Blaulicht-Blog

Supermarkt überfallen - Zeugen nehmen Verfolgungsjagd auf

| Lesedauer: 6 Minuten

Foto: dpa

In unserem Blog finden Sie aktuelle Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Sonnabend, 4. Dezember 2021.

Fünf Tote in Wohnhaus in Königs Wusterhausen gefunden

Die Polizei hat fünf Tote in einem Wohnhaus in Königs Wusterhausen gefunden. Gegen Mittag sei ein Anruf eingegangen. Der Anrufer habe es ungewöhnlich gefunden, dass die Bewohner des Hauses nicht zu sehen seien, sagte ein Sprecher der Polizeidirektion Süd. „Wir gehen davon aus, dass es sich um ein Tötungsverbrechen handelt.“ Die Mordkommission ermittle. Am Nachmittag waren noch Beamte der Spurensicherung vor Ort. Die Straße sei abgesperrt, sagte der Sprecher. Weitere Angaben konnte die Polizei nicht machen. Den ausführlichen Artikel darüber lesen Sie hier.

Treptow: Supermarkt überfallen

In Alt-Treptow überfiel am Freitagabend ein Mann die Kassiererin eines Lebensmittelgeschäfts. Nach Angaben der 19-jährigen Angestellten und von Zeugen betrat der maskierte Mann gegen 20.50 Uhr die Filiale eines Biomarktes in der Bouchéstraße und ging direkt auf den Kassenbereich zu. Dort bedrohte er die Mitarbeiterin unter Vorhalten eines Schlagstockes und forderte das Öffnen der Kassenlade. Die 19-Jährige kam der Aufforderung nach, der Tatverdächtige entwendete Geld und flüchtete mit der Beute aus dem Geschäft. Ein 54-jähriger Kollege der Kassiererin verfolgte den Flüchteten, unterstützt von vier Jugendlichen, die sich vor dem Laden aufhielten und auf die Flucht aufmerksam wurden. In Höhe der Kreuzung Bouchéstraße/Kiefholzstraße besprühte der Tatverdächtige seine Verfolger mit einem Pfefferspray und setzte seine Flucht zu Fuß durch die Krüllstraße und die Karl-Kunger-Straße bis zur Lohmüllerstraße fort. Dort soll er als Mitfahrer in einen dunklen Pkw gestiegen sein, in dem vermutlich ein Komplize wartete. Das Fahrzeug soll durch die Isingstraße in Richtung Krüllstraße geflüchtet sein.

Die Kassiererin erlitt einen leichten Schock und wurde am Ort ambulant behandelt. Die jugendlichen Verfolger im Alter von 14 bis 16 Jahren sowie der 54-jährige Angestellte klagten über Reizungen der Augen, lehnten eine Behandlung jedoch ab.

Mahlsdorf: Unfall unter Alkohol

Kurz nach Mitternacht kam es auf dem Hultschiner Damm in Mahlsdorf (Marzahn-Hellersdorf) in Höhe der Straßenbahnhaltestelle Eichenhofweg zu einem schweren Verkehrsunfall. Eine BMW-Fahrerin hatte mehrere Fahrzeuge überholt und dabei einen Fiat touchiert. Sie geriet ins Schleudern und fuhr in ein Haltestellengeländer. Nach Informationen der Polizei soll die Fahrerin des BMW unter Alkoholeinfluss gefahren sein. Ein erster Atemalkoholtest ergab bei der Frau 1,3 Promille. Bei beiden Fahrzeuginsassen des BMW wurde eine Blutentnahme angeordnet. Verletzt wurde bei dem Unfall niemand. Wegen des Einsatzes war der Hultschiner Damm kurzzeitig gesperrt.

Weißensee: Elektroauto in Brand gesetzt

In der Nacht zum Sonnabend brannte in Weißensee ein Fahrzeug. Eine Passantin rief gegen 1.10 Uhr die Polizei und die Feuerwehr in die Amalienstraße, nachdem sie Qualm und anschließend Flammen an dem geparkten Audi bemerkt hatte. Einsatzkräfte der Berliner Feuerwehr löschten die Flammen an dem Elektroauto. Verletzt wurde niemand.

