Kriminalität

Wieder drei Geldautomaten in Berlin gesprengt

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Foto: Morris Pudwell

In der Nacht zu Mittwoch sind in Britz und Hellersdorf erneut zwei Geldautomaten beschädigt worden. Ein Zusammenhang wird geprüft.

In der Nacht zu Mittwoch sind in Berlin erneut mehrere Geldautomaten beschädigt worden. Zunächst hörte ein Mitarbeiter der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) gegen 1.30 Uhr einen lauten Knall an der Gutschmidstraße in Britz, wie die Polizei mitteilte. Dann habe er mehrere Personen beobachtet, die aus einer Postfiliale zu einem Auto rannten und damit flüchteten. Ein Automat wurde dort aufgebrochen.

Knapp eineinhalb Stunden später, um kurz nach 3 Uhr, hörten dann Anwohner der Alten Hellersdorfer Straße ebenfalls einen Knall. Auch dort wurden in einer Bankfiliale zwei Automaten aufgebrochen. Die Zeugen beobachteten laut Polizei diesmal zwei Personen, die mit einem Auto in Richtung Landsberger Allee wegfuhren.

Verletzt wurde in beiden Fällen niemand. Unklar war am Mittwoch, ob die Täter Geld stehlen konnten. Das und ein möglicher Zusammenhang beider Taten werde geprüft.

Polizei registriert in diesem Jahr bereits 20 Taten

Die mutmaßlichen Sprengungen reihen sich in eine Vielzahl von Taten ein, bei denen Automaten gewaltsam geöffnet wurden. Jüngst berichtete die Polizei etwa von zwei Fahrkartengeräten, die am vergangenen Freitag am S-Bahnhof Lichtenrade mit Pyrotechnik geknackt wurden. Insgesamt wurden in Berlin zwischen 1. Januar und 15. Oktober neun Automatensprengungen und elf Versuche gezählt. Eine Tat gilt als vollendet, wenn Bargeld erbeutet wird. Damit sind die Zahlen seit 2018 erstmals wieder angestiegen. Damals registrierte die Polizei 14 versuchte und neun vollendete Sprengungen, 2019 dann acht versuchte und drei vollendete Taten. Im vergangenen Jahr blieb es bei lediglich vier Versuchen.

Regelmäßig würden kriminelle Banden hinter den Taten stecken, hieß es zuletzt von der Polizei. Diese stammen zum Teil aus dem Ausland, zum Teil aber auch aus der Region. Manchmal gebe es auch Verbindungen zur Organisierten Kriminalität. Um das Geld nach einer Sprengung unbrauchbar zu machen, werden etwa Farbpatronen eingesetzt.

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