Blaulicht-Blog

Attacke auf ehemaligen israelischen Soldaten an S-Bahnhof

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S-Bahnhof Nöldnerplatz

S-Bahnhof Nöldnerplatz

Foto: pa

In unserem Blog finden Sie aktuelle Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Sonnabend, 9. Oktober 2021.

Rummelsburg: Attacke auf ehemaligen israelischen Soldaten an S-Bahnhof

Unbekannte haben einen ehemaligen israelischen Soldaten in Rummelsburg (Lichtenberg) mit Reizgas angegriffen. Wie die Polizei am Sonnabend mitteilte, trug der 29-Jährige bei dem Vorfall am Freitagabend einen Pullover mit dem Zeichen der israelischen Verteidigungsstreitkräfte. Vor dem S-Bahnhof Nöldnerplatz wurde er der Polizei zufolge auf seinen Glauben angesprochen, sofort mit Reizgas im Gesicht attackiert und zu Boden gestoßen. Er konnte den Angaben zufolge nicht feststellen, ob es sich um einen einzelnen Täter oder mehrere Menschen handelte, die anschließend flüchteten. Der Mann wurde von den Rettungskräften ambulant versorgt. Der Polizeiliche Staatsschutz ermittelt wegen eines judenfeindlichen Hintergrunds.

Der Antisemitismus-Beauftragte des Landes Berlin, Samuel Salzborn, teilte dazu am Samstag mit: „In den letzten Wochen erleben wir ein gesellschaftliches Klima, in dem Antisemitismus immer wieder verharmlost und verleugnet wird.“ In einem solchen Klima fühlten sich antisemitische Gewalttäter bestärkt, ihrem Denken antisemitische Taten wie am Freitag folgen zu lassen. „Man muss diesen Zusammenhang begreifen: Wer Antisemitismus verharmlost, stärkt, ob gewollt oder nicht, objektiv ein Klima des Hasses, des antisemitischen Hasses auf Juden und auf Israel.“

Der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Uwe Becker, verurteilte den Angriff auf den ehemaligen israelischen Soldaten. „Vom Davidstern im Leipziger Hotel bis zum Symbol der israelischen Verteidigungskräfte in Berlin führt ein gefährlicher Weg“, teilte er am Samstag in Berlin mit. „Wen jüdische Symbole oder auch Symbole des Staates Israel und seiner Institutionen zu antisemitischen Handlungen bringen, der hat in unserer Gesellschaft keinen Platz.“

Der Vorfall zeige, wie sehr der israelbezogene Antisemitismus das gesellschaftliche Klima vergifte. Becker forderte, sich noch stärker mit dem israelbezogenen Antisemitismus befassen. „Präventiv muss schon in der Schule Kindern und Jugendlichen ein objektives Israelbild vermittelt werden, müssen Austausch und Begegnung gefördert werden“, sagte er.

Falkenhagener Feld: 77-Jährige bei Unfall lebensgefährlich verletzt

Eine Fußgängerin hat am Freitag bei einem Unfall im Stadtteil Falkenhagener Feld (Spandau) lebensgefährliche Bein- und Kopfverletzungen erlitten. Wie die Polizei am Sonnabend mitteilte, wurde die 77-Jährige von einem 53 Jahre alten Motorrad-Fahrer auf der Falkenseer Chaussee erfasst, als sie von der Mittelinsel auf die Fahrbahn trat und der Fahrer verkehrsbedingt auf den linken Fahrstreifen gewechselt war. Durch den Zusammenstoß stürzte die Frau. Rettungskräfte brachten die 77-Jährige zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Der 53-Jährige blieb unverletzt. Die Ermittlungen zum Unfallhergang führt das für Verkehrsdelikte zuständige Kommissariat der Polizeidirektion 2 (West).

Neu-Hohenschönhausen: Auf Mann eingeschlagen - Festnahme

Bei einem Angriff in der vergangenen Nacht in Neu-Hohenschönhausen (Lichtenberg) ist ein Mann schwer verletzt worden. Wie die Polizei am Sonnabend mitteilte, trafen die Angreifer auf der Ahrenshoper Straße auf den 23-Jährigen und sollen ihn nach einem kurzen Streitgespräch attackiert haben. Einer soll ihn in den Schwitzkasten genommen haben, während der andere mehrmals auf ihn eingeschlagen habe. Anschließend ließ das Duo den Mann schwer verletzt zurück und flüchtete.

