Großeinsatz der Polizei

Lichtenberg: Zwei Männer angeschossen - Täter flüchtig

| Lesedauer: 2 Minuten

In Berlin-Lichtenberg sind zwei Männer durch Schüsse schwer verletzt worden. Die Suche nach dem Täter war zunächst erfolglos.

Berlin. Im Bezirk Lichtenberg sind am Sonntagabend zwei Männer durch Schüsse verletzt worden. Laut einer gemeinsamen Pressemitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft wurde einem 36 Jahre alten Mann am Sonntag gegen 22.25 Uhr an der Skandinavischen Straße – unterhalb der Lichtenberger Brücke im Ortsteil Rummelsburg – in die Beine geschossen. Kurz vor Mitternacht trafen weitere Schüsse der Mitteilung zufolge dann einen 27 Jahre alten Mann in der Köpitzer Straße in der Nähe der Kreuzung Alt-Friedrichsfelde/Am Tierpark im Ortsteil Friedrichsfelde.

Die Männer, laut Polizei sind beide türkische Staatsbürger, wurden nach der Abgabe der Schüsse zunächst von Notfallsanitätern behandelt und anschließend mit schweren Verletzungen zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. „Die Verletzungen sind aber nicht lebensgefährlich“, sagte ein Sprecher der Polizei.

Schüsse in Berlin-Lichtenberg: Fahndung mit Polizeihubschrauber

Wer die Schüsse abgegeben hat, ist bisher unklar. Die Kriminalpolizei der Direktion 3 und eine Mordkommission des Landeskriminalamtes prüfen, inwiefern ein Zusammenhang zwischen den Taten besteht. Ob es sich um Revierstreitigkeiten gehandelt haben könnte, sei offen, hieß es. Für die Suche nach dem Täter oder den Tätern setzte die Polizei auch einen Hubschrauber ein. Bewaffnete Einsatzkräfte mit Schutzmontur sperrten das weitere Umfeld der beiden Tatorte ab. Spezialisten der Kriminaltechnik suchten die mit Scheinwerfern ausgeleuchteten Tatorte nach Spuren ab. Zwischenzeitlich wurden auch die Straßen Alt-Friedrichsfelde und Am Tierpark gesperrt. An der Köpitzer Straße waren in der Scheibe der Eingangstür eines Wohnhauses mehrere Einschusslöcher zu sehen.

Vom Berliner Landesverband der Gewerkschaft der Polizei (GdP) hieß es, der Vorfall zeige, dass sich Berlins Kriminalität nicht nur in Neukölln oder an anderen bekannten Hotspots abspiele. „Die Ermittlungen der zuständigen Mordkommission laufen, und wir hoffen, dass die Verantwortlichen zeitnah zur Rechenschaft gezogen werden können“, sagte der Sprecher der GdP, Benjamin Jendro.

GdP vermutet Bezüge zur organisierten Kriminalität

Der bisher bekannte Ablauf des Geschehens an den Tatorten lasse vermuten, dass die Beteiligten auch nicht davor zurückschrecken würden, mit Schusswaffen schwerste Verletzungen und sogar den Tod von Menschen in Kauf zu nehmen, sagte Jendro. Dies spreche „deutlich für eine Auseinandersetzung aus dem Bereich der Organisierten Kriminalität“.

Kriminalität 2020 in Berlin - die Statistik im Detail