Blaulicht-Blog

94-Jähriger Berliner rast mit Wohnwagen – Autobahn gesperrt

| Lesedauer: 11 Minuten
Das Blaulicht an einem Polizeiwagen ist eingeschaltet (Symbolbild).

Das Blaulicht an einem Polizeiwagen ist eingeschaltet (Symbolbild).

Foto: dpa

In unserem Blog finden Sie aktuelle Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Sonntag, 24. Oktober 2021.

Gesundbrunnen: Mann mit Flasche am Kopf verletzt

In Gesundbrunnen wurde am frühen Sonntagmorgen ein Mann von einem Jugendlichen mit einer Glasflasche verletzt. Einsatzkräfte des Polizeiabschnitts 18 bemerkten gegen 3.45 Uhr einen Tumult in der Nähe der Wache in der Pankstraße. Als sie ankamen, trafen sie einen am Kopf verletzten 37-jährigen Mann an. Der gab an, dass er kurz zuvor unvermittelt in der Pankstraße von einem Jugendlichen angegriffen worden sei, der ihm mit einer Flasche gegen den Kopf geschlagen habe. Der 16-jährige Tatverdächtige versuchte zu flüchten, wurde aber nach kurzer Verfolgung eingeholt und festgenommen. Dabei leistete der Jugendliche Widerstand und verletzte einen Beamten leicht an der Hand. Der verletzte 37-Jährige wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Der polizeibekannte Jugendliche, der sich während der Maßnahmen äußert aggressiv und unkooperativ verhielt, wurde nach einer staatsanwaltschaftlich angeordneten Blutentnahme für ein Fachkommissariat der Direktion 3 (Ost) eingeliefert. Die Ermittlungen gegen ihn wegen gefährlicher Körperverletzung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Bedrohung und Beleidigung dauern an.

Kladow: Auto kommt von Straße ab

In Kladow ist am frühen Sonntagmorgen ein Auto von der Fahrbahn des Ritterfelddamms abgekommen und auf einem Gartengrundstück gelandet. Wie die Feuerwehr auf Twitter mitteilte, wurde eine Person in eine Klinik gebracht. Die Rüstgruppe habe den Wagen geborgen. Wie die Polizei mitteilte, sei der Fahrer alkoholisiert in einem Mietwagen unterwegs gewesen. Der 24-Jährige habe gegen 7.20 Uhr den Gartenzaun eines Einfamilienhauses durchbrochen und kam auf dem Grundstück zu stehen. In dem Fahrzeug hätten alle Airbags ausgelöst, so die Polizei. Der Mann "pustete" rund ein Promille, woraufhin er zur Blutprobe musste. Wegen einer Bauchverletzung musste er im Krankenhaus bleiben.

Haselhorst: Verletzter bei Unfall

In Haselhorst ist bei einem Verkehrsunfall in der Nacht zu Sonntag eine Person verletzt worden. Angaben der Berliner Feuerwehr auf Twitter zufolge wurde die Person nach Notarztversorgung in ein Krankenhaus gebracht. Der Pkw habe zwischen Schutzgeländer und Laterne festgesessen, was den Einsatz der Rüstgruppe erforderlich gemacht habe. Nähere Angaben lagen zunächst nicht vor.

Die Polizei berichtete später, dass der Mann angegeben hatte, er hätte das Fahrzeug gesteuert. Es gab jedoch Hinweise, dass beim Unfalls eine zweite Person im Fahrzeug war, die inzwischen verschwunden war. Der 31-Jährige bestätigte das zwar, blieb aber bei der Aussage, er habe am Steuer des Wagens gesessen. Eine Atemalkoholmessung ergab einen Wert von etwas über 1,6 Promille. Der Führerschein des Mannes wurde beschlagnahmt.

Plänterwald: Kellerverschläge brannten

Bei einem Brand von mehreren Kellerverschlägen in der Galileistraße in Plänterwald hat die Feuerwehr zwei Personen mit Brandfluchthaube aus dem verrauchten Gebäude retten müssen. Die Verschläge seien gelöscht worden. Insgesamt seien 32 Kräfte drei Stunden im Einsatz gewesen, so die Feuerwehr auf Twitter.

