Blaulicht-Blog

Geldautomat gesprengt: Mutmaßliche Täter rammen Polizeiwagen

| Lesedauer: 11 Minuten
Einsatzwagen der Polizei (Symbolbild).

Einsatzwagen der Polizei (Symbolbild).

Foto: imago/ Ralph Peters

In unserem Blog finden Sie aktuelle Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Sonntag, 14. November 2021.

Lichtenrade: Geldautomat gesprengt und Polizeiwagen gerammt

Mehrere Männer sollen einen Geldautomaten im Süden Berlins gesprengt und mit ihrem Fluchtauto einen Polizeiwagen gerammt haben. Bei dem Unfall wurden zwei Beamte leicht verletzt. Anwohner der Bahnhofstraße in Lichtenrade hätten in der Nacht zum Sonntag zunächst einen lauten Knall gehört und dann drei Männer dabei beobachtet, wie sie Gegenstände aus einer Bank in ihr Auto luden, teilte die Polizei mit. Den Angaben vom Sonntag zufolge flüchteten die Verdächtigen daraufhin im Auto. Das mutmaßliche Fluchtfahrzeug kam demnach erst zum Stehen, nachdem ihr Wagen einen quergestellten Streifenwagen der Polizei gerammt hatte.

Ein 27-Jähriger und ein 30-Jähriger wurden festgenommen, der dritte mutmaßliche Täter entkam unerkannt. Die Beamten im gerammten Streifenwagen wurden nach Polizeiangaben mit leichten Verletzungen im Krankenhaus ambulant behandelt und beendeten ihren Dienst. Bei der Verfolgungsjagd wurden außerdem zwei weitere Polizeiwagen leicht beschädigt. Ob tatsächlich Geld aus dem gesprengten Automaten gestohlen wurde, war zunächst unklar.

Alt-Hohenschönhausen: Bewaffnete Räuber überfallen Berliner Supermarkt

Unbekannte Täter haben einen Supermarkt im Berliner Stadtteil Alt-Hohenschönhausen überfallen. Laut Polizeibericht taten die beiden Männer am Samstagabend zunächst so, als würden sie einkaufen, und legten Einkäufe aufs Kassenband. „Statt jedoch zu bezahlen, bedrohte einer der Tatverdächtigen die Angestellte mit einer Schusswaffe und forderte die Herausgabe von Geld“, teilte die Polizei am Sonntag mit. Sie drängten die Kassiererin und zwei weitere Angestellte in einen Raum und ließen sich den Wertschrank öffnen. Wie viel Geld sie mitnahmen? Dazu machte die Polizei keine Angaben. Die Täter versprühten Reizgas und flohen. Die Mitarbeiter wurden wegen gereizter Augen und Atemwege behandelt.

Lichtenberg: Stein- und Flaschenwürfe auf Einsatzkräfte bei einer Versammlung

Aus einer Versammlung heraus warfen am Samstagabend in Rummelsburg bislang Unbekannte mehrere Steine und Flaschen auf Einsatzkräfte der Polizei. Gegen 18.20 Uhr setzte sich auf der Frankfurter Allee, vor dem U-Bahnhof Lichtenberg, ein angezeigter Aufzug unter dem Motto "Wie viele Einzelfälle benötigt es noch? Fight Back!" mit mehreren hundert Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Bewegung. Die Stimmung wurde laut Polizeibericht zunehmend aggressiver, mehrere polizeifeindliche Sprechchöre wurden abgehalten. Auf der Margaretenstraße wurde Pyrotechnik gezündet und Steine und Flaschen wurden auf Beamte geworfen. Einer der Steine traf einen Polizeibeamten an der Schulter, wodurch dieser leicht verletzt wurde. Ebenfalls wurden mehrere Steine gegen die Eingangstür einer Bar und mit Farbe gefüllte Glasbehältnisse gegen die Fassade des Hauses geworfen, in dem sich die Bar befindet. Die Versammlungsleitung beendete auf der Nöldnerstraße den Aufzug frühzeitig. Die Ermittlungen wegen des Verdachts des Landfriedensbruches, der gefährlichen Körperverletzung und der Sachbeschädigung führt der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt.

Kreuzberg: Festnahme nach Einbruch in zwei Fahrzeuge

Einsatzkräfte nahmen in der Nacht zu Sonntag in Kreuzberg einen Mann fest. Gegen 21.25 Uhr bemerkte ein 28-Jähriger einen Mann auf dem Beifahrersitz seines Smart, welchen er auf dem May-Ayim-Ufer geparkt hatte. Mit Unterstützung von Passanten gelang es dem Besitzer des Autos, den ebenfalls 28-jährigen Tatverdächtigen bis zum Eintreffen alarmierter Einsatzkräfte festzuhalten. Ermittlungen ergaben, dass Zeugen bereits kurz vor 21 Uhr in der Zeughofstraße den Einbruch in ein Auto, ebenfalls ein Smart, gesehen hatten. Der dazu beobachtete Täter flüchtete. Jedoch stimmte die von den Zeugen abgegebene Personenbeschreibung mit dem festgenommenen 28-Jährigen überein. Die Besatzung eines Funkeinsatzwagens brachte den Tatverdächtigen in einen Polizeigewahrsam.

