Blaulicht-Blog

Tegel: Seniorin wird mit Waffe bedroht

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Foto: Imago

In unserem Blog finden Sie aktuelle Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Freitag, 19. November 2021.

Gesundbrunnen: Amerikanische Weltkriegsbombe gefunden

Bauarbeiten förderten Freitagmittag in Gesundbrunnen eine Weltkriegsbombe zu Tage. Bauarbeiter entdeckten die Bombe gegen 12.25 Uhr auf dem Gelände des Krankenhauses an der Iranischen Straße und alarmierten die Polizei. Nach ersten Erkenntnissen der Kriminaltechnik des Landeskriminalamtes handelt es sich um eine 250 Kilo schwere Bombe amerikanischer Bauart. Die Entschärfer der Polizei stellten fest, dass der Zustand des Sprengkörpers sicher ist. Zum Schutz der Bevölkerung trafen sie jedoch weitere, sichernde Maßnahmen, sodass von der Fliegerbombe keine unmittelbare Gefahr ausgeht. Aufgrund der notwendigen Planungen und Vorbereitungen für die Entschärfung sowie der erforderlichen Verfügbarkeit unterschiedlicher Fachkräfte, wurde die Entscheidung getroffen, die Entschärfung in der kommenden Woche durchzuführen.

Spandau: Taxifahrer überlistet Räuber-Duo

Unverletzt blieb ein Taxifahrer, als er heute früh in Haselhorst überfallen wurde. Nach den bisherigen Erkenntnissen nahm er gegen 4.30 Uhr zwei Fahrgäste in der Gartenfelder Straße auf, die ihn zu einem Wendehammer in der Elisabeth-Flickenschildt-Straße lotsten. Dort angekommen, bedrohte das Duo den Fahrer mit einer Schusswaffe und forderte die Herausgabe des Taxis. Als die beiden Männer ausstiegen, um das Fahrzeug zu übernehmen, gab der 54-Jährige Gas und flüchtete mit seinem Toyota. Die Unbekannten gaben noch Schüsse ab, bei denen jedoch niemand verletzt wurde. Derzeit wird davon ausgegangen, dass es sich um eine Schreckschusswaffe handelte.

Tegel: Seniorin wird mit Waffe bedroht

Eine Seniorin ist am Donnerstag in Tegel (Reinickendorf) mit einer Waffe bedroht worden. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, wurde die 71-Jährige gegen 19.20 Uhr von zwei Männern verfolgt und auf dem Vorplatz eines Einkaufszentrums Am Borsigturm aufgefordert, stehen zu bleiben und ihr Geld herauszugeben. Als die Frau dies verneinte, habe einer der beiden Männer eine Waffe gezogen. Er habe sie geladen und auf sie gezielt. Daraufhin habe die Frau ihre Geldbörse geöffnet und geweint. Eine Passantin wurde auf die Situation aufmerksam und sprach die Frau an. Daraufhin steckte der Mann die Waffe weg und flüchtete ohne Beute mit seinem Komplizen. Die Seniorin blieb unverletzt. Die Ermittlungen wegen des Verdachts des schweren Raubes führt das Fachkommissariat in der Polizeidirektion 1 (Nord).

Schöneberg: Ein Bewohner bei Wohnungsbrand verletzt

Bei einem Wohnungsbrand in einem Mehrfamilienhaus in Schöneberg ist ein Bewohner verletzt worden. Der Mann kam mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus, wie die Feuerwehr mitteilte. Zudem verletzte sich ein Feuerwehrmann den Angaben zufolge bei dem Einsatz am Fuß. Die Wohnung im zweiten Obergeschoss eines fünfgeschossigen Wohnhauses in der Goebenstraße stand am frühen Freitagmorgen aus noch unbekannten Gründen komplett in Flammen. 25 Bewohner brachten sich selbst in Sicherheit und wurden in einem BVG-Bus betreut.

