesetzt. Die beiden Bahnsicherheitsmitarbeiter im Alter von 27 und 51 Jahren brachen
ihren Dienst ab und mussten in einem Krankenhaus medizinisch versorgt werden.

Siethen: Auto prallt gegen mehrere Bäumen - Fahrer tot

Ein Autofahrer ist im Landkreis Teltow-Fläming tödlich verunglückt. Der Mann kam am Montag in einer Rechtskurve zwischen Siethen und Thyrow von der Straße ab und prallte gegen mehrere Bäume, wie die Polizeidirektion West mitteilte. Der Wagen wurde durch die Wucht des Aufpralls zerstört, die Trümmer verteilten sich über mehrere hundert Meter. Der Fahrer starb noch am Unfallort.

Charlottenburg: Person auf U-Bahn-Gleis

Im U-Bahnhof Richard-Wagner-Platz in Charlottenburg gibt es einen Notarzteinsatz. Zehn Fahrzeuge der Feuerwehr sind im Einsatz.. Der Verkehr auf der U7 ist unterbrochen. Die Linie fährt nicht zwischen Jakob-Kaiser-Platz und Fehrbelliner-Platz. Die BVG hat einen Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

Potsdam: Über ein Dutzend Autos aufgebrochen

Unbekannte haben in Potsdam mehr als ein Dutzend Autos aufgebrochen. Wie die Polizei am Montag mitteilte, wurden im Stadtteil Waldstadt II in der Nacht von Samstag auf Sonntag die Scheiben von zwölf Autos und einem Wohnmobil eingeschlagen. Aus den meisten Wagen sei nichts gestohlen worden, in einigen Fällen sollen die Täter aber Geld, Schmuck, Kleidung und ein Navi mitgenommen haben. Die Polizei ermittelt unter anderem, ob zwischen den Einbrüchen ein Zusammenhang besteht. Zur Schadenshöhe lagen zunächst keine Schätzungen vor.

Hakenfelde: Frau schwer verletzt in Wohnung entdeckt - Mordkommission ermittelt

Eine Frau ist am Sonntag schwer verletzt in der Wohnung eines Mehrfamilienhauses am Hohenzollernring in Hakenfelde (Spandau) aufgefunden worden. Wie die Polizei am Montag mitteilte, hatte ein Bewohner des Hauses die Frau gegen 12.30 Uhr entdeckt. Er habe durch Nachbarn die Polizei rufen lassen. Rettungskräfte brachten die 47-Jährige nach einer notärztlichen Erstbehandlung in ein Krankenhaus. Aufgrund der Auffindesituation und der Schwere der Verletzungen gehen die Ermittler derzeit von einem versuchten Tötungsdelikt aus. Die 4. Mordkommission beim Landeskriminalamt führt die Ermittlungen.

Frankfurt (Oder): Illegal eingeführte Böller aus Polen sichergestellt

Bei Kontrollen durch Beamte des Hauptzollamtes Frankfurt (Oder) ist am vergangenen Wochenende wieder illegal eingeführte Pyrotechnik aus Polen sichergestellt worden. Unklar sei, ob sich Bürger nach dem Verbot des Verkaufs von Böllern und Feuerwerk zum Jahreswechsel in Deutschland nun vermehrt im Nachbarland eindecken wollten, sagte Astrid Pinz, Sprecherin des Hauptzollamtes Frankfurt (Oder). Das Verbot hatten Bund und Länder am Donnerstag beschlossen.

Die polnischen Böller seien nicht für den deutschen Markt zugelassen, sagte Pinz. Käufern drohe ein Steuerstrafverfahren. In Polen ist der Verkauf von Böllern und Raketen das ganze Jahr über gestattet. Diese enthalten laut Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) oft nicht nur Schwarzpulver, sondern sie sind mit einem viel stärker reagierenden Blitzknallsatz gefüllt.

Seit Sonntag gilt Polen zudem wieder als Covid-19-Hochrisikogebiet. Einreisende nach Deutschland müssten nun über einen Impf-, Genesenen- oder Testnachweis verfügen.

Berlin: Reisender wieder da

Die Polizei hatte Mitte November mit der Veröffentlichung eines Fotos nach einem Mann aus Irland gesucht, der seit dem 15. November 2021 vermisst wurde. Er war über den Flughafen BER mit dem Ziel Berlin eingereist, danach verlor sich seine Spur. Jetzt ist klar: Er befindet sich nicht mehr in Deutschland.

Niederschönhausen: Benzin-Diebe verursachen Unfall

Drei Männer haben am Sonntag Benzin in Niederschönhausen (Pankow) gestohlen und auf der Flucht einen Unfall verursacht. Zuvor hatte ein 31 Jahre alter Zeuge gegen 21.15 Uhr beobachtet, wie zwei Männer in der Tschaikowskistraße an der Tankklappe eines Pkw hantierten. Als die Polizisten eintrafen, sahen sie noch, wie die Männer danach in ein Auto einstiegen.

Laut Polizeibericht fuhr der Pkw mit hoher Geschwindigkeit in die Boris-Pasternak-Straße. Die Fahrt ging dann weiter in den Majakowskiring und schließlich in die Grabbeallee. Als das Fahrzeug die Kreuzung zur Tschaikowskistraße trotz roter Ampel passierte, kam es von der Straße ab und prallte gegen einen Stahlträger.

Während die beiden 15 und 24 Jahre alten Insassen noch am Unfallort festgenommen werden konnten, nahmen weitere Zivilkräfte den zu Fuß in die Tschaikowskistraße geflüchteten dritten 21 Jahre alten Tatverdächtigen mit einem Benzinkanister in der Hand fest. Die drei mutmaßlichen Benzindiebe erlitten bei dem Unfall Verletzungen und kamen in ein Krankenhaus. Neben dem Benzindiebstahl wird nun auch wegen des illegalen Kraftfahrzeugrennens und des Verkehrsunfalls durch die Polizeidirektion 1 (Nord) ermittelt.

Marzahn und Gesundbrunnen: Erneut brennen Autos

In der Nacht zum Montag haben in Berlin wieder Autos gebrannt. Menschen wurden nicht verletzt, wie die Polizei mitteilte. Ermittlungen wegen des Verdachts der vorsätzlichen Brandstiftung wurden aufgenommen.

Zunächst war am Sonntagabend in der Hohenwalder Straße in Marzahn ein Wagen komplett abgebrannt. Passanten hatten gegen 22.30 Uhr eine starke Rauchentwicklung bemerkt und die Feuerwehr verständigt.

Am frühen Montagmorgen um kurz nach zwei Uhr stand der Innenraum eines BMW in der Drontheimer Straße in Gesundbrunnen (Mitte) in Flammen. Der schnelle Einsatz der Feuerwehr konnte verhindern, dass in der Nähe geparkte Fahrzeuge beschädigt wurden.

( BM/dpa )