Blaulicht-Blog

Verdacht: 3,2 Millionen Euro mit Corona-Tests ergaunert

| Lesedauer: 9 Minuten
Die Verdächtigen kommen bei der Generalstaatsanwaltschaft an. Die Generalstaatsanwaltschaft und das Landeskriminalamt in Berlin ermitteln gegen 15 Menschen wegen des Verdachts auf Bildung einer rechtsextremistischen Vereinigung.

Die Verdächtigen kommen bei der Generalstaatsanwaltschaft an. Die Generalstaatsanwaltschaft und das Landeskriminalamt in Berlin ermitteln gegen 15 Menschen wegen des Verdachts auf Bildung einer rechtsextremistischen Vereinigung.

Foto: Andreas Rosar/Fotoagentur-Stuttgart/dpa

In unserem Blog finden Sie aktuelle Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Mittwoch, 20. Oktober 2021.

Durchsuchungen wegen Verdachts des Betrugs bei Corona-Tests

Der Verdacht des Abrechnungsbetrugs mit Corona-Tests hat am Mittwoch zu Durchsuchungen in Berlin, Schwarzenberg und Dessau geführt. Der Polizei zufolge waren Beamte des LKA Berlin sowie Polizeikräfte aus Sachsen und Sachsen-Anhalt beteiligt. Demnach soll der Geschäftsführer einer GmbH, die vor allem in Wedding Corona-Testzentren betrieben hat, gemeinschaftlich mit anderen Beschuldigten für Mai und Juni 2021 Corona-Tests rechtswidrig abgerechnet haben. Diese Tests sollen entweder gar nicht stattgefunden oder nicht in dem abgerechneten Umfang stattgefunden haben. Den Ermittern zufolge hätten die Betrüger damit 3,2 Millionen Euro zu Unrecht eingenommen. Bei den Durchsuchungen wurden zahlreiche Geschäftsunterlagen sichergestellt. Zudem seien beträchtliche Vermögenswerte gesichert worden. Dazu zählen auch mehrere Grundstücke und eine fünfstellige summe Bargeld.

Radfahrer mit Stein am Kopf getroffen - Polizei fahndet nach Jugendlichen

Die Polizei fahndet nach zwei jugendlichen Tätern, die am Dienstagnachmittag in Rathenow (Havelland) einen Stein von einer ehemaligen Bahnbrücke geworfen haben sollen. der Stein habe einen 61 Jahre alten Radfahrer am Kopf getroffen, so die Polizei. Der Mann erlitt eine Platzwunde und musste durch den Rettungsdienst behandelt werden. Die Täter sind laut Beschreibung geschätzte zwölf und 14 Jahre alt. Der Jüngere soll etwa 1,50 Meter groß und von dünner Statur sein. Der Ältere sei etwa 1,70 Meter groß gewesen sein, habe dunkle Haare und habe ein graues Sweatshirt sowie eine schwarze Umhängetasche getragen.

Die Polizei sicherte Spuren und schrieb eine Anzeige. Hinweise zu den Tätern werden bei der Polizeiinspektion Havelland unter Tel. 03322 275-0 oder im Internet bei der Polizei entgegen genommen.

Razzia auch in Berlin: "Berserker Clan" - Verdacht auf Bildung einer rechtsextremistischen Vereinigung

Die Generalstaatsanwaltschaft und das Landeskriminalamt in Berlin ermitteln gegen 15 Menschen wegen des Verdachts auf Bildung einer rechtsextremistischen Vereinigung. Am Mittwoch gab es Durchsuchungen in Berlin, Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg und Hessen, wie die Behörden mitteilten. An 14 Orten seien Schusswaffen, Schreckschusswaffen, Munition, Hieb- und Stichwaffen, Datenträger, Devotionalien der Vereinigung sowie Betäubungs- und Dopingmittel beschlagnahmt worden, hieß es. Insgesamt seien etwa 130 Polizeibeamte und ein Staatsanwalt an der Aktion beteiligt gewesen.

