Blaulicht-Blog

Charlottenburg: Feuerwehr löscht brennende Autos

| Lesedauer: 10 Minuten
Der Mercedes brannte vollständig aus, der Skoda wurde größtenteils zerstört.

Der Mercedes brannte vollständig aus, der Skoda wurde größtenteils zerstört.

Foto: Andreas Gandzior

In unserem Blog finden Sie aktuelle Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Montag, 11. Oktober 2021.

Charlottenburg: Feuerwehr löscht brennende Autos

Am Montagnachmittag musste die Berliner Feuerwehr zwei brennende Pkw an der Wintersteinstraße in Charlottenburg löschen. Als die Fahrerin eines Mercedes Qualm im Motorraum sah, fuhr sie auf eine Einfahrt und verließ ihr Fahrzeug. Nur wenig später schlugen Flammen aus dem Motorraum. Binnen weniger Sekunden brannten das Fahrzeug und die Flammen griffen auf einen daneben geparkten Skoda Oktavia Kombi über. Ein Mitarbeiter der BSR versuchte noch, den Brand mit einem Feuerlöscher zu löschen. Der Besitzer des Skoda wollte sein Fahrzeug noch aus der Parklücke fahren, doch in diesem Moment zersprangen schon die Scheiben des Skoda und die Kunststoffteile im Innenraum brannten. Die alarmierte Feuerwehr löschte den Brand. Der Mercedes brannte vollständig aus, der Skoda wurde größtenteils zerstört. Die Polizei nahm den Vorfall auf.

Wedding: Zwei tatverdächtige Brüder nach Mord in Haft

Sechs Wochen nachdem ein 46-Jähriger auf der Reinickendorfer Straße in Wedding (Mitte) erschossen wurde, ist der Mord an dem Mann offensichtlich aufgeklärt. Die Berliner Polizei und Staatsanwaltschaft vermeldeten am Montagnachmittag, dass zwei Brüder gefasst wurden. Sie sind dringend verdächtig, die Tat am Abend des 27. August begangen zu haben. Einen ausführlichen Artikel lesen Sie hier.

Friedrichshain: Brandanschlag auf Obdachlosen-Camp

Unbekannte haben ein Obdachlosencamp in einer Unterführung am Ostbahnhof in Brand gesteckt. Wie die Polizei am Montag mitteilte, wurde niemand verletzt. Den fünf zum Teil schon schlafenden 24 bis 52 Jahre alten Bewohnern des Camps mit Zelten in der Koppenstraße in Friedrichshain sei es bei dem Feuer am Sonntagabend gelungen, sich rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. Laut Feuerwehr hat ein Fläche von etwa 20 Quadratmetern in Flammen gestanden. Ein Teil des Camps brannte vollständig ab. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar. Es gebe keine belastbaren Hinweise auf eine politisch motivierte Tat, hieß es. Die Polizei ermittelt wegen versuchten Totschlags und Brandstiftung.

Mitte: Autofahrer mit gestohlenen Kennzeichen liefert sich Verfolgungsfahrt mit der Polizei

Zwei Männer haben sich am Sonntag in Mitte in einem Auto mit gestohlenen Kennzeichen eine Verfolgungsfahrt mit der Polizei geliefert. Wie die Behörde am Montag mitteilte, hatten Zivilkräfte gegen 21.45 Uhr zunächst einen Mann dabei beobachtet, wie er in der Altonaer Straße an einem VW Passat zuvor entwendete Kennzeichen befestigte. An einer Tankstelle an der Lessingstraße tankte er, ohne zu bezahlen.

Die Fahnder nahmen die Verfolgung auf. Der 40-Jährige sei zunächst an einer roten Ampel in der Lessingstraße Ecke Flensburger Straße stehen geblieben, sei aber dann mit quietschenden Reifen weiter gefahren, als die Beamten neben ihm standen. Während der Flucht sei der Passat-Fahrer über zwei weitere rote Ampeln gefahren. Am Ende der Armeniusstraße sei das Fluchtauto mit einem geparkten VW Transporter und einem Poller kollidiert.

