Blaulicht-Blog

Neukölln: Betrunkener Autofahrer beschädigt 14 Autos

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Einsatzwagen der Polizei (Symbolbild).

Einsatzwagen der Polizei (Symbolbild).

Foto: imago/ Ralph Peters

In unserem Blog finden Sie aktuelle Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Sonnabend, 13. November 2021.

Neukölln: Betrunkener Autofahrer verletzt Notärztin - 14 Autos beschädigt

Ein mutmaßlich betrunkener Autofahrer hat laut Polizei mit einem Mietwagen eine Reihe von Unfällen in Neukölln verursacht. Der 22-Jährige sei am Freitagabend mit seinem Wagen mit zahlreichen Autos zusammengestoßen, teilte die Polizei mit. Insgesamt seien dabei 14 Fahrzeuge beschädigt worden. Eine Notärztin, deren Rettungsfahrzeug ebenfalls gerammt worden war, wurde leicht verletzt, musste aber nicht behandelt werden.

Nach den Angaben vom Sonnabend floh der unverletzte 22-Jährige mit seinem Beifahrer zunächst zu Fuß vom Tatort. Kurz darauf sei er in seiner Wohnung gestellt worden. Ein Atemalkoholtest habe bei ihm einen Wert von einem Promille ergeben. Den Mietwagen habe er sich ersten Erkenntnissen zufolge betrügerisch angeeignet. Die Polizei ermittelt wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Fahrens unter Alkoholeinfluss, fahrlässiger Körperverletzung und unerlaubten Entfernens vom Unfallort gegen den Mann.

Lichtenberg: Babelsberg-Fans gehen auf Kontrolleure los - Polizeieinsatz

Nach einer Auseinandersetzung mehrerer Fans des Fußballvereins SV Babelsberg 03 mit Kontrolleuren der Berliner S-Bahn kam es am Sonnabendnachmittag auf dem S-Bahnhof Nöldnerplatz in Lichtenberg zu einem Großeinsatz der Bundespolizei. Knapp 40 Personen wurden von den Beamten auf dem Bahnsteig festgehalten und ihre Personalien überprüft. Der Zug der Linie 75 blieb dazu ab 16 Uhr zum Unmut vieler Fahrgäste stehen.

Die Babelsberg-Fans waren auf dem Rückweg vom Landespokal-Viertelfinalspiel gegen den Brandenburger Landesligisten SV Grün-Weiß Ahrensfelde. „In der Bahn kam es dann zu einer Kontrolle und körperlichen Auseinandersetzungen, wobei sich mehrere Personen mit den Kontrollierten solidarisierten“, sagte einer Sprecherin der Bundespolizei der Berliner Morgenpost. Der Zugverkehr sei bis zum Ende der Identitätsfeststellung unterbrochen.

Die für die Berliner S-Bahnhöfe zuständige Bundespolizei war mit einem Großaufgebot vor Ort, da ohnehin Unterstützungskräfte der Bereitschaftseinheiten ab dem Nachmittag in Lichtenberg stationiert waren. Denn am S-Bahnhof Lichtenberg ist ab 18 Uhr eine große linke Demonstration angemeldet.

Bundespolizei wegen linker Demonstration am Abend in Lichtenberg

Die für die Berliner S-Bahnhöfe zuständige Bundespolizei war mit einem Großaufgebot vor Ort, da ohnehin Unterstützungskräfte der Bereitschaftseinheiten ab dem Nachmittag in Lichtenberg stationiert waren. Denn am S-Bahnhof Lichtenberg ist ab 18 Uhr eine große linke Demonstration angemeldet.