Hohen Neuendorf: Geisterfahrer verursacht schweren Unfall auf der A111

Ein Geisterfahrer hat am Freitagabend auf der Autobahn 111 bei Hohen Neuendorf einen Unfall - und in der Folge mehrere weitere Zusammenstöße - verursacht. Nach ersten Erkenntnissen seien zwei Verletzte ins Krankenhaus gekommen, darunter die Person, die in falscher Richtung unterwegs war, sagte ein Polizeisprecher am Abend. Das Fahrzeug sei mit einem entgegenkommenden Auto zwischen den Anschlussstellen Stolpe und Hennigsdorf in Fahrtrichtung Berlin zusammengestoßen. Lebensgefahr bestehe bei keinem der Beteiligten. Über Alter und Geschlecht der Verletzten wurde zunächst nichts bekannt.

Aufgrund von umherfliegenden Autoteilen habe es weitere Unfälle auf derselben Fahrbahn sowie auf der Gegenspur gegeben, hieß es. Dabei sei nur Sachschaden entstanden. Details nannte der Sprecher am Abend nicht. Die Autobahn war in beide Richtungen für mehrere Stunden gesperrt.

Strausberg: Fahrrad auf den Schienen lässt S-Bahn teilweise entgleisen

Ein Fahrrad hat am Donnerstagnachmittag die teilweise Entgleisung einer S-Bahn verursacht. Wie die Bundespolizei mitteilte, ereignete sich der Unfall am Donnerstagnachmittag kurz vor dem S-Bahnhof Hegermühle in Strausberg (Märkisch-Oderland), wo Unbekannte das Fahrrad an das Gleis gelegt haben sollen.

Es wurde gegen 16.20 Uhr von einer S-Bahn überfahren und dadurch auf das gegenüberliegende Gleis geschleudert. Kurz darauf überfuhr eine zweite S-Bahn das Fahrrad, welches sich derart unter dem Zug verkeilte, dass die Bahn mit dem ersten Drehgestell den Kontakt zur Schiene verlor und dadurch zum Teil entgleiste. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich etwa 100 Reisende im Zug. Nachdem das Fahrrad entfernt werden konnte, konnte die wieder aufgegleiste S-Bahn zum S-Bahnhof Strausberg Stadt gefahren werden. Alle Reisenden konnten die S-Bahn dort unverletzt verlassen.

Da Zeugen zur Ereigniszeit vier Jugendliche im Gleisbereich bemerkt hatten, fahndeten Bundespolizisten im Nahbereich nach möglichen Tatverdächtigen. Die Fahndung verlief jedoch ohne Erfolg. Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren aufgrund des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ein.

Zeugen, die sachdienliche Angaben zur Tat oder den beobachteten Jugendlichen machen können, werden gebeten, sich bei der Bundespolizei zu melden. Hinweise nimmt die Bundespolizei rund um die Uhr unter der Rufnummer 030 / 297779 0 sowie der kostenlosen Servicenummer 0800 / 6 888 000 entgegen. Darüber hinaus kann auch jede andere Polizeidienststelle kontaktiert werden.

Neukölln: Wohnung brannte

Die Berliner Feuerwehr war am Freitagmittag zu einem Einsatz nach Neukölln ausgerückt. An der Weserstraße brannte eine Wohnung, teilte die Behörde mit. Es wurden keine Personen verletzt. 24 Wohnungen seien kontrolliert worden. Eine Katze werde derzeit noch vermisst. Die Feuerwehr war mit fast 100 Kräften vor Ort.

Reinickendorf: Mann angegriffen und mit Messer verletzt

Am Freitagvormittag war ein 46-Jähriger gegen 9.45 Uhr auf dem Engelmannweg in Reinickendorf unterwegs, als ihm vier Unbekannte entgegenkamen. Diese schlugen dem Mann plötzlich mehrfach ins Gesicht, brachten ihn zu Boden und verletzten ihn mit einem Messer am Bein. Nachdem das Quartett geflüchtet war, alarmierte der Verletzte die Polizei. Er kam zur stationären Behandlung in eine Klinik. Die Ermittlungen hat die Kriminalpolizei übernommen.

( BM/dpa )