Den 15 Beschuldigten wird die Rädelsführerschaft oder Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen, hieß es von den Behörden. Der Hauptbeschuldigte lebe in Berlin. Unter seiner Führung sollen sich die Verdächtigen in einer rechtsextremistischen Vereinigung mit dem Namen „Berserker Clan“ zusammengeschlossen haben.

Nach Angaben der Behörden spielte in der Kommunikation zwischen den Verdächtigen insbesondere die Vorbereitung auf einen „Tag X“ immer wieder eine Rolle. Damit solle ein bewaffneter Aufstand gegen die bestehenden Strukturen in Deutschland gemeint sein. Auch war teilweise von Schusswaffen die Rede.

Prenzlauer Berg: Fußgänger stirbt bei Unfall mit Motorrad - Zeugen gesucht

Am Dienstagabend erlag ein Fußgänger nach einem Verkehrsunfall in Prenzlauer Berg seinen Verletzungen. Ersten Erkenntnissen zufolge befuhr ein 48 Jahre alter Motorradfahrer gegen 19.10 Uhr die Greifswalder Straße von der Straße Am Friedrichshain kommend in Richtung Käthe-Niederkirchner-Straße. In Höhe der Tramhaltestelle Am Friedrichshain erfasste der BMW-Fahrer einen Fußgänger, der die Fahrbahn dort in Richtung Friedhofsgelände überquerte.

Der Mann schleuderte in Folge des Zusammenstoßes durch die Luft und schlug anschließend auf der Fahrbahn auf. Trotz eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen verstarb der Fußgänger noch am Unfallort. Der Motorradfahrer blieb unverletzt. Rettungskräfte brachten ihn zur Beobachtung in ein Krankenhaus, das er im Verlauf des Abends selbstständig verließ. Die weiteren, noch andauernden Ermittlungen, führt ein Fachkommissariat für Verkehrsdelikte.

Die Polizei sucht Zeugen, die den Unfall beobachtet haben oder anderweitig sachdienliche Angaben machen können. Hinweise unter der Telefonnummer (030) 4664-172800, per E-Mail dir1k23@polizei.berlin.de oder an jede andere Polizeidienststelle.

Spandau: Polizei weicht Wildschweinen aus und verursacht Unfall mit mehreren beschädigten Autos

Bei einem Wildunfall in Spandau, der sich bereits in der Nacht von Montag auf Dienstag ereignete, ist ein Polizist verletzt worden. Wie die Behörde am Mittwoch mitteilte, war der Beamte gegen 1.10 Uhr einer Wildschweinrotte auf der Neuendorfer Straße ausgewichen. Er fuhr ungebremst auf ein am Straßenrand geparktes Auto auf. Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Auto auf mehrere davor abgestellte Fahrzeuge geschoben. Insgesamt wurden sechs Autos sowie ein Anhänger beschädigt, das Polizeiauto war nicht mehr fahrbereit. Während der Beifahrer unverletzt blieb, begab sich der Fahrer Montagmittag in ärztliche Behandlung. Er verblieb für eine Nacht stationär im Krankenhaus.

Marzahn: Polizei nimmt Diebe von Katalysatoren fest

Die Polizei hat in der Nacht zu Mittwoch in Marzahn zwei mutmaßliche Katalysatoren-Diebe festgenommen. Den Beamten fielen gegen 3.45 Uhr zwei Männer in einem Auto in der Mehrower Allee auf, die sich beim Anblick der Funkstreife sofort wegdrehten. Die Beamten hielten den Wagen daraufhin an. Der 40 Jahre alte Halter konnte keine Dokumente für den Mercedes vorweisen. Im Kofferraum lagen ein Wagenheber und ein Werkzeugkasten, dessen Boden nass war - ebenso wie die Hose des 40-Jährigen im Bereich der Knie. Ein Reisekoffer im Fahrzeug war ungewöhnlich schwer, sollte aber laut dem 40-Jährigen nur Kleidung enthalten. Tatsächlich waren in dem Koffer zwei frisch abgetrennte und in Plastikfolie verpackte Katalysatoren. Die Beamten nahmen Fahrer und den 38 Jahre alten Beifahrer fest, der Mercedes wurde beschlagnahmt.