Der Fahrer und der 32 Jahre alte Beifahrer ergriffen daraufhin zu Fuß die Flucht und ließen den Passat mit laufendem Motor und stark beschädigt zurück. Die beiden konnten aber in unmittelbarer Nähe festgenommen werden. Der 40-Jährige wurde für erkennungsdienstliche Maßnahmen und einer Blutentnahme aufgrund eines mutmaßlichen Drogenkonsums in ein Polizeigewahrsam gebracht. Der VW Passat wurde beschlagnahmt. Im Kofferraum befanden sich zudem die Originalkennzeichen. Den 40-Jährigen erwarten nun Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des verbotenen Kraftfahrzeugrennens, Tankbetrugs, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Diebstahls sowie Straßenverkehrsgefährdung, welche ein Fachkommissariat für Verkehrsdelikte in der Polizeidirektion 2 (West) führt.

Mädchen aus Berlin im Wald verschwunden

Ein achtjähriges Mädchen aus Berlin ist am Sonntag bei einer Wanderung an der bayerisch-tschechischen Grenze verschwunden und wird seitdem vermisst. Am Montagmittag startete das Polizeipräsidium Oberpfalz eine Öffentlichkeitsfahndung mit einem Foto des Kindes. Rund um den tschechischen Berg Cerchov (Schwarzkopf), etwa zwei Kilometer hinter der Grenze, werde intensiv nach dem Mädchen gesucht, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums in Regensburg am Montagmittag. Einen ausführlichen Artikel lesen Sie hier.

Neukölln: Autofahrer erfasst Fußgänger beim Rückwärtsfahren

Bei einem Verkehrsunfall in Neukölln erlitt ein Fußgänger in Nacht von Sonntag zu Montag Kopfverletzungen. Ein 32-Jähriger soll gegen 23 Uhr mit seinem Mercedes in der Sonnenallee rückwärts gefahren sein und erfasste dabei einen 30-Jährigen, der die Fahrbahn überquerte. Rettungskräfte der Feuerwehr brachten den Verletzten zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Die genauen Umstände des Unfalls sind Gegenstand der noch andauernden Ermittlungen.

Lichtenrade: Verkehrsunfall mit BVG-Bus

Bei einem Verkehrsunfall in Lichtenrade (Tempelhof-Schöneberg) verletzte sich eine Fußgängerin am Sonntagabend schwer. Die 43-Jährige soll gegen 21.50 Uhr die Fußgängerampel des Mariendorfer Damms bei Grün überquert haben, als sie von einem Linienbus erfasst wurde, der von der Marienfelder Chaussee abbog. Der 61-jährige Fahrer soll mit dem BVG-Bus den Fuß der Frau überrollt haben. Er stand bei Eintreffen der Einsatzkräfte noch immer unter dem Einfluss des Geschehenen. Er und die Schwerverletzte wurden in Kliniken untergebracht.

Hohenschönhausen: Unfälle mit dem Auto der Eltern

Am Sonntagabend hielt eine Zivilstreife in Alt-Hohenschönhausen (Hohenschönhausen) einen Pkw an, der mit vier Jugendlichen besetzt war. Der Nissan war nach Angaben von Zeugen nachmittags in zwei Verkehrsunfälle in der Schöneicher Straße und in der Senftenberger Straße verwickelt, wo der Fahrer einen geparkten Mercedes und das Fahrzeug einer Objektschutzstreife der Polizei Berlin angefahren und beschädigt hatte. Verletzt wurde niemand. Als die Zivilfahnder den Wagen später in der Wartenberger Straße Ecke Gehrenseestraße kontrollierten, saß ein 16-Jähriger am Steuer. Der 15-jährige Beifahrer erklärte, dass das Auto seinen Eltern gehöre. Auf der Rückbank wurden die beiden von einem 15 Jahre alten Freund und einem 16-jährigen Mädchen begleitet. Alle vier wurden nach den polizeilichen Maßnahmen ihren Erziehungsberechtigten übergeben. Der 15-jährige Beifahrer wurde dem Jugendnotdienst übergeben. Die Ermittlungen zu den Verkehrsunfällen, den Unfallfluchten und dem Fahren ohne Führerschein dauern an.

