Blaulicht-Blog

Mitte: Mann filmt in ein Lokal und droht mit Schusswaffe

| Lesedauer: 8 Minuten
Ein Streifenwagen der Polizei steht mit eingeschaltetem Blaulicht auf der Straße.

Ein Streifenwagen der Polizei steht mit eingeschaltetem Blaulicht auf der Straße.

Foto: dpa

In unserem Blog finden Sie aktuelle Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Mittwoch, 6. Oktober 2021.

Mitte: Mann filmt in ein Lokal und droht mit Schusswaffe

Zu einem Polizeieinsatz in Mitte kam es in der Nacht zu Mittwoch, nachdem ein Mann mit einer Schusswaffe gedroht hatte. Der 56-Jährige filmte gegen 23.30 Uhr vor einem Lokal in der Torstraße von außen ins Innere. Zwei Gäste, 32 und 34 Jahre alt, kamen nach draußen und sprachen den Mann an. Dieser richtete daraufhin eine Pistole auf die beiden Männer und verschwand in einem Wohngebäude. Alarmierte Polizeikräfte sperrten die Straße zwischen Rosenthaler Platz und Ackerstraße, lokalisierten die Wohnung des Verdächtigen und informierten das Spezialeinsatzkommando. Noch bevor dieses eintraf, öffnete die Ehefrau des 56-Jährigen die Tür. Der Mann wurde vorläufig festgenommen. In der Wohnung wurde eine Schreckschusswaffe sichergestellt. Der Mann sieht nun einem Ermittlungsverfahren wegen Bedrohung entgegen.

Friedrichshain: Polizei durchsucht Wohnungen an der Rigaer Straße 94

Die Polizei hat am Mittwochmorgen 24 Wohnungen in dem teilbesetzten Haus „Rigaer 94“ in Friedrichshain durchsucht. Seit etwa 6.30 Uhr seien gut 320 Einsatzkräfte beteiligt, sagte eine Polizeisprecherin. „Wir vollstrecken einen richterlich erlassenen Durchsuchungsbeschluss hier im Haus.“ Er sei auf Betreiben des Eigentümers erlassen worden. Die Personalien der Bewohnerinnen und Bewohner sollten festgestellt werden, sagte die Sprecherin. „Ein Teil der Einsatzkräfte ist in dem Haus und auch schon in den Wohnungen.“ Der Straßenzug vor dem Haus sei gesperrt. Auf Twitter forderte die Polizei Bewohnerinnen und Bewohner auf, in ihren Wohnungen zu bleiben und sich ruhig zu verhalten. Mehr zum Einsatz an der Rigaer Straße lesen Sie hier!

Hohenschönhausen: Mann bei Flucht vor Polizei verletzt

Bei seiner Flucht vor der Polizei ist ein 42-Jähriger in Hohenschönhausen (Lichtenberg) mit seinem Wagen von der Straße abgekommen und verletzt worden. Nach Polizeiangaben entzog sich der Autofahrer in der Nacht zu Mittwoch einer Polizeikontrolle, flüchtete mit hoher Geschwindigkeit und schaltete das Licht an seinem Auto aus. Weil eine Verfolgung unter diesen Umständen zu gefährlich war, brach die Polizei sie zunächst ab. Kurz darauf fanden sie das verlassene Auto in einer Kurve. Der 42-Jährige war nicht mehr in seinem Wagen. Die Polizei setzte einen Hubschrauber zur Suche ein, der den Mann schließlich entdeckte. Dieser war zu Fuß weiter geflüchtet. Er wurde zunächst festgenommen und dann wegen seiner Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.

Bei seiner Durchsuchung wurde eine geringe Menge Haschisch gefunden und sichergestellt. Der Unfallwagen, an dem gestohlene Kennzeichen angebracht waren, wurde sichergestellt. Die Ermittlungen wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens, Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Urkundenfälschung und eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz dauern an.

Moabit: Nach Katalysatoren-Diebstahl festgenommen

In Moabit wurden heute früh drei Männer im Alter von 32, 37 und 45 Jahren festgenommen, die mehrere Katalysatoren gestohlen haben sollen. Polizisten griffen die Männer, die mit einem Audi unterwegs waren, kurz vor 4 Uhr in der Sickingenstraße auf. Im Kofferraum des Fahrzeugs fanden sie drei Katalysatoren. Einer davon konnte einem Diebstahl in der Transvaalstraße im Wedding zugeordnet werden, der kurz zuvor stattgefunden hatte. Die Männer kamen in Polizeigewahrsam, von wo sie für ein Abschnittskommissariat eingeliefert wurden. Der Audi wurde als Tatmittel beschlagnahmt und sichergestellt. Die beiden anderen Katalysatoren konnten noch nicht zugeordnet werden. Die drei Männer sollen heute einem Richter zum Erlass eines Haftbefehls vorgeführt werden. Es wird weiter ermittelt.

