Blaulicht-Blog

Alkoholisiert und bewaffnet mit 186 km/h über Stadtautobahn

| Lesedauer: 8 Minuten
Da der 37-Jährige einen apathischen Eindruck machte und eine Atemalkoholmessung einen Wert von 1,35 Promille ergab, wurde der Tatverdächtige in einen Polizeigewahrsam gebracht

Da der 37-Jährige einen apathischen Eindruck machte und eine Atemalkoholmessung einen Wert von 1,35 Promille ergab, wurde der Tatverdächtige in einen Polizeigewahrsam gebracht

Foto: Friso Gentsch / dpa

In unserem Blog finden Sie aktuelle Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Donnerstag, 18. November 2021.

Wilmersdorf: Alkoholisiert und bewaffnet mit 186 km/h über die Stadtautobahn

Einen betrunkenen Autobahnraser schnappten Einsatzkräfte der Berliner Berlin in der Nacht zu Donnerstag auf der Stadtautobahn A100 - und machten weitere bemerkenswerte Funde. Der Audi-Fahrer hatte die Aufmerksamkeit zweier Polizisten in Wilmersdorf auf sich gezogen, nachdem er gegen 2 Uhr auf der Stadtautobahn die Anschlussstelle Hohenzollerndamm in Richtung Neukölln mit überhöhter Geschwindigkeit passierte. Die Einsatzkräfte folgten dem 37-Jährigen, der mehrfach die Fahrstreifen wechselte, ohne den Blinker zu betätigen, und einen anderen Fahrer bedrängte. In Höhe der Autobahnauffahrt Tempelhofer Damm wurde er langsamer und zum Halten aufgefordert. Bei der Kontrolle fanden die Beamten eine auf dem Rücksitz liegende Schusswaffe, eine weitere Schreckschusswaffe, drei Messer, Reizgas, eine Sturmhaube sowie Handschuhe. In einer Transportbox im Kofferraum befand sich ein Hund, der kurz darauf der Lebensgefährtin des Fahrers übergeben wurde. An sie schickte der Raser zuvor - noch während seiner Fahrt - ein Foto seines Tachos, das eine Geschwindigkeit von 186 km/h dokumentierte.

Da der 37-Jährige einen apathischen Eindruck machte und eine Atemalkoholmessung einen Wert von 1,35 Promille ergab, wurde der Tatverdächtige in einen Polizeigewahrsam gebracht. Er muss sich wegen des verbotenen Kraftfahrzeugrennens unter Einfluss von Alkohol sowie des Verstoßes gegen das Waffengesetz verantworten.

Bahnhof Südkreuz: Maskenverweigerer bedroht Bahnmitarbeiter mit Messer

Bundespolizisten haben am Mittwochnachmittag einen 31-Jährigen am Bahnhof Südkreuz vorläufig festgenommen. Er hatte zuvor zwei Bahnmitarbeiter in einem Regionalexpress mit einem Cutter-Messer bedroht. Mitarbeiter der Deutschen Bahn trafen den Mann gegen 15:20 Uhr ohne eine erforderliche Mund-Nasen-Bedeckung im RE3 auf der Fahrt vom Bahnhof Lichterfelde Ost nach Berlin-Südkreuz an. Er gab an, weder eine Maske, noch einen Fahrschein zu haben. Während des Gespräches zog er ein Cuttermesser aus der Hosentasche, schob die Klinge heraus und gestikulierte damit vor den beiden Bahnmitarbeitern. Am Bahnhof Südkreuz forderten sie den Mann auf, den Zug zu verlassen. Am Bahnsteig verhielt sich der Mann weiter aggressiv gegenüber den Bahnmitarbeitern. Da er sich weigerte, das Messer herauszugeben, überwältigten ihn alarmierte Bundespolizisten, brachten ihn zu Boden und nahmen ihn vorläufig fest. Der 31-Jährige leistete dabei Widerstand.

Die Einsatzkräfte fanden bei ihm mehrere Cuttermesser. Die Bundespolizei leitete Ermittlungsverfahren wegen Bedrohung, Erschleichens von Leistungen und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte gegen den polizeibekannten 31-Jährigen ein. Da der Mann Bekleidungsstücke mit sich führte, bei denen der Verdacht besteht, dass es sich um Diebesgut handeln könnte, stellten die Bundespolizisten die Sachen sicher und zeigten den Mann auch wegen des Verdachts des Diebstahls an.

Bremerhaven: Polizei eskortiert Berliner Seemann zur Bank und zurück zum Schiff

Diesen Ruf auf die Schiffsbrücke wird ein 37 Jahre alter Seemann aus Berlin vermutlich so schnell nicht vergessen: Dort wartete nämlich nicht nur der Käpt'n, sondern zu seiner Überraschung auch die Bundespolizei mit einem Haftbefehl. Der Mann hatte es versäumt, eine Geldstrafe wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis über rund 1200 Euro zu begleichen. Ihm drohte deshalb nicht nur der sofortige Antritt einer Ersatzfreiheitsstrafe von 30 Tagen, sondern auch, dass sein aus Amsterdam kommendes Schiff ohne ihn aus Bremerhaven wieder ablegte, wie die Bundespolizei mitteilte.

Die Beamten nahmen ihn zwar fest, begleiteten ihn aber am Donnerstag zu einer Bank, wo der Seemann aus Berlin sich den Betrag auszahlen ließ und gleich an die Polizisten weiterreichte. Die brachten ihn im Gegenzug rechtzeitig zum Auslaufen des Schiffes zurück an Bord.

