Blaulicht-Blog

"Scheiß-Einsatz": Polizei zieht Dixie-Klo aus Schlachtensee

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Die Polizei veröffentlichte bei Twitter ein Bild des Einsatzes am Schlachtensee.

Die Polizei veröffentlichte bei Twitter ein Bild des Einsatzes am Schlachtensee.

Foto: Polizei Berlin

In unserem Blog finden Sie aktuelle Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Sonntag, 3. Oktober 2021.

"Scheiß-Einsatz": Polizei zieht Dixie-Klo aus Schlachtensee

Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr haben am Sonntag eine Dixie-Toilette aus dem Schlachtensee in Steglitz-Zehlendorf gezogen. Die Polizei veröffentlichte bei Twitter ein Bild des Einsatzes und schrieb dazu: "Zu einem sprichwörtlichen Scheiß-Einsatz wurden unsere Kolleg. vom A43 heute gerufen. Nachdem irgendjemand die Schwimmfähigkeit des Dixie im Schlachtensee testen wollte, durften unsere Kolleg. das Teil gemeinsam mit der Berliner Feuerwehr wieder ans Ufer ziehen.

Karow: 14-Jähriger kommt mit mehr als drei Promille ins Krankenhaus

Mit einer schweren Alkoholvergiftung ist am Sonnabend ein 14-Jähriger in Karow (Pankow) in ein Krankenhaus eingeliefert worden. "Dem Vernehmen nach soll Lebensgefahr bestehen", teilte die Polizei am Sonntag mit. Eine Blutalkoholmessung habe bei dem Jungen einen Wert von mehr als drei Promille ergeben.

Auf einem Spielplatz an der Straße Achtrutenberg hatte der Jugendliche mit einem 18-Jährigen, einem weiteren 14-Jährigen sowie zwei 13 Jahre alten Jungen Alkohol getrunken. Eine Nachbarin hatte die Polizei wegen Lärmbelästigung verständigt. Die Beamten fanden den Jugendlichen bewusstlos auf dem Boden des Spielplatzes vor. Bei der Überprüfung seiner Vitalfunktionen stellten sie fest, dass der Jugendliche atmete, sein Puls war zu spüren. Er wurde zunächst vor Ort notärztlich betreut und dann ins Krankenhaus gebracht, wo er intensivmedizinisch behandelt wird.

Nach übereinstimmenden Angaben der beteiligten Kinder und Jugendlichen aus der Gruppe, soll der 18-Jährige den Alkohol mitgebracht haben. Die Kriminalpolizei der Direktion 1 (Nord) führt die Ermittlungen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung.

Neukölln: 55-Jähriger beschädigt bei Unfallflucht sieben Autos

In Neukölln hat ein 55-Jähriger in der Nacht zu Sonntag mit seinem Auto insgesamt sieben Fahrzeuge beschädigt. Wie die Polizei mitteilte, soll der Mann in der Böhmischen Straße gegen drei geparkte Autos gefahren sein – einen VW, einen Volvo und einen Skoda – , wobei das letztgenannte Fahrzeug auf einen dort ebenfalls abgestellten Renault geschoben wurde. Bei der Fahrerflucht mit seinem Wagen soll der Unfallverursacher an der Ecke Braunschweiger-/Brusendorfer Straße einen DaimlerChrysler und in der Brusendorfer Straße einen VW beschädigt haben. An der Kreuzung Niemetz-/Saalestraße fuhr er schließlich auf einen weiteren VW auf, der dort bei Rot an einer Ampel wartete. Der 57 Jahre alte VW-Fahrer, der nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis ist, und dessen 37-jährige Beifahrerin, wurden von Rettungskräften ins Krankenhaus gebracht. Der 55 Jahre alte Unfallverursacher, der ebenfalls keine Fahrerlaubnis hat, wurde schließlich auf einem Parkplatz an der Naumburger Straße durch Einsatzkräfte der Polizei angehalten und vorläufig festgenommen. Eine Atemalkoholkontrolle ergab bei ihm einen Wert von 1,8 Promille. Der Tatverdächtige wurde in einen Polizeigewahrsam gebracht, wo ihm Blut entnommen wurde. Anschließend konnte er seinen Weg zu Fuß fortsetzen Die Ermittlungen dauern an.

