Blaulicht-Blog

Leichenteile gefunden - Mordkommission ermittelt

| Lesedauer: 9 Minuten
Polizei und Feuerwehr im Einsatz (Symbolbild).

Polizei und Feuerwehr im Einsatz (Symbolbild).

Foto: Thomas Nitsche

In unserem Blog finden Sie aktuelle Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Donnerstag, 25. November 2021.

Hellersdorf: Leichenteile gefunden

Nach dem Fund von Leichenteilen am Donnerstag in Hellersdorf hat eine Mordkommission die Ermittlungen aufgenommen. „Die Hintergründe sind noch völlig unklar, wir müssen gucken, was dahinter steckt“, sagte ein Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft am Donnerstagabend. Es sei auch noch nicht sicher, ob es einen Zusammenhang mit einem Gewaltverbrechen gebe.

Die Berliner Polizei bestätigte, dass die Mordkommission ermittele. Es sei davon auszugehen, dass die Leichenteile nicht mit einem aktuellen Tötungsdelikt zusammenhängen. Weitere Informationen seien für Freitag zu erwarten.

Wie die „Berliner Zeitung“ berichtet, haben Mitarbeiter des Grünflächenamtes die menschlichen Überreste bei Gartenarbeiten entdeckt und daraufhin die Polizei alarmiert. Die menschlichen Überreste, darunter Knochen, seien in die Gerichtsmedizin gebracht worden, wo sie untersucht werden sollten.

Haselhorst: Mann bedroht Polizisten mit Messer

Polizisten haben in Haselhorst (Spandau) einen Mann abgewehrt. Der 30-Jährige sei mit einem Messer in der Hand auf die Beamten zugerannt, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Erst als sie mit der Waffe drohten, habe er das Messer weggeworfen und sei unter Einsatz von Reizgas überwältigt und festgenommen worden, hieß es.

Gegen Mitternacht war es demnach an der Kreuzung Elsa-Wagner-Straße Ecke Olga-Tschechowa-Straße zu einem Streit zwischen zwei Männern gekommen, bei dem der 30-Jährige mit einem Küchenmesser auf einen 28-Jährigen losgegangen war. Er flüchtet zunächst, kehrte aber wieder an den Ort zurück, wo er von den Einsatzkräfte schon erwartet wurde. Er wollte zunächst erneut flüchten, lief aber dann mit dem erhobenen Messer auf die Beamten zu.

Er muss sich nun wegen gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung, Widerstands gegen sowie tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte verantworten.

Friedrichshain: Maccabi-Fans zünden Pyrotechnik

In der Euroleague spielt Alba Berlin heute Abend um 20.30 Uhr gegen Maccabi Tel Aviv. Fans des israelischen Clubs zündeten in der Nähe des Ostbahnhofs Pyrotechnik. Die Polizei hat aber alles unter Kontrolle.

Hellersdorf: Altkleidercontainer brennt

Die Berliner Feuerwehr ist am Donnerstag zu einem mutmaßlichen Auto-Brand nach Hellersdorf verständigt worden. Als die Einsatzkräfte dort eintrafen, brannte allerdings kein Pkw sondern ein Altkleidercontainer. Das Feuer konnte rasch gelöscht werden.

Alt-Buckow: Razzia in Villa von Großfamilie Remmo

In Alt-Buckow (Neukölln) hat am frühen Donnerstagmorgen eine Razzia stattgefunden. Rund 40 Polizeikräfte und Mitarbeiter des Ordnungsamtes durchsuchten eine vom Bezirk beschlagnahmte Villa, die von Angehörigen der Großfamilie Remmo bewohnt wird. Der Einsatz wurde gegen 9.30 Uhr beendet, Festnahmen gab es nicht. Bei der Razzia ging es um ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Berlin wegen Urkundenfälschung. Mehr dazu lesen Sie hier!

