Blaulicht-Blog

Mehr als zehnköpfige Gruppe greift vier junge Menschen an

| Lesedauer: 7 Minuten
Ein Streifenwagen der Polizei steht mit eingeschaltetem Blaulicht auf der Straße.

Ein Streifenwagen der Polizei steht mit eingeschaltetem Blaulicht auf der Straße.

Foto: dpa

In unserem Blog finden Sie aktuelle Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Donnerstag, 14. Oktober 2021.

Mariendorf: Mehr als zehnköpfige Gruppe greift vier junge Menschen an

Vier Männer sind am Mittwoch vor einem Lokal am Mariendorfer Damm in Mariendorf (Tempelhof-Schöneberg) von mehr als zehn Personen angegriffen worden. Die Gruppe soll mit Schlägen, Tritten, Reizgas und einem Elektroschocker auf die 15- bis 18-Jährigen losgegangen sein, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Außerdem sollen die Personen einen Baseballschläger und eine Schusswaffe bei sich gehabt haben.

Die 15- bis 18-Jährigen hätten daraufhin mit einem Auto die Flucht ergriffen. Sie stießen auf der Markgrafenstraße mit einem auf der Gegenfahrbahn haltenden Wagen zusammen. Der 52 Jahre alte Skoda-Fahrer wurde leicht an der Stirn verletzt. Das Fluchtfahrzeug kollidierte anschließend noch mit einem am Fahrbahnrand geparkten BMW. Bei dem Unfall erlitten die vier Männer leichte Verletzungen. Der Führerschein des 18-Jährigen wurde beschlagnahmt.

Im Nachgang suchte die Polizei nach den Angreifern. Es wurden fast 30 Personen in einer Bar überprüft. Vier Männer im Alter von 17 bis 21 Jahren wurden als Verdächtige festgestellt. Nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung wurden sie wieder auf freien Fuß gesetzt. Im Lokal wurde ein verbotenes Messer gefunden. Außerdem drei Handys, die nicht zugeordnet werden konnten. Im Mülleimer lagen Geldscheine - eine vierstellige Summe. Die Sachen wurden beschlagnahmt und das Lokal aufgrund von bau- und hygienerechtlichen Gründen anschließend geschlossen. Warum es zur Schlägerei kam, ist Gegenstand der Ermittlungen.

Dresden/Berlin: Haftbefehl wegen Juwelendiebstahl Grünes Gewölbe aufgehoben

Im Verfahren wegen des Juwelendiebstahls aus dem Dresdner Grünen Gewölbe hat das Landgericht Dresden den Haftbefehl gegen einen der sechs dringend Tatverdächtigen aufgehoben. Anders als Amtsgericht und Staatsanwaltschaft sieht es derzeit keinen dringenden Tatverdacht gegen den 23-Jährigen aus Berlin, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Frei komme der junge Mann deshalb nicht, sagte ein Sprecher. Er verbüße derzeit eine Jugendstrafe wegen seiner Tatbeteiligung am Goldmünzen-Diebstahl aus dem Bode-Museum Berlin. Auch im Zusammenhang mit dem Coup in Dresden bleibe er tatverdächtig. Die Staatsanwaltschaft prüft, ob sie Beschwerde gegen den Beschluss einlegt.

Kreuzberg: Brandstifter zünden Autos an

In der Nacht zu Donnerstag hat es in Kreuzberg mehrfach gebrannt. Gegen 2 Uhr stand an der Boppstraße ein Renault in Flammen. Ein dahinter stehender Mercedes wurde ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Die Feuerwehr löschte das Feuer. Es wird Brandstiftung vermuet. Für einen politischen Hintergrund der Tat gebe es keine Hinweise, hieß es. Zudem zündeten Unbekannte am Bethaniendamm, am Engeldamm und der Köpenicker Straße Gegenstände an. Menschen wurden nicht verletzt.

Friedrichshain: Feuerwehr löscht Böschungsbrand

Auch in Friedrichshain brannte es in der Nacht. Gegen 0.30 Uhr wurde die Feuerwehr zur Modersohnbrücke gerufen. Dort brannte es im Böschungsbereich einem Grundstück an der Revaler Straße. Das Feuer konnte rasch unter Kontrolle gebracht werden. Die Brandursache und welcher Schaden auf dem Gelände entstand, ist noch unklar.

Friedrichshain: Müllcontainer brennen an der Rigaer Straße

Etwa zeitgleich zum Brand an der Revaler Straße brannte es auch an der Rigaer Straße in Friedrichshain. Auch hier ist die Brandursache noch unklar, es wird Brandstiftung vermutet.

