Blaulicht-Blog

Friedrichshain: Streit eskaliert - Autofahrer greift zur Axt

| Lesedauer: 11 Minuten

Foto: Imago

In unserem Blog finden Sie aktuelle Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Sonntag, 21. November 2021.

Zehlendorf: Autofahrer greift bei Streit zur Axt

Am Samstagabend wurden in Zehlendorf ein Autofahrer, sein Beifahrer und ein Anwohner durch einen alkoholisiert wirkenden Mann mit einer Axt angegriffen. Nach den bisherigen Ermittlungen und Aussagen soll der Fahrer eines Renault-Pritschenwagens den 22-Jährigen Mini-Fahrer gegen 20.50 Uhr auf dem Teltower Damm mit seiner Fahrweise genötigt haben, anzuhalten.

Im Zuge des lauten Streits, auf den ein 51-jähriger Anwohner aufmerksam wurde, soll der Transporterfahrer eine verpackte Axt aus dem Renault geholt und dem Mimi-Fahrer gegen die Brust gestoßen haben. Als sich dessen 23-jähriger Beifahrer und der Anwohner einmischten, um zu schlichten, soll der Fahrer des Pritschenwagens die Axt ausgepackt und in Richtung der beiden Schlichter geschlagen haben, die die Angriffe mit ihren Armen parieren konnten und dadurch glücklicherweise nur leicht verletzt wurden. Dann soll der Angreifer auf den Mini zugegangen sein und mit der Axt die Frontscheibe beschädigt haben.

Anschließend flüchtete der Mann mit der Axt in der Hand zu Fuß in Richtung Leo-Baeck-Straße. Ein Insasse eines VW, der vermutlich den Renault-Fahrer kannte und in der Nähe angehalten, sich jedoch nicht in die Auseinandersetzung eingemischt hatte, soll den Golf verlassen haben und mit dem zurückgelassenen Pritschenwagen davongefahren sein. Die Verletzungen der Angegriffenen wurden durch Rettungskräfte vor Ort versorgt. Einsatzkräfte stellten bei einer Absuche der Umgebung den Transporter verlassen in der Kunzendorfstraße fest und beschlagnahmten das Fahrzeug. Die weiteren Ermittlungen führten die Einsatzkräfte zur Meldeanschrift des Halters des Renault, wo sie diesen alkoholisiert antrafen und festnahmen. Sie brachten den 40-Jährigen auf eine Polizeidienststelle, wo eine Blutentnahme durchgeführt wurde. Weder in der Wohnung des 40-Jährigen noch in seinem Fahrzeug konnten die Einsatzkräfte die Axt auffinden. Die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzungen, Nötigung im Straßenverkehr und Sachbeschädigung dauern an.

Friedrichshain: Autofahrer rast bei Kontrolle auf Polizisten zu

An einer Verkehrskontrollstelle trat ein Mann in Friedrichshain heute Morgen aufs Gaspedal und fuhr auf eine Einsatzkraft zu. Diese konnte sich gegen 9 Uhr in der Stralauer Allee mit einem Sprung zur Seite retten und blieb unverletzt. Eine auf die Situation aufmerksam gewordene Zivilstreife fuhr dem in Richtung Neukölln fahrenden Auto mit Blaulicht und Martinshorn hinterher. Dabei soll der Audi durchgängig auf der feucht-nassen Fahrbahn mit überhöhter Geschwindigkeit gefahren sein und wurde an der Kreuzung Elsenbrücke Ecke Puschkinallee von einer automatischen Verkehrsüberwachungskamera erfasst.

In der Grenzallee verloren die Polizisten im Zivilwagen zunächst den Sichtkontakt zum flüchtenden Fahrer. Auf der Stadtautobahn bemerkte kurz darauf eine weitere Zivilstreife den Audi, der die Autobahn an der Abfahrt Wexstraße verließ und mit hoher Geschwindigkeit weiterfuhr. Als der 39-jährige Fahrer das Auto seiner Mutter auf einem Parkplatz in der Bernhardstraße abstellen wollte, gaben sich die Zivilpolizisten zu erkennen und nahmen ihn und seinen 37-jährigen Beifahrer fest. Während der Jüngere noch am Ort seinen Weg zu Fuß fortsetzen konnte, kam der Ältere in einen Polizeigewahrsam, welchen er nach einer Blutentnahme verließ. Ermittlungen ergaben, dass der 39-Jährige ohne Führerschein und unter dem Einfluss von Drogen und Alkohol unterwegs war. Zudem entdeckten die Polizeikräfte an dem Audi eine frische Unfallspur, die bislang nicht zugeordnet werden konnte, und beschlagnahmten den Wagen.

