Polizeieinsatz

BMW-Fahrer liefert sich irre Verfolgungsjagd mit der Polizei

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Die Verfolgungsjagd ging knapp sieben Kilometer über die Berliner Stadtautobahn A100 (Archivbild).

Die Verfolgungsjagd ging knapp sieben Kilometer über die Berliner Stadtautobahn A100 (Archivbild).

Foto: Paul Zinken / dpa

Die Verfolgungsjagd zwischen einem BMW und der Polizei startete am Montagabend in Kreuzberg und endete nach elf Kilometern am Kudamm.

Berlin. Eine irre Verfolgungsjagd lieferte sich der Fahrer eines BMW in der Nacht zu Dienstag mit der Berliner Polizei. Insgesamt ging es knapp elf Kilometer von Kreuzberg bis nach Charlottenburg. Nach etwa einer halben Stunde und mehreren Rotlichtverstößen gelang es den Polizisten, den Wagen am Kurfürstendamm zu stoppen.

Aufgefallen war der BMW zunächst einer Zivilstreife auf dem Mehringdamm, wo er um kurz vor Mitternacht mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war und an der Kreuzung zum Tempelhofer Ufer eine rote Ampel überfuhr. Der Polizeiwagen hängte sich an den BMW ran, der weiter in südlicher Richtung fuhr. Am Platz der Luftbrücke ignorierte der Fahrer eine weitere rote Ampel.

Von dort ging es weiter bis zur Anschlussstelle Tempelhofer Damm, wo der BMW auf die Stadtautobahn A100 in Richtung Wedding auffuhr. An der Anschlussstelle Schmargendorf knapp sechs Kilometer weiter westlich verließ der Fluchtwagen die Autobahn wieder und fuhr 1,7 Kilometer weiter nach Norden bis zur Brandenburgischen Straße, wo der Fahrer einbog und dabei die dritte rote Ampel überfuhr.

Streifenwagen will BMW am Tunnel Adenauerplatz abfangen

Wenige Hundert Meter weiter nördlich am Eingang zum Tunnel unter dem Adenauerplatz hatte bereits ein Streifenwagen Position bezogen, der von den Beamten im Zivilfahrzeug als Unterstützung angefordert wurde und den BMW stoppen wollte. Der verlangsamte seine Fahrt zunächst, gab dann allerdings Vollgas und fuhr an der Polizeistreife vorbei.

Die Verfolgungsjagd ging danach im Tunnel weiter. Dort gelang es dem Zivilwagen aufzuschließen und sich neben den BMW zu setzen. Beide Fahrzeuge kollidierten, fuhren aber weiter. Als sich der Zivilwagen schließlich vor und der Streifenwagen neben das BMW setzten, konnten sie das Fluchtfahrzeug in die Zange nehmen und schließlich noch im Tunnel stoppen. Dabei fuhr der Wagen von hinten auf das Zivilfahrzeug der Polizei auf.

Zwei Männer fliehen erfolglos zu Fuß, einer hat Drogen

Insgesamt befanden sich laut Polizei fünf Männer in dem Wagen. Zwei von ihnen, ein 22- und ein 23-Jähriger, stiegen aus und versuchten erfolglos, zu Fuß zu fliehen. Drei weitere, zwei von ihnen ebenfalls 22 und einer 26 Jahre alt, ließen sich festnehmen. Der Atemalkoholtest ergab, dass keiner von ihnen getrunken hatte. Bei dem 26-Jährigen wurden allerdings Drogen gefunden.

Während drei der Männer nach der Personalienfeststellung entlassen wurden, mussten der 26-Jährige und einer der 22-Jährigen mit auf die Polizeidienstelle, wo ihnen Blut abgenommen wurde. Da sowohl Fahrzeuge der Polizeidirektionen 5 (City) und 2 (West) in die Kollisionen involviert waren, hat der Verkehrsermittlungsdienst der Direktion 1 (Nord) die Ermittlungen übernommen. Er muss auch klären, wer der fünf Männer hinter dem Steuer des BMW gesessen hat, der beschlagnahmt wurde.