Gatow: Von Fahrbahn abgekommen und mit Radfahrer kollidiert

In Gatow (Spandau) ereignete sich am Sonntagachmittag ein schwerer Verkehrsunfall. Gemäß Zeugenaussagen soll ein 79-jähriger Autofahrer von der Fahrbahn des Kladower Damms abgekommen und auf dem Radweg mit einem ebenfalls in Richtung Breitehornweg fahrenden Radler zusammengestoßen sein. Durch die Wucht des Aufpralls kollidierte der 38-jährige Radfahrer mit einem Baum. Dabei erlitt er schwere innere Verletzungen, der Autofahrer blieb hingegen unversehrt. Im weiteren Verlauf brachte ein Rettungshubschrauber den Schwerverletzten in ein Krankenhaus. Der Kladower Damm blieb zur Beweissicherung bis kurz nach 18 Uhr zwischen Groß-Glienicker- und Breitehornweg voll gesperrt, wovon auch der Linienverkehr betroffen war.

Neukölln und Kreuzberg: Autos brannten

Wieder haben in der Nacht in Berlin Autos gebrannt. Wie die Feuerwehr mitteilte, stand am Montagmorgen in einem Parkhafen an der Hobrechtstraße in Neukölln ein Auto in Flammen. Es wurde nahezu vollständig zerstört. Die rechts und links davon abgestellten Wagen wurden durch die Hitze beschädigt. Menschen wurden laut Feuerwehr nicht verletzt. Etwa zur gleichen Zeit habe auch in der Muskauer Straße in Kreuzberg ein Kleinbus gebrannt. Die Flammen griffen auf eine Baustellentoilette daneben über, die ebenso wie der Kleinbus ausbrannte. Bei zwei weitere Fahrzeugen entstanden Hitzeschäden.

Die Polizei ermittelt bei beiden Bränden wegen des Verdachts der Brandstiftung. In den vergangenen Monaten brannten in Berlin immer wieder Autos. Die Polizei geht in vielen dieser Fälle von Brandstiftung aus.

Fast 400 Migranten im deutsch-polnischen Grenzgebiet aufgegriffen

Die Bundespolizei meldet einen weiteren Anstieg von unerlaubten Einreisen von Menschen aus Irak, Syrien und anderen Staaten über Belarus nach Deutschland. Allein in Brandenburg seien im deutsch-polnischen Grenzgebiet am Wochenende 392 Ankömmlinge aufgegriffen worden - ein neuer Höchstwert, teilte die Bundespolizeidirektion Berlin am Montag mit. Eine Woche vorher waren es 251.

Insgesamt seien im Gebiet der Direktion seit Jahresbeginn bis Sonntagabend 2603 unerlaubt eingereiste Personen festgestellt worden, davon 810 in der Woche vom 4. bis 10. Oktober. Die Menschen stammten vorrangig aus dem Irak sowie aus Syrien, Iran und Jemen. Sie kommen den Angaben zufolge von Belarus über Litauen und Polen.

Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hatte erklärt, er werde Flüchtlinge auf dem Weg in die Europäische Union nicht mehr aufhalten. Seither mehren sich Meldungen über versuchte Grenzübertritte von Belarus nach Polen und Litauen. Von dort werden die Menschen nach Erkenntnissen der Bundespolizei zum Teil von Schleusern weiter nach Deutschland gebracht.

Laut Bundespolizei entdeckten Beamte allein am Sonntag binnen kurzer Zeit 44 unerlaubt Eingereiste: um 7.50 Uhr 16 jemenitische und drei syrische Männer in einem Waldstück bei Coschen (Landkreis Oder-Spree) und eine Stunde später weitere 25 Iraker auf einer Nebenstraße zwischen Klein Gastrose (Landkreis Spree-Neiße) und Gubinek (Polen). Die Menschen hätten nicht die nötigen Papiere für einen legalen Aufenthalt in Deutschland gehabt und seien in Gewahrsam genommen worden.

Kriminalität 2020 in Berlin - die Statistik im Detail

( BM/ag/dpa )