Marzahn: Unbekannte werfen Pflasterstein auf Straßenbahn

In der Nacht zu Donnerstag wurden Einsatzkräfte von einem Anrufer aus Marzahn über eine Sachbeschädigung an einer Tram der Linie 56, die in Richtung Ahrensfelde unterwegs war, in Kenntnis gesetzt. Der 46 Jahre alte Fahrgast teilte den Kolleginnen und Kollegen mit, dass er gegen 22.45 Uhr an der Haltestelle Allee der Kosmonauten Ecke Rhinstraße zwei junge Männer im Gleisbett der entgegenkommenden Fahrtrichtung beobachtete, von denen einer einen Kleinpflasterstein gegen ein Fenster der Straßenbahn geworfen haben soll. Das Sicherheitsglas der Scheibe zerbrach daraufhin. Der Fahrer lenkte die Bahn zum Betriebsbahnhof. Verletzt wurde niemand. Der Tatverdächtige und sein Komplize flüchteten.

Gesundbrunnen: Ein Jahr nach schwerem Raub Tatverdächtige ermittelt

Mit der Veröffentlichung von Fotos hatte die Polizei Berlin um Mithilfe nach einem schweren Raub in Gesundbrunnen gebeten. Jetzt - ein Jahr nach der Tat - konnten die Tatverdächtigen ermittelt werden. Eine Zeugin erkannte einen der beiden mutmaßlichen Räuber, einen 38-Jährigen, auf der Internetseite der Polizei Berlin wieder und wandte sich an das ermittelnde Kommissariat. Die weiteren Ermittlungen führten zur Namhaftmachung seines mutmaßlichen 29 Jahre alten Komplizen. Bei Wohnungsdurchsuchungen beschlagnahmten die Ermittler Beweismittel.

Die Gesuchten sollen am 14. November 2020 gegen 0.40 Uhr am U-Bahnhof Osloer Straße einen 27-Jährigen mit einem Messer bedroht und die Herausgabe seines Mobiltelefons gefordert haben. Als der junge Mann die Forderung nicht erfüllte, sollen sie ihm das Handy entrissen haben und unerkannt entkommen sein.

Mitte: Abenteuerlicher Fluchtversuch - Mann nach versuchtem Büroeinbruch geschnappt

Einsatzkräfte der Polizei nahmen am frühen Donnerstagmorgen einen Tatverdächtigen nach einem versuchten Büroeinbruch in Mitte fest. Mitarbeiter des Objektschutzes der Polizei Berlin, die ihren Dienst an der chinesischen Botschaft versehen, stellten gegen 3.15 Uhr einen Mann auf dem gegenüberliegenden Rolandufer fest, der versuchte, über ein Fenster in ein Büro einzubrechen. Als einer der Mitarbeiter die Jannowitzbrücke überquerte, flüchtete der zunächst noch Unbekannte ebenfalls auf die Brücke. Von dort versuchte er, kletternd über die Außenwand des Bahnviaduktes, sich an der Spree entlang der Festnahme zu entziehen. Polizistinnen und Polizisten nahmen den 24 Jahre alten Tatverdächtigen mit Hilfe der Berliner Feuerwehr und der Wasserschutzpolizei fest.

Reinickendorf: Explosion an Zigarettenautomaten

Mittwochnacht gegen 23.45 Uhr hörten Anwohnende der Nordbahnstraße in Reinickendorf einen explosionsartigen Knall und sahen an dem dort aufgestellten Zigarettenautomaten einen Mann und eine Frau hantieren. Sie luden ein Teil des Zigarettenautomaten in einen weißen Lieferwagen und flüchteten. Alarmierte Einsatzkräfte stellten wenig später fest, dass vermutlich Pyrotechnik den Automaten beschädigt hatte und ein Akku entwendet wurde.

Potsdam: Lkw-Fahrer von Transporter angefahren

Ein Lastwagen-Fahrer ist am Donnerstagmorgen im Potsdamer Stadtteil Fahrland von einem Transporter angefahren worden. Wie die Polizei mitteilte, wurde der Mann leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht. Der Unfall ereignete sich in der Ketziner Straße, die zeitweise auf einer Spur gesperrt war. Nach Angaben der Feuerwehr war der Mann Mitarbeiter der Stadt und mit einem Einsatzfahrzeug unterwegs. Wie es zu dem Unfall kam, war zunächst unklar.

Strausberg: Polizei kontrolliert zufällig zur Festnahme ausgeschriebene Personen

Bei einer Fahrzeugkontrolle hat die Polizei in Strausberg im Landkreis Märkisch-Oderland zufällig zwei zur Festnahme ausgeschriebene Personen angehalten und festnehmen können. Wie ein Sprecher der Polizei am Donnerstag mitteilte, hatten der 30 Jahre alte Fahrer und der 25 Jahre alte Beifahrer eine Geldstrafe nicht bezahlt, weshalb nach ihnen gesucht wurde.

Bei der Fahrzeugkontrolle am frühen Donnerstagmorgen wurden weitere Delikte bekannt. So waren die beiden Männer mit einem falschen Kennzeichen und ohne Fahrerlaubnis unterwegs. Ein Schnelltest auf Drogen fiel zudem positiv aus. Nach Angaben der Polizei wird geprüft, ob die beiden Männer die Geldstrafe nun begleichen können oder ob ein Freiheitsentzug droht.

Kriminalität 2020 in Berlin - die Statistik im Detail

( BM )