Italienische Violine

Aus ICE verschwunden: 300.000 Euro teure Geige aufgetaucht

Andreas Gandzior
Einer oder mehrere Diebe hatten der Musikerin das Instrument im Wert von 282.000 Euro Anfang August im ICE zwischen Hannover und Berlin gestohlen.

Einer oder mehrere Diebe hatten der Musikerin das Instrument im Wert von 282.000 Euro Anfang August im ICE zwischen Hannover und Berlin gestohlen.

Foto: Carsten Koall / dpa

Das Instrument war Anfang August in einem ICE nach Berlin verschwunden. Nur wurde die Violine im Keller eines Mannes gefunden.

Berlin. Eine knapp 300.000 Euro teure Violine, die Anfang August in einem ICE zwischen Hannover und Berlin verschwunden war, ist wieder aufgetaucht. Wie die Berliner Morgenpost am Freitag erfuhr, wurde die knapp 300 Jahre alte italienische Violine im Keller einer männlichen Person in Berlin gefunden. Dort fanden sich auch das Bargeld und das verschwundene Notebook wieder an. Der Mann soll die Tat auch eingeräumt haben.

Einer oder mehrere Diebe hatten der Musikerin das Instrument im Wert von 282.000 Euro Anfang August im ICE zwischen Hannover und Berlin gestohlen. Am Bahnhof Südkreuz bemerkte die 21 Jahre alte Frau den Verlust der teuren Leihgabe. Die zuständige Bundespolizei wollte sich zu der Wiederbeschaffung nicht äußern und erklärte lediglich, dass es Ermittlungsfortschritte in diesem Fall gibt und verwies für weitere Auskünfte an die Berliner Staatsanwaltschaft. Ein Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft bestätigte die Wiederbeschaffung des Instruments auf Nachfrage.

Geige im ICE verschwunden: Reinigungskraft soll Violine an sich genommen haben

Nach Informationen dieser Zeitung soll eine Reinigungskraft im Zug Geige, Bargeld und Notebook an sich genommen haben. Dabei handelt es sich offenbar um einen Mitarbeiter eines Subunternehmens, das für die Bahn arbeitet. Ob die Reinigungskraft die Violine gestohlen hat oder gefunden, ist vermutlich Gegenstand der Ermittlungen. Dementsprechend kann wegen Diebstahl oder Fundunterschlagung Anklage erhoben werden.