Mitte: Radfahrerin beim Linksabbiegen von Auto erfasst

Eine Radfahrerin ist am Dienstag bei einem Unfall in Mitte schwer verletzt worden. Wie die Behörde am Mittwoch mitteilte, wurde die 35-Jährige beim Linksabbiegen von der Mauerstraße auf die Leipziger Straße von einem entgegenkommenden 36 Jahre alten Autofahrer erfasst. Die Radfahrerin wurde auf die Straße geschleudert und erlitt schwere Schulter-, Arm- und Knieverletzungen. Sie wurde in ein Krankenhaus gebracht. Der Pkw kam nach dem Zusammenstoß von der Straße ab und beschädigte einen Ampelmast. Die Ermittlungen, insbesondere zur Ampelschaltung zum Unfallzeit, führt das Fachkommissariat für Verkehrsdelikte der Polizeidirektion (West).

Buckow: Männer bedrohen Taxifahrer mit Schusswaffe

Drei junge Männer haben am Dienstag in Buckow (Neukölln) einen Taxifahrer überfallen. Wie der 58-Jährige gegenüber der Polizei mitteilte, sei das Trio am Taxi-Stand an der Grimmstraße in Kreuzberg eingestiegen. Am Kernbeißerweg angekommen, habe einer der Männer eine Schusswaffe aus der Jacke gezogen und ihn bedroht. Die Komplizen forderten Geld von ihm. Mit der Beute soll das Trio zu Fuß in Richtung Girlitzweg/Distelfinkweg geflüchtet sein. Der Taxifahrer blieb unverletzt. Die weiteren Ermittlungen hat ein Fachkommissariat der Direktion 4 (Süd) übernommen.

Velten: Mordkommission ermittelt nach Messerangriff

Nach einem Messerangriff in Velten (Landkreis Oberhavel) ermittelt die Polizei wegen eines versuchten Tötungsdelikts. Bei einem Streit unter drei Männern sei ein 43-Jähriger am Dienstagabend schwer mit einem Messer verletzt worden, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei mit. Der Mann wurde demnach in ein Krankenhaus gebracht und dort operiert. Nach den Angaben vom Mittwoch nahmen Beamte kurz nach dem Angriff einen tatverdächtigen 38-Jährigen in der Nähe des Tatorts vorläufig fest. Ein Atemalkoholtest habe bei ihm einen Wert von rund einem Promille ergeben. Die Mordkommission ermittelt.

Altglienicke: Brigittenweg wegen Wasserrohrbruch gesperrt

In Altglienicke (Treptow-Köpenick) ist der Brigittenweg zwischen Ortolfstraße und Blindschleichengang in beiden Richtungen wegen eines Wasserrohrbruchs gesperrt. Die Bus-Linie 160 ist in beiden Richtungen zwischen Rebenweg und Siriusstraße unterbrochen. Die Haltestellen in diesem Bereich werden nicht bedient.

Neustadt-Dosse: Zollhündin Emilia findet knapp 90.000 Schmuggelzigaretten

Zollhündin Emilia hat in Neustadt-Dosse (Ostprignitz-Ruppin) rund 90.000 Schmuggelzigaretten gefunden. Durch die Sicherstellung der illegalen Zigaretten sei ein Steuerschaden von fast 18.000 Euro verhindert worden, sagte ein Sprecher des Hauptzollamts Potsdam am Mittwoch. Beamte hatten zuvor einen Platz kontrolliert, der bekannt für illegalen Zigarettenhandel ist. Als ein auffälliger Radfahrer aus einem nahegelegenen Waldstück kam, ließen die Polizisten Zollhündin Emilia nach Zigaretten suchen. Das Tier entdeckte an unterschiedlichen Stellen zehn Pakete mit insgesamt 89.600 Schmuggelzigaretten. Die illegale Ware wurde sichergestellt. Wem die Zigaretten gehören, konnte zunächst nicht ermittelt werden.

Kriminalität 2020 in Berlin - die Statistik im Detail

( BM/dpa )