Rudow: Audi rast in Polizeiwagen

In der Nacht zu Sonntag flüchtete ein mit drei Personen besetzter Audi auf der Waltersdorfer Chaussee in Rudow Richtung Innenstadt vor der Polizei. Auf der Neuköllner Straße Höhe Schönefelder Straße wollte die Besatzung eines Funkstreifenwagens den heranrasenden Pkw stoppen und stellte sich quer. Der Fahrer des Audi raste aber mit voller Wucht in den Einsatzwagen und schoss manövrierunfähig noch 80 Meter weiter in den Kreuzungsbereich der Groß-Ziethener-Chaussee. Umherfliegende Trümmerteile verteilten sich auf der Fahrbahn, darunter das Vorderrad des Einsatzwagens. Die Beifahrertür des Audi blieb in der Front des zerstörten Polizeifahrzeugs stecken. Ein weiterer Einsatzwagen rammte die offene Fahrertür des Fluchtwagens. Zwei Personen aus dem Audi konnten festgenommen werden, der dritte konnte zu Fuß flüchten. Die Kreuzung blieb mehrere Stunden gesperrt.

Schöneberg: Festnahme nach versuchtem Tötungsdelikt vor Erotikmarkt

Bei einer Schlägerei vor einem Erotikmarkt an der Kurfürstenstraße in Schöneberg wurde am Sonnabendabend gegen 22.50 Uhr ein 56-Jähriger lebensgefährlich verletzt. Zuvor war er in dem Geschäft laut Polizei mit einem 36-Jährigen in Streit geraten. Die Auseinandersetzung ging anschließend auf der Straße weiter, wo der ältere der Männer zu Boden ging und zunächst keine Vitalfunktionen mehr aufwies. Rettungskräfte konnten ihn reanimieren und ins Krankenhaus bringen, wo er stationär verbleibt.

Die Polizei konnte den 36-Jährigen in der Nähe des Tatorts festnehmen. Er soll noch heute einem Ermittlungsrichter zum Erlass eines Haftbefehls vorgeführt werden. Viel deutet auf eine Auseinandersetzung im Rotlichtmilieu hin. Auf der Kurfürstenstraße existiert einer der letzten Straßenstriche Berlins. Vor allem Frauen aus Osteuropa bietet dort, mitunter nicht freiwillig, sexuelle Dienstleistungen an.

Gegen diesen Artikel liegt eine Richtigstellung vor.

Gesundbrunnen: Einbrecher lebensgefährlich verletzt

Bei einem Einbruch setzte sich vergangene Nacht in Gesundbrunnen ein Mieter zur Wehr. Nach bisherigen Ermittlungen stieg ein 18-Jähriger gegen 0.50 Uhr über einen Balkon in eine Wohnung an der Hussitenstraße ein und soll sogleich auf den schlafenden 35-Jährigen eingeschlagen haben. Dieser setzte sich zur Wehr und soll den 18-Jährigen dabei mit einem Messer lebensgefährlich verletzt haben. Rettungskräfte brachten den mutmaßlichen Einbrecher in ein Krankenhaus, in dem er sogleich notoperiert wurde. Die andauernden Ermittlungen wegen des Verdachts des Totschlags übernahm eine Mordkommission.

Mitte: Mann stürzt von Stelle des Holocaust-Mahnmals mehrere Meter tief

Gegen 00.40 Uhr stürzte ein Mann von einer der 2711 Betonstelen des Denkmals für die ermordeten Juden Europas in Mitte mehrere Meter in die Tiefe. An der unbeleuchteten Stelle wollte der Mann vermutlich auf den Boden springen, sah aber nicht, dass es an dieser Stelle etwa zehn Meter nach unten zu einem Notausgang führt. Unter dem Mahnmal liegt der Ort der Information, der die Verfolgung und Vernichtung der Juden Europas dokumentiert. Der Mann wurde gerettet und kam schwer verletzt in ein Krankenhaus.