Zehlendorf: Bus erfasst Fußgänger

Am Donnerstagmittag wurde in Zehlendorf ein Mann von einem Bus erfasst und schwer verletzt. Nach bisherigen Erkenntnissen und Zeugenaussagen soll der Bus auf der Fischerhüttenstraße in Richtung Argentinische Allee gefahren sein. An der erfasste er beim Rechtsabbiegen in Richtung Clayallee einen die Fußgängerfurt überquerenden Fußgänger. Der 49 Jahre alte Fahrer bremste sofort den Bus, als er im hinteren Bereich ein Geräusch vernommen hatte, stieg aus und leistete bei dem 72-Jährigen Erste Hilfe. Der Verletzte wurde von alarmierten Rettungskräften der Feuerwehr zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

S-Bahnlinie S2: Reisende mit Nothammer bedroht - Angriffsopfer und Zeugen gesucht

Die Bundespolizei sucht Zeugen eines tätlichen Angriffs am Donnerstagnachmittag am Bahnhof Südkreuz und in der S-Bahnlinie S2. Ein 18-Jähriger soll am Bahnhof Südkreuz eine Frau mit einem Kleinkind aggressiv angegangen sein und ihr mit einem Nothammer gedroht haben. Vorher soll er bereits mehrere Reisende in einer S-Bahn der Linie S2 in Richtung Lichtenrade mit dem Nothammer bedroht haben.

Wie Zeugen berichten, sei der junge Mann gegen 15.30 Uhr am Bahnhof Friedrichstraße in Begleitung weiterer Jugendicher in die S2 gestiegen. Er forderte die Herausgabe von Mobiltelefonen und drohte mit einem entwendeten Nothammer. Die Begleiter sollen den 18-Jährigen beruhigt und damit ein weiteres Eskalieren der Situation verhindert haben.


Am Bahnhof Südkreuz verließ die Gruppe die S-Bahn. Hier ging der 18-Jährige auf dem Regionalbahnsteig die 34-Jährige mit ihrem zweijährigen Kind im Kinderwagen an. Zwischenzeitlich alarmierte Bundespolizisten nahmen den 18-Jährigen kurz darauf vorläufig fest. Wer sachdienliche Angaben machen kann, wird gebeten, sich bei der Bundespolizei rund um die Uhr unter der Rufnummer 030 /
297779 0 zu melden bzw. unter der kostenlosen Servicenummer 0800 / 6 888 000. Auch jede andere Polizeidienststelle kann kontaktiert werden.

Kreuzberg: Mann wird mit Pistole und Messer bedroht

Vier bewaffnete Männer haben am Donnerstag einen Passanten in Kreuzberg überfallen. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, verließ ein 45-Jähriger gegen 17 Uhr den Görlitzer Park an der Skalitzer Straße. Dabei bemerkte er vier Unbekannte und dass einer von ihnen versuchte, ihm seinen Geldbeutel aus der Gesäßtasche zu entwenden. Als der Mann dies verhindern wollte, brachten ihn die Personen zu Boden. Sie fixierten ihn, schlugen auf ihn ein und hielten ihm eine Pistole vor. Dem Mann sei es gelungen sich loszureißen und zu flüchten. Während der Flucht bemerkte er, dass auch sein Handy gestohlen wurde.

Die Angreifer verfolgten den Mann durch die Lausitzer Straße und holten ihn in der Wiener Straße ein. Erneut brachten sie den 45-Jährigen zu Boden und bedrohten ihn mit einem Messer. Feuerwehrleute der in der Nähe befindlichen Wache bemerkten die Szenerie und konnten zwei Verdächtige festhalten, während deren Komplizen die Flucht gelang. Alarmierte Polizisten beschlagnahmten die Pistole und das Messer. Die 25 und 36 Jahre alten Festgenommenen wurden der Kriminalpolizei übergeben. Der 45-Jährige wurde leicht am Kopf verletzt und konnte nach einer ambulanten Behandlung das Krankenhaus verlassen.

Steglitz: Radfahrerin beim Linksabbiegen von Autofahrerin erfasst

Ein Radfahrerin ist am Donnerstag bei einem Unfall in Steglitz verletzt worden. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, wurde die 72-Jährige beim Linksabbiegen von der Plantagenstraße auf die Albrechtstraße von einem VW erfasst. Die 80 Jahre alte Autofahrerin hatte an einer roten Ampel hinter der Breite Straße gehalten. Als die Ampel grün wurde, fuhr sie an und stieß mit der abbiegenden Fahrradfahrerin zusammen. Diese stürzte und erlitt eine Kopfverletzung. Die Autofahrerin blieb unverletzt. Das Fachkommissariat für Verkehrsdelikte der Polizeidirektion 4 (Süd) übernahm die weiteren Ermittlungen.

