Blaulicht-Blog

Großrazzia in Neukölln, Kreuzberg und Friedrichshain

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Razzia in Berlin: Die Polizei durchsucht mehrere Lokale und Besucher.

Razzia in Berlin: Die Polizei durchsucht mehrere Lokale und Besucher.

Foto: Thomas Peise

In unserem Blog finden Sie aktuelle Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Mittwoch, 15. September 2021.

Großrazzia in Neukölln, Kreuzberg und Friedrichshain

Polizei, Zoll und das Ordnungsamt kontrollierten in der Nacht zu Mittwoch mehrere Lokalitäten in Neukölln, Kreuzberg und Friedrichshain. Dabei wurden diverse Verstöße geahndet. Die Beamten waren im Großeinsatz.

In Shisha-Bars und Spätis seien die Einsatzkräfte auf mehrere gewerberechtliche Vergehen gestoßen, sagte eine Sprecherin am Dienstagabend. Auch Ordnungsamt, Steuerfahndung und Zoll beteiligten sich an der Kontrolle, in deren Verlauf kleinere gewerberechtliche Verstöße aufgedeckt wurden - zum Beispiel eine fehlende Prüfplakette an einem Spielautomaten. Außerdem wurde ein Verstoß gegen das Waffengesetz registriert.

„Die vielen Kontrollen tragen unter anderem dazu bei, dass sich Gewerbetreibende an die gesetzlichen Bestimmungen halten“, sagte Polizeisprecherin Dajana Hirth. Insgesamt kontrollierten die Beamten am frühen Dienstagabend allein in Neukölln sechs Gewerbeeinheiten. Eine abschließende Bilanz des Einsatzes steht noch aus.

Berlin: Zoll beschlagnahmt bei Durchsuchung in Berlin große Mengen Drogen

Dem Zoll ist in Berlin nach Behördenangaben ein großer Schlag gegen den organisierten Drogenhandel gelungen. Beamte hätten am Dienstag mehrere Gebäude im Stadtgebiet durchsucht, sagte ein Sprecher des Zollfahndungsamts Berlin-Brandenburg am Mittwoch. Bei dem Einsatz, an dem Spezialeinheiten beteiligt waren, seien große Mengen Rauschgift beschlagnahmt worden. Über die laufenden Ermittlungen will der Zoll am Donnerstag zusammen mit der Staatsanwaltschaft Berlin informieren. Dabei sollen auch die Drogenfunde präsentiert werden.

Friedrichshain: Bei Wahlkampf angegriffen

Zwei Mitarbeiter der Partei "Die Basis" sind am Dienstagabend in Friedrichshain von zwei unbekannten Radfahrern angegriffen worden. Nach bisherigem Ermittlungsstand brachten die beiden 64 und 70 Jahre alten Männer gegen 18 Uhr an der Kreuzung Wühlischstraße / Kopernikusstraße / Simon-Dach-Straße mithilfe von Schablonen und Kreidespray das Logo ihrer Partei auf die Straße, als die beiden Unbekannten sie zunächst beschimpft haben sollen.

Kurz danach soll der jüngere der beiden Radfahrer den 64 Jahre alten Wahlkämpfer geschlagen und getreten haben, wodurch dieser stürzte. Anschließend soll er den Mann über die Fahrbahn der Wühlischstraße gezogen und mit dem Kopf auf die Straßenbahnschienen gestoßen haben. Der Angegriffene erlitt dabei Hautabschürfungen an der Stirn und einer Hand. Währenddessen versuchte der 70 Jahre alte Wahlkämpfer den zweiten, älteren Radfahrer festzuhalten. Dieser soll sich mit Tritten gewehrt und befreit haben und dann zusammen mit dem anderen Angreifer auf den beiden Fahrrädern in Richtung Boxhagener Straße davongefahren sein.

Neukölln: Besitzer bemerkt brennendes Auto

Der Besitzer eines Autos bemerkte in der vergangenen Nacht in Neukölln, dass sein Auto brannte. Gegen 22.15 Uhr wurde er auf Flammen im vorderen Bereich des Wagens, der in der Sonnenallee abgestellt war, aufmerksam. Das Löschen übernahm er selbst. Es entstand Sachschaden, der 27-Jährige erlitt keine Verletzungen. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen wird von Brandstiftung ausgegangen.

Reinickendorf: Tankstelle überfallen

Am Dienstagabend überfiel ein bisher Unbekannter eine Tankstelle in Tegel (Reinickendorf). Der Mann betrat gegen 21 Uhr den Verkaufsraum in der Wittestraße, bedrohte die 20-Jährige Angestellte mit einem Messer und forderte die Herausgabe von Geld. Die junge Frau öffnete die Kasse und der mutmaßliche Räuber bediente sich daraus. Anschließend flüchtete er mit seiner Beute und entkam. Die Mitarbeiterin blieb unverletzt.

Reinickendorf: Altes Auto in Flammen

Am Dienstagnachmittag brannte in Wittenau (Reinickendorf) ein Auto. Nach bisherigem Ermittlungsstand bemerkte der Mitarbeiter eines Baumarktes um kurz vor 15 Uhr am Wilhelmsruher Damm, dass auf dem dortigen Parkplatz ein Citroen Saxo in Flammen stand. Er alarmierte die Feuerwehr, die das Feuer löschte. Der Innenraum des Wagens brannte vollständig aus. Durch die enorme Hitzeentwicklung wurde ein danebenstehender BMW leicht beschädigt. Verletzt wurde niemand. Ein Brandkommissariat ermittelt wegen Brandstiftung.