Hellersdorf: Zelt brennt in Waldstück ab

In der Nacht zu Donnerstag hat an der Torgauer Straße in Hellersdorf in einem kleinen Waldstück ein selbstgebautes Zelt gebrannt. Ob es sich dabei um eine Obdachlosenunterkunft handelt, ist bislang unklar. Die Feuerwehr konnte den Brand schnell löschen. Verletzt wurde niemand.

Westend: Mieter überrascht zwei Einbrecher in Wohnung - Festnahme

In Westend (Charlottenburg-Wilmersdorf) sind am Mittwochabend zwei mutmaßliche Wohnungseinbrecher festgenommen worden. Ein 38-Jähriger bemerkte kurz vor 22 Uhr zwei Unbekannte, die über ein offenstehendes Fenster in seine Hochparterrewohnung an der Kirschenallee geklettert waren. Als der Mieter die beiden anschrie, sprangen die Männer aus dem Fenster und flüchteten den Spandauer Damm entlang. Die Besatzung eines zufällig vorbeifahrenden Streifenwagens wurde auf den Vorfall aufmerksam. Nach kurzer Kontaktaufnahme zu dem 38-Jährigen verfolgten die Einsatzkräfte die Verdächtigen und nahmen sie fest. Die beiden 30 und 32 Jahre alten Männer, die in Deutschland über keinen festen Wohnsitz verfügen, wurden erkennungsdienstlich behandelt und danach der Kriminalpolizei überstellt, die die weiteren Ermittlungen führt.

Friedrichsfelde/Neukölln: Autos brennen

In der Nacht zu Donnerstag haben in Berlin wieder Autos gebrannt. Menschen wurden nicht verletzt, wie die Polizei mitteilte. Zunächst war am frühen Donnerstagmorgen ein in Friedrichsfelde (Lichtenberg) an der Volkradstraße abgestellter Wagen aus noch ungeklärter Ursache komplett abgebrannt.

Gegen 4.10 Uhr wurde die Polizei zur Skalitzer Straße alarmiert. Als sie vor Ort waren, sahen sie eine Person, die aus einem Transporter ausstieg, dessen Innenraum brannte. Sie nahmen den 32-Jährigen vorläufig fest und überstellten ihn der Kriminalpolizei. Einsatzkräfte der Feuerwehr löschten den Brand, durch den ausschließlich der Mercedes beschädigt wurde.

Etwa zehn Minuten später hatte noch ein Wagen an der Ballinstraße Ecke Grenzstraße in Neukölln unter einer Brücke Feuer gefangen. Ein Wachmann entdeckte die Flammen an dem Fahrzeug und alarmierte Polizei und Feuerwehr. Die Einsatzkräfte löschten den im Vollbrand stehenden Wagen. Durch das Feuer wurde auch eine Straßenlaterne beschädigt.

Märkisches Viertel: Zwei Verletzte bei Wohnungsbrand

Bei einem Brand in einem achtgeschossigen Wohnhaus im Märkischen Viertel (Reinickendorf) sind zwei Menschen verletzt worden. Eine der Personen erlitt neben einer Rauchgasvergiftung möglicherweise auch eine Brandverletzung, wie die Polizei mitteilte. Sie sei in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Die zwei seien mit einer Drehleiter gerettet worden, sagte die Feuerwehr. Die Wohnung im vierten Stock des Hauses habe in voller Ausdehnung gebrannt. Das Feuer war aus noch unbekannter Ursache am Donnerstagabend ausgebrochen.

Caputh: Leblose Frau aus See geborgen - 83-Jährige wurde vermisst

Aus dem Caputher See (Potsdam-Mittelmark) ist der leblose Körper einer Frau geborgen worden. Ein Zeuge meldete am Mittwochmittag den Fund am Uferbereich, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Nach der Bergung durch die Feuerwehr konnte nur noch der Tod festgestellt werden. Laut Polizei handelt es sich bei der Toten um eine 83-Jährige, die als vermisst gemeldet worden war. Trotz umfangreicher Suchmaßnahmen war die Frau nicht gefunden worden. Ein Todesermittlungsverfahren wurde eingeleitet. Eine Fremdeinwirkung war aber zunächst nicht erkennbar, hieß es.