Neu-Hohenschönhausen: 18-Jähriger wird mit Schusswaffe bedroht

Zwei Räuber sind der vergangenen Nacht in Neu-Hohenschönhausen (Lichtenberg) festgenommen worden. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, sollen die beiden 22 und 25 Jahre alten Männer einen 18-Jährigen in der Vincent-van-Gogh-Straße zunächst nach Zigaretten gefragt haben. Als dieser diese heraussuchte, habe das Duo ihn mit einer Schusswaffe bedroht und sei mit erbeutetem Geld geflüchtet. Der 18-Jährige blieb unverletzt. Alarmierte Polizisten nahmen die Verdächtigen in der Nähe fest. Sie wurden der Kriminalpolizei überstellt. Die mutmaßliche Tatwaffe wurde beschlagnahmt.

Alt-Hohenschönhausen: Mehrere Feuer gelegt

In Alt-Hohenschönhausen (Lichtenberg) hat es in der vergangenen Nacht an verschiedenen Stellen gebrannt. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, führt ein Brandkommissariat des Landeskriminalamtes die Ermittlungen.

Zunächst bemerkten Passanten kurz nach Mitternacht im Weißenseer Weg eine brennende Mülltonne, die alarmierte Einsatzkräfte der Feuerwehr löschten. Etwa zwei Stunden später brannte im Keller eines Mehrfamilienhauses in der Konrad-Wolf-Straße ein Papierstapel sowie ein Lichtschalter. Kurz darauf brannten in derselben Straße auf einer Baustelle zwei Dixitoiletten. Fast zeitgleich wurden in der Mittelstraße ein Kinderwagen und eine Mülltonne in Brand gesetzt, die unter einem Holzverschlag standen.

Am Brandort beobachteten Zeugen einen 22-jährigen Mann, der ihnen verdächtig vorkam und wenig später von Polizisten festgenommen wurde. Eine freiwillig durchgeführte Atemalkoholmessung ergab einen Wert von knapp 1,8 Promille. Da sich der Tatverdacht gegen den Mann nicht erhärten ließ, kam er wieder auf freien Fuß. Die Ermittlungen dauern an.

Friedrichshain: Kleinere Brände rund um Rigaer Straße

An drei verschiedenen Orten rund um die Rigaer Straße in Friedrichshain ist es in der Nacht zu Donnerstag zu kleineren Bränden gekommen. Nach bisherigen Erkenntnissen kann ein Zusammenhang mit der linksautonomen Szene ausgeschlossen werden, wie ein Sprecher der Berliner Polizei sagte. Gebrannt hätten unter anderem ein Dixi-Klo und ein Müllcontainer. Ob es sich um Brandstiftung handelt, wurde auf Nachfrage zunächst nicht gesagt. Das sei Sache der Ermittlungen, so der Sprecher.

Mitte: Taschendiebe festgenommen - U-Haft angeordnet

Die Bundespolizei hat bereits am Mittwoch zwei Männer festgenommen, die zuvor einem Reisenden im Hauptbahnhof in Mitte den Rucksack gestohlen hatten. Die Verdächtigen konnten zunächst mit einem Taxi flüchten. Den Bundespolizisten gelang es aber, den Ausstiegsort des Duos zu ermitteln. Nach einer Fahndung wurden die Männer festgenommen.

Bei der Durchsuchung der 22 und 27 Jahre alten Männer fanden die Beamten neben der Beute zudem ein Cuttermesser und Betäubungsmittel. Die Sachen wurden beschlagnahmt. Die Bundespolizei leitete Ermittlungsverfahren wegen gewerbsmäßigem Diebstahl und Diebstahl mit Waffen sowie wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ein. Am Donnerstag erließ ein Haftrichter Untersuchungshaft gegen die beiden bereits mehrfach wegen ähnlicher Delikte polizeilich bekannten Diebe.

Kriminalität 2020 in Berlin - die Statistik im Detail

( BM/dpa )