Suckow/Putlitz: 94-Jähriger Berliner rast mit Wohnwagen - A24 Stunden gesperrt

Ein 94-jähriger Autofahrer mit Wohnanhänger ist am Wochenende viel zu schnell auf der Autobahn 24 Hamburg-Berlin gefahren und hat für stundenlange Sperrungen gesorgt. Wie eine Polizeisprecherin erklärte, kam der Berliner Senior am Samstagabend zwischen Suckow (Mecklenburg-Vorpommern) und Putlitz (Brandenburg) mit seinem Gespann ins Schleudern, weil der Hänger sich aufschaukelte. Der Wohnwagen schleuderte in die Mittelleitplanke, wobei Trümmerteile auf die Gegenfahrbahn flogen und drei Autos beschädigten. Der 94-Jährige stand letztlich mit seinem beschädigten Gespann quer zur Fahrbahn und kam verletzt in eine Klinik.

Wegen der starken Schäden - die Mittelleitplanke wurde aufgetrennt und ragte in die Gegenfahrbahn - musste die A24 rund drei Stunden zur Bergung und Reparatur gesperrt bleiben. Der geschätzte Sachschaden sei vergleichsweise nicht so hoch, weil der Wohnwagen auch schon „ein beträchtliches Alter hatte“, sagte die Sprecherin. Der 94-Jährige war allein auf dem Weg in die Bundeshauptstadt gewesen.

Fehrbellin: Mülltüte verursacht mehrere Auffahrunfälle

Eine auf einer Straße liegende Mülltüte zwischen Fehrbellin und Dammkrug im Kreis Ostprignitz-Ruppin hat mehrere Auffahrunfälle verursacht. Das Hindernis auf der Landesstraße 16 veranlasste am Samstag zunächst einen 41-jährigen Autofahrer abzubremsen. Dies übersah ein hinter ihm fahrender 18-Jähriger, der auf das Auto auffuhr. Auch ein nachfolgender ebenfalls 18 Jahre alter Autofahrer sowie eine 24-jährige sahen die Gefahrensituation nicht und fuhren auf das jeweils vor ihnen fahrende Auto auf, wie die Polizei am Sonntag weiter mitteilte.

Eine 28-jährige Autofahrerin hielt zwar den erforderlichen Sicherheitsabstand ein, ein hinter ihr fahrender 57-Jähriger konnte jedoch nicht rechtzeitig anhalten und fuhr auf. Im Fahrzeug der jungen Frau fuhr ein zweijähriges Kind mit, dass vorsorglich zur Untersuchung in ein nahes Klinikum gebracht wurde. Der Sachschaden wurde von der Polizei auf insgesamt etwa 12.200 Euro geschätzt - drei der Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden.

Rangsdorf: Ein Toter und drei Verletzte bei Unfall

Bei einem Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 96 im Landkreis Teltow-Fläming sind ein Mensch getötet und drei weitere schwer verletzt worden. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei geriet ein 76-jähriger Autofahrer am Samstag zwischen Rangsdorf und Groß Machnow aus noch unbekannter Ursache in den Gegenverkehr und stieß frontal mit einem entgegenkommenden Fahrzeug zusammen.

Dieses Auto mit zwei Insassen wurde von der Fahrbahn geschleudert und kam auf dem angrenzenden Feld zum Stehen. In der Folge kollidierte der 76-Jährige mit einem weiteren Auto, wie die Polizei am Sonntag weiter mitteilte.

Alle drei Insassen der in den Unfall verwickelten Fahrzeuge im Alter zwischen 66 und 71 Jahren wurden teilweise in ihren Fahrzeugen eingeklemmt und mussten durch die Feuerwehr geborgen werden. Sie wurden mit schweren Verletzungen in Krankenhäuser gebracht.

Der Unfallverursacher wurde ebenfalls in seinem Fahrzeug eingeklemmt und durch die Feuerwehr geborgen. Trotz Wiederbelebungsversuchen starb der Mann noch am Unfallort. Die B96 blieb für Rettungs- und Bergungsarbeiten zeitweise gesperrt.

Lichtenberg: Tram stößt mit Auto zusammen - Zwei Tote

Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Landsberger Allee in Lichtenberg sind in der Nacht zu Sonntag zwei Menschen ums Leben gekommen. Dort hatte eine Straßenbahn ein Auto mit vier Insassen gerammt.

Kreuzberg: Mit Messer lebensgefährlich verletzt

Bei einem Streit unter vier Männer ist einer von ihnen am Sonnabendvormittag lebensgefährlich verletzt worden. Der Polizei zufolge hatten Zeugen gegen 10.20 Uhr die Einsatzkräfte zum U-Bahnhof Prinzenstraße in Kreuzberg gerufen, nachdem sie beobachtet hatten, wie eine Gruppe von drei Personen mit einem Mann in einen Streit geriet.

