Charlottenburg

Gas bei Beiersdorf ausgetreten: Feuerwehr im Großeinsatz

Charlotte Bauer
Feuerwehrleute und Einsatzfahrzeuge stehen vor einem Produktionsbetrieb von Beiersdorf. Dort waren am Vormittag Chemikalien ausgetreten.

Feuerwehrleute und Einsatzfahrzeuge stehen vor einem Produktionsbetrieb von Beiersdorf. Dort waren am Vormittag Chemikalien ausgetreten.

Foto: dpa

In einem Betrieb zur Herstellung von Kosmetikartikeln waren Chemikalien ausgetreten. Es wurden keine Personen verletzt.

Berlin. Der Montagmorgen begann mit einem Schrecken: Bei dem Produktionsbetrieb Beiersdorf am Salzufer Ecke Franklinstraße in Charlottenburg waren Chemikalien ausgetreten. Das teilte die Feuerwehr mit, nachdem sie am Morgen alarmiert worden war. Insgesamt 85 Einsatzkräfte der Feuerwehr rückten in entsprechender Schutzausrüstung am Morgen gegen 9.30 Uhr bei dem Unternehmen an. Darunter waren auch Spezialisten des Technischen Dienstes, die sich mit solchen Fällen auskennen, wie ein Feuerwehrsprecher mitteilte. Auch die Polizei war vor Ort und sperrte mehrere Stunden die Straße für den Autoverkehr.

In einem einzelnen Raum kam es nach Angaben der Feuerwehr zum Austritt einer Chemikalie. Das führte durch Dampfbildung zum Auslösen des Brandmelders. Gegen Mittag kam dann die Entwarnung: Bei der Chemikalie handelte es sich um das eher harmlose Desinfektionsmittel Peressigsäure, teilte die Feuerwehr via Twitter mit. Zunächst war von dem Gas Chlorwasserstoff die Rede gewesen, das habe aber nicht gestimmt, erklärte der Sprecher. Menschen seien nicht verletzt worden. Auch für die Anwohner und für die Umgebung habe zu keiner Zeit Gefahr bestanden, hieß es. Bereits nach kurzer Zeit war der Austritt des Desinfektionsmittels beendet. Kurz nach 14 Uhr teilte die Feuerwehr via Twitter mit, dass alle Maßnahmen der beendet seien. „Die Dekontamination der unter Sonderausrüstung eingesetzten Einsatzkräfte ist abgeschlossen“, so die Feuerwehr, die die gute Zusammenarbeit mit allen Beteiligten lobte.

Beiersdorf ist als Dachmarke Hersteller zahlreicher Marken- und Kosmetikprodukte, dazu zählen beispielsweise Nivea, Labello, Hansaplast, Eucerin, Florena oder Tesa. In dem Betrieb in Charlottenburg werden Kosmetikartikel hergestellt.

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( mit dpa )