Blaulicht-Blog

Auto rammt geparkten Lkw - fünf Verletzte

| Lesedauer: 9 Minuten
Das Auto rammte einen geparkten Lkw auf der Schulenburgbrücke in Wilhelmstadt. Fünf Menschen wurden verletzt.

Das Auto rammte einen geparkten Lkw auf der Schulenburgbrücke in Wilhelmstadt. Fünf Menschen wurden verletzt.

Foto: Morris Pudwell

In unserem Blog finden Sie aktuelle Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Montag, 29. November 2021.

Wilhelmstadt: Fünf Verletzte bei Verkehrsunfall

Am Montag hat sich in Wilhelmstadt ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Wie die Berliner Feuerwehr twitterte, sei dabei an der Schulenburgbrücke ein Pkw auf einen geparkten Lastwagen aufgefahren. Drei Insassen wurden schwer, ein weiterer leicht verletzt. Zudem wurde ein Passant leicht verletzt. Vier Personen seien in Kliniken gebracht worden. Der Audi war offenbar in einer lechten Kurve nach rechts von der Fahrbahn abgekommen, soll dann einen Kleinwagen gerammt und schließlich seitlich unter den Lkw gefahren sein, wie es nach Angaben von vor Ort hieß.

Reinickendorf: 16 Jahre alter Serien-Tankstellenräuber festgenommen

Zivilkräfte der Polizei haben am Sonntagabend einen bewaffneten, mutmaßlichen Serienräuber in Reinickendorf festgenommen. Wie die Polizei mitteilte, soll der 16-Jährige gegen 19.30 Uhr eine Tankstelle an der Roedernallee betreten und von dem 22 Jahre alten Angestellten Bargeld gefordert haben. Als der Bedrohte dem nicht sofort nachkam, soll ihn der Jugendliche gepackt und zur Kasse gezerrt haben. Diese soll der Mitarbeiter geöffnet und der Tatverdächtige das Geld entnommen haben, mit welchem er zunächst flüchtete. Zivilfahnder nahmen ihn unweit der Tankstelle fest, nachdem er auf der Flucht einen Warnschuss in die Luft von einem Beamten ignoriert hatte. In der Wohnung des 16-Jährigen fanden die Einsatzkräfte Beweismittel zu weiteren Raubtaten und beschlagnahmten sie. Der Festgenommene kam in einen Polizeigewahrsam. Eine richterliche Vorführung auf Antrag der Staatsanwaltschaft wird aktuell geprüft. Die Ermittlungen dauern an. Der 22-jährige Tankstellenangestellte blieb unverletzt.

Berlin und Brandenburg: Zollfahnder setzen Drogenbande fest

Bei einer Razzia in Berlin und Brandenburg sind am Montag fünf Männer verhaftet worden, die als Bande agiert haben sollen, wie die Staatsanwaltschaft Berlin mitteilte. Der Straßenverkaufswert der sichergestellten Drogen liegt nach Behördenangaben bei mehr als elf Millionen Euro. Im Fokus der Durchsuchungen standen Barber- und Handyshops in Berlin, wie eine Behördensprecherin sagte.

Auf die Spur gekommen sind die Ermittler den Verdächtigen im Alter von 31 bis 41 Jahren demnach durch die Entschlüsselung von Daten des Messengerdienstes Encrochat. Die verhafteten Männer stehen im Verdacht, seit Ende 2019 über 1,2 Tonnen Cannabisprodukte, 11 Kilogramm Kokain sowie 20.000 Ecstasy-Tabletten aus Spanien und den Niederlanden nach Deutschland eingeschmuggelt und damit gehandelt zu haben.

Das Zollfahndungsamt Berlin-Brandenburg habe im Auftrag der Staatsanwaltschaft in den frühen Morgenstunden an 15 Orten durchsucht und die Haftbefehle vollstreckt, hieß es. Zwei Objekte davon waren in Brandenburg. Die rund 130 Einsatzkräfte des Zolls seien von der Landespolizei Berlin und einem Spezialeinsatzkommando unterstützt worden. Auch zwei Spürhunde des Hauptzollamtes Potsdam seien beteiligt gewesen.

Zum wiederholten Mal sind die Berliner Ermittler damit auf Grundlage von entschlüsselten Encrochat-Daten vorgegangen. Zunächst galt die Kryptierungssoftware als nicht entschlüsselbar und war deshalb bei Kriminellen sehr beliebt. Die Polizei in den Niederlanden und Frankreich hatte im Frühjahr 2020 die Software geknackt und einige Monate lang Millionen geheimer Daten abgeschöpft. Inzwischen gibt es infolgedessen bundesweit Ermittlungen und Strafverfahren.

Brandenburg/Havel: Ätzende Flüssigkeit vor Teststationen

Vor zwei Teststationen in Brandenburg an der Havel sind ätzende Flüssigkeiten ausgegossen worden. Das bestätigte die Polizei am Montag auf Nachfrage. Möglicherweise handele es sich um Buttersäure, sagte ein Sprecher. Niemand sei verletzt worden. Innenräume seien nicht betroffen gewesen. Die Polizei fahndet nach dem oder den unbekannten Tätern. Sie ermittelt wegen Sachbeschädigung.

Betroffen waren den Angaben zufolge eine Teststation des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in einem Bauwagen in der Steinstraße sowie eine Teststelle des Arbeiter-Samariter-Bunds (ASB) in der Wiener Straße in einem Gebäude der Wohnungsbaugesellschaft. Karina Knoppe, Geschäftsführerin des ASB Ortsverbandes Brandenburg Havel, sagte, es werde weiter wie geplant getestet. „Wir lassen uns nicht beirren durch diese sinnfreie Aktion“, sagte sie.