Grunewald: Zwei Jugendliche erleiden Schnitt- und Stichverletzungen - Polizeihubschrauber im Einsatz

Auf dem Drachenberg an der Teufelsseechaussee in Grunewald (Charlottenburg-Wilmersdorf) sind in der vergangenen Nacht zwei Jugendliche verletzt worden. Zuvor soll es auf dem Drachenberg, auf dem sich 30 bis 40 Personen aufhielten, zu einem Gedränge gekommen sein, weil jemand einen Böller gezündet hatte. In der Folge erlitt ein 18-Jähriger Schnitt- und Stichverletzungen an einer Hand. Einem 17-Jährigen wurde mit einem Messer mehrfach in den Rücken und in den Kopf gestochen. Er blieb schwer verletzt liegen und war nicht ansprechbar. Zwei 16- und 18-Jährige leisteten bis zum Eintreffen von Rettungskräften Erste Hilfe. Beide erlitten einen Schock. Der an der Hand verletzte 18-Jährige musste ambulant in einem Krankenhaus versorgt werden. Den Schwerverletzten brachten die Rettungskräfte zur intensivmedizinischen Behandlung in eine Klinik.

Angaben zu den oder dem Tatverdächtigen konnte zunächst keine der anwesenden Personen machen. Aufgrund der unklaren Lage wurde der Polizeihubschrauber eingesetzt, um das Gebiet nach weiteren, möglicherweise verletzten Personen abzusuchen. Die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung dauern an.

Adlershof: Partygast attackiert Security und Polizisten

Ein Mann hat in der vergangenen Nacht in Adlershof (Treptow-Köpenick) erst einen Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma und anschließend Polizisten attackiert. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, soll es gegen 4.10 Uhr bei einer Geburtstagsfeier in einem Saal an der Abram-Joffe-Straße zunächst zu Streitigkeiten zwischen den Gästen gekommen sein. Ein Sicherheitsmitarbeiter soll dann dazwischen gegangen und von einem 25-Jährigen mehrfach ins Gesicht geschlagen worden sein.

Als die Polizisten eintrafen, konnte der Angreifer zunächst flüchten. Ein Beamter nahm daraufhin die Verfolgung auf. Der 25-Jährige habe ihn mit Faustschlägen und Tritten attackiert. Als beide am Boden lagen, legte der Polizist dem Mann die Handfessel an und brachte ihn zurück zu dem Veranstaltungsraum. Auf dem Weg habe der Mann dem Polizisten mehrfach gegen die Beine getreten und ihn fortwährend beleidigt. Mit Unterstützung eines angeforderten Transportkommandos brachten die Einsatzkräfte den Mann in einen Polizeigewahrsam, wo er erkennungsdienstlich behandelt wurde. Er sieht nun Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung und Tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte entgegen.

Wedding: Mann vor Shisha-Bar erschossen

Ein Unbekannter hat am Sonnabend um kurz nach 23 Uhr vor einer Bar an der Schulstraße in Wedding (Mitte) auf einen 42-Jährigen geschossen. Der Mann wurde tödlich verletzt. Einen ausführlichen Artikel lesen Sie hier.

Friedrichshain: Auto nach Demonstration angezündet

In Friedrichshain ist am späten Samstagabend ein Auto angezündet worden. Ein Passant sprach Polizisten gegen 23.35 Uhr an und zeigte ihnen den brennenden Wagen in der Frankfurter Allee. Die Polizisten löschten die Flammen mit einem Feuerlöscher und wurden wenig später von der Feuerwehr unterstützt.

Am Abend war eine linke und linksradikale Demonstration gegen die Räumung eines alternativen Wohnwagencamps durch Friedrichshain gezogen. Zahlreiche Böller, Raketen und Leuchtfackeln wurden gezündet. Die Demonstration endete in der Nähe der Frankfurter Allee. Ein Teil der vielen hundert jährlichen Brandstiftungen an Autos in Berlin wird laut Polizei von politischen Extremisten verübt. Die meisten gehören davon laut Bekennerschreiben zur linksradikalen Szene. Einen ausführlichen Artikel lesen Sie hier.