Am U-Bahnhof stiegen alle aus. Plötzlich soll der einzelne Mann, ein 28-Jähriger, ein Messer gezogen und einen seiner drei Kontrahenten niedergestochen haben. Der 38-Jährige brach mit einer Stichwunde im Oberkörper zusammen. Als der 28-Jährige in einen Zug stieg, informierte die Zeugin mit weiteren Fahrgästen den Zugfahrer, der daraufhin wartete, bis die Polizei eintraf.

Ein Beamter forderte den Tatverdächtigen mit gezogener Schusswaffe auf, das Messer fallenzulassen, was dieser auch tat. Er wurde daraufhin festgenommen und musste sich einer Blutprobe unterziehen, weil der Verdacht auf Drogenkonsum bestand. Danach wurde er der Kriminalpolizei überstellt. Die Beamten sicherten zudem Videoaufnahmen der BVG.

Der Schwerverletzte musste in einem Krankenhaus notoperiert werden.

Reinickendorf: Maskierter überfällt Tankstelle

Ein Maskierter hat am Sonnabendabend in Reinickendorf den Angestellten einer Tankstelle überfallen. Laut Polizei soll der Täter den Verkaufsraum der Tankstelle in der Scharnweberstraße betreten, ein Messer gezogen haben den Angestellten damit bedroht haben, damit er die Kasse öffnete. Der 24-Jährige gab ihm Bargeld und mehrere Schachteln Zigaretten, der Täter konnte entkommen.

Lentzke: Explosion in Einfamilienhaus - Bewohner schwer verletzt

Bei einer Explosion in einem Einfamilienhaus in Lentzke (Ostprignitz-Ruppin) ist ein 55-Jähriger schwer verletzt worden. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei war es am Samstagabend aus noch ungeklärter Ursache zur Explosion einer elf Kilogramm schweren Propangasflasche gekommen. Der 55 Jahre alte Bewohner befand sich zum Zeitpunkt der Detonation in dem Haus und erlitt schwere Verletzungen. Das Wohnhaus wurde den Angaben der Polizei vom Sonntag zufolge in großen Teilen beschädigt und ist einsturzgefährdet. Der Sachschaden wird auf etwa 100.000 Euro geschätzt.

Kyritz: Mann sperrt Freundin ein - Polizeieinsatz mit fünf Leichtverletzten

Eine von ihrem Lebensgefährten eingesperrte 27-Jährige hat Polizei und Feuerwehr in Kyritz (Ostprignitz-Ruppin) auf den Plan gerufen. Die junge Frau hatte am Freitagabend aus der Wohnung des Mannes über den Notruf die Polizei um Hilfe gerufen. Der 27-Jährige war ihr gegenüber so aggressiv, dass sie in das Bad flüchten musste, nachdem er sie in der Wohnung einschloss, wie die Polizei mitteilte. Der Mann öffnete der Polizei nicht die Tür, so dass die Feuerwehr Kyritz zum Einsatz gerufen wurde.

Weil der Mann nicht reagierte, musste die Polizei die Tür gewaltsam öffnen. Nachdem der 27-Jährige mit einer Hiebwaffe die Polizisten bedrohte, wendeten diese Reizgas an und überwältigten den Wütenden. Er wurde in eine psychiatrische Abteilung des nahen Klinikums gebracht. Bei einer Wohnungsdurchsuchung fand die Polizei Betäubungsmittel und stellte sie sicher. Bei dem Einsatz wurden vier Polizisten durch das eingesetzte Reizgas leicht verletzt, ein Beamter durch die Attacken des Mannes. Die 27-jährige Frau blieb unverletzt.

Seelow: Autofahrer fährt gegen Baum - Beifahrer lebensgefährlich verletzt

Ein 38-Jähriger ist auf der Bundesstraße 1 im Oderbruch gegen einen Baum gefahren - sein Beifahrer wurde dabei lebensgefährlich verletzt. Das Fahrzeug war am frühen Sonntagmorgen unterwegs, als der Mann bei Alt Tucheband (Märkisch-Oderland) aus zunächst ungeklärter Ursache gegen einen Straßenbaum prallte. Das Fahrzeug wurde schwer beschädigt, wie die Polizei weiter mitteilte. Der 32-jährige Beifahrer musste durch die Feuerwehr aus dem Auto befreit werden. Er erlitt lebensbedrohliche Verletzungen. Der 38-jährige Fahrer des Autos wurde leicht verletzt und lehnte eine medizinische Behandlung ab. Zur Ermittlung der Unfallursache wurde laut Polizei ein Sachverständiger hinzugezogen. Während der Rettungs-und Bergungsarbeiten wurde die B1 zeitweise gesperrt.

Kriminalität 2020 in Berlin - die Statistik im Detail

( BM/dpa )