Blaulicht-Blog

Marzahn: Autofahrer landet schwer verletzt im Gebüsch

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Der Fahrer des Wagens, der im Gebüsch landete, wurde schwer verletzt

Der Fahrer des Wagens, der im Gebüsch landete, wurde schwer verletzt

Foto: Thomas Peise

In unserem Blog finden Sie aktuelle Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Donnerstag, 16. September 2021.

Marzahn: Autofahrer landet schwer verletzt im Gebüsch

Schwerer Unfall am Abend auf dem Blumberger Damm in Marzahn: Dort prallte der Fahrer eines Pkw gegen einen schwarzen BMW, verlor dann die Kontrolle, überfuhr mehrere Poller auf dem Gehweg und einen Stromkasten.

Dann landete der Fahrer mit seinem Wagen im Gebüsch. Dabei erlitt er schwere Verletzungen. Der Fahrer des BMW wurde nicht verletzt.

Kinderpornografie: Haftstrafen für Männer aus Berlin und Regensburg

Im Prozess um Kinderpornografie hat das Landgericht Regensburg (Bayern) zwei Männer zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Ein 54-Jähriger aus Berlin erhielt sechs Jahre und zwei Monate. Ein 57 Jahre alter Jurist aus Regensburg bekam vier Jahre Haft. Er soll sich im Internet hinter dem Namen „Good Uncle“ (Guter Onkel) versteckt und fast 900 000 Bilddateien von Kindern auf seinem Computer gespeichert haben. Beide hatten umfassende Geständnisse abgelegt.

Die Männer waren laut Urteil daran beteiligt, bandenmäßig Fotos und Videos des sexuellen Missbrauchs von Kindern über eine Internetplattform zugänglich zu machen. Der Angeklagte aus Berlin hatte vor allem selbst ein anfangs zehnjähriges Mädchen sexuell missbraucht. Es handelte sich um die Freundin seiner Tochter. Beim Bereitstellen der Bilder spielte er eine geringere Rolle.

Die beiden waren laut Anklage in dem über das Darknet erreichbaren Internetforum als Moderatoren und Administratoren tätig. Der Vorsitzende Richter Thomas Zenger nannte im Urteil die Zahl von rund 674 000 Dateien, die der 57-Jährige zugänglich gemacht habe. Bei einer exemplarischen Betrachtung des Beweismaterials seien Bilder comic-haft überzeichnet und daher strafrechtlich nicht relevant gewesen. Deshalb seien rund 25 Prozent vom ursprünglichen Material abgezogen worden.

Das Verfahren gegen einen 29-Jährigen wurde abgetrennt und wird gesondert verhandelt. Ein Termin steht bisher nicht fest. Der Mann aus Rheinland-Pfalz ist als einziger auf freiem Fuß.

Berlin: Rekordmenge Crystal Meth und weitere Drogen beschlagnahmt

Die gefährliche Droge Crystal Meth ist in größeren Mengen nun auch in Berlin angekommen. Die Zollfahndung beschlagnahmte am Dienstag 18,1 Kilogramm des synthetischen Rauschgifts - der bislang größte Einzelfund in der Hauptstadt und Brandenburg, wie am Donnerstag von Zoll und Staatsanwaltschaft mitgeteilt wurde. Außerdem fanden die Fahnder bei Durchsuchungen von Wohnungen und Autos knapp 29,6 Kilo Kokain, 47,3 Kilo Ecstasy, zwei Kilo Marihuana und 30.000 Euro Bargeld. Drei mutmaßliche Drogenhändler, zwei Deutsche im Alter von 61 und 51 sowie ein 40 Jahre alter Vietnamese, wurden festgenommen und sitzen in Untersuchungshaft.

Crystal Meth - eine andere Bezeichnung für Methamphetamin - wird ein hohes Abhängigkeitspotenzial zugeschrieben. Vertreter von Zoll und Staatsanwaltschaft sprachen von einem empfindlichen Schlag gegen den Rauschgifthandel sowie einem herausragenden Drogenfund mit einem Straßenverkaufswert von 4,2 Millionen Euro. An dem Einsatz waren 100 Beamte des Zollfahndungsamtes und Spezialeinheiten beteiligt.

Die dreiköpfige Bande soll die Drogen als Großhändler aus den Niederlanden und Polen nach Berlin geschmuggelt haben. Das Rauschgift sollte an Zwischen- und Kleinhändler weiter vertrieben und dann im ganzen Stadtgebiet verkauft werden. Zoll und Staatsanwaltschaft präsentierten am Donnerstag, bewacht von vier Mitgliedern einer Spezialeinheit: Diverse Tüten voller Crystal-Meth-Kristalle, Plastiksäcke mit farbigen Ectasy-Tabletten und zu großen Blöcken gepresstes Kokain.

Der bislang größte Crystal-Meth-Fund sei ein Zeichen, dass dieses Rauschgift inzwischen verstärkt Berlin erreicht habe, sagte Oberstaatsanwalt Günter Sohnrey. Crystal galt jahrelang vor allem in Sachsen, Südbrandenburg, Thüringen und Bayern als Problem und kam oft aus Drogenlaboren in Tschechien. Das habe sich geändert, sagte Sohnrey, inzwischen käme sehr viel aus den Niederlanden nach Deutschland. Dort war erst im Sommer das dort bislang größte Labor zur Herstellung von Crystal Meth entdeckt worden. In dem Labor konnten den Angaben zufolge pro Tag mehr als 100 Kilogramm der Droge hergestellt werden - mit einem Handelswert von etwa einer Million Euro.