Ob es bei den Bränden in Friedrichshain-Kreuzberg einen Zusammenhang mit der an diesem Freitag beabsichtigten Räumung des linksautonomen Wagencamps „Köpi“ durch die Polizei an der Köpenicker Straße in Friedrichshain gibt, war zunächst noch unklar.

Aus Protest gegen die Räumung hatten Unbekannte schon am Mittwochmorgen am Bürgeramt in Mitte die Verglasung der Eingangstüren beschädigt. In der Nacht zum Dienstag hatten an der Rigaer Straße Reifen gebrannt. Das Camp gilt als eines der letzten Symbolprojekte der linksradikalen Szene in Berlin. Im Juni hatte das Landgericht die Räumung des Grundstücks mit bewohnten Bauwagen angeordnet.

Wilmersdorf: Festnahme nach Messerstecherei

Mehr als zwei Monate nachdem er auf einen Mann in Wedding eingestochen haben soll, wurde ein 29-Jähriger am Mittwoch in seiner Wohnung in Wilmersdorf festgenommen. Einen ausführlichen Artikel lesen Sie hier.

Moabit: Fiat-Fahrer missachtet rote Ampel und erfasst Autofahrerin

Ein Autofahrer soll am Mittwoch nach einem Unfall in Moabit (Mitte) versucht haben, die Flucht zu ergreifen. Der Fiat-Fahrer, der zuvor eine rote Ampel überfahren haben soll, erfasste eine 28 Jahre alte Autofahrerin, die von der Seestraße nach links in die Afrikanische Straße abbog. Der Toyota der 28-Jährigen drehte sich einmal um die eigene Achse und kam an einer Straßenlaterne auf der Mittelinsel der Afrikanischen Straße zum Stehen. Die Frau wurde leicht verletzt.

Laut Zeugen habe der Fiat-Fahrer versucht, sich vom Unfallort zu entfernen, blieb jedoch nach etwa 250 Metern aufgrund der Beschädigungen seines Autos stehen. Die Polizei konnte nicht mehr eindeutig feststellen, welcher der beiden Insassen gefahren ist. Da beide mutmaßlich unter Alkoholeinfluss standen, wurde ihnen in einem Polizeigewahrsam Blut entnommen. Im Anschluss wurden sie wieder entlassen. Die weiteren, noch andauernden Ermittlungen übernahm das Fachkommissariat für Verkehrsdelikte der Polizeidirektion 1 (Nord).

Falkenhagener Feld: Seniorin nach Unfall gestorben

Eine 77 Jahre alte Frau, die am Sonnabend bei einem Unfall im Falkenhagener Feld (Spandau) schwer verletzt worden ist, ist am Mittwoch in einem Krankenhaus gestorben. Die Seniorin war von einem 53 Jahre alten Motorrad-Fahrer auf der Falkenseer Chaussee erfasst worden, als sie von der Mittelinsel auf die Fahrbahn trat und der Fahrer verkehrsbedingt auf den linken Fahrstreifen gewechselt war. Durch den Zusammenstoß stürzte die Frau und erlitt lebensgefährliche Bein- und Kopfverletzungen.

Frankfurt (Oder): 25 Flüchtlinge in Kleintransporter eingeschleust

Beamte des Zolls haben in Frankfurt (Oder) in einem Kleintransporter 25 Flüchtlinge aus dem Irak und Syrien entdeckt. Die Beamten hätten das in Deutschland zugelassene Mietfahrzeug an der Autobahn-Anschlussstelle Frankfurt (Oder)-West kontrolliert, berichtete die Bundespolizeidirektion Berlin. Bundespolizisten nahmen die Geflüchteten in Gewahrsam. Sie hätten nicht die erforderlichen Dokumente für einen Aufenthalt in Deutschland gehabt. Der 29-jährige Fahrer des Transporters wurde vorläufig festgenommen.

Zehdenick : Eine halbe Million Euro Schaden nach Feuer

Bei einem Großbrand in einer Lagerhalle auf dem Hafengelände in Zehdenick (Kreis Oberhavel) ist am Mittwochabend ein Schaden von etwa 500.000 Euro entstanden. In der Halle lagerten nach Polizeiangaben Lacke für Boote. Gefährliche Dämpfe seien nicht freigesetzt worden. Die Brandursache war zunächst unklar. Menschen wurden nicht verletzt.

Kriminalität 2020 in Berlin - die Statistik im Detail

( BM/ag/dpa )