Friedrichshain: Jugendliche Räuber nach Überfall festgenommen

In der vergangenen Nacht nahmen Einsatzkräfte in Friedrichshain vier mutmaßliche Räuber fest. Ein Zeuge hatte gegen 3.30 Uhr beobachtet, wie das Quartett in der Frankfurter Allee Ecke Jessnerstraße zwei Männer im Alter von 25 und 35 Jahren mit Faustschlägen angegriffen und verletzt haben soll. Als er sich ihnen näherte, flüchteten die Angreifer in Richtung einer Grünanlage. Alarmierte Einsatzkräfte nahmen in einem nahegelegenen Park auf einer Bank zwei 16-Jährige sowie einen 17 und 18 Jahre alten Mann vorläufig fest. Ein Anwohner soll zudem beobachtet haben, wie einer der Jugendlichen einen Gegenstand in dem Park versteckt haben soll.

Die Polizistinnen und Polizisten fanden nur unweit entfernt ein Handy und zwei Geldkarten, die den Überfallenen zugeordnet werden konnten. Die Verletzten kamen mit alarmierten Rettungskräfte zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus. Während der 16- und der 17-Jährige ihren Weg vor Ort fortsetzen konnten, kamen ihre mutmaßlichen Komplizen für eine erkennungsdienstliche Behandlung in einen Polizeigewahrsam, welchen sie im Anschluss verließen. Das Quartett sieht nun einem Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Raubes entgegen.

Mitte: Mann raubt 18-Jährigem Jacke und würgt ihn

Zeuginnen alarmierten heute früh die Polizei zu einer Auseinandersetzung auf einem U-Bahnhof in Mitte. Nach den ersten Ermittlungen und Angaben von Zeuginnen und Zeugen soll ein 18-Jähriger gegen 5.40 Uhr auf einem Zwischendeck des U-Bahnhofes Alexanderplatz mit einem 25 Jahre alten Mann in einen Streit geraten sein. In der Folge soll der Ältere den Jüngeren ins Gesicht geschlagen, gewürgt und mit dem Kopf gegen eine Wand gestoßen haben. Mit der Jacke des Angegriffenen soll der 25-Jährige geflüchtet sein.

Alarmierte Kräfte des Polizeiabschnitts 57 sowie Kräfte der Alexwache nahmen wenig später den Tatverdächtigen, der dabei die Jacke des 18-Jährigen trug, noch im Bahnhof fest. Dabei soll der Festgenommene versucht haben, einen Polizisten wegzustoßen. Der 18-Jährige wies starke Rötungen im Gesicht und am Hals auf und wirkte auf die Einsatzkräfte alkoholisiert. Die Alarmierung eines Rettungswagens lehnte der junge Mann ab. Der polizeibekannte Festgenommene war ebenfalls alkoholisiert. Eine freiwillige Atemalkoholkontrolle ergab bei ihm einen Wert von etwa 1,8 Promille.

Charlottenburg: Feuer in Hotel am Kurfürstendamm

Rund 90 Einsatzkräfte der Feuerwehr sind am Samstagabend zu einem Brand in einem Hotel am Kurfürstendamm in Charlottenburg ausgerückt. Ausgebrochen war das Feuer aus noch ungeklärter Ursache in einem Hotelzimmer. Ein Hotelgast wurde nach Angaben der Feuerwehr mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert, weitere Verletzte gab es nicht. Der Kurfürstendamm blieb für die Dauer des Einsatzes zwischen Adenauerplatz und Olivaer Platz gesperrt.

Friedrichshagen: Motorradfahrer bei Unfall schwer verletzt

Bei einem Verkehrsunfall heute Vormittag in Friedrichshagen wurde ein Motorradfahrer schwer verletzt. Nach den bisherigen Ermittlungen und Aussagen von Zeuginnen befuhr der 24-Jährige gegen 9.10 Uhr den Müggelseedamm vom Fürstenwalder Damm kommend in Richtung Bölschestraße und soll in einer leichten Linkskurve aus bislang noch nicht bekannten Gründen die Kontrolle über seine Honda verloren haben. Die Maschine soll zunächst gegen den Bordstein und schließlich gegen die Leitplanke geprallt sein. Der Fahrer zog sich durch den Sturz Verletzungen am gesamten Körper zu und wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo er stationär aufgenommen wurde.