Einsatzkräfte der Feuerwehr brachten den Verletzten in ein Krankenhaus. Polizisten nahmen in der Nähe einen 42-Jährigen fest, der zudem sein Handy am Tatort verloren hatte, welches beschlagnahmt wurde. Der Festgenommene kam für eine erkennungsdienstliche Behandlung und wegen seiner Trunkenheit für eine Blutentnahme in ein Polizeigewahrsam. Ihn sowie seinen noch unbekannten Komplizen erwarten nun ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung, welches ein Fachkommissariat in der Polizeidirektion 3 (Ost) führt.

Charlottenburg: Radfahrer bei Unfall verletzt

Ein Radfahrer ist am Donnerstag in Charlottenburg angefahren worden. Wie die Polizei am Sonnabend mitteilte, erfasste der 41 Jahre alte Audi-Fahrer den 81 Jahre alten Radfahrer, als er von der Wundtstraße nach links auf die Herbartstraße abbog und dabei in den Gegenverkehr geriet. Er stieß mit dem rechts abbiegenden Radfahrer zusammen. Rettungskräfte brachten den verletzten Senior zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Ein Fachkommissariat für Verkehrsdelikte der Polizeidirektion 2 (West) hat die Ermittlungen übernommen.

Schöneberg: Auto angezündet

In der vergangenen Nacht haben Unbekannte in Schöneberg ein Auto angezündet. Wie die Polizei am Sonnabend mitteilte, wurde ein Anwohner gegen 2.10 Uhr von einem lauten Knall von der Freiherr-vom-Stein-Straße her geweckt und sah auf der Straße ein brennendes Auto. Die Feuerwehr löschte die Flammen an dem Renault, dessen Motorraum und Innenraum stark beschädigt wurden. Das Feuer hatte zudem auf einen davor geparkten Renault sowie auf einen dahinter geparkten Honda übergegriffen. Personen wurden nicht verletzt. Ein Brandkommissariat beim Landeskriminalamt hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Mitte: Auto an der Gartenstraße angezündet

Ein Auto ist in der vergangenen Nacht an der Gartenstraße in Mitte angezündet worden. Wie die Polizei am Sonnabend mitteilte, bemerkte ein Passant kurz vor 1 Uhr einen dunkelgekleideten Mann, der sich am vorderen rechten Reifen eines Audi niederbeugte und dort hantierte. Kurz darauf schlugen Flammen aus dem Radkasten. Der Unbekannte ergriff die Flucht. Die Feuerwehr konnte den Brand löschen und ein Übergreifen der Flammen verhindern. Die Einsatzkräfte löschten auch noch einen in der Nähe brennenden Bauschuttcontainer. Ob beide Brände im Zusammenhang stehen, ist Gegenstand der Ermittlungen eines Brandkommissariates des Landeskriminalamtes.

Mitte: Zwei Autoeinbrecher festgenommen

Zwei Diebe sind am Donnerstag in Mitte festgenommen worden. Fahnder hatten gegen 14 Uhr ein Duo dabei beobachtet, wie sie einen auf der Voßstraße geparkten Mercedes öffneten, aus einer Tasche eine Geldbörse entwendeten und anschließend flüchteten. Die Männer im Alter von 42 und 44 Jahren konnten am U-Bahnhof Märkisches Museum festgenommen werden.

Der 44-Jährige hatte noch das Diebesgut bei sich. Bei seinem Komplizen fanden die Ermittler Tatwerkzeuge, welche sie beschlagnahmten. Dem Duo konnte darüber hinaus eine weitere kurz zuvor begangene Tat in derselben Straße zugeordnet werden.

Beide Festgenommen kamen in einen Polizeigewahrsam. Sie sollen noch am Sonnabend auf Antrag der Staatsanwaltschaft einem Richter vorgeführt werden. Die Ermittlungen wegen des Verdachts des schweren Diebstahls dauern an und werden von einem Fachkommissariat beim Landeskriminalamt geführt.

Kriminalität 2020 in Berlin - die Statistik im Detail

( BM/dpa )