Steglitz: 80 Jahre alte Radfahrerin bei Zusammenstoß mit Pkw schwer verletzt

In Steglitz erlitt am Sonnabendvormittag eine Radfahrerin bei einem Verkehrsunfall schwere Verletzungen. Nach den bisherigen Erkenntnissen befuhr ein 41-Jähriger gegen 11.45 Uhr mit seinem Auto die Stindestraße in Richtung Albrechtstraße und wendete. Dabei übersah er die im Gegenverkehr fahrende 80 Jahre alte Radfahrerin. Beim Zusammenstoß stürzte die Seniorin zu Boden und erlitt schwere Verletzungen an Kopf, Arm und Bein. Sie kam in ein Krankenhaus. Der Autofahrer blieb unverletzt.

Tempelhof: Jugendlicher mit Waffe löst Polizeieinsatz aus

Zu einem größeren Polizeieinsatz kam es gestern Vormittag in Tempelhof, als ein Jugendlicher in der Öffentlichkeit mit einer Schusswaffe hantierte. Drei Schülerinnen, die gegen 10 Uhr auf dem Weg zum Sportunterricht waren, beobachteten in der Bosestraße einen jungen Mann, der eine Pistole durchlud und sich dabei mehrfach umschaute. Die Mädchen meldeten dies dem Hausmeister der Sportanlage, der wiederum den Notruf verständigte.

Alarmierte Polizisten konnten den 15-Jährigen kurz darauf in der Nähe antreffen und vorläufig festnehmen. In seinem Hosenbund steckte die Waffe, bei der es sich um eine Soft-Air-Pistole handelte. Eine zunächst angenommene etwaige Amoktat auf dem Sportgelände, die zur Auslösung eines größeren Polizeieinsatzes führte, hatte sich somit glücklicherweise nicht bestätigt. Der Junge wurde seiner Mutter übergeben, die Waffe beschlagnahmt. Er sieht nun Ermittlungsverfahren wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhen von Straftaten sowie Verstoßes gegen das Waffengesetz entgegen.

Mitte: 18-Jähriger mit Messer verletzt

Mit stark blutenden Schnittverletzungen an einem Arm und an einer Hand wurde ein Mann in Mitte am Freitagabend ins Krankenhaus gebracht. Nach den bisherigen Erkenntnissen und der Befragung von Zeugen soll der 28-Jährige gegen 20.50 Uhr vor einer Bar in der Torstraße von einem Unbekannten unter Vorhalten eines Messers sowie einer Todesdrohung zur Herausgabe seines Mobiltelefons aufgefordert worden sein. Als er dem nicht nachkam, sei er von dem Angreifer mit mehreren Schnitten an Arm und Hand verletzt worden, wobei das Handy des 28-Jährigen zu Boden fiel. Der Tatverdächtige soll es an sich genommen und damit in Richtung Rosenthaler Platz geflüchtet sein. Der Angegriffene kam nach einer Erstversorgung durch die Feuerwehr zur ambulanten Behandlung seiner Verletzungen in ein Krankenhaus. Die Ermittlungen wegen schweren Raubes führt die Kriminalpolizei.

Hakenfelde: Festnahme nach Überfall auf Seniorin

Polizisten haben am Freitag Nachmittag einen mutmaßlichen Räuber festgenommen, der zuvor in Hakenfelde eine ältere Dame überfallen haben soll. Nach Angaben von Zeugen und des Opfers war die 87-Jährige gegen 12.50 Uhr in der Reußstraße unterwegs. Plötzlich kam ein Mann, griff die im Korb ihres geschobenen Fahrrads liegende Handtasche und flüchtete zu Fuß in Richtung Streitstraße. Zwei Passanten bemerkten den Vorfall, alarmierten die Polizei und verfolgten den Unbekannten. Kurz darauf konnte dieser auf einer Baustelle mitsamt der Beute festgenommen werden. Der 35-Jährige, der in Deutschland über keinen festen Wohnsitz verfügt, wurde der Kriminalpolizei übergeben. Die Seniorin blieb glücklicherweise unverletzt.