Reinickendorf: Parteibüro beschädigt

Unbekannte haben ein Parteibüro von der Grünen in Wittenau attackiert. Eine Mitarbeiterin entdeckte am Samstagnachmittag die demolierte Schaufensterscheibe am Eichborndamm in Reinickendorf, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Auch die Eingangstür des Büros wurde demnach mit Farbe beschmiert. Der Polizeiliche Staatsschutz hat wegen des politischen Hintergrunds die Ermittlungen übernommen.

Neukölln: Raub zum Ladenschluss

Ein vermeintlicher Kunde hat am Sonnabendabend einen Supermarkt in Britz überfallen. Wie die Polizei mitteilte, begleitete die 42 Jahre alte Angestellte des Discounters am Tempelhofer Weg um 21 Uhr mit Hinweis auf den Ladenschluss den Mann zur Tür, als dieser sie plötzlich ins Geschäft zurückdrängte. Auf die Situation aufmerksam geworden, kam der Frau ihr 25 Jahre alter Kollege zu Hilfe. In dem Gerangel mit dem Unbekannten soll dieser ein Messer gezogen und die beiden Angestellten leicht verletzt haben, die daraufhin von dem Mann abließen. Der Mann soll anschließend eine Kassenlade mit dem Messer aufgehebelt und Geld entnommen haben. Mit der Beute flüchtete der Angreifer nach Angaben von Zeugen in Richtung Gradestraße. Die beiden Angestellten erlitten leichte Stich- bzw. Schnittverletzungen an den Armen. Die Ermittlungen dauern an.

Falkensee: Mehrere Verletzte bei Zusammenstoß von drei Autos

Bei einer Karambolage von drei Autos auf der Landstraße zwischen Falkensee (Havelland) und Groß Glienicke sind sechs Menschen verletzt worden. Ein 21 Jahre alter Autofahrer kam am Samstagnachmittag aus unbekannten Gründen von der Spur ab und fuhr in den Gegenverkehr, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Dort krachte er mit einem anderen Wagen zusammen.

Das Auto des Unfallfahrers kam anschließend ins Schleudern und stieß mit einem weiteren Wagen zusammen. Der 21-Jährige verletzte sich schwer. In den anderen Fahrzeugen erlitten fünf Menschen leichte Verletzungen. Alle kamen in Krankenhäuser. Die Landstraße war wegen des Unfalls in beide Richtungen gesperrt.

Potsdam: Rassistische Äußerung nach Streit um Einlass mit 2G-Regel

Nach dem Streit um den Zugang zu einer Party mit 2G-Regel in Potsdam hat ein Mann den Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes rassistisch beleidigt. Ein Zeuge habe beobachtet, wie die 52 Jahre alte Sicherheitskraft dem 22-jährigen Besucher am frühen Sonntagmorgen wegen des Impfstatus den Zutritt zu dem Kulturzentrum verweigert habe, berichtete die Polizei am Sonntag. Ob der Mann nicht geimpft war oder keinen Nachweis hatte, war zunächst unklar. Daraufhin habe sich der 22-Jährige rassistisch geäußert. Der Mann bekam einen Platzverweis, gegen ihn wird wegen Volksverhetzung ermittelt. In Brandenburg gilt unter anderem für Diskotheken, Clubs, Festivals, Gaststätten, Theater und Kinos.

Brandenburg: Drei Schweine nach Einbruch verendet - Heizung fiel aus

Drei Schweine sind in einer Mastanlage in Karstädt in der Prignitz nach einem Einbruch verendet. Unbekannte Täter hätten Fenster ausgehebelt und die Stromzufuhr für die Heizung und die Belüftung im Schweinestall unterbrochen, berichtete die Polizei am Sonntag. Mitarbeiter der Mastanlage wurden auf den Einbruch aufmerksam. Erst am Samstagvormittag, einen Tag nach dem Einbruch, sei festgestellt worden, dass kein Strom mehr floss. Die drei Schweine seien vermutlich gestorben, weil Heizung und Belüftung ausfielen. Aus einem Geschäftsraum stahlen die Unbekannten Büromaterial. Den Schaden schätzen die Beamten auf rund 5000 Euro. Die Kriminalpolizei ermittelt.

( BM/dpa )