Umfangreiche Durchsuchungen wegen des Verdachts auf Betrug bei Coronahilfen

Einsatzkräfte der Wirtschaftsabteilung des Landeskriminalamtes Berlin vollstreckten mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei sowie Mitarbeitenden der Steuerfahndung Berlin und der Hauptzollämter Berlin und Potsdam heute Morgen in einem Ermittlungskomplex der Staatsanwaltschaft Berlin in insgesamt sieben Ermittlungsverfahren stadtweit 16 Durchsuchungsbeschlüsse wegen Subventionsbetrugs. Dabei wurden ab 6 Uhr in zehn Wohnungen, sechs Geschäftsräumen und in einem Geschäft, an welchem die Durchsuchung freiwillig gestattet wurde, schriftliche Unterlagen sowie diverse Speichermedien sichergestellt.

Im Zusammenhang mit der Beantragung von Überbrückungshilfen und außerordentlichen Wirtschaftshilfen des Bundes zur Bewältigung der Corona-Pandemie erstattete das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Anzeige gegen einen Rechtsanwalt. Dieser stellte als sogenannter „Prüfender Dritter“ Anträge auf Überbrückungshilfen (II und III) sowie auf November- und Dezemberhilfen für die antragstellenden Unternehmen. Insgesamt wurden über 21 Millionen Euro mutmaßlich widerrechtlich über den Hauptbeschuldigten beantragt, wovon mehr als 16 Millionen Euro zur Auszahlung gelangt sind.

Es besteht der Verdacht, dass der Hauptbeschuldigte seine Verpflichtungen als prüfender Dritter nicht erfüllt hat, sondern gemeinsam mit den weiteren neun Beschuldigten die Anträge in betrügerischer Absicht gestellt hat. Die Ermittlungen ergaben Auffälligkeiten bei den verschiedenen Anträgen. Zudem lassen sich die angegebenen Unternehmen nur schwer mit angeblichen Kosten im hohen sechsstelligen Bereich in Einklang bringen. Die polizeiliche Prüfung hat gezeigt, dass in den Anträgen wahllos Kosten geltend gemacht wurden, um hohe Abschläge zu generieren.

Ein erheblicher Teil der Gelder konnte bereits durch Vermögensarreste gesichert werden. Unabhängig von diesem Ermittlungskomplex, werden aktuell noch in mehreren tausend weiteren Fällen Ermittlungen geführt.

An dem Einsatz waren insgesamt rund 190 Polizistinnen und Polizisten beteiligt

Alt-Hohenschönhausen: Motorroller-Fahrerin gerät in Tramgleise und stürzt

Eine Motorroller-Fahrerin hat am Mittwoch bei einem Unfall in Alt-Hohenschönhausen (Lichtenberg) schwere Verletzungen erlitten. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, geriet die 56-Jährige an der Konrad-Wolf-Straße Ecke Gärtnerstraße vermutlich auf die Schienen der Straßenbahn und stürzte. Sie wurde mit Verdacht auf Kopf- und Wirbelsäulenverletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Am Motorroller entstand erheblicher Sachschaden. Ausgelaufene Betriebsstoffe mussten durch die Feuerwehr abgebunden werden.

Mitte: Rollerfahrerin bei Verkehrsunfall schwer verletzt

Auch in Tiergarten wurde eine Frau bei einem Unfall mit ihrem Roller schwer verletzt. Die 53-Jährige fuhr gegen 18.10 Uhr auf der Fahrbahn des Tiergartentunnels, wo es zu einem leichten Zusammenstoß mit einem VW Caddy kam. Auf der regennassen Fahrbahn verlor die Frau die Kontrolle über ihren Roller, prallte gegen die Fahrbahnbegrenzung, stürzte und blieb bewusstlos liegen. Dabei brach sie sich die Schulter und erlitt Hautabschürfungen. Rettungskräfte und ein Notarzt behandelten die Schwerverletzte noch am Unfallort und brachten sie anschließend zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Der 49 Jahre alte Autofahrer blieb unverletzt. Für die Dauer der Verkehrsunfallaufnahme wurde der Tunnel Tiergarten in Fahrtrichtung Hauptbahnhof gesperrt.

Mitte: Brutaler Handtaschenraub misslingt

In Mitte sollen am Mittwochnachmittag drei Männer versucht haben, eine Frau auszurauben. Die 39-Jährige wurde gegen 17 Uhr auf dem Bahnsteig der U 8 des U-Bahnhofs Heinrich-Heine-Straße von hinten von zwei Männern an den Schultern festgehalten. Ein dritter Mann soll dann an ihrer Handtasche gerissen haben. Die Frau hielt ihre Handtasche jedoch fest, auch als der Angreifer ihr von vorn mehrfach mit der Faust ins Gesicht schlug. Die Bande entkam unerkannt und ohne Beute. Die Frau wurde wegen ihrer Kopfverletzungen ambulant im Krankenhaus behandelt.

Kriminalität 2020 in Berlin - die Statistik im Detail

( BM/dpa )