Blaulicht-Blog

A10: Vollsperrung nach Lkw-Unfall aufgehoben

| Lesedauer: 7 Minuten
Ein Streifenwagen der Polizei steht mit eingeschaltetem Blaulicht auf der Straße.

Ein Streifenwagen der Polizei steht mit eingeschaltetem Blaulicht auf der Straße.

Foto: dpa

In unserem Blog finden Sie aktuelle Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Montag, 4. Oktober 2021.

A10: Vollsperrung nach schwerem Unfall auf dem Berliner Ring aufgehoben

Auf der Autobahn A10, dem Westlichen Berliner Ring, hat sich am frühen Montagmorgen ein schwerer Unfall ereignet. Ein Lkw kippte auf Höhe Wustermark um und lag quer auf der Fahrbahn. Der Fahrer hatte aus bisher unbekannter Ursache die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren. Er wurde verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Der Lastzug hatte Holzkohle geladen, die sich über die Fahrbahn verteilte, wie ein Polizeisprecher am Montag weiter mitteilte.

Der Westliche Berliner Ring wurde in beide Richtungen über mehrere Stunden voll gesperrt. Der Verkehr in Richtung Werder (Potsdam-Mittelmark) wurde über die Mittelleitplanke abgeleitet. Am Montag bildeten sich lange Staus. Am Nachmittag wurden die Vollsperrung wieder aufgehoben.

Charlottenburg: Polizistin bei Widerstand leicht verletzt

Am Sonntagnachmittag wurde eine Polizistin in Charlottenburg bei Widerstandshandlungen leicht verletzt. Eine Fahrradstreife des Polizeiabschnitts 24 hatte gegen 14.30 Uhr Streitigkeiten zwischen zwei Männern im Alter von 59 und 45 Jahren in der Kaiser-Friedrich-Straße bemerkt. Als der Ältere auf den Jüngeren einschlug, nahmen ihn die Einsatzkräfte fest. Bei der Festnahme leistete er Widerstand. Weitere Personen kamen dazu und mischten sich verbal ein. Die Lebensgefährtin des Festgenommenen versuchte, den Festgenommenen zu befreien, doch es blieb beim Versuch. Sie kam dabei zu Fall und verletzte sich leicht an einem Bein. Als die Hinzugekommenen erneut bedrohend auf die Einsatzkräfte zugingen, wurde der Einsatz von Pfefferspray angedroht. Danach beruhigte sich die Lage. Unterstützungskräfte erschienen am Einsatzort. Eine Polizeibeamtin erlitt im Zuge der Festnahme leichte Verletzungen an einem Arm, konnte ihren Dienst aber fortsetzen. Die weiteren Ermittlungen wegen Körperverletzung, tätlichen Angriffs und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie versuchter Gefangenenbefreiung dauern an.

Neukölln: Mit Schlagwerkzeugen angegriffen und verletzt

Am Sonntagnachmittag wurde in Neukölln ein Mann mit Schlagwerkzeugen angegriffen und verletzt. Gegen 17.20 Uhr sollen mehrere Männer in einen Backshop in der Karl-Marx-Straße gestürmt sein und den 44-Jährigen mit Baseballschläger, Machete und Pfefferspray angegriffen und verletzt haben. Rettungskräfte brachten ihn in ein Krankenhaus und behandelten vor Ort einen weiteren 49-jährigen Verletzten. Die Angreifer flüchteten teils zu Fuß und in einem BMW, den Einsatzkräfte kurze Zeit später in der Nogatstraße Ecke Kirchhofstraße feststellten und die darin aufgefundenen Schlagwerkzeuge beschlagnahmten. Weitere Polizeikräfte nahmen einen mutmaßlich mit dem Angriff im Zusammenhang stehenden 21-Jährigen in der Nähe des abgestellten BMW fest und brachten ihn zur erkennungsdienstlichen Behandlung in einen Polizeigewahrsam, welches er im Anschluss wieder verließ. Ermittler eines Fachkommissariats beim Landeskriminalamt prüfen nun einen Zusammenhang im Bereich krimineller Clanstrukturen sowie eine mögliche Verbindung zu einer Auseinandersetzung am 29. September 2021 am selben Tatort.

Mitte: Kind von Auto erfasst

Bei einem Verkehrsunfall in Mitte ist in der Nacht zum Montag ein Kind schwer verletzt worden. Das vierjährige Mädchen soll gegen 22.30 Uhr in der Rosenthaler Straße zwischen geparkten Fahrzeugen plötzlich und ohne auf den Verkehr zu achten auf die Straße gerannt sein. Ein 25-jähriger Mann konnte trotz nicht mehr rechtzeitig bremsen und erfasste das Kind mit seinem Auto. Das Mädchen wurde mit Prellungen an einem Arm und Bein mit einem Rettungswagen zur stationären Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Der Autofahrer und seine 24-jährige Beifahrerin blieben unverletzt.