Mitte: Unbekannte greifen auf Gehhilfen laufenden Mann an

Gegen 21 Uhr sollen den ersten Ermittlungen nach drei Unbekannte den 43-Jährigen unter der S-Bahnbrücke Grunerstraße am Alexanderplatz angegriffen und geschlagen haben. Dabei schlug einer der drei dem auf zwei Gehhilfen laufenden Mann zunächst mit der Faust ins Gesicht, sodass dieser zu Boden stürzte. Nun schlugen und traten zwei unbekannte Täter des Trios auf den 43-Jährigen ein, wobei einer von beiden auch eine der Gehhilfen des Angegriffenen benutzt haben soll. Der dritte Unbekannte stand daneben und beobachtete die Tat. Anschließend flüchteten sie vom Ort und ließen den Angegriffenen verletzt liegen. Der 43-Jährige konnte sich wieder aufrichten und die Besatzung eines Streifenwagens auf sich aufmerksam machen. Eine ärztliche Behandlung seiner Verletzungen an Kopf und Rumpf lehnte er ab.

Wedding: Elfjähriger bei Unfall schwer verletzt

Bei einem Verkehrsunfall in Wedding wurde am Sonnabendnachmittag ein elfjähriger Junge schwer verletzt. Laut Polizei soll das Kind gegen 17.45 Uhr gemeinsam mit einem Gleichaltrigen durch geparkte Fahrzeuge auf die Fahrbahn der Schwyzer Straße gerannt sein, wobei beide nicht auf den Verkehr achteten. Dann wurde einer der beiden von einem VW Golf erfasst. Die 41 Jahre alte Fahrerein bremste zwar, konnte die Kollision aber nicht verhindern. Der Junge kam mit einem gebrochenen Bein zur stationären Behandlung ins Krankenhaus.

Zwei Autos in Brand gesetzt

Gegen 1.45 Uhr alarmierten Bewohner eines Mehrfamilienhauses an der Müllerstraße in Gesundbrunnen die Feuerwehr zu einem brennenden Auto auf dem Hinterhof des Gebäudes. Eine zuerst am Ort eingetroffene Besatzung eines Streifenwagens versuchte zunächst, die Flammen mit einem Feuerlöscher zu löschen, was nicht gelang. Erst die Feuerwehr konnte den Brand löschen. Verletzt wurde niemand.
Eine Zeugin bemerkte gegen 2.30 Uhr Rauch und Flammen am Vorderreifen eines am Fahrbahnrand des Graetschelsteiges in Wilhelmstadt abgestellten BMW und alarmierte die Feuerwehr. Eine ebenfalls zum Ort alarmierte Besatzung eines Streifenwagens löschte den Brand mit einem Feuerlöscher und sicherte Beweismittel. Der Brand beschädigte auch ein neben dem Auto geparktes Kleinkraftrad.

Rathenow: Schlüssel vergessen - Betrunkener löst Polizeieinsatz aus

Ein angetrunkener 27-Jähriger hat in der Nacht zu Sonntag in Rathenow (Landkreis Havelland) einen Polizeieinsatz ausgelöst. Der Mann bemerkte zu Hause vor der Wohnungstür, dass er seinen Schlüssel vergessen hatte, teilte die Polizeinspektion Havelland mit. Kurzerhand brach er in seine Wohnung ein und verursachte dabei einigen Lärm. Nachbarn informierten die Polizei, die mit mehreren Funkwagen anrückte. Den Mann erwartet ein Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung, denn die beschädigte Tür gehört seinem Vermieter.

Neuruppin: Mann erhält mehrere Anzeigen und kommt in Psychiatrie

Ein 55-jähriger Autofahrer ist der Polizei auf der Autobahn 24 innerhalb weniger Stunden mehrmals aufgefallen. Am Ende gab es Anzeigen und er wurde in eine geschlossene Psychiatrie eingeliefert, wie die Polizeidirektion Nord am Sonntag mitteilte. Er war nach den Angaben betrunken und zeigte psychische Auffälligkeiten.

Zunächst hatte der Mann auf dem Autohof Neuruppin getankt, ohne Geld oder Papiere dabei zu haben. Alarmierte Beamte bemerkten Alkoholgeruch, untersagten die Weiterfahrt und fertigten eine Bußgeldanzeige. Wenige Stunden später wurde er auf einem Parkplatz zwischen Herzsprung und Neuruppin kontrolliert. Der Atemalkoholtest ergab 1,28 Promille. Erneut wurde die Weiterfahrt untersagt und ein Verfahren eingeleitet. Kurz nach Mitternacht am Sonntagmorgen folgte die dritte Begegnung: Auf dem Autohof Neuruppin wurde er bei sexuellen Handlungen im Toilettenbereich bemerkt.

Als Polizisten ihn in die psychiatrische Einrichtung brachten, beschimpfte er eine Beamtin mit volksverhetzenden Äußerungen. Auch in dem Punkt wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

Kriminalität 2020 in Berlin - die Statistik im Detail

( BM/dpa )