Prenzlauer Berg: Fahrlässige Brandstiftung führte zu Stromausfall

Das Feuer nahe einer Starkstromleitung in Prenzlauer Berg (Pankow) ist in der Nacht zu Sonnabend nach ersten Erkenntnissen der Polizei versehentlich entstanden. Die Kriminalpolizei gehe derzeit davon aus, dass es sich um fahrlässige Brandstiftung gehandelt habe, sagte eine Sprecherin am Sonntag. Für einen gezielten Anschlag - etwa aus politischen Gründen - gab es demnach zunächst keine Hinweise.

Tausende Haushalte in Prenzlauer Berg waren nachts und zum Teil bis Samstagnachmittag ohne Strom geblieben. Dicke Rohre, die an der Dänenstraße den S-Bahnring überqueren, standen in Flammen. Zwischen den Rohren verlaufen Stromkabel, die ebenfalls beschädigt wurden. Einen ausführlichen Artikel lesen Sie hier.

Charlottenburg: Raser gestoppt - Jaguar und Führerschein beschlagnahmt

Ein Raser ist am Sonnabend gegen 23.15 Uhr in Charlottenburg von der Polizei gestoppt worden. Die Beamten waren auf der A100 auf den zu schnell fahrenden Jaguar-Fahrer aufmerksam geworden. Daraufhin starteten sie die Videoaufzeichnung und nahmen die Verfolgung auf. Während seiner Fahrt habe der 36-Jährige wiederholt waghalsige Fahrstreifenwechsel durchgeführt und beim Einscheren vor einem Taxi fast einen Unfall verursacht. Am Hohenzollerndamm verließ der Fahrer die A100, beschleunigte noch einmal stark, konnte aber dennoch in Höhe Brandenburgische Straße gestoppt werden.

Der 36-Jährige zeigte Unverständnis hinsichtlich der polizeilichen Maßnahmen, teilte die Behörde am Sonntag mit. Die Beamten beschlagnahmten sowohl den Führerschein als auch den Jaguar. Ermittlungen wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens werden geführt.

Charlottenburg: Sprayer festgenommen

In Charlottenburg haben Polizisten in der vergangenen Nacht drei Sprayer festgenommen. Mitarbeiter der BVG hatten gegen 0.30 Uhr am U-Bahnhof Augsburger Straße drei Männer bemerkt, die sich im Tunnel befanden und dort gerade dabei waren, einen U-Bahn-Waggon großflächig zu besprühen. Als die drei Männer die Sicherheitsstreife bemerkten, flüchteten sie über einen Notausstieg aus dem Tunnel. Polizisten konnten kurze Zeit später den 32-Jährigen in der Fürther Straße und dessen 33 und 36 Jahre alte Komplizen an der Lietzenburger Straße festnehmeen.

Während die Komplizen trotz eindeutiger Farbanhaftungen an ihren Händen alle Vorwürfe abstritten, nahm der 32-Jährige, der auch diverse Farbsprühdosen bei sich trug, die Schuld auf sich und behauptete, alleine gehandelt zu haben, teilte die Polizei am Sonntag mit. Die drei Männer wurden erkennungsdienstlich behandelt und anschließend wieder entlassen. Die Ermittlungen wegen gemeinschaftlicher Sachbeschädigung dauern an.

Kreuzberg: Gebäude eines Wohnungsbauunternehmens mit Steinen beworfen

Das Gebäude eines Wohnungsbauunternehmens im Erkelenzdamm in Kreuzberg ist am Sonnabend um kurz vor 21 Uhr von Unbekannten mit Steinen beworfen und mit Farbe besprüht worden. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, sei nach Angaben eines Sicherheitsmitarbeiters zunächst ein Stein durch ein Fenster in ein Büro geworfen worden, in dem er sich gerade aufhielt. Anschließend habe er mehrere dunkel gekleidete und maskierte Personen gesehen, die weitere Steine gegen die Fenster und die Fassade warfen. Anschließend seien die Unbekannten in eine Grünanlage entkommen. Durch die Steinwürfe wurden drei Fensterscheiben beschädigt. Außerdem war das Gebäude großflächig mit blauer Farbe beschmiert. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.

Charlottenburg: Paar überfällt Jugendliche im Lietzenseepark - Festnahme

Ein junger Mann und eine 17-Jährige haben am Sonnabend gegen 22.30 Uhr Jugendliche im Lietzenseepark in Charlottenburg überfallen. Zwei 16 und 17 Jahre alte Jungen gaben gegenüber der Polizei an, dass ein unbekannter Mann sie zur Herausgabe von Geld und Wertsachen aufgefordert habe. Der Unbekannte sei in Begleitung einer Jugendlichen gewesen, die ihrem Komplizen ein Messer übergeben haben soll, mit dem dieser die beiden Jungen bedroht habe. Den Jugendlichen war es gelungen, zu flüchten.