Gesundbrunnen: Geldbote bei Überfall verletzt

Bei einem Überfall auf einen Geldboten wurde dieser am Freitagmittag in Gesundbrunnen verletzt. Der Mann verließ gegen 11.10 Uhr die Filiale eines Discounters in der Brunnenstraße, als er plötzlich von einem Unbekannten mit Reizgas attackiert wurde, während dessen Komplize die Tat absicherte. Der 27-Jährige ließ dabei einen Geldkoffer fallen, welchen die Räuber an sich nahmen und mit einem Auto flüchteten. Der Wachmann erlitt Augenreizungen, die in einem Krankenhaus ambulant behandelt wurden. Ein Raubkommissariat des Landeskriminalamtes ermittelt.

Wilhelmstadt: In den Gegenverkehr geraten und Verkehrsunfall verursacht

Bei einem Verkehrsunfall in Wilhelmstadt wurden am Freitagnachmittag zwei Frauen verletzt. Gegen 17.25 Uhr war ein 69-Jähriger mit seinem Wagen in der Potsdamer Chaussee in Richtung Heerstraße unterwegs, als er aus noch zu klärenden Gründen nach links in den Gegenverkehr geriet. Dabei stieß er frontal mit dem entgegenkommenden Auto einer 64-Jährigen zusammen. Die Frau erlitt einen Armbruch, ihre 67 Jahre alte Beifahrerin innere Verletzungen am Oberkörper. Beide Damen kamen zur stationären Behandlung in eine Klinik. Der Autofahrer blieb hingegen unverletzt. Zur Klärung der Unfallursache wurde das Fahrzeug des Mannes für die Erstellung eines technischen Gutachtens sichergestellt. Für die Unfallaufnahme war die Potsdamer Chaussee rund eine Stunde in beide Fahrtrichtungen gesperrt, wovon auch der Buslinienverkehr betroffen war.

Hellersdorf: Maskenverweigerer werfen Flaschen und greifen Gäste an

Zu einer körperlichen Auseinandersetzung kam es in der vergangenen Nacht in Hellersdorf. Nach bisherigen Erkenntnissen betraten gegen 0.45 Uhr rund zehn Personen ein Lokal in der Alten Hellersdorfer Straße. Von dem Geschäftsführer der Bar wurden die eintretenden Personen darauf hingewiesen, sich an die Corona-Hygieneregeln zu halten und eine Mund-Nase-Bedeckung aufzusetzen. Da sie dieser Aufforderung nicht Folge leisteten und weiterhin anwesende Gäste des Lokals belästigten, wurde die Personengruppe vom Inhaber der Örtlichkeit verwiesen. Kurze Zeit später betrat die Gruppe erneut das Lokal. Aus der Gruppe heraus wurden beim Betreten der Bar unvermittelt Flaschen auf die anwesenden Gäste geworfen, auf diese eingeschlagen und die Ladeneinrichtung zerstört. Noch vor dem Eintreffen der Polizeif lüchteten die Tatverdächtigen in unbekannte Richtung. Zwei Gäste wurden mit Kopfverletzungen am Ort behandelt.

Charlottenburg: Festnahme nach Diebstahl aus Auto

In Charlottenburg nahmen Polizisten am Freitagabend zwei Männer fest, die im Verdacht stehen, aus einem VW Touareg hochwertige Kleidung und Geld entwendet zu haben. Die 27 und 52 Jahre alten Tatverdächtigen fielen der Streifenbesatzung gegen 19.35 Uhr in der Nähe des an der Kreuzung Kurfürstendamm Ecke Uhlandstraße abgestellten Fahrzeugs auf. Sie beobachteten, dass sich der Jüngere der beiden Männer Zugang zum Fahrzeug verschaffte und anschließend mit dem Älteren Gegenstände austauschte. Bei einer Überprüfung der beiden Personen in Tatortnähe fanden Polizistinnen und Polizisten hochwertige Kleidung und Geld, die zweifelsfrei aus dem Wagen entwendet wurden. Beide Tatverdächtige kamen zur erkennungsdienstlichen Behandlung in Gewahrsam.

Kriminalität 2020 in Berlin - die Statistik im Detail

( BM/dpa )