Marzahn: Männer brechen in Kita ein - Festnahmen

Nicht weit kamen in der vergangenen Nacht zwei Männer, die im Verdacht stehen, in eine Marzahner Kindertagesstätte eingebrochen zu sein. Ein Anwohner der Oberweißbacher Straße bemerkte gegen 23.45 Uhr den Schein von Taschenlampen in der Einrichtung und verständigte den Polizeinotruf. Die Einsatzkräfte entdeckten ein offenstehendes Fenster, aus welchem kurz darauf zwei Verdächtige kletterten und flüchteten. Nach einer kurzen Verfolgung konnten die beiden 18- und 20-Jährigen festgenommen werden. Bei ihnen wurden ein Schraubendreher, eine Taschenlampe und Handschuhe sowie vermutlich aus der Kita stammendes Geld und eine Digitalkamera beschlagnahmt.

Oberschöneweide: Drei Supermarkt-Einbrecher festgenommen

Einsatzkräfte der Polizei nahmen in der vergangenen Nacht drei mutmaßliche Einbrecher in Oberschöneweide fest. Eine Anwohnerin der Firlstraße nahm gegen 2.15 Uhr laute Geräusche aus Richtung des benachbarten Lebensmittelgeschäftes wahr und erblickte an selbigem eine Gruppe Jugendlicher, die mit einem für sie nicht erkennbaren Gegenstand mehrfach gegen die Scheibe des Ladens schlugen. Die 23-Jährige alarmierte daraufhin die Polizei.

Als die Polizisten eintrafen, flüchteten die Tatverdächtigen in Richtung Wuhlheide. Zwei von ihnen, beide 16 Jahre alt, konnten dabei festgestellt und festgenommen werden. Durch einen weiteren Hinweis der Augenzeugin klickten kurz darauf auch bei einem 17-jährigen mutmaßlichen Mittäter die Handschellen. Neben Reisetaschen führten die Jugendlichen zum Teil berauschende Mittel, ein Messer sowie eine Schreckschusswaffe mit sich.

Im Rahmen der Polizeiarbeit am Supermarkt wurde ein Gullydeckel festgestellt, der nach Sicherung von Spuren wieder in die Fahrbahn der Kottmeierstraße eingebracht wurde. Die Festgenommenen wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen zunächst dem Jugendnotdienst zugeführt und konnten diesen nach Erreichen der Erziehungsberechtigten in den Morgenstunden verlassen.

Mitte: Auto erfasst Jungen - Fahrer flüchtet

Sonntagmittag wurde in Tiergarten ein Junge von einem Auto erfasst. Nach bisherigen Ermittlungen und Zeugenaussagen soll das Kind gegen 13 Uhr auf die Fahrbahn der Tiergartenstraße gelaufen sein. Dort wurde der Siebenjährige von einem in Richtung Ebertstraße fahrenden Auto mit einer unbekannten Person am Steuer erfasst. Die Unbekannte flüchtete mit dem Fahrzeug in Richtung Ebertstraße und ließ das gestürzte Kind zurück. Alarmierte Rettungskräfte brachten das Kind zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus.

Friedrichshain: Autoeinbrecher flüchten mit Kasten Bier

Zwei Autoeinbrecher sind am Sonntag in Friedrichshain festgenommen worden. Wie die Polizei am Montag mitteilte, hatte ein 53-Jähriger bemerkt, wie sich zwei Männer gegen 10 Uhr an seinem VW-Bus in der Revaler Straße zu schaffen machten. Aus dem Fahrzeug entwendeten sie Kleidung, Werkzeuge und einen Kasten Bier. Polizisten konnten die 45 und 49 Jahre alten Männer in der nahegelegenen Dirschauer Straße aufspüren und festnehmen. Das Diebesgut wurde dem 53-Jährigen ausgehändigt. Die beiden Festgenommenen wurden der Kriminalpolizei der Direktion 5 (City) überstellt, welche die weiteren Ermittlungen übernommen hat.

Müllrose: Frau rettet sich nach Unfall aus brennendem Auto

Bei einem Verkehrsunfall in Müllrose (Landkreis Oder-Spree) ist eine Autofahrerin schwer verletzt worden. Die 52-Jährige kam nach Angaben der Polizei aus noch ungeklärter Ursache in einer Kurve nach links von der Straße ab und prallte frontal gegen einen Baum. Das Fahrzeug fing Feuer, die Frau konnte sich noch aus dem Auto retten, wie die Polizei am Montag mitteilte. Rettungskräfte brachten sie in ein Krankenhaus. Der Wagen wurde durch das Feuer vollständig zerstört. Zunächst hatte die Zeitung „B.Z.“ darüber berichtet.

A13: Zwei Verletzte nach Unfall

Auf der Autobahn 13 sind am Montagmorgen auf glatter Fahrbahn zwei Autos in die Leitplanken gerutscht. Zwischen Boblitz und Vetschau (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) wurden ein 33- und ein 48-Jähriger verletzt. Wie die Polizei mitteilte, verlor der Fahrer die Kontrolle über das Auto und fuhr gegen die Leitplanke. Die beiden Insassen des Autos wurden in ein Krankenhaus gebracht.

Bei der zweiten Kollision auf der A13 bei Bronkow (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) wurde am Morgen niemand verletzt, teilte die Polizei mit. Wegen der Glätte fordert die Polizeidirektion Süd Autofahrerinnen und Autofahrer dazu auf, vorsichtiger zu fahren und etwas mehr Zeit einzuplanen.

Kriminalität 2020 in Berlin - die Statistik im Detail

( BM )