Rheinsberg: Mehrere Gebäude auf Bauernhof abgebrannt - 500.000 Euro Schaden

Bei einem Brand auf einem Vierseitenhof in Rheinsberg (Ostprignitz-Ruppin) ist ein Sachschaden von 500.000 Euro entstanden. Zwei Scheunen brannten am Mittwochnachmittag nieder, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Auch zwei Stallanlagen brannten zum Teil ab, mehrere landwirtschaftliche Maschinen und Fahrzeuge wurden durch die Flammen zerstört. Mehrere tausend Liter Kraftstoff und Heizöl sickerten in die Erde. Verursacht wurden die Flammen laut Polizei offenbar durch einen technischen Defekt an einem Auto, das in einer der Scheunen abgestellt worden war.

Wusterwitz: SEK-Einsatz wegen mutmaßlicher Gefahr

Ein Polizeieinsatz mit Sondereinsatzkommando (SEK) ist in Wusterwitz (Landkreis Potsdam-Mittelmark) ohne Zwischenfälle zu Ende gegangen. Die Beamten waren dort am Donnerstag wegen einer mutmaßlichen Gefahrensituation innerhalb einer Familie. Die Polizei prüft nach eigenen Angaben, ob es sich um eine Bedrohung handelte.

„Wir hatten dort eine Gefahrenlage, die sich offenbar aus einem Missverständnis im familiären Umfeld erstreckte“, sagte ein Polizeisprecher. Der Fall habe sich ohne größeres Eingreifen geklärt. Die Polizei sei von einem Beteiligten angerufen worden. Sie hatte die Straße, in der der Einsatz ablief, zunächst gesperrt. Die „Märkische Allgemeine“ hatte über den Einsatz berichtet.

Cottbus: SPD-Büro von Bundestagsabgeordneter beschädigt

Unbekannte haben in der Nacht zum Donnerstag das Büro der SPD-Bundestagsabgeordneten Maja Wallstein in Cottbus beschädigt. Dabei seien zwei Fensterscheiben beschädigt worden, teilte die Polizei auf Nachfrage mit. Sie habe Ermittlungen wegen Sachbeschädigung aufgenommen. Zunächst hatte der RBB berichtet.

Sie habe damit gerechnet, dass das passieren würde, ihre Partei sei nicht die einzige, die mit solchen Attacken konfrontiert sei, sagte Wallstein der Deutschen Presse-Agentur. „Wir müssen zusammenstehen und uns nicht einschüchtern lassen.“ Die Gesellschaft dürfe nicht gespalten werden. Sie werde auch weiterhin für wirklichen Austausch und ernsthafte Gespräche zur Verfügung stehen.

Zuletzt wurden bei Attacken AfD-Büros im Kreis Elbe-Elster beschädigt. Dabei wurden ein Fenster beschmiert und Regenwasserrohre beschädigt. Weitere Sachbeschädigungen gab es an Büros der Linken in Werder/Havel (Potsdam-Mittelmark), der CDU in Spremberg (Spree-Neiße) und der Grünen in Frankfurt (Oder).

Auf Büros von Parteien und Abgeordneten in Brandenburg hat es im dritten Quartal dieses Jahres nach vorläufigen Angaben fünf Angriffe gegeben. Insgesamt wurden damit in den ersten neun Monaten des Jahres 2021, in dem die Bundestagswahl stattfand, bereits 20 solcher Angriffe registriert. Im Vorjahreszeitraum hatte es 14 Attacken gegeben.

Kriminalität 2020 in Berlin - die Statistik im Detail

( BM/dpa )