Bei einer Absuche der Umgebung entdeckten die Polizisten das beschriebene Paar. Der 28-Jährige und die 17-Jährige wurden vorläufig festgenommen. Ein Messer konnte bei ihnen nicht gefunden werden. Während der Sachverhaltsklärung vor Ort erschien ein 16-Jähriger, der angab, kurz zuvor auch von dem 28-Jährigen mit einem Messer bedroht worden zu sein. Auch er war unverletzt geblieben.

Die beiden Festgenommenen wurden in einen Polizeigewahrsam gebracht. Dem 28-Jährigen wurde Blut abgenommen, die 17-Jährige wurde erkennungsdienstlich behandelt. Anschließend wurden beide für die weiterermittelnde Kriminalpolizei eingeliefert. Die Ermittlungen wegen des Verdachts der räuberischen Erpressung und Bedrohung dauern an.

Oberschöneweide: Anwohner rufen wegen Katze auf Fensterbrett die Feuerwehr

Die Feuerwehr ist am Sonnabend gegen 21 Uhr an die Tabbertstraße nach Oberschöneweide (Treptow-Köpenick) ausgerückt. Besorgte Anwohner hatten die Einsatzkräfte verständigt, weil seit einigen Stunden eine Katze auf einem Fensterbrett einer Wohnung im vierten Obergeschoss sitzt. Die Mieter sollen nicht in der Wohnung gewesen sein. Als die Feuerwehrmänner vor Ort eintrafen, alarmierten sie einen Einsatzwagen mit Drehleiter nach. In einer Transportbox wurde die Katze nach unten gebracht. Das Tier verbrachte die Nacht auf einer Polizeiwache. Die Bewohner der Wohnung wurden schriftlich darüber benachrichtigt, dass die Katze in Gewahrsam genommen wurde.

Hennigsdorf: Unbekannter legt Feuer in Keller von Mehrfamilienhaus

Nach einem Feuer im Fahrradkeller eines Mehrfamilienhauses in Hennigsdorf (Oberhavel) ermittelt die Polizei wegen schwerer Brandstiftung. Nach ersten Erkenntnissen entzündete ein Unbekannter in der Nacht zum Sonntag in dem Keller einen Stapel mit Zeitungen. Dadurch kam es zu einer erheblichen Rauchentwicklung im Hausflur, wie die Polizei am Sonntag weiter mitteilte. Ein Anwohner bemerkte den Qualm und informierte seine Nachbarn. Die Feuerwehr evakuierte das Mehrfamilienhaus.

Der Brand wurde laut Polizei schnell gelöscht - ein Übergreifen des Feuers auf die Wohnungen konnte verhindert werden. Alle Bewohner konnten in das Haus zurückkehren. Kriminaltechniker sicherten Spuren vor Ort. Der Sachschaden wird auf rund 1000 Euro geschätzt.

Bad Belzig: Scheunenbrand - auch Hotel betroffen

Ein ausufernder Scheunenbrand in Kuhlowitz bei Bad Belzig (Potsdam-Mittelmark) hat einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Nach ersten Erkenntnissen geriet in der Nacht zum Sonntag aus noch unbekannter Ursache auf einem Vierseitenhof eine Scheune in Brand. Das Feuer breitete sich schnell auf eine weitere Scheune in der Nachbarschaft aus. Durch den Brand wurde zudem die Fassade eines angrenzenden Hotels beschädigt, wie die Polizei am Sonntag weiter mitteilte. Das Gebäude musste evakuiert werden. Die Hotelgäste wurden in Ersatzunterkünfte gebracht.

Die Löscharbeiten dauerten bis in den Sonntagvormittag hinein. Bei dem Einsatz wurde ein Feuerwehrmann leicht verletzt. Die Polizei nahm in der Nacht erste Ermittlungen zur Brandursache auf. Diese gingen weiter, wenn der Brandort gefahrlos betreten werden kann, hieß es.

Kriminalität 2020 in Berlin - die Statistik im Detail

( BM/dpa )