Reinickendorf: Tankstelle überfallen und geflüchtet

In Reinickendorf wurde am späten Dienstagabend eine Tankstelle überfallen. Nach Angaben des 32 Jahre alten Angestellten betrat der Tatverdächtige gegen 22.30 Uhr den Verkaufsraum in der Holländerstraße und forderte das Kassengeld. Dabei bedrohte er den Mitarbeiter mit einem Messer. Nachdem der Mitarbeiter die Kasse geöffnet hatte, entwendete der Unbekannte den Inhalt und ergriff daraufhin die Flucht, da in diesem Moment ein zweiter, 50 Jahre alter Beschäftigter die Tür des Lagers lautstark zuschlug. Die Tankstellenmitarbeiter blieben unverletzt.

Spandau: 17-Jähriger stürzt auf Fahrrad schwer

Ein 17-Jähriger war am Mittwochnachmittag in Spandau in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt. Der Jugendliche fuhr gegen 15.25 Uhr auf seinem Fahrrad auf der Wilhelmshavener Straße und bog in die Altonaer Straße links ab. Dort stieß er mit einem im Parkhafen geparkten Lastwagen zusammen. Dieser hatte auf der Ladefläche einen Trailer geladen, der ein Stück in die Fahrbahn hineinragte. Der Jugendliche stürzte zu Boden und zog sich eine Gesichtsfraktur sowie eine Gehirnerschütterung zu. Er wurde in einem Krankenhaus zur Behandlung stationär aufgenommen.

Potsdam: 58-Jährige soll Baby vor 21 Jahren getötet haben

Vor dem Landgericht Potsdam muss sich eine 58-Jährige von Dienstag an wegen Totschlags an ihrem Baby verantworten. Die Angeklagte soll im Jahr 2000 in Potsdam ein lebensfähiges Kind geboren und danach getötet haben, wie das Gericht mitteilte. Die vorgeworfene Tat, die an einem nicht näher feststellbaren Tag im Zeitraum vom 1. April bis zum 21. August geschehen sein soll, kam 2017 ans Licht. Der damalige Ehemann der Angeklagten hatte demnach einem Gartennachbarn von der mutmaßlichen Kindstötung erzählt - dieser erstattete Anzeige. Für den Prozess hat das Gericht sieben Verhandlungstage angesetzt.

Frankfurt/Oder: Mann bedrängt - Ermittlungen wegen Volksverhetzung

Mehrere Menschen sollen nach Polizeiangaben einem Mann in einer Straße in Frankfurt/Oder gefolgt sein und ihn bedrängt haben. Laut Zeugenaussage habe es sich bei dem Betroffenen am Dienstagabend um eine „männliche Person mit dunkler Hautfarbe“ gehandelt, wie es von der Polizeiinspektion Oder-Spree/Frankfurt (Oder) am Mittwoch hieß. Polizeiangaben zufolge spürten Einsatzkräfte zwei der beschriebenen Tatverdächtigen auf. Gegen sie ermittle nun der Staatsschutz wegen Volksverhetzung. Den Geschädigten kennt die Polizei allerdings bislang nicht, er wird genauso wie Zeugen der Tat gesucht.

Brandenburg/Havel: Militärkonvoi verursacht kilometerlange Ölspur

Eine kilometerlange Ölspur auf der B102 bei Brandenburg/Havel hat am späten Dienstagabend für eine Fahrbahnsperrung gesorgt. Die Verschmutzung zog sich vom Gemeindeteil Tieckow der Stadt Havelsee (Potsdam-Mittelmark) bis nach Brandenburg/Havel rein, wie ein Sprecher der Polizeidirektion West am Mittwochmorgen sagte. Ein Fahrzeug eines Militärkonvois habe einen „Motorplatzer“ gehabt. Die beiden Orte trennen etwa zwölf Kilometer.

Am frühen Abend war eine Meldung bei der Polizei eingegangen. Die Fahrbahn musste gesperrt werden. Erst gegen kurz vor Mitternacht, nachdem die Fahrbahn zum letzten Mal gereinigt worden war, konnte die Sperrung wieder komplett aufgehoben werden.

Märkisch Oderland: Bundespolizei nimmt Schleuser an der Grenze fest

In der Nacht zu Mittwoch nahmen Bundespolizisten in Küstrin-Kietz (Märkisch Oderland) zwölf unerlaubt eingereiste Männer aus Syrien in Gewahrsam. Den Schleuser, der sie zuvor über die Grenze brachte, nahmen die Beamten fest.


Gegen 2 Uhr stoppte eine Streife der Bundespolizei ein in Deutschland zugelassenes Mietfahrzeug und kontrollierte den Fahrer am Bahnhof Küstrin-Kietz. Als die Bundespolizisten den Laderaum des Kleintransporters öffnen ließen, kam eine größere Personengruppe zum Vorschein. Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich hierbei um zwölf syrische Männer. Dokumente für eine legale Einreise und
legalen Aufenthalt in Deutschland konnten sie nicht vorweisen.


Die Beamten nahmen sie daraufhin in Gewahrsam und den 44-jährigen kroatischen Fahrer als Schleuser vorläufig fest. Bei seiner Festnahme leistete er erheblichen Widerstand, sodass er gefesselt werden musste. Die Bundespolizei leitete gegen ihn entsprechende Ermittlungsverfahren ein.

Kriminalität 2020 in Berlin - die Statistik im Detail

( BM/dpa )