Weißensee: Mann nach versuchter Brandstiftung festgenommen

Wegen des Verdachts der Brandstiftung an einem Fahrzeug wurde am Sonntagabend ein Mann in Weißensee (Pankow) festgenommen. Ein Anwohner hörte an der Langhansstraße gegen 21.40 Uhr einen lauten Knall, blickte aus dem Fenster und sah eine Person, die sich gerade mit einem brennenden Gegenstand in einen geparkten Honda beugte. Der Anwohner alarmierte die Polizei und nahm die Verfolgung des Flüchtigen auf. Mit einem weiteren Passanten konnte der 28-Jährige festgehalten und den Einsatzkräften übergeben werden. Er wurde erkennungsdienstlich behandelt und nach einer Blutentnahme in einen Polizeigewahrsam und danach einem Brandkommissariat des Landeskriminalamtes überstellt. Den ersten Erkenntnissen zufolge hatte der Verdächtige eine Seitenscheibe des Autos eingeschlagen und versucht, im Innenraum trockenes Laub zu entzünden. Die Ermittlungen dauern an.

Steglitz und Friedrichshain: Autos brennen

In Steglitz und Friedrichshain haben in der vergangenen Nacht zwei Autos gebrannt. Das Landeskriminalamt ermittelt jetzt wegen Brandstiftung. Gegen 21 Uhr hatte ein Anwohner am Steglitzer Damm im Hof einen brennenden VW Bus bemerkt. Einsatzkräfte der Feuerwehr löschten das vollständig zerstörte Fahrzeug. Durch die Hitzestrahlung wurde auch ein danebenstehender Transporter in Mitleidenschaft gezogen. Eine halbe Stunde später stand in einer Parkbucht in der Ebelingstraße ein Skoda in Flammen. Durch das Feuer wurden zwei andere Fahrzeuge erheblich sowie ein Fahrrad leicht beschädigt. Laut Polizei gibt es in beiden Fällen keine Anzeichen für eine politische Tatmotivation. Verletzt wurde niemand.

Von Januar bis August dieses Jahres wurden laut Polizei 279 Autos angezündet. Die meisten Fahrzeuge traf es in Friedrichshain-Kreuzberg (42) und Neukölln (40), wie kürzlich aus einer Antwort des Senats auf eine AfD-Anfrage hervorging. In 45 Fällen ging die Polizei von Brandanschlägen durch politische Extremisten aus. Vor allem Linksextremisten sind oft für diese Taten verantwortlich, wie aus Bekennerschreiben hervorgeht. Die Zahlen der früheren Jahre sind ähnlich. Die Täter werden selten gefasst: Im vergangenen Jahr gab es laut Senat sechs Anklagen wegen Kfz-Brandstiftungen, im laufenden Jahr bisher drei.

Hennigsdorf: Sieben Menschen bei Brand verletzt

Sieben Menschen sind in Hennigsdorf (Oberhavel) nach einem Kellerbrand ins Krankenhaus gebracht worden. Wie die Polizei am Montag mitteilte, sei das Feuer am späten Sonntagabend in dem Keller eines Mehrfamilienhaus ausgebrochen. Wie schwer die Menschen verletzt wurden, war der Polizei zunächst nicht bekannt. Die Wohnungen des Mehrfamilienhauses seien weiter zu bewohnen. Genaue Ermittlungen zur Brandursache werden im Laufe des Tages aufgenommen.

Weil sich in Hennigsdorf eine ganze Serie von Kellerbränden ereignet hat, hat die Polizei nun eine Ermittlungsgruppe gebildet. Seit dem 11. September habe es bereits fünfmal in Kellern der Stadt gebrannt, sagte eine Polizeisprecherin. Der oder die unbekannten Täter seien immer nach dem gleichen Prinzip vorgegangen. Gegenstände in Kellerbereichen von Mehrfamilienhäusern seien angezündet worden, was zu erheblicher Rauchentwicklung geführt habe. Wie viel Menschen insgesamt verletzt wurden, konnte die Sprecherin nicht sagen.

Vorangegangen war ein Brand in der Nacht zum Sonntag im Fahrradkeller eines Mehrfamilienhauses in der Stadt. Nach ersten Erkenntnissen entzündete er einen Stapel mit Zeitungen. Dadurch kam es zu einer erheblichen Rauchentwicklung im Hausflur. Ein Anwohner bemerkte den Qualm und informierte seine Nachbarn. Die Feuerwehr evakuierte das Mehrfamilienhaus. Die Polizei ermittelt wegen schwerer Brandstiftung. Der Brand wurde laut Polizei schnell gelöscht - ein Übergreifen des Feuers auf die Wohnungen konnte verhindert werden. Alle Bewohner konnten in das Haus zurückkehren. Kriminaltechniker sicherten Spuren vor Ort. Der Sachschaden wird auf rund 1000 Euro geschätzt.

Kriminalität 2020 in Berlin - die Statistik im Detail

( BM/dpa )