Charlottenburg: Widerstand bei Festnahme nach Ladendiebstahl

Polizeieinsatzkräfte nahmen am Dienstagabend zwei Männer in Charlottenburg fest. Laut ersten Erkenntnissen beobachte eine Zeugin die 34- und 30-jährigen Männer gegen 18.30 Uhr, als diese in einem Supermarkt in der Danckelmannstraße mehrere Getränkeflaschen in ihren Jackentaschen stopften. Bei der anschließenden Durchsuchung durch die alarmierten Einsatzkräfte leisteten die Alkoholisierten Widerstand. Dabei wurden drei Beamte und der ältere Tatverdächtige verletzt. Die mutmaßlichen Diebe wurden in Polizeigewahrsam gebracht. Zwei der verletzten Beamten konnten ihren Dienst fortsetzen, einer begab sich in ärztliche Behandlung.

Neukölln: Mütter vor Kita beleidigt

Zu einer Kindertagesstätte im Ortsteil Britz (Neukölln) wurde die Polizei am Dienstagnachmittag gerufen. Nach bisherigen Informationen unterhielten sich zwei 27 und 36 Jahre alte Frauen gegen 15 Uhr vor dem Kindergarten in der Jahnstraße, aus dem sie kurz zuvor ihre Kinder abholten, als sie plötzlich lautstark angegangen wurden. Eine 42-Jährige soll sich volksverhetzend gegenüber den Müttern geäußert haben, sodass diese sich bedroht fühlten und die Polizei riefen. Gegenüber den Einsatzkräften bestritt die Tatverdächtige die geäußerten Vorwürfe.Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes hat die Ermittlungen wegen Verdachts der Volksverhetzung übernommen.

Friedrichshain: 56-Jähriger von Straßenbahn tödlich verletzt

Ein 56 Jahre alter Mann ist in Friedrichshain von einer Straßenbahn erfasst und tödlich verletzt worden. Er starb noch an der Unfallstelle, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Demnach wollte er am Dienstagabend die Landsberger Allee überqueren und hatte dabei ein Fahrrad geschoben, als es zu dem Zusammenstoß kam. Die Polizei sucht Zeugen - Lesen Sie hier den Aufruf.

Kreuzberg: Wohnmobil in Flammen

Einen brennenden Wohnwagen meldeten gestern Abend Zeugen in Kreuzberg. Gegen 20.30 Uhr bemerkten Anwohner der Wiener Straße das Feuer und alarmierten Feuerwehr und Polizei. Der Brand griff auf zwei VW-Transporter sowie auf vier Mülltonnen über. Es entstand ein hoher Sachschaden. Verletzte gab es nicht. Wegen Brandstiftung ermittelt nun ein Fachkommissariat für Branddelikte beim Landeskriminalamt.

Berlin: Dutzende Polizeifahrzeuge jedes Jahr durch Steinwürfe beschädigt

Dutzende Streifenwagen und Mannschaftswagen der Berliner Polizei werden jedes Jahr durch Steinwürfe oder andere Angriffe beschädigt. Im vergangenen Jahr betraf das 76 Polizeiautos. 2017 wurden sogar 87 Fahrzeuge mit Steinen, Böllern oder Stahlkugeln aus Steinschleudern angegriffen und beschädigt. Seit 2015 lagen die Zahlen sonst zwischen 40 und 60 derartigen Schadensfällen. Das geht aus einer Antwort der Senatsinnenverwaltung auf eine Anfrage des früheren FDP-Abgeordneten und aktuellen Spitzenkandidaten der Freien Wähler, Marcel Luthe, hervor.

Die meisten dieser Fahrzeuge waren Mannschaftswagen der Einsatzhundertschaften, die zu Demonstrationen und nachts zu größeren Ereignissen gerufen werden. Aber auch viele Streifenwagen vor allem aus den Polizeiwachen der Innenstadt. Im Bereich der früher von Linksextremisten ganz oder zum Teil besetzten Häuser rund um die Liebigstraße verzeichnete die Polizei in den meisten Jahren Schadensfälle an Autos im zweistelligen Bereich. Hier kommt es seit Jahren zu nächtlichen Angriffen mit Steinwürfen.

Inzwischen seien 312 Fahrzeuge der Polizei mit Sicherheitsfolie gegen Zersplitterung ausgestattet, so der Senat. Ob nur einige oder alle Scheiben geschützt sind, wurde „aus einsatztaktischen Gründen und zum Schutz der Insassen“ nicht mitgeteilt. Außerdem hätten 226 Fahrzeuge Scheiben aus einer „Polycarbonatverglasung“, eine Glas-Kunststoff-Kombination mit einer besonders hohen Festigkeit.

Lübbenau: 900 Strohballen in Flammen - Feuerwehrmann verletzt

Bei Löscharbeiten von rund 900 brennenden Strohballen in Lübbenau (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) ist ein Feuerwehrmann verletzt worden. Der Mann wurde mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht, wie die Polizei am Dienstagabend mitteilte. Der Brand war den Angaben nach am Dienstagnachmittag ausgebrochen. Die Löscharbeiten der sogenannten Quaderballen gestaltete sich schwierig. Insgesamt seien mehr als 70 Helfer im Einsatz, hieß es. Die Ursache des Feuers und die Schadenshöhe waren zunächst unklar.

Kriminalität 2020 in Berlin - die Statistik im Detail

( BM/dpa )